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Kraftwagenrad mit abnehmbarer Felge.
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ringes 13 abstützen. Wird dieser Kniehebel 18 aus der in der Fig. 4 dargestellten Knicklage in die Lage nach Fig. 5 gebracht, in welcher sein Gelenkbolzen 17 die Strecklage ein wenig überschritten hat, so wird dadurch der Durchmesser des Verriegelungsringes 13 um ein Geringes vergrössert.
Beim Aufbringen des Pneumatikreifens auf die beschriebene Felge wird folgendermassen vorgegangen :
Zunächst wird der Kniehebel 18 ausgehoben und von dem Verriegelungsring 13 abgenommen.
Alsdann wird das eine Ende des elastischen Verriegelungsringes 13 ein wenig gegen die Radmitte gedrückt und in der Achsenrichtung des Rades vorgezogen, so dass die Kegelflächen oder Flanschen 14, 15 zunächst an dem einen Ende des Verriegelungsringes 7. 3 und dann längs des ganzen Umfanges desselben ausser Eingriff gelangen. Nach dem Abnehmen des Verriegelungsringes 13 kann auch der Felgenflansch 12 von dem Hauptteil der Felge abgenommen werden.
Nun wird zuerst der leere Pneumatikreifen und dann der Flansch 12 auf den Felgenhauptteill0, 11 aufgeschoben. Alsdann wird der spreizbare Verriegelungsring 13, u. zw. wieder zuerst mit einem seiner Enden und dann längs seines ganzen Umfanges mit dem Felgenhauptteil 10, 11 verbunden, so dass die Kegelflächen 14, 15 ineinandergreifen und die Teile 12
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ring 13 aber noch den kleineren Durchmesser (Fig. 2) besitzt. Hierauf wird der Kniehebel 18 eingelegt (Fig. 4) und in die Strecklage gedrückt (Fig. 5). Dadurch wird der Verriegelungsring 13 gespreizt, wobei
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Pneumatikreifen kann jetzt auf der von dem Radkörper abgenommenen Felge voll aufgepumpt werden.
Der geschlossene Felgenflansch 12 nimmt die von dem aufgepumpten Luftstreifen gegen die Radmitte hin ausgeübten Drücke auf, so dass sie auf die Spaltstelle des spreizbaren Verriegelungsringes 13 nicht einwirken.
In diesem Zustande, also bei auf den grösseren Durchmesser festgelegtem Verriegelungsring loi (Fig. 1), kann die Felge samt dem darauf befindlichen voll aufgepumpten Luftreifen als Reservefelge auf dem Wagen mitgeführt werden.
Der Hauptteil 10, 11 der abnehmbaren Felge ist mit einer kegelförmigen Sitzfläche 10 (Fig. 1 und 2) versehen, mit der er sich an seiner gleichfalls kegelförmigen Sitzfläche 21 des Radkörpers 20 abstützt.
Die zweite eine entgegengesetzte Neigung aufweisende Sitzfläche 22 der abnehmbaren Felge ist an dem spreizbaren Verriegelungsring 13 vorgesehen ; sie stützt sich auf einer kegelförmigen Sitzfläche 83 ab, die an einem mit dem Radkörper 20 verstellbar verbundenen Widerlager vorgesehen ist. Das verstellbare Widerlager des Radkörpers 20 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Ring 25 (Fig. 1-3) ausgebildet, der mit dem Radkörper 20 nach Art eines Bajonettverschlusses lösbar verbunden ist. Zu diesem Zweck ist er an seinem inneren Umfang mit mehreren gegen die Radachse gerichteten Ansätzen oder Lappen 28 versehen und kann durch Drehung um seine Achse in und ausser Eingriff mit gegen den Radumfang gerichteten Ansätzen 29 des Radkörpers 20 gebracht werden.
Beim Aufmontieren einer Felge auf den Radkörper wird zunächst das ringförmige Widerlager 25 gedreht und abgenommen, worauf die den aufgepumpten Luftreifen tragende Felge bis auf den grösseren Durchmesser gesperrtem Verriegelungsring 13 auf den Radkörper 20 aufgeschoben und das ringförmige Widerlager 25 wieder aufgesetzt und in die Verriegelungsstellung gedreht wird (Fig. 1). Zwischen den Sitzflächen 23 und 22 des ringförmigen Widerlagers 25 und des auf seinen grösseren Durchmesser festgelegten Verriegelungsringes 13 verbleibt hiebei ein enger Spalt 30 (Fig. 1) ; die abnehmbare Felge ist daher auf dem Radkörper 20 noch nicht festgelegt.
