AT138137B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Gegenstände. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Gegenstände.

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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Gegenstände. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von keramischen Gegenständen. 



   Erfindungsgemäss erfolgt nun die Herstellung und Bearbeitung der Formlinge   ortsunveränderlich   auf einer heizbaren Werkbank. Das Trocknen erfolgt je nach der fortschreitenden Bearbeitung in besonderen Räumen, die nach Erfordernis verlegt werden können. Es bleiben daher beim vorliegenden Verfahren die Formen und das Material am selben Arbeitsplatze, während die Arbeiter an den ruhenden Formlingen vorbeiwandern. Das bedeutet nicht nur in rein mechanischer Beziehung eine ausserordentliche Kraftersparnis, sondern insbesondere bei der Herstellung keramischer Formlinge eine wesentliche Schonung derselben, wenn sie an Ort und Stelle verbleiben, so dass, da kein Transport stattfindet, die Formlinge nicht der geringsten   Erschütterung   ausgesetzt werden,   wodurch der Ausschuss sieh   verringert. 



  Ausserdem tritt aber auch eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung der Anlage ein. 



   Die Herstellung der Formlinge kann in beliebiger Weise erfolgen, beispielsweise durch Handformen, Pressen, Eindrehen oder mittels einer   Giessvorrichtung   od. dgl. Die Formen werden zum Zwecke der schnelleren Scherbenbildung vorgewärmt, nach dem Vortrocknen erfolgt an Ort und Stelle das Garnieren. 



  Hierauf folgt ebenfalls an Ort und Stelle das Wenden, alsdann das Zwischentrocknen, das Grünputzen, das Haupttrocknen und   schliesslich   das Weissputzen, ohne dass die Formlinge oder Formen eine Seitenbewegung ausführen. Voraussetzung und ausschlaggebend für diese Herstellungsart ist jedoch die vollkommen regelbare Beheizung der Formen wie der Formlinge im geschlossenen Raum, d. h. unter Wärmesehutzhauben. Zu diesem Zwecke sind unter den Werkbänken Heizrohre angeordnet und oberhalb der Werkbänke   Wärmeschutzhauben.   Letztere, die gleichsam einen Trockenkanal darstellen, können entweder seitlich fahrbar angeordnet oder besser noch hochgezogen oder aufgeklappt werden.

   Die Heizrohre werden vorteilhaft so angeordnet, dass sie gleichzeitig auch die Formenablage beheizen und eine sich ganz besonders zum Trocknen der Formlinge eignende Feuchtluft erzeugen. Durch die Vorwärmung der Formen schon vor dem Eingiessen, Handformen od. dgl. und durch die mittels der Wärmeschutzhauben konzentrierte Beheizung der Formen und der Formlinge bis zur Ofenreife ist es möglich, den gesamten Arbeitsvorgang, der bisher eine Woche und mehr in Anspruch nahm, auf 24 Stunden abzukürzen, so dass hiedurch erst die praktische Durchführung der Fabrikation ohne Materialwanderung durchgeführt werden kann ; denn würde man die   übliche   Fabrikation anwenden, dann würden derartig ausgedehnte Werkbänke notwendig sein, dass die Fabrikation praktisch nicht durchgeführt werden könnte.

   Infolgedessen beruht der Erfindungsgedanke in der durch die Abdeckung ermöglichten und konzentrierten ununterbrochenen Beheizung von der Formgebung bis zur Ofenreife, wobei das Material ohne Seitenwanderung an Ort und Stelle geformt, vorgetrocknet, garniert, gewendet, zwischengetrocknet, grüngeputzt, hauptgetrocknet und weissgeputzt wird. 



   Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Werkbank, Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf diese und Fig. 3 einen Querschnitt durch die Heizkammer im vergrösserten Massstab. a bedeutet die eigentliche Giessbank, b sind die Formen,   e   die Schlickerleitung mit den Füllschläuchen d. Unterhalb der Giessbänke a werden die Heizrohre   i   angeordnet, welche vorteilhaft Abdeckungen erhalten, um die Wärme besser zu verteilen und gleichzeitig den abgelaufene Schlicker in die Schlickerrinne e, welche in den Abfluss t mündet, zu führen. Die   Wärmeschutzhauben   h können 

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 entweder seitlich fahrbar angeordnet oder besser noch hochgezogen oder aufgeklappt werden.

   Statt einer   Schliekerleitung   kann natürlich auch eine fahrbare Presse oder   Giessmaschine   Verwendung finden. 



   Aus Fig. 2 ergibt sich schematisch die Arbeitsweise. Bei Beginn der Arbeit werden die   getrcck.   neten und angewärmten Formen bei k aufgesetzt. Die Kolonne geht dann weiter zu   i !   und setzt dort die Formen auf, während bei k das Giessen erfolgt. Bei weiter fortschreitender Arbeit vollziehen sich   sämt-   liche Operationen zuerst im Felde Je, so dass auch die Formen im Felde k zunächst die Ofenreife erhalten und dann fortschreitend die gesamten weiteren Felder. Nach Erledigung eines Arbeitsganges werden jedesmal die   Wärmeschutzhauben   über Formen und Formlinge gleichsam zu einem Kanal zusammengezogen bzw. heruntergeklappt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung keramischer Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlinge ortsunveränderlich an derselben Stelle gegossen bzw. geformt, nachbearbeitet, bis auf die   Mani-   pulationen ununterbrochen beheizt und bis zur Ofenreife getrocknet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkbänke zur Aufnahme der Formen und der Formlinge Heizanlagen und abnehmbare oder verschiebbare Wärmeschutzhauben (h) zur Abdeckung der Formen und Formlinge besitzen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass unter der feststehenden Werkbank (a) und der durchgehenden Heizvorrichtung (i) eine als Schlickerrinne ausgebildete, vorteilhaft mit einem Abfluss (f) versehene Wasserrinne vorgesehen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Werkbank (a) Zwischenfächer (m) zur Auflagerung und Trocknung der nassen Formen angeordnet sind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (m) perforiert sind zwecks Durchlassen des Ausgussschlickers und zwecks besserer Beheizung durch die Heizrohre (i).
    6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeschutzhauben ohne seitliche Verschiebung hochgeklappt bzw. hochgezogen werden können. EMI2.1
AT138137D 1933-06-01 1933-06-01 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Gegenstände. AT138137B (de)

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