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Automatischer Schalter.
Es ist schon verlangt worden, in automatischen Schaltanlagen, d. h. solchen Anlagen, bei denen in Abhängigkeit von der Zeit, beispielsweise durch eine Schaltuhr, Stromsehluss-und-unterbrechung bewirkt werden, eine vom normalen, d. h. vom selbsttätigen Schaltbetrieb abweichende Benutzung des Verbrauchers willkürlich von Hand erzielen zu können. Dies beispielsweise in Boileranlagen, bei denen eine automatische Schaltung, die den Betrieb des Boilers zu bestimmten Zeiten sperrt, während dieser Sperrzeit aufgehoben werden können soll, so dass unter Verzicht auf eine niedere Preisverrechnung der in diesem Fall bezogenen Energie der Boiler auch während der Tageszeit aufgeheizt werden kann.
Zur Erreichung einer solch willkürlichen Schaltung sind bereits automatische Schalter vorgesehlagen worden, bei denen eine den festen, wie auch den federbeweglichen Teil der die Ein-und Ausschaltung vollziehenden Kontaktanordnung tragende Platte schwenkbar gelagert und während des normalen Schalterbetriebes in einer gesperrten Stellung gehalten ist, welche Platte durch von Hand betätigbare Mittel vom normalen Betrieb abweichend auch zu Sperrzeiten Strol1lschluss bewirkend, gesteuert werden kann. Im Zusammen-
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Ausschalten unabhängig von der Zeit ermöglichten.
Die genannten Einrichtungen ermöglichen aber bei der Benutzung eines automatischen Schalters nur die Stromeinsehaltung, und eine gänzlich Unwirksammachung des Schalters, unabhängig vom normalen, d. h. vom selbsttätigen, Schalterbetrieb zu bewirken. Eine Rückkehr zum normalen Schalterbetrieb innerhalb der Sperrzeit und im Sinne der Stromunterbrechung wahrend dieser, ist bei diesen Einrichtungen nicht möglich.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung in automatischen Schaltanlagen der beschriebenen Art in der angedeuteten Richtung und gemäss derselben weist ein automatischer Schalter ein weiteres von Hand betätigbares Mittel auf, das die Einschaltung durch das erste Mittel während der Sperrzeit wieder aufheben kann und dadurch den Schalter in den normalen Betrieb zurückbringt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel in Seitenansicht.
An einer Platine 1 ist eine Welle 5 gelagert, die von einem Ferrarismotor angetrieben wird, wobei der Ferrarismotor und der dessen Bewegung auf die Welle 5 übertragende Antriebsmechanismus, weil diese Mittel bekannt sind, nicht dargestellt sind. 1. 3 sind Nocken, welche durch Drehen der Welle 5 die Rolle 22 anheben und dadurch die Kontakte 17, 19 voneinander abheben können. Der Nocken 14 wirkt auf ein Flachstück 25, welches an der vorzugsweise aus Isoliermasse bestehenden und um die Achse 15 drehbaren Platte 16 festsitzt und einen Anschlag 26 aufweist. 27 ist eine federnd an der Platine 1 be-
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gesteuert wird.
An der Platte 16 ist eine die Kontakte 17, 19 umgebende Funkenschutzhülle 41, die vornehmlich aus Isoliermaterial besteht, befestigt. An dem der Platte 16 abgekehrten Teil dieser Hülle 41 sitzt ein laschenförmiges Glied 42, das mit einem Nocken 43 zusammenwirkt, Der Nocken 43 sitzt auf der Achse eines ausserhalb des Deckels 29 liegenden Drehknopfes 44 und eine Feder 45 sucht den Nocken 4. 3 stets in einer Lage zu halten, in welcher er ohne Wirkung auf das Glied 42 ist.
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Lage (der Sperrzeit entsprechend), so liegen de Kontakte 17, 19, trotz der Sperrzeit Stromschluss bew'rkend, aneinander.
Wird nun der Drehknopf 44 entgegen der Wirkung der Feder 45 gedreht, so hebt der Nocken 43
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greift, die Platte 16 also in gesperrter Stellung gehalten wird, derzufolge die Kontakte 17, 19 voneinander abgehoben sind und der Strom unterbrochen ist.
Mit der beschriebenen Anordnung wird erreicht, ds ss wenn beispielsweise während der Sperrzeit durch Betätigen des Drehknopfes 30 ein Stromschluss erzielt worden war, dieser noch innerhalb der Sperrzeit frei von Hand wieder unterbrochen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Automatischer Sehalter mit einer den festen, wie auch den unter Federwirkung stehenden Teil einer Kontaktanordnung tragenden, schwenkbaren, während des normalen Sehalterbetriebes in einer
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tätigen Betrieb abweichend, auch zu Sperrzeiten Stromschluss bewirkend, gesteuert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres von Hand betätigbares Mittel die durch das erste Mittel bewirkte E ; n- schaltung während der Sperrzeit willkürlich wieder aufheben kann und dadurch den Schalter wieder in den normalen Betrieb zurückbringt.