Nun wird die starre Verbindung zwischen dem spreizbaren Verriegelungsring 13 einerseits und dem Felgenhauptteil 10, 11 anderseits gelöst, indem der Kniehebel 18 ausgehoben und von dem Verriegelungsring 13 abgenommen wird. Der Innendruck des Luftreifens drängt nun die Felgenteile 12 und 10, 11 in der Richtung des Pfeiles IV (Fig. 2) mit grosser Kraft auseinander.. Radial gerichtete Komponenten des in axialer Richtung wirkenden Innendruckes verkleinern den Durchmesser des Verriegelungsringes 13, wobei die Kegelfläche 14 des Verriegelungsringes 13 sich
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reifens wird nun der Felgenflansch 12 mit grosser Kraft an den Verriegelungsring 13 und dieser gegen das Widerlager 25 gepresst, wodurch die Felge auf dem Radkörper 20 festgelegt wird (Fig. 2).
Soll ein in Benützung stehender und schadhaft gewordener Luftreifen ausgewechselt, oder, was häufig gewünscht wird, der Luftreifen eines Hinterrades mit dem eines Vorderrades vertauscht-werden, so werden zunächst die Enden 131 und 132 des Verriegelungsringes 13 mittels des Kniehebels 18 wieder ein wenig auseinandergedrückt, indem dieser in der Knicklage (Fig. 4) eingelegt und in die Strecklage (Fig. 5) gebracht wird. Dadurch wird der Durchmesser des Verriegelungsringes 13 wieder um ein Geringes vergrössert, wobei seine Kegelfläche 14 ein wenig in der Richtung des Pfeiles III (Fig. 2) gleitet, und die Sitzfläche 22 des Verriegelungsringes 13 sich von der Sitzfläche 23 des Widerlagers 25 abhebt, so dass dieses gedreht und von dem Radkörper 20 abgenommen werden kann.
Nun kann auch die den aufgepumpten
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Luftstreifen tragende Felge als Ganzes abgenommen und entweder durch die Reservefelge ersetzt oder mit der Felge eines andern Rades vertauscht werden, worauf behufs Festlegung der neu aufgebrachten Felge deren Verriegelungsring 13 durch Abnehmen des Kniehebels 18 wieder entspannt wird.
Wie aus den vorstehenden Darlegungen hervorgeht, ist für die Festlegung der Felge auf dem Radkörper bzw. für die Lösung der festen Verbindung lediglich die Betätigung der Spreizvorrichtung für den Verriegelungsring 1. 3, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel des Kniehebels 18, erforderlich.
Hiebei sind sämtliche Verstellungen, also die Änderungen des Durchmessers des Verriegelungsringes 18, sowie die Verstellungen in der Richtung der Pfeile 1, II und III (Fig. 1 und 2) ausserordentlich gering und betragen bloss einige Millimeter.
Wenn nun bei einer vom Radkörper 20 abgenommenen und einen voll aufgepumpten Laufreifen tragende Felge der Kniehebel 18 infolge einer unrichtigen Handhabung abgenommen wird, so kann es geschehen, dass der Innendruck des Laufreifens die beiden Enden 131 und 182 des spreizbaren Verriegelungringes 18 soweit gegen den Felgenmittelpunkt drückt, dass seine Kegelfläche 14 an den Enden 131 und 132 ausser Eingriff mit der Kegelfläche 15 des Felgenbodens 10 gelangt.
Dann geraten infolge des in der Richtung des Pfeiles I (Fig. 1) wirkenden Innendruckes des Laufreifens die Kegelflächen 14 und 15 auch längs ihres ganzen Umfanges ausser Eingriff und es tritt eine Explosion des Laufreifens ein, bei welcher der abnehmbare Felgenflansch 12 samt dem Verriegelungsring 13 mit grosser Kraft weggeschleudert wird.
Um diese Gefahr zur Gänze zu beheben, ist der abnehmbare Felgenflansch 12 in der Nähe seines inneren Randes mit einer nach aussen vorspringenden ringförmigen Stufe 32 versehen, die von einer an dem spreizbaren Verriegelungsring 13 vorgesehenen, gegen den Felgenflansch 12 gerichteten und gleichfalls ringförmigen Stufe 33 umgriffen wird. Zwischen den Stufen 32 und 33 verbleibt ein ringförmiger Zwischenraum 34 (Fig. 6 und 7) ; dieser Zwischenraum 34 ist so bemessen, dass er zwar verkleinert, jedoch nicht geschlossen wird, wenn bei auf dem Radkörper 20 aufgebrachter und mittels des Ringes 25 verriegelter Felge der Kniehebel 18 ausgehoben und die Felge gemäss der Fig. 2 festgelegt wird. Das heisst mit andern Worten, dass infolge des früheren Schliessens des Spaltes 30 (Fig. 1) der Zwischenraum 34 nicht ganz geschlossen werden kann.
