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Kopierdrehbank zur Herstellung von Schuhleisten u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kopierdrehbank zur Herstellung von Schuhleisten, Gewehr- schäften, Pfeifenköpfen und anderen unregelmässigen Körpern aus Holz, Metall, Horn u. dgl. nach einem
Modell.
Zur Herstellung von Schuhleisten sind Kopierdrehbänke bekannt, bei welchen das Modell und die
Werkstücke schwingbar gelagert sind und durch Federn gegen die Werkzeuge (Tastscheibe oder Taster und Messerköpfe) gehalten werden. Diese Bänke haben meistens Tastscheiben und Messerköpfe von etwa 300 mm Durchmesser. Die Bänke liefern eine nur unsaubere und ungenaue Arbeit, weil das Gewicht der schwingenden Massen des Modells und der Werkstücke zu gross ist. Ausserdem können Tastscheiben mit grossem Durchmesser nicht in die Seitenhöhlungen des Modells eindringen. Infolgedessen werden aus den Werkstücken Höhlungen nicht herausgearbeitet. Die Erzeugung der Höhlungen muss vielmehr nachträglich von Hand vorgenommen werden.
Diese Nachteile sind bei jenen bekannten Kopierdrehbänken vermieden, bei denen die Werkzeuge (Tastscheibe und Messerköpfe) um parallele Achsen schwingbar sind und durch Federn gegen das Modell und die Werkstücke gehalten werden, die gedreht und vorgeschoben werden. Diese Drehbänke haben zwar Tastseheiben und Messerköpfe von kleinerem Durchmesser, so dass die Seitenhöhlungen aus den Leisten herausgearbeitet werden. Aber auch hier sind die schwingenden Massen der Werkzeuge zu gross, da die die Messerköpfe antreibenden Elektromotoren auf den Achsen der Messerköpfe sitzen, also deren schwingende Bewegungen mitmachen.
Diese Nachteile zu vermeiden, ist das Ziel der Erfindung. Diese besteht darin, dass bei einer Kopierdrehbank der zuletzt erwähnten Art, also bei einer Kopierdrehbank, bei welcher die Tastscheibe und die Messerköpfe um parallele Achsen schwingbar sind, die Antriebsmotoren der Messerköpfe ortsfest angeordnet sind und deren Achsen mit den Schwingachsen der Messerköpfe je in einer Linie liegen.
Eine Ausführungsform einer derartigen Kopierdrehbank ist in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung in zwei senkrecht zueinander geführten Höhenschnitten schematisch dargestellt.
In der Zeichnung bedeutet a das Modell eines Schuhleistens, b sind die Werkstücke. Die Leisten für den rechten und den linken Fuss werden in bekannter Weise gleichzeitig hergestellt. c ist die Tastscheibe, d sind die Messerköpfe vom Durchmesser der Tastscheibe. Dieser Durchmesser ist so bemessen, dass jede in Betracht kommende Höhlung mit den Messerköpfen bearbeitet werden kann. Das Modell a und die Werkstücke b werden in bekannter Weise je zwischen Spindel e und Reitstock t eingespannt, deren Lager g auf dem Schlitten h befestigt sind. Dieser erhält in bekannter Weise eine Vorschubbewegung durch die Spindel i in der Richtung des Pfeiles in Fig. 2. Die Tastscheibe c ist drehbar auf einem Arm k und die Messerköpfe d sind drehbar auf Armen l gelagert.
Die Arme k, i ! schwingen um die Achsen m, die am Sockel der Drehbank gelagert sind und in einer Ebene liegen. Die Arme können auch hängend oder waagrecht schwingend angeordnet sein. Die Arme sind durch die Arme n zu einem Gelenkparallelogramm verbunden, das unter dem Einfluss einer Feder o steht. Diese zieht die Werkzeuge (Tastscheibe c und Messerköpfe d) gegen das Modell a bzw. die Werkstücke b. Ein am Arm k befestigter Handgriff p mit Rast q ermöglicht das Abziehen der Werkzeuge vom Modell und von den Werkstücken. Bei abgezogenen Werkzeugen wird das Gelenkparallelogramm k, I, n durch Auflegen der Rast q auf den Sattel r festgestellt.
Die Elektromotoren s zum Antrieb der Messerköpfe sind am Sockel der Drehbank unabhängig von den Schwingachsen m der Arme I angeordnet, jedoch so, dass (Fig. l) die Achsen der Motoren mit den Schwingachsen m der Arme ! zusammenfallen. Riementriebe t übertragen die Kraft der Motoren auf die Messerköpfe.
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EMI2.1