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Erdajiselussklemme.
In der Fernmeldetechnik ergibt sich häufig die Notwendigkeit, gewisse Stromkreisteile zu erden, was in den weitaus meisten Fällen durch eine leitende Verbindung mit einer bereits in der Erde verlegten
Gas-, Wasser-oder Dampfrohrleitung erfolgt. Diese Erdanschlüsse erfolgen entweder mit Hilfe einer zur Rohrleitung gehörigen Schraube oder durch ein besonderes Anschlussorgan-die Erdansehlussklemme.
Derartige Erdanschlussklemmen sind bereits in vielgestaltigster Form bekannt ; sie sind aber ent- weder gross und unschön oder unzuverlässig in der leitenden Verbindung mit dem die Erdung bringenden
Rohrteil, da, wie z. B. das Brit. Patent Nr. 175. 085 zeigt, der ein Muttergewinde für den zentralen Bolzen besitzende Bügel bloss zum Erfassen des Bandes dient, während die Vereinigung der Bandenden zum
Ring lediglich zwischen Spindel und Rohr erfolgt, was sich in der Praxis als ungenügend erwiesen hat.
Die vorliegende Bauweise zeigt eine neuartige Erdansehlussklemme. die sowohl formschön als auch voll- kommen zuverlässig in der leitenden Verbindung ist. Ausserdem ist sie jederzeit leicht lösbar und wieder- verwendbar.
Fig. 1 und 2 zeigen die Vorrichtung in zwei um 90 versetzten Axialsehnitten im montierten aber noch nicht angezogenen Zustand, Fig. 3 und 4 stellen verschiedene Ausführungsformen eines wichtigen
Teiles der Kappe (5) im Axialschnitt vor und Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch die auf einem Rohr fertig montierte Erdanschlussklemme samt eingeklemmtem Anschlussdraht. Die Erdanschlussklemme besteht aus einem U-förmig gebogenen Metallbügel j, dessen nach abwärts gebogene Schenkel rechteckige Fenster aufweisen und in dessen horizontal stehenden Rückenstück ein Muttergewinde eingesehnitten ist. In dieses ist von unten her ein Gewindebolzen 2 eingeschraubt, dessen unteres Ende bombiert ist und auf einem kurzen Stück kein Gewinde trägt.
Dieser Bolzen kann somit den Bügel nach oben durch Drehung nie verlassen und dient als Sicherung. Der Bolzen 2 trägtübrr drm Bügel1 noch eine runde oder quadratische
Kappe 5 und die beiden geriffelten Griffmuttern 3 und 4, deren untere 3 im Durchmesser etwas grösser gehalten ist, um ein kräftiges Anziehen mit der Hand oder einer Rohrzange zu erleichtern. Der untere Rand der Kappe 5 kann-wie Fig. 1 und 2 zeigt-eben abgeschnitten sein oder behufs festeren Aufsitzens am Rohr entweder, wie Fig. 3 zeigt, zwei kreisförmige oder, wie Fig. 4 darstellt, vier rechteckige Ausfräsungen am Umfang aufweisen. Der Durchmesser des kein Gewinde tragenden Teiles des Bolzens 2 ist nur um weniges (zirka 0. 5 mm) kleiner als die lichte Weite des U-förmigen Bügels 1.
Durch die beiden Fenster dieses Bügels 1 ist das eine Ende 7 eines gegen Blei und Eisen elektrochemisch möglichst inaktiven Metallbandes 6 durchgezogen, so dass dieses mit dem Bügel fest verbunden erscheint.
Beim Montieren der Erdanschlussklemme wird nun das Band 6 um das Rohr 8 geschlungen, hierauf neuerdings durch die beiden Fenster des Bügels 1 durchgezogen, worauf der Sehraubenbolzen 2 mit Hilfe seines Einschnittes und eines gewöhnlichen Schraubenziehers kräftig in den U-Bügel eingeschraubt wird. Durch diesen Vorgang werden, wie Fig. 5 zeigt, alle durch die beiden Fenster des Bügels 1 gezogenen Bandteile kräftig durchgebogen, wodurch das Band 6 zu einer unlöslichen, mit dem Bügel 1 fest verbundenen Schleife ausgebildet erscheint. Nun wird die Kappe 5 über Bügel 1 geschoben und Griffmutter 3 kräftig angezogen. Dadurch wird der Bolzen 2 und Bügel 1 samt der Bandschleife 6 in die Kappe 5 gezogen, durch welchen Vorgang die Teile 1, 2,.
J, 5, 6 mit dem Rohr fest verbunden werden.
Über der Griffmutter J wird der Anschlussdraht 9 um den Bolzen 2 geschlungen und mit der zweiten Griffmutter 4 festgeklemmt.
Das das Rohr umschlingende Metallband wird erfindungsgemäss aus einem Metall hergestellt, das bei grosser Festigkeit und Dehnbarkeit keine oder nur geringe elektrolytische Reaktionsfähigkeit
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gegen Eisen und Blei aufweist und nicht rostet. Diesen Bedingungen entspricht z. B. ein Band aus Nickelchromstahl.
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ziehen des Bandes 6 jederzeit möglich.
Durch die in Fig. 3 und 4 angegebenen Ausfräsungen der Kappe 5 wird ein sicheres Aufsitzen der Vorrichtung am Rohre und eine grosse Abbiegfestigkeit d2r ganzen Klemme erreicht.
Die Erdanschlussklemme kann zufolge ihrer grossen mechanischen Festigkeit in sinngemässer Form auch für viele andere Zwecke verwendet werden, so z. B. zur Herstellung von Rohrwiderständen, zur Befestigung von Armaturen, Verkleidungen und Aufschrifttafeln an Rohren, zur Befestigung von Vorhangstangen, zur Vereinigung von Röhrenkondensatoren zu Batterien, als Elektrodenhalter usw.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Erdanschlussklemme, bestehend aus einer mittels Mutter hebbaren Schraubenspindel und einer unter Vermittlung eines U-förmigen Bügels in eine Metallkappe einziehbaren Metallbandsehleife, dadurch gekennzeichnet, dass der das Metallband erfassende Bügel gleichzeitig auch zur Verbindung der Bandwindungen zu einem festen Ring herangezogen wird und mit der das Band spannenden Spindel ein in sich geschlossenes Kräftesystem bildet.