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Leuehtbild zur Überwachung industrieller Betriebe.
Für elektrische Stromerzeugungs-und Verteilungsanlagen sowie für Dampf-, Gas-, Wasserwerke und ähnliche Anlagen sind sogenannte Leuchtschaltbilder vielfach in Verwendung. Diese Leuchtschaltbilder bestehen aus einer undurchsichtigen Tafel, auf welcher eine schaltbildmässig angeordnete Nachbildung der gesamten Anlage in durchsichtigen oder durchscheinenden Linien, welche von rückwärts erleuchtet werden können, dargestellt ist. Derartige Leuchtschaltbilder gestatten eine zentrale Über- wachung der gesamten Anlage und erhöhen dadurch die Sicherheit bzw. die Wirtschaftlichkeit des Betriebes.
Die gleichen Vorteile lassen sich für industrielle Betriebe, wie z. B. Zementfabriken, Glashütten, Brauereien und ähnliche, erzielen, wenn man in einer Überwachungsstelle ein Leuchtbild gemäss der Erfindung vorsieht, welches in leuchtenden Linien ein schematisches Bild der im Betrieb angeordneten Maschinen, Fördereinrichtungen u. dgl. darstellt. Während es sich jedoch bei den erstgenannten Anlagen immer um das gleiche Gut (elektrischer Strom, Dampf, Gas, Wasser) handelt, liegen bei den genannten industriellen Betrieben die Verhältnisse insofern anders, als dort verschiedene Güter vorkommen. So wird z. B. in einer Papierfabrik in den zu einem Arbeitsgang aneinandergereihten Maschinen gleichzeitig oder nacheinander Papier verschiedener Beschaffenheit (Rotationspapier, Packpapier, Schreibpapier usw. ) hergestellt.
Ein Leuchtbild für industrielle Betriebe muss daher ausser der bei Leuchtschaltbildern
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Anzeige oder zumindest Unterscheidung der in den einzelnen Anlageteilen fliessenden Arbeitsgüter ermöglichen, wobei noch zu berücksichtigen ist, dass bestimmte Anlageteile zu verschiedenen Zeiten verschiedenes Arbeitsgut verarbeiten oder fördern können.
Erfindungsgemäss sollen nun bei einem Leuchtbild zur Überwachung industrieller Betriebe bei der Herstellung einer Transportverbindung Schalteinrichtungen bei den für einen Farbwechsel ausgerüsteten Beleuchtungseinrichtungen der Sinnbilder oder Aufschriften jener Anlageteile, die im Zuge der gewählten Transportverbindung zu liegen kommen, zwecks Unterscheidung der mit verschiedenen Anfangsoder Endpunkten jeweils zusammenhängenden verschiedenen Transportwege selbsttätig jene Farbe einschalten oder deren Einschaltung vorbereiten, welche die am Anfangs-oder Endpunkt der Transportverbindung, in die sie eingereiht werden sollen, befindlichen Sinnbilder oder Aufschriften, deren Beleuchtungseinrichtungen ebenfalls für einen Farbwechsel vorgesehen sind, besitzen.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Leuchtbildes für eine Zementfabrik. Diese besitzt beispielsweise vier Zementsilos, von denen aus wahlweise zwei Förderschnecken beschickt werden können. Von diesen gelangt der Zement mittels zweier Becherwerke in das Obergesehoss des Abfüllhauses, wo er über zwei weitere Förderschnecken den Sackabfüllvorrichtungen zugeführt wird. Die gefüllten Säcke werden auf selbsttätigen Waagen gewogen und hierauf durch Förderbänder auf die Verladerampe befördert.
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht des Leuchtbildes dieser Zementfabrik, aus dessen undurchsichtigem Grunde die Sinnbilder der einzelnen Anlageteile durchsichtig ausgespart sind. Die Sinnbilder können von rückwärts durch gegeneinander abgeschirmte Beleuchtungseinrichtungen (Lampen) wahlweise in zwei Farben, z. B. rot und grün, beleuchtet werden. Die im Leuchtbild angeordneten Messgeräte besitzen beleuchtete Anzeigeflächen. Die Sinnbilder der Zementsilos bestehen aus zwei Teilen, u. zw. aus den in verschiedenen Farben beleuchtbare Umrisslinien Al, A2, A3, A4 und den Skalenflächen der Messgeräte Njf, H2, H3, H4.
Diese Instrumente besitzen zwei Messwerke, wovon eines den Inhalt des Silos
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und das andere die für den gerade laufenden Arbeitsgang bestimmte, aber noch nicht entnommene Menge des Arbeitsgutes anzeigt. Die Sinnbilder der Förderschnecken B1, B2, D1, D2, Förderbänder G 1, G 2, G 3,
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Umrisslinien der Silos mit Beleuchtungseinrichtungen für Beleuchtung in zwei Farben ausgerüstet. Die selbsttätigen Sackwaagen sind durch die Skalenflächen von Messinstrumenten F 1, F 2, F 3 dargestellt, welche die Menge des im Laufe des Arbeitsganges abgefüllten Zementes anzeigen.
