AT13889U1 - Kronenkorkenöffner - Google Patents
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Abstract
Ein Kronenkorkenöffner umfasst eine linealartige Griffleiste (1) mit einer Gleitführung, beispielsweise einem Schlitz (2) in Längsrichtung. An einem Ende des Schlitzes (2) ist quer zur Längsrichtung derselben eine Einsatzkante (3) vorgesehen. Die Flanken- bzw. Längskanten (4, 5) des Schlitzes (2) bilden die Gleitführungen, die an die Kappe eines Kronenkorkens (9) angelegt werden. Bei einer raschen linearen Verschiebung des geführten Kronenkorkenöffners stößt die Einsatzkante (3) von unten gegen den Zahnungsbereich des Kronenkorkens (9) und schleudert diesen aus seiner Verschlussstellung.
Description
österreichisches Patentamt AT 13 889 Ul 2014-11-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Kronenkorkenöffner mit einer Einsatzkante zum Untergreifen des Zahnungsbereichs eines Kronenkorkens und mit einer Griffleiste.
[0002] Viele Getränkeflaschen, insbesondere von Bier, sind durch Kronenkorken verschlossen. Kronenkorkenöffner, manchmal auch als "Bierkapselheber" bezeichnet, werden auf die Kappe der Kronenkorken so aufgesetzt, dass die Einsatzkante den Zahnungsbereich des Kronenkorkens untergreift. Durch Hebelwirkung mit dem Drehpunkt des Hebels auf der Kappe des Kronenkorkens wird der Zahnungsbereich und die Kappe so deformiert, dass sich die Formschlussverbindung zwischen dem Kronenkorken und dem Rand der Flaschenöffnung löst und der Kronenkorken entfernt werden kann. Dabei wirkt der Kronenkorkenöffner als einarmiger Hebel, dessen Kraftarm (Griffleiste) zum Öffnen angehoben wird. Wenn kein Kronenkorkenöffner zur Hand ist, dann werden hilfsweise verschiedene hakenförmige Werkzeuge oder Kanten herangezogen, gegen die die Unterseite des Zahnungsbereichs gedrückt oder gestoßen wird, um den Kronenkorken abzuheben. Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, dass ein Öffnen mit Gegenständen, die einem anderen Zweck dienen, (z.B. Gabelschlüssel 14 und 17) zu Beschädigungen - auch der Glasflasche - führen kann und gefährlich ist.
[0003] Die Erfindung zielt darauf ab, das Öffnen von Kronenkorken abweichend von der üblichen Methode mittels eines Kronenkorkenöffners der eingangs beschriebenen Art zu ermöglichen, der dadurch gekennzeichnet ist, dass auf der Griffleiste in Längsrichtung derselben eine Gleitführung zum seitlich schrägen, etwa tangentialen Anlegen an dem Kappen- bzw. Zahnungsbereich des Kronenkorken und zur geführten linearen Längsverschiebung der Griffleiste zum Zahnungsbereich des Kronenkorken hin vorgesehen ist, dass am Ende der Gleitführung die Einsatzkante ausgebildet ist, die senkrecht zur Gleitführung orientiert ist, wobei der Kronenkorken durch den Stoß der Einsatzkante von unten gegen den Zahnungsbereich entfernbar ist. Das Öffnen des Kronenkorkenverschlusses erfolgt somit nicht durch Hebelwirkung, sondern durch einen Stoß mit einer Stoßrichtung im spitzen Winkel zur Mittelachse der Flasche von unten nach oben auf die Zahnung der zumeist 21 Zacken, die den Rand der Kappe bilden. Dabei werden die Zacken örtlich über den Wulst des Flaschen-Mundstückes gehoben und die Flasche geöffnet. Dieser dynamische Vorgang kann so gesteuert werden, dass der Kronenkorken im Rahmen seines elastischen Formschlusses beim Stoß nicht nur abhebt, sondern eine zusätzliche Beschleunigung erfährt und einen Sektstoppel vergleichbar wegfliegt. Es ist zweckmäßig, wenn die Gleitführung als Schlitz in der linealartigen Griffleiste ausgebildet ist.
[0004] Die seitlichen Längskanten des Schlitzes bilden die schienenartigen Gleitführungskanten. Deren Abstand liegt bei Kronenkorken nach DIN 6099 zwischen 15 und 20 mm, vorzugsweise bei 18 mm. Dadurch kommt die Einsatzkante am Ende des Schlitzes beim Aufstoßen eines Kronenkorkens optimal zur Wirkung. Der Schlitz kann außermittig in der linealartigen Griffleiste vorgesehen sein.
[0005] Der dadurch entstehende einseitig vergrößerte seitliche Bereich neben dem Schlitz dient als eigentlicher Griffbereich beim Positionieren des Öffners tangential an einem Kronenkorken. Vor allem aber kann dort ein Gebrauchs- oder Werbehinweis aufgebracht sein. Eine alternative Ausführungsform sieht vor, dass die Griffleiste rinnenförmig ausgebildet ist und die Rinnenform die Gleitführung bildet. An einem Ende der (z.B. v-förmigen oder schuhlöffelförmigen) Rinne bildet ein den Rinnenquerschnitt überbrückender Steg die Einsatzkante.
[0006] In jedem Fall handelt es sich bei dem Öffner gemäß der Erfindung um einen Stanzteil (allenfalls Stanz-Biegeteil) aus Stahlblech - allenfalls NIRO-Stahlblech - mit einer Blechstärke von mindestens 1,5 mm. Auch moderne Methoden des Warmstrahl- oder Laserschneidens können zur Formgebung angewendet werden.
