AT139852B - Schmierfett. - Google Patents

Schmierfett.

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AT139852B
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Ig Farbenindustrie Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schmierfett. 



   Schmierfette (auch konsistente Fette genannt), wie sie z. B. für Transmissionsgetriebe, Differentialgetriebe und ähnliche Vorrichtungen gebraucht werden und die meist wasser-und seifenhaltig sind, werden mitunter bei verhältnismässig tiefen Temperaturen hart und starr. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Plastizität und Fliessbarkeit von Schmierfetten bei tiefen Temperaturen wesentlich verbessert wird, wenn man ihnen synthetische Produkte zusetzt, die durch Behandeln von wachsartigen Substanzen, wie Hart-oder Weiehparaffin, oder von Produkten, die durch Oxydation aus Paraffin entstanden sind, oder von Montanwachs oder diese in erheblichen Mengen enthaltenden Stoffen, wie Petrolatum, Paraffingatsch, Vaselin, Paraffin enthaltende   Rohsehmieröle   u.   dgl.,   mit hochgespannten zweckmässig hochfrequenten elektrischen Strömen erhältlich sind. 



   Als Ausgangsstoffe zur Herstellung der synthetischen Produkte sind besonders Paraffine mit einem über 320, zweckmässig über 350 liegenden Molekulargewicht und zweckmässig einem über 300  C liegenden Siedepunkt im Hochvakuum geeignet, wie z. B. Ceresin, Ozokerit, Montanwachs oder andere Wachse, Talg, Wollfett, Mineralfette oder Gemische dieser mit niedrigmolekularen Paraffinen bzw. wasserstoffreichen Ölen. 



   Die elektrische Behandlung dieser Stoffe erfolgt vorteilhaft in Siemens-Ozonröhren oder in sogenannten Voltol-Apparaten, gegebenenfalls in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, wie   Leuchtöl   u. dgl. 



   Man kann die elektrische Behandlung auch unter Zusatz von zyklischen Kohlenwasserstoffen bzw. von Derivaten derselben, wie Naphthalin, Tetrahydronaphthalin, Dekahydronaphthalin oder Naphthol, substituierte Phenole u. dgl., vorteilhaft solchen von höherem Molekulargewicht, wie Phenanthren, Anthracen, Oxyanthracen oder von Kondensations-bzw. Polymerisationsprodukten niedrig molekularer Kohlenwasserstoffe, ausführen. 



   Die elektrische Behandlung kann auch in Gegenwart von Gasen oder Dämpfen, wie Wasserstoff, Stickstoff, Halogenwasserstoff, Halogene, gasförmige, gesättigte oder ungesättigte Kohlenwasserstoffe u. dgl., ausgeführt werden. Die Verwendung schaumbildender Mittel, wie Saponin, Sulfosäuren und deren Salze, hochmolekulare Fettsäuren, wie Ölsäure, ist von Vorteil. Ferner können Stoffe, wie aktive Kohle, aktive Kieselsäure u.   dgl..   zugegen sein oder Metalloxyde, wie Zinkoxyd, Cadmiumoxyd, Molybdänoxyd, Wolframoxyd,   Chromoxyd,   oder Halogenverbindungen von Metalloiden, wie Schwefel, Phosphor, Bor u. dgl., oder von Metallen, wie Kupfer, Silber.

   Magnesium, Vanadin, Molybdän, Wolfram, Chrom, Nickel, Kobalt u. dgl., oder organische Halogenverbindungen von Benzol, Toluol, Xylol, Naphthalin sowie   Methyl-, Äthyl-,   Methylen-,   Äthylenchlorid,-jodid oder-bromid.   



   Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Beschaffenheit der Ausgangsstoffe. Niedrigmolekulare Paraffine, z. B.   gewöhnliches Weich-oder   Hartparaffin, Petrolatum od. dgl., erfordern eine längere Behandlungsdauer als hochmolekulare Paraffine, wie z. B. bei Ceresin oder ein aus Paraffin und Ceresin hergestelltes Gemisch. 



   Im allgemeinen ist es zweckmässig, dem zu verbessernden Schmierfett   O'5-5%   der erhaltenen synthetischen   Öle"zuzusetzen, jedoch   können auch grössere Mengen, beispielsweise 10,   20%   oder mehr, verwendet werden. Bei Schmierfetten, die nicht unter extremen Bedingungen benutzt werden, kann unter Umständen schon ein Zusatz von weniger als   2%,   beispieslweise 1"ausreichen. 



   Die synthetischen Produkte können den Schmierfetten entweder für sich oder im Gemisch mit Metallseifen, wie z. B. Blei-,   Natrium-oder Aluminiumoleat oder-stearat,   oder mit anderen Stoffen, wie Kondensationsprodukten, hochmolekularer organischer Säuren, oxydierten, höchstsiedenden Öldestillaten usw., zugesetzt werden. 

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   Die so hergestellten Schmierfette haben bei tiefer Temperatur eine bessere Fliessbarkeit, einen kleineren Reibungswiderstand, eine grössere Schmierwirkung, lassen sich leichter pumpen und bewirken bei tiefer Temperatur eine bessere Schaltbarkeit des Getriebes als die ursprünglichen Fette. 



   Bei   Verwendung   als Getriebefette werden die Getriebe weniger abgenutzt und die Temperatur der Getriebegehäuse wird nicht unnötig gesteigert. 



   Ausserdem weist der Schmierfettfilm insofern eine. besondere Beschaffenheit auf, als er erst unter viel höherem Druck zerreisst als bei Verwendung von Schmierfetten ohne den beanspruchten Zusatz. 



   Beispiel :
200   g   Hartparaffin werden geschmolzen und bei einem Vakuum von   5'111m Hg-Säule   mit stillen elektrischen Entladungen von 7000 Volt und 4000 Hertz behandelt. Nach einer Dauer von neun Stunden   erhältmanein vaselinartigesweiches Produkt, daszu70% auseinemhoehviskosen Schmierölbesteht   Der Rest ist unverändertes Paraffin, das vom Öl angetrieben wird. Von diesem Schmieröl werden   5% einem   Getriebefett   zugemiseht.   Hiedurch wird erreicht, dass das Getriebefett bei tiefer Temperatur weich bzw. flüssig bleibt, wodurch die   Schmierfähigkeit   erhöht und die Schaltbarkeit des Getriebes erleichtert wird. 



   Verwendet man als Ausgangsstoff für die. elektrische Behandlung ein aus Hartparaffin und Ceresin im Verhältnis 1 : 1 bestehendes Gemisch und verarbeitet es unter den oben angegebenen Bedingungen, so genügt zur Erzielung der gleichen Wirkung ein Zusatz von 2% zu dem erwähnten Getriebefett.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Schmierfett, gekennzeichnet durch einen Gehalt an synthetischen Produkten, die durch Behandlung von wachsartigen Substanzen, wie Hart-oder Weichparaffin, oder von Produkten, die durch Oxydation aus Paraffin entstanden sind, oder von Montanwachs bzw. diese in erheblichen Mengen enthaltenden Stoffen, mit hochgespannten elektrischen Strömen erhältlich sind.
AT139852D 1932-06-23 1933-05-19 Schmierfett. AT139852B (de)

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