Anderseits ist der Zwischenraum 34 so klein bemessen, dass er geschlossen wird, bevor die Kegelflächen 14 und 15 ausser Eingriff gelangen. Dies hat zur Folge, dass die Kegelflächen 14 und 15 auch dann nicht ausser Eingriff gelangen können, wenn bei einer unrichtigen Handhabung der Kniehebel 18 von der vom Radkörper 20 abgenommenen und einen aufgepumpten Laufreifen tragenden Felge ausgehoben wird, und, wie oben erwähnt, durch den Innendruck des Laufreifens die Enden 131 und 132 gegen die Radmitte gedrückt werden. Die Stufe 32 des Felgenflansches 12 fängt nämlich in diesem Fall die Stufe 33 des nicht mehr gespreizten Verriegelungsringes 13 auf.
Die Fig. 6,7 und 8 zeigen die gegenseitige Lage des Felgenflansches 12 und des Verriegelungsringes 13 sowie der Kegelflächen 14 und 15 in folgenden drei Fällen : Bei gemäss der Fig. 1 auf den grösseren Durchmesser gespreiztem Verriegelungsring 13 ; bei gemäss der Fig. 2 auf dem Radkörper 20 festgelegter Felge ; bei von dem Radkörper 20 abgenommener Felge und unrichtiger Weise ausgehobenem Kniehebel 18, in welchem Fall die aus den Ringstufe 32 und 33 bestehende Fang-oder Sicherheitsvorrichtung zur Wirkung gelangt.
An Stelle der sich über den ganzen Umfang erstreckenden Stufen 32, 33 können derartige nach Art einer Fangvorrichtung miteinander in Eingriff gelangende Vorsprünge od. dgl. auch bloss an einzelnen Stellen, insbesondere im Bereiche der Enden 131 und 132 des spreizbaren Verriegelungsringes 13 vorgesehen sein.
Statt des Kniehebels 18 (Fig. 4 und 5) kann irgendeine andere Einrichtung zur Vergrösserung des Durchmessers des spreizbaren Verriegelungsringes 13 verwendet werden, beispielsweise ein Keil, eine kurze Schraubenspindel od. dgl.
Die Ausführungsform nach den Fig. 9-11 unterscheidet sich von der nach den Fig. 1-3 bloss dadurch, dass der mit dem Felgenhauptteil 10, 11 in axialer Richtung verstellbar verbundene spreizbare
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Felge an dem Radkörper 20. Das Aufbringen des Laufreifens auf die abnehmbare Felge und das Aufmontieren der Felge auf den Radkörper 20 erfolgen auf die gleiche Weise wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1-5. Der einzige Unterschied besteht darin, dass nicht der Ring 36 für sich allein gedreht wird, um die Ansätze 28 und 29 miteinander in Eingriff zu bringen, sondern dass nach dem Aufschieben der Felge auf den Radkörper 20 die ganze Felge samt dem darauf befindlichen Laufreifen ein wenig verdreht wird.
Die Ausführungsform nach den Fig. 9-11 ist in erster Linie für leichtere Kraftwagen bestimmt und sie gewährt die Vorteile einer grösseren Einfachheit der Konstruktion und einer noch rascheren Montierbarkeit.
Es sind bereits abnehmbare und durch den Innendruck des Luftreifens festlegbare Felgen bekannt, bei denen die beiden Felgenteile unmittelbar mittels kegelförmiger Flächen oder Flanschen ineinandergehängt sind ; hiebei muss der eine Felgenteil als offener, d. h. radial geschlitzter und
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spreizbarer Ring ausgebildet sein. Der auf die Spaltstelle des offenen Felgenteiles in radialer Richtung einwirkende Druck des Pneumatikreifens drängt die Enden gegen die Radmitte hin, wodurch dieser Felgenteil eine ziemlich starke Deformation gegenüber der Kreisform erhält.
Ausserdem wirken die unmittelbar an dem Fusse des Pneumatikmantels anliegenden Enden des radial geschlitzten Felgenteiles ungünstig auf den Mantel ein und schliesslich kann die Spaltstelle des offenen Felgenteiles nicht vollkommen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abgedichtet werden. Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung behoben.
Ferner sind abnehmbare und durch den Innendruck des Luftreifens festlegbare Felgen bekannt, die aus zwei symmetrisch ausgebildeten Teilen bestehen, die durch einen mit Kegelflächen versehenen, spreizbaren Ring in axialer Richtung verstellbar miteinander verbunden sind. Derartige Felgen haben die Nachteile, dass das Einlegen eines solchen spreizbaren Ringes in die Felgenteile, das von innen her erfolgen muss, sehr schwierig ist und dass sowohl die Konstruktion des Radkörpers als auch die Anordnung der Spreizvorrichtung für den Verbindungsring sehr kompliziert ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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flanseh (12) sich in axialer Richtung an einem ringförmigen Verriegelungsorgan (13) abstützt, das mit dem Hauptteil (10, 11) der Felge in axialer Richtung verstellbar verbunden ist.