In der Figur ist ein Betriebsfall gezeichnet, wonach zwei Transportverbindungen nebeneinander bestehen. Volle schwarze Sinnbilder sollen hiebei z. B. grüne Beleuchtung, schraffierte Sinnbilder hingegen rote Beleuchtung bedeuten. Von den beiden Transportverbindungen führt die eine vom Silo A 1 über
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und das Förderband ss J ! zur Rampe, während die zweite den Silo A 3 mit der Rampe über die Förderschnecke B 2, das Becherwerk C 2, die Förderschnecke D 2 die Sackabfüllvorrichtung E 3 und das Förderband G 3 verbindet. Die Anzeigeflächen der Messgeräte H 1, H 3, F 1, F 3 sind beleuchtet, da die entsprechenden Anlageteile in Betrieb sind.
Die Sinnbilder der Sackabfüllvorrichtung E 2 und des Sackförderbandes G 2 sowie des Messgerätes F 2 sind unbeleuchtet, woraus ersichtlich ist, dass die entsprechenden Anlageteile ausser Betrieb sind. In gleicher Weise zeigen die Umrisslinien A 2 und A 4 der Silos 2 und 4 an, dass diese nicht im Zuge einer Transportverbindung liegen. Während jedoch das Messgerät H 2 unbeleuchtet ist, womit angezeigt wird, dass der Silo 2 leer und daher nicht betriebsbereit ist, bringt das beleuchtete Messgerät H 4 die Betriebsbereitschaft des Silos 4 zum Ausdruck.
Die Einschaltung der Beleuchtungseinriehtungen der einzelnen Sinnbilder erfolgt in Abhängigkeit vom Betriebszustande der entsprechenden Anlageteile. Diese besitzen Signalkontakte, welche beispielsweise bei in Betrieb befindlichem Anlageteil geschlossen, im gegenteiligen Falle jedoch geöffnet sind.
Da gleichzeitig zwei parallele Transportverbindungen bestehen können, sind für alle Sinnbilder Beleuchtungseinrichtungen für zwei Farben erforderlich. In Anlagen, in denen gleichzeitig drei oder mehrere Transportverbindungen bestehen können, müssen dementsprechend so viele Beleuchtungseinrichtungen verschiedener Farben für die Symbole vorgesehen sein, als zur Unterscheidung der Transportverbindungen nötig sind.
Ein Ausführungsbeispiel für die Schaltung der Beleuchtungseinrichtungen zeigt Fig. 2. Der Einfachheit halber ist in dieser Figur die Schaltung der Hilfseinrichtungen nur für einen Teil der Anlage, nämlich die Silos AI, A 2, die Förderschnecken BI, B 2 und die Becherwerke C C2, dargestellt.
Die Förderschneekenantriebe B 1, B 2 sind mit Signalkontakten b 1, b 2 ausgerüstet, welche bei laufender Schnecke geschlossen sind und ein zugehöriges Hilfsrelais, Laufmelderelais, 51, 61 an eine Hilfsspannung anschliessen. Für die Förderschnecke B 1 ergibt sich dann folgender Stromkreis : Pluspol der Hilfsspannung, Hilfskontakt b 1, Spule des Laufmelderelais 51, Minuspol der Hilfsspannung. In gleicher Weise sind die Becherwerke C 1, C 2 mit Hilfskontakten c1, c2 ausgerüstet, welche entsprechende Hilfsrelais 71, 81 einschalten. Die zwischen den Silos A und den Schnecken B eingeschalteten Telleraufgaben sind im Leuchtschaltbild (Fig. 1) nicht dargestellt.
Die Abstreifer dieser Telleraufgaben, welche die Weitergabe des Zementes auf die eine oder die andere Schnecke bewirken, sind ebenfalls mit Signalkontakten Z 1, Z 2 versehen. Diese Signalkontakte sind Umschaltekontakte, welche aus der Mittellage nach rechts bzw. links umgelegt werden, wenn die Abstreifer für Förderung der Telleraufgaben auf Schnecke B bzw. B 2 eingestellt sind. Die Umschaltekontakte Z 1, Z 2 steuern ihrerseits Stellungsmelderelais 11, 21, deren beide Spulen je nach der Stellung des Umschaltekontaktes wahlweise an eine Hilfsspannung angeschlossen sind.
Die Kontakte der Laufmelderelais 51, 61, 71, 81 und der Stellungs- melderelais 11, 21 steuern zwei Nachbildungsschaltungen, an welche die zur Beleuchtung der Sinnbilder dienenden Lampen 1', g angeschlossen sind. An eine dieser Nachbildungssehaltungen (N 1, vollausgezogen)
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verbindung, in diesem Falle an der Stelle der Silos mit Hilfe von Handschaltern a 1, a 2, die eine Ruhestellung und so viele Arbeitsstellungen besitzen, als Nachbildungsschaltungen bzw. Leuchtfarben für die Sinnbilder vorhanden sind.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Betriebsfall der Anlage sind folgende Stromkreise der Hilfseinrichtungen (Fig. 2) geschlossen. Der Hilfskontakt Z j ! der dem Silo 1 zugeordneten Telleraufgabe ist nach rechts umgelegt, da der Abstreifer den Zement auf die Förderschnecke B 1 abgibt. Dadurch ist die Spule 13 des Stellungsmelderelais 11 erregt und die Kontakte 14 : und 15 sind nach rechts umgelegt.
