AT138369B - Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Will man hingegen die FeO-Stufe erhalten, so muss bei einer bestimmten Temperatur die Gasatmosphäre eine ganz bestimmte Zusammensetzung aufweisen. So darf bei 800  C der   CO-Gehalt   nicht unter zirka 40% und nicht über zirka 70% liegen. Entsprechendes gilt für die übrigen Metalle, die mehrere Wertigkeitsstufen aufweisen, beispielsweise für Mangan. 



   Es ist   überraschend,   wie sehr Intensität, Farbton und Reinheit der erhaltenen Pigmente von dem prozentualen Anteil und unter Umständen sogar von sehr kleinen Änderungen des Verhältnisses der einzelnen Komponenten abhängig sind. 



   Stellt man z. B. Farbpigmente aus den drei Metalloxyden Ti.   Oz,     Cl202   und   ZnO   her und wählt man zur graphischen Veranschaulichung ihrer prozentualen Zusammensetzung das Dreieekskoordinatensystem, so ergibt sich eine ganze Anzahl von grünen, gelbgrünen und laubgrünen Farbnuancen. Farbkörper, die auf der Verbindungslinie der Ecken Cr2O3 und ZuO liegen, sind grau, und es ist erstaunlich, wie schon geringe Mengen TiO2 den Schwarzgehalt vermindern und die latenten   färberischen   Eigenschaften des Cr203 entwickeln.

   Hat man auf diese Weise die Zusammensetzung eines gewünschten Farbtones gefunden, so kann man dieses Pigment jederzeit reproduzieren, und es ist gleichgültig, in welcher Reihenfolge man die einzelnen Komponenten zusammenbringt, und ob die Herstellung in einem   Glühprozess   oder in Stufen ausgeführt wird. 



   Besonders vorteilhaft gestaltet sich die thermische Vereinigung der Oxyde, wenn man nicht von den. Oxyden selbst, sondern von geeigneten Metallverbindungen ausgeht und diese durch thermische Dissoziation während der Umsetzung in Oxyde überführt. Wir fanden, dass Sulfate wegen ihrer hohen   Zersetzlmgstemperatur   hiefür besonders geeignet sind. 



   Reaktionsdauer und Temperatur lassen sich herabsetzen, wenn. man in bekannter Weise Schmelzzusätze oder Mineralisatoren (z. B. KCI, Na2SO4 usw.)verwendet. Die Reaktionen erfolgen im allgemeinen bei Temperaturen zwischen   800-1100  C.   Höhere Temperaturen erweisen sich als überflüssig, sofern man die Substanzen lange genug auf die angegebenen Temperaturen erhitzt. 



   Die durch thermische Vereinigung gewonnenen Pigmente der vorliegenden Anmeldung haben mit den   Misch-und Verschneidungsfarben,   die durch blosses Verschneiden verschiedenfarbiger Pigmente hergestellt werden, nicht das geringste zu tun. Es handelt sich im vorliegenden Falle vielmehr um neuartige chemische Verbindungen, die in ihren Eigenschaften weitgehend von denjenigen der mechanischen Ausgangsgemische der Oxydkomponenten verschieden sind. Die Farbtöne der durch den Glühprozess erhaltenen Verbindungen sind dementsprechend in den meisten Fällen von denen der Komponenten und denen der entsprechenden physikalischen Gemenge vollkommen verschieden. 



   Wir bringen im folgenden eine Anzahl Beispiele, ohne unsere   Ansprüche   damit auf die in diesen Beispielen angeführten Substanzen, die Zahl der Komponenten und deren Mengenverhältnisse irgendwie beschränken zu wollen. Wir heben ferner ausdrücklich   hervor, dass   die jeweiligen Temperatur-und Zeitangaben nur als ungefähre Angaben zu betrachten sind. 



   Beispiele : 
 EMI2.1 
 eine Stunde bei zirka 1000  C. Der erhaltene weisse Grundkörper wird mit 8-5 kg Ni.   S04'7 H20 gut   gemischt und erneut geglüht. Es entsteht ein leuchtend grünes, sehr beständiges Pigment von der ungefähren Zusammensetzung   (ZN2, Ni). (TiOg) 3.   



   Verwendet man statt 20 kg 49 kg Zinksulfat, so erhält man ein gelbgrünes Pigment von der Zusammensetzung   (Zni'7. Nio's). TiO 4'   
 EMI2.2 
 geglüht und ergeben ein hellblaues Pigment, das zum Unterschied von Thenards Blau gute   Deckfähigkeit   aufweist. 



   5.   28#7 kg ZnSO4. 7 H2O,     28-1 kg CoS04. 7 1-1, 0, 12-0 cg Sio2   ergeben nach zwei Stunden Glühen bei zirka 1000  C ein schönes Blaupigment. 



   6. Aus   28 leg Ni-Sulfat,   
 EMI2.3 
 

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 EMI3.1 
 erhält man durch Glühen bei zirka 1000  C ein Grünpigment mit blauem Stich. 



   8.   11#2 kg B2O3,     14'8 leg Mg-Sulfat, 16'8 leg Co-Sulfat   ergeben bei einstündigem Glühen bei zirka 950  C ein violettes Pigment. 



   9.   14#4 kg ZnSO4. 7 H2O,     14#0 kg CoSO4. 7 H2O, 23-2 kg WOg   
 EMI3.2 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst durch thermische Vereinigung von geeigneten Metalloxyden farblose bzw. farbschwache, teils salzartige   Pigmentgrundkorper   herstellt und in diese Grundkörper durch weitere thermische Vereinigung ein oder mehrere Oxyde starkfarbiger Elemente einführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Herstellung des Pigmentkörpers und die Vereinigung mit den Oxyden starkfarbiger Elemente in einem einzigen Glühprozess durchführt, wobei die einzelnen Komponenten in beliebiger Reihenfolge aufeinander einwirken können.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Metalloxyden geeignete Metallverbindungen verwendet, die befähigt sind, durch thermische Dissoziation die entsprechenden Oxyde zu bilden.' 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Erlangung eines bestimmten Oxydationsgrades die Pigmente nach oder während ihrer Herstellung in einer Gasatmosphäre mit einem bestimmten Oxydations-Reduktions-Potential glüht. EMI3.3
AT138369D 1931-02-07 1932-02-01 Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten. AT138369B (de)

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