[0007] Eine sehr zweckmäßige Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende der Griffleiste eine insbesondere kreisbogenförmig berandete Ausnehmung durch eine Sehne abgeschlossen ist, wobei die Sehne eine Einhakkante für einen Kronenkorkenheber bildet. Auf 1 /4 österreichisches Patentamt AT13 889U1 2014-11-15
Grund dieser Ausnehmung kann der Öffner nach dem tangentialen Anlegen an dem Kronenkorken längs der Flasche am oberen Ende gut ergriffen und ruckartig hochgezogen werden, sodass die Einsatzkante am unteren Ende des Schlitzes den Kronenkorken aufstößt und abhebt. Diese vorgenannte Ausführungsform bietet aber auch die Möglichkeit, einen Kronenkorken auf herkömmliche Art durch Hebelwirkung zu entfernen oder im Falle eines misslungenen Öffnungsvorganges als zusätzliches Werkzeug zur Verfügung zu stehen. Wenn die kreisbogenförmige Ausnehmung gezahnt ausgebildet ist, dann kann damit ein fest sitzender Drehverschluss geöffnet werden, wobei die Griffleiste als Hebel für diesen "Steckschlüssel" zur Erhöhung des Drehmomentes beiträgt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel zum Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen dargestellt.
[0009] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einem Kronenkorkenöffner, [0010] Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie ll-ll in Fig. 1, [0011] Fig. 3 eine Flasche mit Kronenkorkenverschluss in Seitenansicht und einem angelegten
Kronenkorkenöffner im Längsschnitt und [0012] Fig. 4 die Flasche gemäß Fig. 3 und den Kronenkorkenöffner im Moment der Stoßöffnung des Kronenkorkens.
[0013] Ein Kronenkorkenöffner gemäß der Erfindung besteht aus einem linealartigen Flachstück z.B. aus NIRO-Blech (Stärke 2mm) und umfasst gemäß Fig. 1 und 2 eine längliche Griffleiste 1 mit einer länglichen Gleitführung, die als Schlitz 2 ausgebildet ist. Der Schlitz 2 ist an einem Ende durch eine Einsatzkante 3 und seitlich durch Längskanten 4, 5 begrenzt. Ferner weist der Kronenkorkenöffner an dem der Einsatzkante 3 gegenüberliegenden Ende eine hier kreisbogenförmig berandete Ausnehmung 6 mit einer Einhakkante 7 auf.
[0014] Die Fig. 3 und 4 zeigen die Funktion des Kronenkorkenöffners. Dieser wird tangential an eine Flasche 8 so angelegt, dass die Längskanten 4 und 5 des Schlitzes 2 als Gleitführung an der Kappe des Kronenkorkens 9 anliegen (Fig. 3). Durch einen kräftigen Zug in Richtung des Pfeiles 10 stößt die Einsatzkante 3 von unten gegen den Zahnungsbereich des Kronenkorken 9, löst die Formschlussverbindung durch stoßartiges Anheben des Kronenkorkens 9 über einen Randwulst des Flaschenhalses der Flasche 8.
[0015] Der Kronenkorken 9 wird in Richtung des Pfeiles 11 weggeschleudert. Fig. 4 zeigt den Augenblick, in welchen der Stoß gegen den Zahnungsbereich des Kronenkorkens erfolgt.
[0016] Die Ausnehmung 6 erleichtert das Ergreifen des Kronenkorkenöffners zur Ausführung der schnellen Zugbewegung in Richtung des Pfeiles 10. Außerdem ist diese Ausnehmung 6 Teil eines üblichen Kronenkorkenhebers, der alternativ eingesetzt werden kann.
[0017] Ergänzend wird noch vermerkt, dass eine Ausführung des Kronenkorkenöffners auch als Kunststoffformteil möglich und insbesondere bei Massenproduktion etwa zu Werbezwecken vorteilhaft ist. 2/4
Claims (6)
- österreichisches Patentamt AT 13 889 U1 2014-11-15 Ansprüche 1. Kronenkorkenöffner mit einer Einsatzkante zum Untergreifen des Zahnungsbereichs eines Kronenkorken und einer Griffleiste, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Griffleiste (1) in Längsrichtung derselben eine Gleitführung zum seitlich schrägen, etwa tangentialen Anlegen an dem Kappen- bzw. Zahnungsbereich des Kronenkorken (9) und zur geführten linearen Längsverschiebung der Griffleiste (1) zum Zahnungsbereich des Kronenkorken (9) hin vorgesehen ist, dass am Ende der Gleitführung die Einsatzkante (3) ausgebildet ist, die senkrecht zur Gleitführung orientiert ist, wobei der Kronenkorken (9) durch den Stoß der Einsatzkante (3) von unten gegen den Zahnungsbereich entfernbar ist.
- 2. Kronenkorkenöffner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung als Schlitz (2) in der linealartigen Griffleiste (1) ausgebildet ist.
- 3. Kronenkorkenöffner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung als Schlitz (2) außermittig in der linealartigen Griffleiste (1) angeordnet ist.
- 4. Kronenkorkenöffner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffleiste (1) rinnenförmig ausgebildet ist und die Rinnenform die Gleitführung bildet.
- 5. Kronenkorkenöffner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende der Griffleiste (1) eine insbesondere kreisbogenförmig berandete Ausnehmung (6) durch eine Sehne abgeschlossen ist, wobei die Sehne eine Einhakkante (7) für einen Kronenkorkenheber bildet.
- 6. Kronenkorkenöffner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisbogenförmige Ausnehmung (6) zum Eingriff in einen Drehverschluss gezahnt ausgebildet ist. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 3/4
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2013
- 2013-05-16 AT ATGM50071/2013U patent/AT13889U1/de not_active IP Right Cessation
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