AT138368B - Verfahren zur Erzeugung sehr dünner Eisenoxydschichten. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung sehr dünner Eisenoxydschichten.Info
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Description
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Verfahren zur Erzeugung sehr dünner Eisenoxydschichten.
Bei der Herstellung von Magnetkernblechen für Dynamomaschinen, Transformatoren und sonstige elektrische Apparate werden die einzelnen, den Magnetkern bildenden Blechlamellen durch Aufbringung von Isolierschichten gegeneinander isoliert.
In der österr. Patentschrift Nr. 89660 ist ein Verfahren beschrieben, welches die Isolierung mit Hilfe eines Rostüberzuges bewirkt.
Die isolierenden Wirkungen von Rost, Zunder bzw. beliebigen Oxydschichten auf Eisen sind bekannt. Es ist aber auch bekannt, dass diese an sich sehr guten Isolierschichten nur für pulverförmiges Eisen anwendbar sind. Bei grösserer Oberfläche, wie z. B. bei Blechen, versagt der Oxydüberzug, weil die nach den bekannten Aufbringumgsmethoden hergestellten Oxydschichten bei der geringsten mechanischen Beanspruchung des Bleches abblättern.
Die Verwendung isolierender Rost- bzw. Oxydschichten war also bisher durch den Umstand ausser-
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praktischen Zwecke ungenügende war.
Erfindungsgemäss wird dieser Mangel vollkommen behoben und eine auf Eisen bzw. dessen Legierungen festhaltende Oxydschicht erzeugt, indem man das zu isolierende Metall einer Glühung in einem Glühraum unterzieht, in welchem nicht ein beliebiger,- : sondern ein bestimmter Sauerstoffpartialdruck geschaffen und erhalten wird, und indem man. die daselbst erzeugte Oxydschichte über eine bestimmte Dicke nicht hinauswachsen lässt.
Nach'den Untersuchungen vpn-Tammann und seinen Mitarbeitern ist die Wachstumsgeschwindigkeit einer Oxydschicht auf-freier-Metallbberfläehewesentlich-dùrch-die Geschwindigkeit der Diffusion des Sauerstoffes aus dem Gasraum durch die Oxydschicht hindurch bestimmt, somit sind die massgebenden Variabeln der Partialdruck des Sauerstoffes einerseits, anderseits die Temperatur'auf dem Umwege über denJDiffusionskoeffizienten.
Die Regulierung des Sauerstoffpartialdruckes erfolgt am einfachsten durch Beimischung indifferenter Gase oder durch geeignetes Evakuieren. Man kann im strömenden Gas oder bei abgeschlossenem Glühraum arbeiten, hat aber in letzterem Falle dafür zu sorgen, dass die dortselbst vorhandene Sauerstoffmenge zur Bildung der Oxydschicht von erforderlicher Dicke hinreichend ist.
Für die Haftfestigkeit der Oxydschicht ist es von Vorteil, wenn ihre Bildung mit abnehmender Geschwindigkeit erfolgt ; anderseits nimmt mit steigender Dicke der Schicht ihre Bildungsgeschwindigkeit sehr rasch ab. Wegen des ersteren Effektes würde sich ein abnehmender Partialdruck des Sauerstoffes empfehlen, während der zweite Effekt eine Zunahme erfordern wird. In Wirklichkeit wird man mit einem durch die Arbeitsbedingungen (Temperatur, Schichtdicke) gegebenen gesetzmässig mit der Zeit veränderlichen Partialdruck des Sauerstoffes arbeiten müssen.
Bei den in Betracht kommenden Temperaturen ist die Bildungsgeschwindigkeit der Oxydschichten eine derartig grosse, dass man mit Sauerstoffpartialdrucken von weniger als 3 mm Hg als Anfangswert arbeiten muss.
Versuche haben gezeigt, dass der günstigste Effekt erreicht wird, wenn die Bildungsgesehwindigkeit der Oxydschichten so reguliert wird, dass sie kleiner als 0-001 mm pro Minute ist.
Über die Dicke der zu erzeugenden Oxydschicht ist auszusagen, dass sie unter 0-005 mm liegen muss.
Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Glühung der zu isolierenden Metallstücke erst dann vorzunehmen, wenn die Oberflächen derselben poliert sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung einer sehr dünnen, auf dem Grundmetall festhaftenden Schicht von Eisenoxyd, insbesondere zwecks gegenseitiger Isolierung von Magnetkernblechen oder zwecks Erhöhung der Rostbeständigkeit durch oxydierendes Glühen von Eisen oder dessen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass beim Glühen die Temperatur und der Sauerstoffpartialdruck so gewählt bzw. in ihrem zeitlichen Gang während des Prozesses so variiert werden, dass die Bildungsgeschwindigkeit der Oxydschicht, deren Stärke 0-005 mm nicht überschreiten darf, kleiner ist als 0-001 mm je Minute.
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Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der konstante oder veränderliche Sauerstoffpartialdruck beim Glühen unter 5 mm Hg gehalten wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der Metallstücke vor dem oxydierenden Glühen poliert werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Oxydschichte im Falle wasserstoffhaltiger, elektrolytisch hergestellter Bleche in einem Arbeitsgange mit der thermischen Behandlung zur Austreibung des Wasserstoffes geschieht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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