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Apparat zum Aufzeichnen elektrischer Impulse.
Durch die amerikanische Patentschrift Nr. 170385 ist ein Kopiertelegraph bekanntgeworden, dessen Sehreibwerk aus einer Funkenstrecke besteht, zwischen deren Elektroden eine Schreibunterlage eingesetzt ist. Als Funkengenerator dient ein Induktionsapparat, in dessen Primärkreis ein von den ankommenden Stromstössen betätigter Elektromagnet eingeschaltet ist, die Leistungsfähigkeit des Apparates ist daher infolge der Massenträgheit ebenso gering, wie wenn die Stromstösse auf einen Schreibstift einwirken würden.
Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Apparat wird die Funkenstrecke von einem Photozellenverstärker und einem Funkengenerator gesteuert. Ein solcher Apparat ist frei von Massenträgheitswirkungen. Die hergestellten Aufzeichnungen werden jedoch teilweise dadurch verzerrt, dass eine Nachwirkung in der Funkenentladung auftritt, also eine Funkenbildung noch stattfindet, wenn die dem Original entsprechende Aufzeichnung beendet sein sollte.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, Vorsorge zu treffen, dass Nachwirkungen, die eine Verzerrung der Schrift zur Folge haben, nicht stattfinden.
Zu diesem Zwecke erhält das Gitter der Röhre, dem die ankommenden Impulse und die Wechselspannung aufgedrückt werden, eine solche Vorspannung, dass der Anodenstrom dieser Röhre nur entsprechend der Wechselspannung moduliert wird. Dies hat zur Folge, dass der verstärkte Photozellenstrom nicht durchgelassen wird und die Gleichspannungsänderungen nicht mehr in den Transformator im
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entladung verhindert werden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, von aussen kommende Störungen und Rück- wirkungen der Funkenentladung auf den Photozellenverstärker im Sendegerät, insbesondere wenn der Apparat als Vervielfältiger verwendet wird, wirkungslos zu machen.
Es ist bekannt, Verstärkerschaltungen gegen von aussen kommende elektrische Störeinwirkungen mit Hilfe von Abschirmungen zu schützen. Praktisch ist aber die Abschirmung schwer durchzuführen.
Auch gelingt die restlose Beseitigung der Störerscheinungen nur dann, wenn alle möglichen, mitunter schwierig zu erfassenden Einflüsse berücksichtigt werden.
Gemäss der Erfindung werden ungünstige Beeinflussungen von aussen her durch eine besondere Schaltanordnung unmöglich gemacht. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass der Photozellenstromkreis so geschaltet ist, dass im Verstärkerrohr des Gleichspannungsverstärkerteiles bzw. bei zweistufiger Anordnung in beiden Verstärkerröhren bei Beleuchtung der Photozelle eine verminderte Emission auftritt.
Auf der Zeichnung sind zwei Schaltanordnungen, wie sie bei Vervielfältigungsapparaten zur Anwendung kommen, beispielsweise dargestellt.
Die Photozelle 1 (Fig. 1) ist mit einem Verstärker ausgerüstet, dessen ersten zwei Verstärkerstufen durch eine Gleichstromkoppelung verbunden sind. Der Photozellenstrom wirkt auf das Gitter des ersten Rohres 3 und der Anodenstrom dieses Rohres auf das Gitter des zweiten Rohres 5. Der Photozellenkopplungswiderstand ist mit 2 und der Kopplungswiderstand zwischen den Röhren J und 5 mit 4 bezeichnet.
Nach dem Schaltschema gemäss Fig. 1 ergibt sich bei Beleuchtung der Photozelle 1 eine Stromverstärkung im Stromkreis der Photozelle und infolge des dadurch bedingten zunehmenden Spannungsabfalles im Photozellenwiderstand 2 ein grösserer Anodenstrom des ersten Rohres 3. Dadurch wird eine Verringerung der Emission im zweiten Rohr 5 und ein entsprechend der Beleuchtung der Photozelle kleinerer Strom im Ausgangskreis des Verstärkers hervorgerufen.
Auf das Gitter des Verstärkerrohres 3
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aus dem Tongenerator bei Beleuchtung der Photozelle, also beim Abtasten heller Bildpunkte, durch das Rohr gesperrt werden, während bei Verdunkelung (Abtastung dunkler Bildelemente) die auf das Gitter
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strom nicht durchgelassen wird und die GIeiehspannungsänderungen nicht mehr in den Transformator im Ausgangskreis des Gleichspannungsverstärkers gelangen können. Dadurch werden Nachwirkungen, die eine Verzerrung der Schrift zur Folge haben, vermieden.
