AT138936B - Verfahren zur Spirituserzeugung, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb und hiezu geeignete Diastasepräparate. - Google Patents

Verfahren zur Spirituserzeugung, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb und hiezu geeignete Diastasepräparate.

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Description


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  Verfahren zur Spirituserzeugung, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb und hiezu geeignete Diastasepräparate. 



   Es ist schon vorgeschlagen worden, die Maischen für die Spirituserzeugung in landwirtschaftlichen Brennereien mit frischen klaren Malzauszügen zu verzuckern, die man durch Einbringen von gequetschtem Grünmalz in eine sehr verdünnte Formaldehydlösung und nachfolgende Filtration unmittelbar vor der Verarbeitung herstellte. Dieses Verfahren, das die Praxis in bescheidenem Umfang übernommen hat, soll im Vergleich zur Verwendung von gequetschtem Grünmalz eine erhebliche Malzerspranis ermöglichen und bei einfacher Arbeitsweise zu sehr reinen Gärungen führen. Es zeigt jedoch den Nachteil einer verzögerten Verzuckerung und überlangen Gärdauer und hat überdies das Vorhandensein von Betriebseinrichtungen für die Erzeugung des gesamten benötigten Grünmalzes und die fortlaufende Malzerzeugung im Betriebe selbst zur Voraussetzung. 



   Die Erfindung ermöglicht die Verzuckerung der Maischen oder Würzen, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb, mit diastatischen Extrakten, insbesondere Malzextrakten, in Form von Dauerpräparaten, die ihre Haltbarkeit im wesentlichen nicht der Anwesenheit von Desinfektionsmitteln, sondern dem Eindampfer verdanken, unter Vermeidung der angeführten Übelstände und löst dadurch die Aufgabe, den Betrieb von der Grünmalzherstellung völlig unabhängig zu machen. Derlei Versuche sind bisher erfolglos geblieben. Sie scheiterten insbesondere an dem Umstand dass bei Ver- 
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 in der Maische noch vorhandene Diastase während der Gärung bei erheblicher   Säure zunahme schnell   zerstört wird. Das Ergebnis ist eine schlechte Vergärung und eine der Menge und Beschaffenheit nach schlechte Alkoholausbeute. 



   Der Erfindung gemäss werden durch Eindampfen konservierte diastatische Extrakte, insbesondere Malzextrakte, in welchen die Diastase in Schutzstoffe gegen Temperaturzerstörung und Puffer eingebettet ist und die ferner vorzugsweise auch Aktivatoren aus Malz, Hefe oder aktivierende Salze oder Gemische solcher Aktivatoren enthalten, zur Verzuckerung der Maischen verwendet. 



   Zur Durchführung des Verfahrens dienen mit grossem Vorteil konzentrierte Malzextrakte, die durch Einbettung in Füllstoffe mit Schutzwirkung gegen Temperaturzerstörung und mit Pufferwirkung in Pastenform übergeführt sind und die ausserdem Aktivatoren aus Malz und Hefe oder aktivierende Salze oder Gemische solcher Aktivatoren enthalten. 



   Durch Temperaturerhöhung wird bekanntlich die Geschwindigkeit der diastatischen Verzuckerung stark erhöht und bis zu gegebenen Grenzen die Maltosebildung begünstigt. Neben der Wirkungssteigerung bewirkt Temperaturerhöhung aber eine irreversible Zerstörung des Fermentes. Durch die Einbettung in Stoffe, die eine Schutzwirkung gegen die Zerstörung durch erhöhte Temperatur ausüben, wird die Diastase der verzuckernden Präparate während des Mischprozesses von Anfang an geschont. Wenn auch die Malzextrakte, wie man sie bisher herstellte, genügten, eine vollkommene Verzuckerung im Maisch- 
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 betrieb, dass keine vollkommene Vergärung eintrat.   D : e   Diastase wurde nicht genügend geschont, so dass die überaus wichtige Umwandlung der Dextrine in vergärbarem Zucker nicht erfolgte, mit andern Worten, die Nachgärung ausblieb.

   Die Bottich blieben bei einer Saeeharometeranzeige von   1'8-2'5   stehen ; die Alkoholausbeute war demzufolge schlecht. Um die Diastase zu schonen, sind Schutzstoffe notwendig. An der Spitze der Schutzstoffe gegen Zerstörung durch erhöhte Temperatur steht nach vielfachen Erfahrungen die Stärke und ihre Abbauprodukte. Weiter wurden beispielsweise Schutzwirkungen durch den 

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Zusatz von Glukose,   Invertzucker,   Dextrin, Gelatine, Albumin, Gummi   arabicum   und Aminosäuren von verschiedenen Seiten beobachtet. Für das Verfahren bieten sich Maltose, Dextrin oder Stärke und deren Abbauprodukte als die   natürlichsten   Hilfsmittel dar. Die Stärke wird zweckmässig in Form einer aufgeschlossenen oder löslichen Stärke verwendet. 



   Durch die Anwesenheit von Puffern in den eingedickten Diastasepräparaten wird eine Schutz- wirkung gegen die Schädigung durch Säure während des Mischprozesses und auch im Zuge der Gärung ausgeübt. Dienen als Schutzstoffe gegen   Temperaturschädigung   Stoffen, die (wie z. B. Stärke oder Dextrin) an sich keine puffernden Wirkungen ausüben, so ist es unerlässlich, Puffer, wie z. B. den nicht temperaturempfindlichen Azetatpuffer (Essigsäure + Natriumazetat, gesondert beizumischen. Mit stärkehaltigen Abfallprodukten von der Art der Malz-oder Biertreber, des Malzschrotes, der Kleie od. dgl. werden Schutzstoffe von beiderlei Art zugeführt. 