Die in Abhängigkeit von der Förderschnecke B 1 und des Becherwerkes a 1 betätigten Hilfskontakte b 1, cl sind ebenfalls geschlossen, so dass auch die zugehörigen Laufmelderelais 51, 71 erregt. sind. Ihre Kontakte 52, 53 und 72, 73 sind daher geschlossen. Der dem Silo 1 zugeordnete Handschalter a 1 ist nach links umgelegt, wodurch sein Kontakt den Pluspol der Hilfsspannung an die Nachbildungsschaltung N ! angeschlossen hat. Es sind daher die grünen Lampen g 1, g 3 und g 5 welche die Sinnbilder , B. Z und C j ! beleuchten, eingeschaltet.
In analoger Weise erfolgt die Einschaltung der roten Beleuchtung für die Symbole A 2, B 2 und a 2 durch den Handschalter a 2 und die mittels der Hilfs-
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kontakte z 2, b 2, c 2 entsprechend erregten Lauf-bzw. Stellungsmelderelais 22, 61, 81. In Anlagen, in denen zur Unterscheidung der einzelnen Transportverbindungen drei oder mehrere Leuchtfarben verwendet werden, müssen dementsprechend gleich viele Nachbildungsschaltungen vorgesehen werden.
In ebensolcher Weise erhöht sich dann auch die Zahl der von den Stellungs-bzw. Laufmelderelais gesteuerten Kontakte sowie die Zahl der den Handschaltern der Anfangspunkte zugeordneten Arbeits- stellungen. Die zur Wahl der Leuchtfarben für den Transportweg dienenden Handschalter a 1, a 2 können natürlich auch den Endpunkten der Transportverbindungen zugeordnet werden. Die Schaltung der
Hilfseinrichtungen bleibt dann prinzipiell gleich und unterscheidet sich von der in Fig. 2 dargestellten nur dadurch, dass die Anspeisung der Nachbildungssehaltungen statt an der Stelle der Silos A an der Stelle der Sackförderbänder G erfolgen würde.
Die Übertragung der in den Messgeräten H 1-H 4 und F 1-fui 3 angezeigten Messgrössen erfolgt zweckmässig auf elektrischem Wege mittels eines der bekannten Fernmessverfahren. Der in den
Instrumenten H 1-H 4 angezeigte Siloinhalt kann beispielsweise entweder durch direkte Messung (z. B.
Wägung) oder auch als Differenz der zu-und abgeführten Zementmengen ermittelt werden. In diesem
Falle wird z. B. die Geschwindigkeit der einen Silo speisenden bzw. entleerenden Fördereinrichtung gemessen und die Differenz der Geschwindigkeiten auf ein Zählwerk des Messgerätes übertragen. Die
Anzeige der im Zuge eines Arbeitsganges noch zu fördernde Menge des Arbeitsgutes erfolgt beispielsweise als Differenz aus der zu verarbeitenden und der seit Beginn des Arbeitsganges verarbeiteten Menge des
Arbeitsgutes. Bei einer beispielsweisen Ausführungsform erhält das Messgerät ein Zählwerk, in dem am Beginn des Arbeitsganges die zu verarbeitende Menge des Arbeitsgutes mittelbar oder unmittelbar durch eine handbetätigte Vorrichtung eingestellt wird und von der die durch eine elektrische Grösse dar- gestellte verarbeitete Menge selbsttätig abgezogen wird.
Es ist natürlich auch möglich, für beide durch die Messgeräte H I-H 4 angezeigten Grössen die Addition bzw. Subtraktion und Summenbildung der
Hilfsgrössen mechanisch durchzuführen (z. B. durch Differentialgetriebe) und den Summenwert mit
Hilfe eines an sich bekannten Fernmessverfahrens auf die Messwerke zu übertragen. In ähnlicher Weise kann in den Messgeräten F 1-F 3 die Summe der von den Sackwaagen in einem Arbeitsgang gewogenen
Zementmengen angezeigt werden.
An Stelle der in den Messgeräten H ? -R 4 angezeigten Menge des im Arbeitsgang noch zu ver- arbeitenden Gutes kann auch die Zeitdauer angezeigt werden, welche bis zur Verarbeitung einer vor- bestimmten Menge des Arbeitsgutes bei konstanter Arbeitsgeschwindigkeit erforderlich ist. Diese Messung erfolgt erfindungsgemäss mittels eines Quotientenmesswerkes, wobei die dem Dividenden entsprechende elektrische Grösse (z. B. ein Strom) proportional der zu verarbeitenden Menge, die dem Divisor ent- sprechend Grösse proportional der in der Zeiteinheit verarbeiteten Menge des Arbeitsgutes (Arbeits- geschwindigkeit) ist. Die Skala eines derartigen Messgerätes kann dann unmittelbar in Stunden oder
Minuten geeicht werden.
Für die Kontinuierlichkeit des Betriebes und die rationelle Ausnutzung der gesamten Anlageteile eines Werkes ist es von grosser Wichtigkeit, dass bereits vor Beendigung eines gerade ablaufenden Arbeits- ganges die erforderlichen Dispositionen für die Herstellung neuer Transportverbindungen getroffen werden.
