AT139479B - Verfahren zur Herstellung gegossener Hochdruckplatten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gegossener Hochdruckplatten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung gegossener Hochdruekplatten. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> des geschmolzenen Gussmaterials Gas erzeugt und abgibt. Diese Gaserzeugung kann durch eine chemische Änderung in dem Stoff auf der Platte hervorgerufen werden oder infolge einer chemischen Zersetzung durch die Hitze, die auf die Platte durch eine Flüssigkeit oder einen festen Körper übertragen ! wird, der an der äusseren Fläche der Platte vorgesehen ist. Im letzteren Falle treibt die Hitze die eingeschlossenen oder absorbierten Gase aus. Dieser Stoff kann z. B. pulverförmiges Glas sein (wie es in den Cottrell-Niederschlagsvorrichtungen in Abzügen von Ofen, welche mit Kohlenstaub arbeiten, erhalten wird), Sand, verschiedene Metalloxyde (z. B. Eisenoxyd), verschiedene Metallsalze (z. B. Kupferarsenate. Kadmiumoxalate), welche alle einen hohen Schmelzpunkt haben oder wenigstens einen Schmelzpunkt, der über dem Schmelzpunkt des Metalles der Druckform liegt. Diese Schmelztemperaturen sind abhängig von dem verwendeten Gussmetall, jedoch kann mit einer Legierung mit einem Schmelzpunkt von etwa 70 C der oben genannte Cottrell-Niederschlag verwendet werden. Die Temperatur des flüssigen Giessmetalles kann hiebei zwischen 100-4000 C schwanken.. Der Guss 6 kann in jeder geeigneten Weise durchgeführt werden, wobei die Platte 1 eine Seite der Gussform oder des Gusskastens bildet. Hiebei wird das Metall durch die Tragplatte 1 hindurchgekühlt, so dass die druckenden Teile des Gusses, die in Berührung mit der Tragplatte 1 stehen, sofort erstarren. (Als Gussmetall kann z. B. eine Legierung, bestehend aus 50% Wismut, 25% Blei, 12'5% Zinn und 12-5% Kadmium verwendet werden. ) Es wurden beispielsweise Druckformen hergestellt unter Kühlung EMI2.1 zwischen den druckenden Teilen. Dadurch gelangt die Hitze an diesen Stellen langsamer zur Tragplatte und wirkt während der Zwischenzeit auf das Material-4 ein, indem sie eine Gasabgabe aus ihm herbeiführt. Der Druck dieses in den Räumen 7 entwickelten Gases bewegt das geschmolzene Metall von der Tragplatte 1 weg und erzeugt dadurch ein verstärktes Relief. Wesentlich für die Erfindung ist dabei, dass durch die Erzeugung dieses Gases das Relief in der fertigen Druckform an den Stellen, welche einem grösseren Abstand zwischen den druckenden Teilen entsprechen, tiefer ist. Der oben angeführte Film 5 ist sehr wirksam, um die Gasentwicklung örtlich zu begrenzen, da das Gas durch ihn am Orte seiner Entwicklung zurückgehalten wird und so die Reliefbildung fördert. Nach Abkühlung des Gussstückes wird dieses aus der Form herausgenommen und ist fertig zum Drucken oder zur weiteren Verwendung zur Herstellung von Abzügen. Es kann ein noch mehr verstärktes Relief erzielt werden, wenn die Tragplatte unter grössere Temperaturunterschiede bei Ausführung des Druckes gebracht wird, es wird also eine stärkere Gasentwicklung hervorgerufen, wenn die Tragplatte zuerst von aussen erhitzt wird, während das Gussmetall mit ihr in Berührung ist und anschliessend gekühlt wird. Das in der beschriebenen Weise erzeugte Relief wird für die meisten Zwecke genügen, doch kann es manchmal wünschenswert sein, es noch mehr zu verstärken. Zu. diesem Zwecke geht man in der durch die Fig. 3 erläuterten Weise vor. Die Platte 1 kann entweder in der beschriebenen Weise behandelt werden oder sie kann auch mit Stoffen vorbereitet werden, die weniger Gas abgeben wie die oben angeführte11 Stoffe, z. B. pulverförmigem Calciumcarbonat oder weniger fein zerteilten Stoffen. Die Deckschicht dieser Stoffe kann ebenfalls eine geringere Höhe haben wie im Falle Fig. 2. Auch kann der Kautschukfilm 5 weggelassen werden. Die vorbereitete Platte 1 wird in den Giesskasten gebracht, wo sie eine Wand, vorzugsweise die obere desselben, bildet und an welchem sie beweglich angebracht ist. Es wird ein Rahmen 9 vorgesehen, um die Platte 1 genau in einer Ebene zu halten, und sie wird durch Saugwirkung aus der Form bewegt. Wird eine Eisen-oder Stahlplatte verwendet, so wird der Saugzug durch Magnete ersetzt. In jedem Falle ist Vorsorge für die Heizung der Platte an der Rückseite getroffen. Ist die Platte in dieser Weise an der Gussform angebracht,. so wird das Giessmetall 8 eingefüllt, und. wo es mit dem Metall der Tragplatte 1 in Berührung kommt, wird es zuerst abgekühlt. Dadurch werden diese druckenden Teile des Gussmetalles erhärtet und haften an der Tragplatte. Sodann wird die EMI2.2 druckenden Teile der Druckform teil, während die zwischen ihnen liegenden Teile, welche das Metall der Tragplatte 1 nicht berühren, von dieser nicht mitgenommen werden. Auf diese Weise wird eine Verstärkung des Reliefs um etwa einen Viertelzoll erreicht. Bei Herstellung der Güsse wird das Verhältnis der Kühltemperatur des