   Durch einen Zusatz von Malzmehl, Malzschrot, Malzdunst (der bei der Ausmahlung von Malz entstehende Abfall) oder Malzkeimen kommen gleichzeitig Schutzstoffe gegen Temperaturzerstörung, Puffer, und ein Aktivator, der die Verarbeitung der Dextrine befördert, in die Maische oder Würze hinein. Eine Erhöhung der diastatischen Wirkung lässt sich auch durch Mitverwendung des aus Hefe stammenden Aktivators der Dextrinspaltung, des   sogenannten"Kompleinentes"aus   Hefe (Pringsheim und   Mitarb.,   vgl. z. B. Bericht d. deutschen ehem. Ges. 56,1782   [1923]),   etwa in Form von verflüssigter Hefe oder von Hefeautolysat, erzielen.

   Durch die Gegenwart von aktivierenden Salzen, wie Halogensalzen, Ammonsalzen oder Wolframsalzen, wird die Diastase sehr geschont, so dass sich in der gärenden und vergorenen Würze mehr Diastase als beim Arbeiten ohne solche Zusätze vorfindet. 



   Das Verfahren führt bei sehr einfacher Arbeitsweise zu sehr reinen Gärungen und daher zu Alkoholausbeuten, die jener der Verzuckerung mit frischem Grünmalz mindestens erreichen. Es ist auch zur Verarbeitung der verhältnismässig schwer angreifbaren Kartoffelstärke hervorragend geeignet. 



   Ausführungsbeispiel :
60 kg hochdiastatischer Malzextrakt werden in einer   Misch-oder Knetmaschine   langsam mit   20-40     kg Malzmehl, 10-40 kg Weizen- oder Roggenkleie   und   7-20     kg Malzdunst,   ferner 2 kg Hefeautolysat, 900 g Kalziumphosphat und. 100 g Kaliumbromid versetzt und eine Stunde oder etwas länger bis zur vollständigen Homogenisierung vermischt. Die Masse hat dann eine   teigähnliche   Konsistenz und kann leicht aus der Mischmaschine abgefüllt werden. Man bringt sie sofort in die zur Verpackung bestimmten Gefässe (Kisten, Fässer oder   Säcke),   in welchen sie erstarrt. 



   Man verwendet 0'5-1'25% der Paste, auf das Gewicht der eingemischten Kartoffeln gerechnet. 



  Die Paste wird in kaltem oder lauwarmem Wasser gelöst. Ungefähr ein Viertel der Lösung wird vor Beginn des Einmaischens dem im Vormaischbottich vorgelegten Wasser zugesetzt. Hierauf wird ein Viertel des Gesamtinhaltes des Dämpfers ausgeblasen, wodurch eine Temperatur von etwa   500 C erreicht   wird. Hernach wird die restliche Menge des gedämpften Gutes bis auf ein letztes Viertel aus dem Dämpfer ausgeblasen, wodurch die Temperatur bis auf 570 C ansteigt. Während dieser Operation wird der Maische die Lösung der Malzextraktpaste unter Zurücklassung des letzten Viertels in zwei Anteilen zugefügt. Der Rest des gedämpften Gutes dient dazu, die Maische auf die Abmaischtemperatur von 62  C zu bringen. 



  Nach Beendigung des Ausblasen wird das letzte Viertel der Lösung der Malzextraktpaste zugesetzt und die Maische 10-45 Minuten der Verzuckerung überlassen. 
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   Die erwähnten festen Zusatzstoffe wirken gleichzeitig aufsaugend auf die   Diastaselösungen   und befördern daher den Übergang der konzentrierten Lösungen in feste Form unter Verminderung der Fermentverluste durch Verdampfung des Wassers. Zu diesem Zweck hat man bereits vorgeschlagen, gewöhnliche oder diastatische Mahlprodukte von Zerealien oder Stärke oder auch durch Verkleistern von Stärke oder stärkehaltigen Stoffen und Trocknen der aufgeschlossenen Masse hergestellte Produkte mit konzentrierten Malzextrakten zu verkneten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Spirituserzeugung, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass durch Eindampfen konservierte diastatische Extrakte, insbesondere Malzextrakte, in welchen die Diastase in Schutzstoffe gegen Temperaturzerstörung und Puffer eingebettet ist und die ferner vorzugsweise auch Aktivatoren aus Malz, Hefe oder aktivierende Salze oder Gemische solcher Aktivatoren enthalten, zur Verzuckerung der Maischen verwendet werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Gegen schnellen Verbrauch der Diastase geschützte Diastasepräparate, bestehend aus konzentriertem Malzextrakt, der durch Einbettung in Füllstoffe mit Schutzwirkung gegen Temperaturzerstörung und mit Pufferwirkung in Pastenform übergeführt ist, und die ausserdem Aktivatoren aus Malz und Hefe oder aktivierende Salze oder Gemische solcher Aktivatoren enthalten. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT138936D 1932-04-15 1932-04-15 Verfahren zur Spirituserzeugung, insbesondere im landwirtschaftlichen Brennereibetrieb und hiezu geeignete Diastasepräparate. AT138936B (de)

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