Dabei muss jedoch darauf Bedacht genommen werden, dass für diese zukünftigen Transportverbindungen nur die Verwendung solcher Anlageteile in Betracht gezogen wird, welche zum Zeitpunkte der Herstellung dieser Transportverbindung nicht noch in einer der gerade bestehenden Transportverbindungen in
Verwendung sind oder in einer andern, später erst herzustellenden Transportverbindung verwendet werden sollen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird daher das Leuchtbild zur Überwachung industrieller Betriebe so ausgebildet, dass eine Anzeige der in Zukunft herzustellenden Transportver- bindungen möglich ist. Zu diesem Zwecke sind dann beispielsweise Handschalter vorgesehen, mit deren
Hilfe im Leuchtbild eine Anzeige der Zuordnung eines Anlageteiles zu einer in Zukunft herzustellenden
Transportverbindung eingestellt werden kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform dieses Erfindungsgedankens ist in Fig. 1 dargestellt. Oberhalb der Silos J. j !-. 4 4 sind je zwei Transparente angeordnet, auf welchen bei Einschaltung der zugehörigen
Beleuchtungseinrichtung eine Aufschrift oder Ziffer erscheint. Leuchtet dann beispielsweise das rechte, dem Silo A 4 zugeordnete Transparent auf, so erscheint auf ihm die Ziffer 2, woraus ersichtlich ist, dass der Förderschnecke B 2 nach Anlauf des vor sich gehenden Arbeitsganges Zement aus dem Silo 4 zugeführt werden soll. In gleicher Weise würde bei Aufleuchten des linken, dem Silo 4 zugeordneten Transparentes durch die Ziffer 1 angezeigt werden, dass nach Beendigung des über die Förderschnecke B 1 ablaufenden
Arbeitsganges dieser Schnecke Zement aus dem Silo 4 zugeführt werden soll.
Sollen auf diese Weise zwei oder mehrere in Zukunft herzustellende Transportverbindungen angezeigt werden, so ist es zweck- mässig, für diese Anzeige gleich die später hiefür zur Verwendung gelangenden Leuchtfarben zu benutzen.
In diesem Falle erhalten dann die Transparente mehrere Beleuchtungseinrichtungen für die verschiedenen
Farben und die zugeordneten Handschalter so viele Arbeitsstellungen, als Beleuchtungseinrichtungen für verschiedene Farben vorhanden sind. An Stelle der in Fig. 1 dargestellten Transparente für die Anzeige der in Zukunft herzustellenden Transportverbindungen können natürlich auch Sinnbilder, etwa Pfeile od. dgl. treten, welche in sinnfälliger Weise die beabsichtigte Anzeige vermitteln.
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In den meisten Fällen werden die genannten Handschalter vorteilhafterweise am Aufstellungsort des Leuchtbildes-in der Überwachungsstelle-vorgesehen. Um eine übersichtliche Zuordnung dieser Schalter zu den Sinnbildern der einzelnen Anlageteile zu ermöglichen, empfiehlt es sich hiebei, diese in einen Tisch oder ein Pult einzubauen, auf dem die Sinnbilder der einzelnen Anlageteile in gleicher Reihenfolge und gegenseitiger Anordnung wie im Leuchtbild dargestellt sind. Auf diesem Tisch oder Pult können dann auch an den entsprechenden Stellen die Handschalter für die Einstellung der Leuchtfarben einer Transportverbindung sowie die Handschalter für die Einstellung der in einem Arbeitsvorgang zu verarbeitenden Mengen des Arbeitsgutes, Befehlgebeeinrichtungen u. dgl. angeordnet werden.
In Anlagen, in denen die Herstellung von Transportverbindungen nicht von der Überwachungs- stelle aus befohlen wird, sondern nach dem Ermessen des in der Anlage befindlichen Bedienungspersonals vorgenommen werden muss, werden die Handsehalter für die Einstellung der Anzeige zukünftiger Transportverbindungen bei den einzelnen Anlageteilen selbst angebracht.
An der Überwachungsstelle selbst werden dann lediglich Einrichtungen vorgesehen, welche eine Verständigung mit den in der Anlage weilenden Bedienungspersonen zur Vermeidung von gegenseitigen Störungen und Unstimmigkeiten gestatten (Telephon, Maschinentelegraphen). Um eine neuerliche Betätigung der Handschalter für die Einstellung der Anzeige zukünftiger Transportverbindungen bei endgültiger Herstellung dieser Transportverbindungen zu erübrigen, können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung Einrichtungen vorgesehen werden, welche in diesem Falle die Beleuchtungseinrichtung der Sinnbilder oder Aufschriften, welche während des vorhergegangenen Arbeitsganges die zukünftige, nunmehr aber hergestellte Transportverbindung angezeigt haben, selbsttätig abschalten.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 3. Es stellt das Leuchtbild einer Flaschenglashütte dar. Die in den Silos 1, 2,3 enthaltenen Rohmaterialien, Kalkstein, Feldspat und Quarzsand werden mittels der Förderbänder 5, 6, 7 zu den Rohrmühlen 8, 9, 10 und von diesen mittels der Transportbänder 11, 12, 13 den automatischen Waagen 14, 15, 16 zugeführt. Die im Silo 4 enthaltene
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speisen ihrerseits die Schmelzöfen 27, 28. Von den Glasschmelzöfen gelangt die Glasschmelze in die selbsttätigen Flaschenblasemaschinen 29,30, welche die fertigen Flaschen den Kühlöfen 31, 32 zuführen. Die aus den Kühlöfen austretenden Flaschen gelangen über Förderbänder 33, 34 zum Lager 35.