Der Anodenstrom des Rohres 5 wird durch das Verstärkerrohr 7 weiter verstärkt und einem Leistungsverstärker 8 zugeführt, aus dem der Strom in einen Funkentransformator 9 geht, der an der Sekundärseite eine Durehsehlagsspannung von 500-1500 Volt liefert, die der Funkenstrecke aufgedrückt wird. Ein Pol der Funkenstreeke wird von der Trommel des Bildempfangsgerätes gebildet, auf welcher die Schreibunterlage aufgespannt ist, der andere von einer dünnen Nadel, die auf der Schreibunterlage schleift.
Beim Abtasten heller Bildelemente der Vorlage springt kein Funken über ; solange der abtastende Lichtstrahl jedoch ein dunkles Bildelement befährt, werden Funken entsprechend der aufgedruckten Frequenz erzeugt, die zweckmässig so gewählt wird, dass auf 0'2 mm mindestens drei Funken entfallen.
Wenn die Funkenentladungen oder aus anderer Quelle stammende Hochfrequenzen auf den Photozellenverstärker zurückwirken, kann eine Verzerrung der Wiedergabe eintreten.
Solche Hoehfrequenzstörungen werden sieh am empfindlichsten Teil des Verstärkers, also am Gitterkomplex des ersten Rohres. 3 besonders stark bemerkbar machen. Die Wirkung einer auf das Gitter des ersten Rohres 3 aufgedrückten Wechselspannung wird infolge der relativ hohen Photozellen-und Gitterwiderstände eine negative Aufladung des Gitters bewirken, nach dem bekannten Vorgang, dass die in der positiven Halbwelle auf das Gitter gelangenden Elektronen (Gitterstrom) dort verbleiben und je nach der Grösse der Ableitwiderstände nach dem Aufhören der Störbeeinflussung längere oder kürzere
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Fig. 1 eine verminderte Emission des ersten Rohres. 3 und demgemäss eine erhöhte Emission des zweiten Rohres 5 zur Folge.
Im Anodenkreis des Rohres 5 kommt ihre Wirkung also einer Verdunkelung der Photozelle gleich. Eine Hochfrequenzstörullg, die sich während des Abtastens eines hellen Bildpunktes einstellt, wirkt sich also so aus, als ob ein dunkler Bildpunkt an Stelle eines hellen vorhanden wäre und
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kehrten Vorzeichens des Spanmmgsabfalles am Photozellenwiderstand 2.
Um im Anodenkreis des zweiten Rohres 5 aber ebenso wie bei der Schaltung gemäss Fig. 1 ein Abnehmen der Emission bei Beleuchtung und eine Zunahme des Emissionsstromes bei Verdunkelung der Photozelle zu erzielen, ist auch der Kopplungswiderstand 4 zwischen dem ersten und zweiten Rohr des Verstärkers derart geschaltet, dass auch hier
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der Anode des ersten Rohres 3 und dem Gitter des zweiten Rohres 5.
Trifft eine Hoehfrequenzstörung auf den Verstärker nach Fig. 2, dann bewirkt eine Zunahme der negativen Spannung des Gitterkomplexes des ersten Rohres 3, die infolge des angeführten Aufladungsvorganges hervorgerufen wird, nicht mehr eine Zunahme des Anodenstromes im zweiten Verstärkerrohr F, sondern eine Abnahme desselben.
Durch die Schaltung gemäss Fig. 2 wird beispielsweise da ! Auftreten von Nachwirkungen nach einem dunklen Bildelement, sicher vermieden, da die Wirkung einer eventuell auftretenden Störung im gleichen Sinne wirkt wie die auf Dunkel folgenden hellen Bildelemente.
Der Deutlichkeit halber wurde jeder Verstärkerröhre eine eigene Anodenbatterie beigegeben.
Zweckmässig werden jedoch alle drei Röhren von einer gemeinsamen Anodenbatterie aus gespeist und ebenso die Heizfaden der Röhren 5 und 7 durch eine gemeinsame Batterie geheizt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Apparat zum Aufzeichnen elektrischer Impulse mit Hilfe einer von einem Photozellenverstärker und einem Funkengenerator gesteuerten Funkenstrecke, zwischen deren Elektroden eine Schreibunterlage eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter der Röhre, dem die Photozellenspannung und die Wechselspannung vom Funkengenerator aufgedrückt werden, eine solche Vorspannung erhält, dass der Anodenstrom dieser Röhre nur entsprechend der Wechselspannung moduliert wird.