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Die bekannten Vorrichtungen, bei denen das fernzusendende Bild (Szene, Landschaft) zuerst kine- matographisch aufgenommen, anschliessend der Filmstreifen ausgearbeitet und dann abgetastet wird (Zwischenfilmsender), sind besonders dazu bestimmt, aktuelle Ereignisse usw. zu übertragen. Vorbedin- gung ist dabei eine gewisse Beweglichkeit und Handlichkeit im Aufbau der Apparatur. Entsprechend i den einzelnen Funktionen wird jedoch das Bildzerlegungsgerät und das Gerät, in welchem sich die photo-
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gerät, welches z. B. aus einer normalen Filmaufnahmekamera bestehen kann.
Um trotz der Grösse der
Zerlegeapparatur bzw. des Gerätes für die photochemischen Prozesse die erforderliche Beweglichkeit des Filmaufnahmegerätes zu wahren, wird erfindungsgemäss die Aufnahmekamera gegenüber der andern Apparatur in weiten Grenzen schwenkbar eingerichtet, so dass bei Einstellung der Aufnahmeapparatur auf die zu übertragenden Vorgänge lediglich die verhältnismässig leichte Filmkamera zu schwenken ist, während die übrige Apparatur nicht bewegt zu werden braucht.
Der Ausführung des Erfindungsgedankens stehen jeoch in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten entgegen. Zunächst ist die Aufnahmekamera mit dem lichtdichten Gerät für die photochemischen Prozesse und der reinen Fernsehapparatur durch das laufende Filmband verbunden, welches zwischen Auf- nabmekamera und dem genannten Gerät für die photochemischen Prozesse in einem absolut lichtdichten
Kanal laufen muss. Ferner kann der Antrieb der Aufnahmekamera nicht, wie dies normalerweise geschieht, von Hand erfolgen, sondern er muss absolut synchron mit dem Filmtransport und der Bildzerlegung vorgenommen werden. Schliesslich wird es bei der Übertragung längerer Szenen usw. nicht zu umgehen sein, die Aufnahmekamera mit einer grösseren Filmvorratsrolle in ständiger Verbindung zu halten.
Normalerweise ist ja in Filmaufnahmekameras ein Filmvorrat von 30 oder 60 m direkt untergebracht.
Im vorliegenden Falle jedoch würde dieser Filmvorrat nicht ausreichen, und es muss dafür Sorge getragen werden, eine bei weitem grössere Filmmenge vorrätig zu halten. Diese Filmmenge in der Aufnahme- kamera selbst unterzubringen, dürfte in den meisten Fällen nicht möglich sein, schon mit Rücksicht darauf, dass die Filmkamera leicht beweglich sein soll. Aus diesem Grunde wäre auch die Lösung, den
Filmvorrat zwar in einer gesonderten Trommel unterzubringen, diese aber direkt auf die Filmkamera lichtdicht aufzusetzen, weniger zu empfehlen. Es wird daher auch zwischen Filmkamera und Film- vorratstrommel ein lichtdichter Kanal für die Zuführung des Films erforderlich sein.
Erfindungsgemäss werden die Schwierigkeiten, welche durch den lichtdichten Kanal von der
Filmkamera zur Filmvorratstrommel, durch den lichtdichten Kanal von der Filmkamera zu dem Gerät für die photochemischen Prozesse und schliesslich wegen des Antriebes der Kamera hinsichtlich der Beweglichkeit der Aufnahmekamera bestehen, dadurch beseitigt, dass sowohl zwischen Filmvorratstrommel und Filmkamera als auch zwischen dem Entwickler-und Fixiergerät und der Filmkamera ein zwar licht- dichter, aber leicht biegsamer bzw. elastischer Kanal vorgesehen wird und dass ferner der Antrieb der
Kamera selbst durch eine biegsame Welle erfolgt.
Als biegsame Verbindung zwischen Filmkamera und Filmvorratstrommel einerseits und Filmkamera und Entwicklerschrank anderseits eignet sich am besten ein lichtdichter Schlauch genügenden Durchmessers. In den meisten Fällen wird es möglieh sein, den Abstand zwischen Filmkamera und Filmvorratstrommel bzw. Entwicklerschrank so gering zu halten, dass dieser leicht biegsame, lichtdichte
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bzw. der Filmkamera bzw. des Entwicklerschrankes allein zur Führung genügen. Erweist es sich jedoch als notwendig, längere lichtdichte Kanäle zu verwenden, so kann die Führung in diesen Kanälen in ganz einfacher Weise mit Hilfe von entsprechenden Führungsrollen erfolgen.
Um einen leichten Auf-und Abbau der Apparatur zu ermöglichen, können die biegsamen Verbindungskanäle an ihren Enden nach Art eines Bajonettverschlusses in lichtdichter Weise mit den übrigen Apparatteilen verbunden werden.
Was den Antrieb der Filmkamera anlangt, so wurde bereits erwähnt, dass Filmantrieb, Filmkamera
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einen einzigen Motor und starre Getriebe zwischen den drei Apparaten erzielt werden, hat jedoch verschiedene Nachteile im Gefolge, ausserdem würde dadurch die Beweglichkeit der Filmkamera völlig unterbunden. Es wurde bereits vorgeschlagen, statt des Einzelmotors mit entsprechendem Getriebe einzelne vom gleichen Netz laufende Synchronmotoren zu verwenden. Dies bringt zwar beim Antrieb des Zerlegerorgans grosse Vorteile, hat jedoch bei gesondertem Antrieb der Filmaufnahmekamera und des Filmvorschubs grosse Nachteile im Gefolge. Zunächst würde die Filmaufnahmekamera durch den
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Alle diese Hindernisse können erfindungsgemäss leicht beseitigt werden, wenn man die Aufnahmekamera nicht durch einen besonderen Motor, sondern von dem Motor, der den Filmvorsehub besorgt, mittels einer biegsamen Welle betreibt. In diesem Fall bestehen einerseits beim Anlaufen des Motors keinerlei Schwierigkeiten, anderseits ist die Filmkamera, auch was ihren Antrieb anbelangt, beweglich mit der übrigen Apparatur verbunden und ausserdem leicht und handlieh. Die biegsame Welle würde natürlich auch die reinen Anlaufsehwierigkeiten beseitigen, wenn die Filmkamera durch einen besonderen Synchronmotor angetrieben würde ; in diesem Falle müsste die Achse des Filmkameramotors durch die
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dann wegen des Antriebsmotors schwerer und unhandlicher.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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aufzeichnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmaufnahmekamera gegenüber den zur Behandlung, zum Abtasten und Senden des Films vorgesehenen Teilen beweglich angeordnet ist, wobei die erforderliehen Verbindungen zwischen beiden Apparateteilen biegsam sind.