Der Erzeugungsvorgang des zur Heizung der Schmelz-und Kühlöfen erforderlichen Generatorgases ist ebenfalls im Leuchtbild dargestellt. Die Gasgeneratoren 40, 41 werden von den Silos 36,37 über die Förderschnecken 38,39 mit Kohle und von den Kompressoren 42, 43 mit einem Dampf-Luft-Gemisch gespeist. Das in ihnen erzeugte Generatorgas gelangt durch die Kanäle 44, 45 zu den Schmelz-27, 28 und Kühlöfen 31, 32.
Die Sinnbilder der einzelnen Anlageteile sind wieder teils als durchscheinend oder durchsichtige Flächen und Linien, die von der Rückseite in verschiedenen Farben beleuchtet werden können, oder durch Messgeräte mit beleuchteter Anzeigefläche dargestellt. Die Sinnbilder der Silos 1, 2,3, 4, 36, 37 sind durch eine farbige unbeleuchtete Umrisslinie, welche eine durchscheinende, von rückwärts beleuchtbare Fläche umschliesst, dargestellt. Die Beleuchtungseinrichtung der durchscheinenden Fläche ist so unterteilt, dass sie stufenweise (von unten ansteigend) eingeschaltet werden kann. Durch die Zahl der eingeschalteten Lampen wird der Inhalt der Silos angezeigt. Die automatischen Waagen 14, 15, 16, 18 sind wieder durch die Anzeigeflächen von Messgeräten dargestellt, welche die für eine Charge abgewogen Menge des Rohstoffes anzeigen.
Sollen die Vorteile einer zentralen Überwachungsstelle voll ausgenutzt werden, so ist es zweckmässig, den Waagen selbst eine Anzeigevorrichtung zuzuordnen, welche einerseits die für eine Charge abzuwägende Menge (Sollwert) eines bestimmten Rohstoffes angibt, wobei die entsprechende Einstellvorriehtung in der Überwachungsstelle angeordnet ist, anderseits den Istwert der von der Waage abgewogenen Menge anzeigt. Dadurch ist für die Bedienungsperson in der Überwachungsstelle die Möglichkeit gegeben, die Einhaltung des von ihr gegebenen Befehles zu überprüfen.
Die schwenkbaren Abfüllrutschen, mit deren Hilfe die abgewogene Rohstoffmenge von den Waagen wahlweise auf das eine 19 oder andere Förderband 20 geleitet werden kann, sind im Leuchtbild durch je zwei durchscheinend Linien dargestellt, welche die Verbindung mit den die Förderbänder darstellenden Linien herstellen. Je nach der Stellung dieser Abfüllrutschen ist dann entweder die eine oder die andere dieser Linien beleuchtet. Die Förderbänder 19, 20 entleeren die ihnen zugeführten Rohstoffe entweder in den einen 21 oder in den andern Mischer 22, je nachdem, ob sich ihr Antriebsmotor in der einen oder in der andern Richtung dreht. Die Drehrichtung wird durch wechselweise Beleuchtung der an den Enden der Förderbänder-M, angeordneten Pfeilspitzen 23,24 bzw. 25,26 angedeutet.
Die Sinnbilder der Schmelzöfen 27, 28 sind zweiteilig und bestehen aus einer Umrahmung sowie einer Aufschrift Ofen 1, Ofen 2. Die Aufschriften leuchten dann, wenn die Öfen betriebsbereit sind, d. h. die für den Schmelzvorgang erforderliche Temperatur erreicht ist, während die Beleuchtung der Umrahmung bei Herstellung der Transportverbindung in der ihr entsprechenden Farbe eingeschaltet wird. Zur Anzeige der in den Öfen herrschenden Temperaturen sind unterhalb deren Sinnbildern Vierfachmessgeräte 46,47 angeordnet,
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welche die Temperaturen an vier verschiedenen Messstellen desselben Ofens anzeigen. Durch Bezugslinien 6. 3, 64 ist die Zugehörigkeit dieser Messgeräte zu den Schmelzöfen 27, 28 zum Ausdruck gebracht.
Zur Überwachung der den Schmelzöfen entströmenden Abgase sind Zweifaehmessgeräte 50, 51 vorgesehen, welche Zug und Druck bzw. den CO2-Gehalt der in den Abgaskanälen'48, 49 strömenden Verbrennungsgase anzeigen. Die Zuordnung der Messwertangaben zu den Messstellen ist wieder durch Bezugslinien 65, 66 angedeutet. Gleichzeitig bestehende, verschiedene Transportverbindungen (beispielsweise Erzeugung von Glas in beiden Schmelzöfen) oder zeitlich aufeinanderfolgende Herstellungsprozesse von Glas verschiedener Qualität oder Zusammensetzung werden durch verschiedene Leuchtfarben voneinander unterschieden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Leuchtbild gleichzeitig zur Anzeige des Erreiehens von Grenzwerten herangezogen werden. Als physikalische Grössen, deren Grenzwerte hiebei überwacht werden sollen, kommen sowohl solche des Arbeitsgutes als auch solche der Arbeitsmaschinen in Betracht. Mit Rücksicht darauf, dass das Erreichen von Grenzwerten der Betriebsgrössen eine Gefahr, sei es für das Arbeitsgut, sei es für die Anlage oder für den Fortgang des Erzeugungsprozesses, bedeutet, ist eine besonders auffällige Anzeige derselben erforderlich.
