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Selbsttätiger Luftbefeuchter an Heizkörpern mit Dampf-oder Warmwasserheizung.
Gegenstand der Erfindung ist ein Apparat zur Luftbefeuchtung in Räumen mit Dampf-oder
Warmwasserheizung, der eine hohe Steigerung des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft in den betreffenden
Räumen ermöglicht, und gestattet, nach vorgenommener Einstellung den jeweils gewünschten Feuchtig- keitsgehalt der Luft selbsttätig konstant zu halten.
Die Zeichnung stellt den Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform dar ; Fig. 1 zeigt die Gesamtansicht des Apparates, Fig. 2 die Seitenansicht des Apparates mit geöffnetem Ventil (im
Durchschnitt), Fig. 3 die Seitenansicht des Apparates mit geschlossenem Ventil (im Durchschnitt), Fig. 4 das Ventil ohne Lederdichtung, Fig. 5 das Einstellrohr in perspektivischer Ansieht, Fig. 6 das Einstell- rohr im Längsschnitt. Fig. 7 das Einstellrohr in der Draufsicht und Fig. 8 das Ventil bei weggebrochener
Vorderwand (perspektiviseh).
Der in Fig. 1 dargestellte Apparat besteht aus einem Metallbehälter i, der durchbohrt ist. Diese
Bohrung a ist durch eine ebenfalls durchbohrte Unterlagscheibe verstärkt, wodurch gleichzeitig eine bessere Führung für das Ventil B erreicht wird (Fig. 8). Das Ventil B ist massiv, zylindrisch und unge- fähr von der Mitte nach oben auf einen Durchmesser abgedreht, der stets etwas kleiner ist als der der
Ausflussöffnung a. Am Kopf des Ventils ist ein Schraubengewinde mit Mutter angebracht, das zur
Fixierung der Dichtung 1 dient. Am Fuss des Ventils (Fig. 4) ist ein Einschnitt (Kerbe) angebracht, durch den der Abfluss des Wassers erleichtert wird. Das Ventil steht auf dem Einstellrohr C lose auf.
Das Einstellrohr (Fig. 5) besteht aus einem zylindrisehen Rohr mit einem innen angeordneten, durchbohrten Einsatz 2 (Fig. 2). Auf diesem Einsatz 2 steht das Ventil frei auf. Am unteren Ende des Einstellrohres ist ein dünneres Rohr, das an der Aussenseite ein Schraubengewinde besitzt, angebracht, welches in das Auffangsrohr D eingeschraubt und leicht verstellbar bzw. drehbar ist und sowohl Einstellrohr als auch Auffangsrohr miteinander starr verbindet, so dass beide Rohre einen Winkel von 90 Grad miteinander einschliessen. Durch das Aufschrauben des Einstellrohres wird das Ventil gehoben, durch das Zuschrauben gesenkt, so dass dadurch jede gewünschte Einstellung möglich ist.
Im Einstellrohr C sind auf der halben Höhe des Einsatzes je zwei gegenüberliegende, also vier Schaulöcher 3 angebracht, durch die die Tropfschnelligkeit beobachtet werden kann.
Das Auffangsrohr D besteht aus einem beiderseitig abgeschlossenen Rohr, das das schon erwähnte Gewinde 4 trägt, in welches das Einstellrohr eingesehraubt ist. Es hat an der Oberseite vier Löcher, durch die das Wasser in das über das Rohr gelegte Gewebe E eindringen kann. Das Auffangsrohr D und das damit starr verbundene Einstellrohr C wird durch zwei Spiralfedern F, die am Boden 6 des Wasserbehälters und am Auffangsrohr 7 befestigt sind, gehalten.
Das über das Auffangsrohr D gelegte Tuch E, welches zwischen den Rippen des Radiators herunterhängt und das aus den Austrittsöffnungen 5 austretende Wasser aufsaugt, bewirkt durch seine grosse Oberfläche ein leichteres und schnelleres Verdunsten des Wassers.
Der Metallbehälter, 1 wird mit Wasser gefüllt und hierauf das Einstellrohr C so lange in die Höhe geschraubt, bis durch die Sehaulöcher ein deutliches Tropfen wahrgenommen wird. Das Wasser fliesst nun durch das Einstellrohr in das Auffangsrohr D, und wenn dasselbe voll ist, quillt es bei den Auslauf- öffnungen 5 hervor und wird von dem Tuche aufgesaugt.
Durch das Aufsaugen des Wassers wird aber das Tuch immer schwerer und übt somit auf die Spiralfedern einen Zug aus, der sich in einer Dehnung derselben auswirkt, wodurch sich das Auffangsrohr und das mit ihm starr verbundene Einstellrohr senkt. Das Ventil verliert hiedurch seine Auflage, senkt sich
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auch und wird durch die eigene Schwere und durch den Druck der überstehenden Wassersäule an den
Boden des Metallbehälter A gepresst und schliesst die Ausflussöffnung ab. Die Wasserzufuhr ist nun unterbunden.
Durch das Verdunsten des Wassers vermindert sich aber das Gewicht des Tuches fort- während, die Federn ziehen sich wieder zusammen, heben also wieder das Auffangs-und Einstellrohr, wobei dieses das Ventil zuerst berührt und je nach der Schnelligkeit der Verdunstung immer mehr und mehr in die Höhe hebt. Nun tropft wieder Wasser zu, das Tuch wird wieder schwerer und der eben geschilderte Vorgang wiederholt sich. Man hat es also in der Hand, den Feuchtigkeitsgehalt der Luft so zu regeln, dass man beispielsweise das Einstellrohr hoch hinaufschraubt, wodurch das ganze Tuch nass wird und die Verdunstung des Wassers durch die geschaffene grössere Oberfläche vergrössert wird, wodurch gleichzeitig der Feuchtigkeitsgehalt der Luft steigt.
Wird die Dampf-oder Warmwasserheizung während der Nacht eingestellt, wodurch sich die Luft in den Räumen abkühlt, so wird der Wasserzufluss wegen der verminderten Verdunstung geschlossen bleiben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Luftbefeuchter an Heizkörpern für Dampf-oder Warmwasserheizungen, dadurch gekennzeichnet, dass am Wasserbehälter (A) befestigte Spiralfedern (F), an denen das Abflussrohr (D) mit dem Verdunstungstuch (E) hängt, durch Schwererwerden des Tuches (E), verursacht durch das eindringende Wasser, sich ausdehnen und das Ventil schliessen und bei Verdunsten des Wassers wegen des leichter werdenden Tuches sich zusammen ziehen und das Ventil öffnen.