AT139301B - Verfahren zur Herstellung von Elektrolyteisenblech. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Elektrolyteisenblech.

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  Verfahren zur Herstellung von Elektrolyteisenblech. 



   Die Grundlagen für die Herstellung von Eisenblech auf elektrolytischem Wege sind dem Fachmann seit der Erfindung des Fischer'schen Elektrolyten gegeben. Mit diesem in der Hauptsache aus Eisen-   ehlorür   und hygrokopischen Substanzen bestehenden Elektrolyt lassen sich Niederschläge unter so niedrigem Energieverbrauch herstellen, dass Feinblech aus Altmaterial billiger erzeugt werden könnte, als die gewalzten, wenn die üblichen galvanostegischen Methoden ausreichen würden. Dass dies nicht der Fall ist, hat seine Ursache in einer Erscheinung, die als Knospenbildung bezeichnet wird und umso kräftiger auftritt, je grösser die Dicke des Niederschlages ist.

   Ein solches Blech mit rauher, unebener Oberfläche ist für die Verarbeitung unbrauchbar und es müssen daher Vorkehrungen getroffen werden, die das Entstehen von Knospen verhindern, welche Vorkehrungen aber den Grossbetrieb in so hohem Masse verteuern, dass die Rentabilität in Frage gestellt ist. 



   Die üblichen Mittel zur Verhinderung des knospigen Anwachsens elektrolytisch erzeugter Niederschläge sind Diaphragmen, die zwischen Anode und Kathode angeordnet werden, sowie die ständige Filtration des Elektrolyten. Beide haben den Zweck, das Ansetzen kleiner Fremdkörper an der Kathode zu verhindern, ihre klaglose Wirksamkeit ist aber im Grossbetrieb nicht zu erreichen. Wenn sie auch den Grad der Knospenbildung erheblich herabsetzen, so ist ein knospenfreies Produkt, das allein dem Walzblech ebenbürtig wäre, doch nicht herstellbar und es kommen daher noch weitere Mittel zur Anwendung, um dem Übelstand abzuhelfen.

   Solche Mittel sind Glättsteine, die den Niederschlag während der ganzen Dauer des Prozesses bearbeiten oder ständige sehr rasche Rotation der   zylindiischen   Kathoden, die ein Zerdrücken der Knospen ebenso bewirken soll wie die Bearbeitung durch Glättsteine. Es ist aber ohne weiteres klar, dass die ständige mechanische Bearbeitung des Niederschlages den Energieverbrauch nachteilig beeinflusst und die Anlagekosten erhöht, weshalb diese Hilfsmittel, die bei der Erzeugung des an sich hochwertigen Kupferbleches gute Dienste leisten, bei der Herstellung von Eisenblech nicht zur Anwendung kommen können. 



   Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird an der Zirkulation des Elektrolyten sowie an der Anwendung von Diaphragmen festgehalten, um die Knospenbildung herabzusetzen, es unterbleibt aber die mechanische   kraftverzehrende   Bearbeitung während des Niederschlagsprozesses durch   Glättwerkzeuge   sowie die Rotation der Kathoden, die nur in jenem geringen Masse in Bewegung erhalten werden, wie sie zur Vergleichmässigung der Niederschlagsdicke erforderlich ist. Das elektrolytisch erzeugte Produkt wird daher eine wenn auch mässige Knospenbildung aufweisen, die erfindungsgemäss durch Kaltwalzen beseitigt wird, in der Art, dass man das Blech z.

   B. zwischen zwei Walzen durchlaufen lässt, die so eingestellt sind, dass keine oder doch nur eine ganz unbeträchtliche Änderung der Ausmasse des Bleches, also kein   Materialfluss   stattfindet. Es hat sich gezeigt, dass die Knospen bei dieser Art der Bearbeitung vollständig verschwinden   und dass   keine Schuppenbildung veranlasst wird, die unvermeidlich wäre, wenn die Knospen so ausgeprägt sind, wie sie beim Arbeiten ohne Diaphragma und ohne Zirkulation des Elektrolyten entstehen. 



   Bei der elektrolytischen Herstellung von Kupferrohren ist es üblich, das Abziehen des Rohres von der Kathode durch Walzen des Niederschlages möglich zu machen (D. R. P. 59933), indem hiebei der Durchmesser des Rohres vergrössert wird. Dieses Walzen ist aber bisher nur bei knospenfrei hergestellten Rohren angewendet worden. Die Möglichkeit, auf diesem Wege die Knospen zum Verschwinden zu bringen, ist unerkannt geblieben. Nebstdem zielt das Walzen in der bekannten Anwendung auf eine Längenänderung ab, die beim Verfahren gemäss der Erfindung vermieden werden soll. 



   Das Glätten von Blechen mittels Walzen, zwischen denen man das Blech ohne wesentlichen Materialfluss durchlaufen lässt, ist an sich bereits bekannt. Dabei handelt es sich aber um die Beseitigung von Unebenheiten, die durchaus anderer Art sind als knospige und körnige   Auswüchse   elektrolytisch erzeugter Bleche, welche ausgeprägtere Form haben als die Unebenheiten von Walzblech, und es war von vornherein nicht anzunehmen, dass sie, ohne Erhitzung des Bleches und ohne Schuppenbildung zu veranlassen, zum Verschwinden gebracht werden könnten. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI1.1 ständiger Filtration des Elektrolyten zur Herabsetzung der Knospenbildung, dadurch gekennzeichnet, dass der von grossen Knospen freie Niederschlag du eh Kaltwalzen ohne wesentlichen Materialfluss geglättet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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