Abgesehen von einem in derartigen Fällen üblichen Lautsignal wird erfindungsgemäss da :' Erreichen eines Grenzwertes im Leuchtbilde durch Blinken des entsprechenden Sinnbildes bzw. der Aufschrift oder aber durch Blinklicht eines die überwachte Grösse anzeigenden Leuchtinstrumentes angezeigt. So kann beispielsweise in der Anlage gemäss Fig. 3 das Mischungsverhältnis der Teilgüter, welche in den Mischern 21 und 22 gemischt werden, überwacht werden und das Unter-oder Überschreiten eines bestimmten Mischungsverhältnisses durch Blinklicht der Sinnbilder 21, 22 dem Bedienungsmann zur Kenntnis gebracht werden. In gleicher Weise ist es möglich, das Unterschreiten einer bestimmten Qualität des Arbeitsgutes zu melden.
Für das in beiden Generatorgasöfen erzeugte Generatorgas ist als Massstab für die Qualität der Gehalt an CO+H2 massgebend. Wird ein bestimmter Prozentsatz an CO+ H2 unterschritten, so ist dies ein Zeichen für eine mangelhafte Funktion der Generatorgasöfen und die Anlage arbeitet unwirtschaftlich. Obwohl dieser Prozentsatz mit Hilfe des Messgerätes 56 ständig überwacht werden kann, so ist es doch leicht möglich, dass der Bedienungsmann das Unterschreiten des kritischen Wertes übersieht. Erfindungsgemäss wird daher bei Unterschreiten dieses Wertes die Beleuchtung des Messgerätes periodisch unterbrochen.
In manchen industriellen Betrieben kann es vorkommen, dass in zwei aufeinanderfolgenden Erzeugungsgängen zur Herstellung von Arbeitsgut verschiedener Qualität bei geänderter Einstellung der einzelnen Maschinen oder geändertem Mischungsverhältnis der einzelnen Arbeitsgüter die Zahl und Reihenfolge der verwendeten Anlageteile vollständig oder wenigstens zum Grossteil beibehalten werden.
In einem solchen Falle können z. B. die letzten Anlageteile einer Transportverbindung noch mit der Verarbeitung oder Beförderung des einen Arbeitsgutes beschäftigt sein, während die ersten Maschinen dieser Transportverbindung bereits an der Erzeugung des 8, ndern Arbeitsgutes arbeiten.
Da gemäss der Erfindung Arbeitsgüter verschiedener Qualität oder Beschaffenheit durch verschiedene Leuchtfarben angezeigt werden, ist es dann erforderlich, dass die Beleuchtung der Sinnbilder der einzelnen Anlageteile nur dann eingeschaltet ist, wenn der entsprechende Anlageteil tatsächlich Arbeitsgut fördert oder bearbeitet Die Beleuchtungseinrichtungen jener Anlageteile, welche vom Arbeitsgut noch nicht erreicht oder von ihm bereits verlassen sind, sind dann ausgeschaltet. Für die Anlageteile, deren Beleuchtungseinrichtungen eingeschaltet sind, müssen folgende drei Bedingungen nacheinander erfüllt werden :
1. Der Anlageteil ist betriebsbereit (z. B. ein Förderband läuft, ein Ofen ist vorgewärmt).
2. Die Leuchtfarbe für die Transportverbindung ist eingestellt (mit Hilfe des dem Anfangs-oder
Endpunkte der Transportverbindung zugeordneten Einstellschalters).
3. Im Anlageteil befindet sich Arbeitsgut.
Zur Erfassung der Bedingungen 1 und 3 müssen für jeden Anlageteil besondere Schaltvorrichtungen vorhanden sein, welche entweder vom Anlageteil selbst oder von Hand betätigt werden und gemeinsam mit dem Einstellschalter für die Wahl der Leuchtfarbe (Bedingung 2) einen Stromkreis für die Einschaltung der Beleuchtungseinrichtung des entsprechenden Anlageteiles herstellen.
In Fig. 4 ist eine beispielsweise Ausführungsform dieses Erfindungsgedankens dargestellt. Sie zeigt die Sehalteinriehtungen, mit deren Hilfe die Beleuchtungseinrichtungen der einzelnen Anlageteile eingeschaltet werden, in Anwendung auf einen Teil der Glashütte, deren Leuchtbild Fig. 3 darstellt.
Der Transportverbindung Silo 1, dem Förderband 5 und der Rohrmühle 8 sind zwei Nachbildung- schaltungen 102, 104, 106 bzw. 10.), 105, 107 zugeordnet, mit deren Hilfe die Beleuchtungseinrichtungen der einen oder andern Leuchtfarbe gesteuert werden. An der Stelle des Silos 1 sind die beiden Nach- bildungsschaltungen mit den Wechselkontakten eines Handschalters 101 verbunden, der in den beiden
Endlagen die eine oder andere Nachbildungsschaltung an Spannung legt. Durch Betätigung dieses
Schalters wird somit die Leuchtfarbe für die Transportverbindung eingestellt. Zur Meldung der Betriebs- bereitschaft des Förderbandes 5 und der Rohrmühle 8 sind an diesen Drehzahlkontakte 108, 110 angeordnet, welche bei in Betrieb befindlichem Antriebsmotor geschlossen sind.
Diese Kontakte steuern Melderelais 109,
111, welche mittels ihrer Kontakte die angrenzenden Leiter der Nachbildungsschaltungen verbinden.