Kühlmittels und der Temperatur des Gussmetalles entsprechend der verwendeten Legierung verändert. Es soll jedoch die Temperatur des Gussmetalles nicht geringer sein als 1000 C. Als Beispiel sei erwähnt, dass hohe Reliefs erreicht wurden mit einer Kühltemperatur der Tragplatte von minus 150 C und einer Gusstemperatur von 200 C. Würde bei dem beschriebenen Verfahren die Tragplatte rasch wegbewegt werden, so würden die her- EMI2.3 nur langsam und im Verhältnis der fortschreitenden Abkühlung wegbewegt ; so dass die die druckenden Teile bildenden Gussteile die bekannten nach aussen abgeschrägten Seitenflächen erhalten. Die Tragplatte wird vom Guss nicht eher abgelöst, bevor die Gussmasse nicht vollständig erhärtet ist. Das Ablösen der Trag- EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> Das gleiche Ergebnis wird auch erzielt, wenn die Bewegungen umgekehrt erfolgen. Zu diesem Zwecke kann nach Einfüllen des Gussmetalles nach dem ersten Abkühlen und Erhärten der Druckflächen der Druckform ein Teil des flüssigen Gussmetalls aus der Form abgelassen werden, wobei die Tragplatte inihrer Lage verharrt. Hiedurch wird auch ein erhöhtes Relief erzielt, da die Teile zwischen den druckenden sich senken. Bei diesem Abziehen entweder der Platte oder des Metalls wird dem Gussmetall durch Ableiten durch die die druckenden Teile bildenden Teile der Druckform Wärme entzogen. Die Höhe des Reliefs regelt sich daher selbsttätig. Befinden sich die druckenden Teile nahe beisammen, so findet dieser Wärmeabzug schneller statt als bei weiter auseinanderliegenden Teilen. Bei enger zusammenliegenden Teilens findet infolgedessen eine Verbindung der druckenden Teile der Druckform durch abgekühltes erhärtetes Metall schneller statt als bei weiter auseinanderliegenden Zeichnungsteilen. In andern Worten, beim Giessen von Druckformen mit weiter auseinanderliegenden druckenden Teilen findet ein stärkeres Ausziehen des Gussmetalles statt als bei näher beisammenliegenden Teilen, so dass im ersteren Fall ein höheres Relief erzeugt wird. Auf diese Weise wird erforderlichenfalls ein sehr hohes Relief erzeugt, wobei dieses Relief sich entsprechend den Erfordernissen in der Höhe selbsttätig regelt. Beim Giessen wird zunächst die Form so eingestellt, dass die Tragplatte eine senkrechte Wand der Form bildet, so dass sich das Gas nicht an der Fläche der Tragplatte ansammelt. Ist das Gussmetall eingefüllt, so wird die Form so gedreht, dass die Tragplatte die obere Wand der Form bildet, worauf die Tragplatte abgekühlt wird. In den Fällen, in welchen das Metall von der Platte weggezogen ist, wird es notwendig sein, einen Durchgang im oberen Teil der Form anzubringen, so dass das Gussmetall die Tragplatte ausgenommen an den druckenden Teilen verlässt. Ein solcher Durchgang wird zur gegebenen Zeit, nämlich nach dem ersten Abkühlen der die Zeichnungsteile bildenden Teile des Gussstückes, geöffnet. Durch einen solchen Durchgang kann Luft oder Gas von atmosphärischem oder überatmosphärischem Druck nach Erfordernis zugelassen werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung gegossener Hochdruckplatten, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine gut wärmeleitende Tragplatte eine Matrize mit schwachem Relief, z. B. eine Chromgelatinematrize, aufgebracht, diese Druckvorlage in eine Giessform gesetzt und mit flüssigem Metall ausgegossen, und anschliessend die Tragplatte gekühlt wird, wodurch die an ihr anliegenden druckenden Metallteile erhärten und an ihr anhaften, worauf schliesslich die nicht erhärteten Metallteile zum Zwecke der Reliefverstärkung der Matrize zum Zurückweichen von der Tragplatte gebracht werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Eingiessen des Metalles die nicht druckenden Stellen mit einer gasabgebenden Schichte belegt werden, um das Zurückweichen der nicht erstarrten Metallteile des Gussstückes durch die aus der gàsabgebenden Schichte austretenden Gase zu veranlassen.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abdeckung der Teile zwischen den Elementen des Druckbildes eine Wärmeisoliermasse verwendet wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte vor dem Bestreuen mit dem gasabgebenden Stoffe mit einem Überzug aus klebrigem Stoff versehen wird.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstärkung der Gasentwicklung aus der aufgetragenen Masse nach der ersten Abkühlung die Tragplatte neuerlich erwärmt wird.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zurückweichen der nicht erhärteten Metallteile durch Wegbewegen der Tragplatte von der Gussmasse bewirkt wird.7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zurückweichen der nicht erhärteten Metallteile durch Ablassen von flüssigem Gussmaterial erfolgt.8. Verfahren nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbereitete Tragplatte mit einem Film aus einer Kautschukverbindung überzogen wird.
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