Sind z. B. die Antriebsmotoren des Förderbandes 5 und der Rohrmühle 8 eingeschaltet und ist der Hand-
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schalter 101 auf seinen oberen Kontakt geschaltet, so sind die Leiter 102, 104, 106 an den Pluspol einer Hilfsstromquelle angeschlossen. Dadurch sind die Relais 112, 113, 114 erregt und die Stromkreise für die Einschaltung der Beleuchtungseinrichtungen 118, 119, 120 vorbereitet. Der endgültige Anschluss dieser Beleuchtungseinrichtungen an die Hilfsspannung erfolgt jedoch erst dann, wenn die entsprechenden Anlageteile tatsächlich Arbeitsgut fördern oder verarbeiten.
Zu diesem Zwecke sind an den Anlageteilen Hilfsschalter 124, 125, 126 angebracht, welche geschlossen werden, wenn sich Arbeitsgut in diesen Anlageteilen befindet. Für den Silo 1 ist beispielsweise der Hilfsschalter 124 mit der Abfüllklappe derart verbunden, dass er bei geöffneter Klappe geschlossen ist. Bei dem Förderband 5 wird der Hilfsschalter 125 beispielsweise so betätigt, dass er mit einem Fühlelement, welches unterhalb des Förderbandes angeordnet ist, gekuppelt wird und das bei der durch das Arbeitsgut bewirkten Durchbiegung des Förderbandes betätigt wird. In ähnlicher Weise kann für die Rohrmühle 8 ein Fühlelement angeordnet werden, dessen mit dem Hilfsschalter 126 gekuppelter Fühlhebel vom Arbeitsgut selbst betätigt wird.
Bei diesem Leuchtbild werden also die Beleuchtungseinrichtungen für einen Anlageteil eingeschaltet, wenn dieser zum ersten Male mit Arbeitsgut gespeist wird. Die Beleuchtung erlischt aber, wenn das gesamte Gut den Anlageteil durchflossen hat.
Mit Hilfe dieser Einrichtung ist es jedoch noch nicht möglich, den Ablauf eines Vorganges darzustellen, bei welchem in einer Kette von Anlageteilen das letzte Stück eines bestimmten Gutes und das darauffolgende erste Stück eines nachfolgenden andern Gutes gemeinsam in der Kette fortschreitet.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens, bei der auch eine solche Anzeige möglich ist, stellt Fig. 5 dar. Die Nachbildungsschaltung besteht wieder aus Leitungsstücke 102, 104, 106 bzw.
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in Betrieb genommen werden, so werden vorerst die Antriebsmotoren der Förderbänder 5 und der Rohrmühle 8 eingeschaltet, wodurch die Kontakte 108, 110 geschlossen werden. Die Laufmelderelais 109, 111 ziehen an und bereiten mit ihren Kontakten die Anspeisung der Leitungsteile 104, 105, 106, 107 der Nachbildungsschaltung vor. Wird dann mittels des Schalters 101 eine bestimmte Leuchtfarbe, z. B. durch Umlegen des Schalters auf den oberen Kontakt eingestellt, so ist auch die Anspeisung der dem Silo 1 entsprechenden Leitungsstrecke 102 der Nachbildungsschaltung vorbereitet.
Beim Öffnen der Abfüllklappe des Silos 1 wird der von ihr betätigte Hilfsschalter 124 geschlossen, wodurch das Relais 127 an Spannung gelegt wird. Es zieht an und schliesst seinen Kontakt 134, während der mit seinem Anker durch ein Klinkwerk verbundene Kontakt 130, welcher normal geöffnet ist, nur kurzzeitig geschlossen wird. Der mit dem Relaisanker über ein ähnliches Klinkwerk verbundene Kontakt 131 arbeitet jedoch so, dass er normal geschlossen ist und nur beim Abfallen des Relaisankers kurzzeitig geöffnet wird ; er behält also beim Anziehen seine Stellung unverändert bei. Durch den Kontakt 130 wird über den Schalter 101 und die Leitungsstrecke 102 das Relais 112 kurzzeitig erregt und hält sich in der angezogenen Stellung mittels seines Haltekontaktes 137.
Nun wird auch über den Kontakt 140 und den Kontakt 134 des Relais 127 die Beleuchtungseinrichtung 118 für den Silo 1 eingeschaltet. Gleichzeitig schliesst der Kontakt 143 die Leitungsstrecke 104 und das mit ihr verbundene Relais 113 an den Pluspol der Hilfsspannung an. Das Relais 113 zieht ebenfalls an und hält die Anspeisung seiner Wicklung mittels seines Haltekontaktes 138 über den Kontakt 132 des Relais 128 auch dann aufrecht, wenn das Relais 112 wieder abgefallen ist. Der Kontakt 144 und das Relais 111 schliessen seinerseits die Leiterstrecke 106 und das mit ihr verbundene Relais 114 an die Hilfsspannung an, so dass auch dieses Relais anzieht.
Dieser Vorgang wiederholt sich für alle im Zuge der Transportverbindung liegenden Anlagteile, so dass sämtliche zu einer Leuchtfarbe gehörigen Relais, welche an die Nachbildungssehaltung angeschlossen sind, an Spannung gelegt werden. Sobald der Kontakt 125 von dem auf dem Förderband 5 befindlichen Arbeitsgut betätigt wird, zieht das Relais 128 an, so dass über seinen Kontakt 135 und den Kontakt 141 des Relais 113 ein Stromkreis für die Anspeisung der Beleuchtungseinrichtung 119 des Förderbandes 5 geschlossen ist.
In gleicher Weise wird die Beleuchtungseinrichtung 120 für die Rohrmühle 8 eingeschaltet, wenn das Arbeitsgut die Rohrmühle erreicht und den Kontakt 126 betätigt hat. Wird die Abfüllklappe des Silos 1 geschlossen, so dass der Kontakt 124 wieder geöffnet wird, wodurch das Relais 127 abfällt, so wird durch Öffnen des Kontaktes 134 die Beleuchtungseinrichtung 118 von der Hilfsstromquelle abgeschaltet und durch kurzzeitiges Öffnen des Kontaktes 131 die Anspeisung des Relais 112 unterbrochen. Dieses Relais fällt ebenfalls ab und macht mit seinem Kontakt 143 die Leitungsstrecke 104 spannungslos.
Sobald sich dann auf dem Förderband kein Arbeitsgut mehr befindet, so dass sieh das Fühlelement in die Ruhelage begibt, wodurch der Kontakt 125 geöffnet wird, so fällt der Anker des Relais 128 ab, wodurch die Beleuchtungseinrichtung 119 sowie die Wicklung des Relais 113 abgeschaltet wird. Die Beleuchtungeinrichtungen der Sinnbilder einer Transportverbindung werden daher durch diese Einrichtung in dem Masse ein-bzw. ausgeschaltet, als das Arbeitsgut in der Transportverbindung fortschreitet.
Soll nun zur Erzeugung eines Glases anderer Zusammensetzung dem Silo 1 neuerlich Arbeitsgut entnommen werden,
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wobei jedoch die Transportverbindung des vorhergehenden Arbeitsganges aufrechterhalten bleibt (und lediglich das Mischungsverhältnis der einzelnen Teilgüter verändert wird), so muss durch Umlegen des Schalters auf seinen unteren Kontakt für die neue Glassorte eine andere Leuchtfarbe (z. B. grün) eingestellt werden. Beim Öffnen der Abfüllklappe des Silos 1 wiederholt sich nun der ganze Vorgang, wie oben beschrieben, jedoch mit dem Unterschied, dass an Stelle der Leitungsstrecke 102, 104, 106 und der
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Die beschriebenen Einrichtungen ermöglichen wohl eine Anzeige des Fortschreitens des Arbeitsgutes in einer Transportverbindung, unterscheiden jedoch nicht die im Zuge einer Transportverbindung gelegenen und augenblicklich kein Arbeitsgut befördernden oder verarbeitenden Anlageteile von den gänzlich ausser Betrieb befindlichen Anlageteilen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden daher die Beleuchtungseinrichtungen der im Zuge einer Transportverbindung befindlichen Anlageteile bei Herstellung einer Transportverbindung an eine Stromquelle für intermittierenden Strom angeschlossen.
Die Beleuchtungseinrichtungen jener Anlageteile einer Transportverbindung, welche Arbeitsgut fördern oder verarbeiten, werden dann von dieser Stromquelle auf eine Stromquelle für Dauerstrom umgeschaltet.
Im Zuge einer hergestellten Verbindung leerlaufende Anlageteile erscheinen also in Blinklicht.
Mit Hilfe der in den Fig. 4 und 5 gezeichneten Einrichtungen ist es möglich, das Fortschreiten des Arbeitsgutes in der Transportverbindung in übersichtlicher Weise wiederzugeben. Derartige Einrichtungen sind auch in jenen Anlagen vorteilhaft, welche das Arbeitsgut in mehreren aufeinanderfolgenden Chargen verarbeiten und ermöglichen es dort, den Abstand und den Fortschritt der einzelnen Chargen anzuzeigen.
In solchen Anlagen kommt es öfter vor, dass eine Charge einen Anlageteil mehrmals durchläuft, also z. B. von einer Arbeitsmaschine unter Einschaltung verschiedener Zwisehenprozesse mehrere Male bearbeitet wird. So wird z. B. in einer Drahtzieherei der Walzdraht zuerst ausgeglüht, dann mehrmals nacheinander durch immer kleiner werdende Zieheisen gezogen, wobei zwischen je zwei Ziehvorgängen ein Glühprozess eingeschaltet wird. Ist dann je einer Gruppe von Ziehbänken ein Glühofen zugeordnet, in welchem das Arbeitsgut nach jedem Ziehvorgang geglüht wird, so kann ohne besondere Massnahmen das Fortschreiten des Arbeitsgutes in dieser Transportverbindung nicht dargestellt werden. Erfindungsgemäss werden daher Anlageteile, welche vom Arbeitsgut im Zuge einer Transportverbindung mehrmals durchlaufen werden, durch mehrere Symbole dargestellt.
Eine beispielsweise Ausführungsform dieses Erfindungsgedankens zeigt Fig. 6, welche das Leuchtbild einer Drahtzieherei darstellt. Drei Ziehbänke sind durch die Sinnbilder 301, 302,303 dargestellt, während der Blankglühofen, welcher zum Glühen des Drahtes nach jedem Ziehprozess verwendet wird, durch drei Sinnbilder 304, 305, 306 wiedergegeben wird. Die den Draht vom Walzwerk in den Blankglühofen und von diesem zu den Ziehbänken und zurück befördernden Fördereinrichtungen sind durch die Sinnbilder 307, 308, 309, 310, 311, 312, 313 dargestellt.
Wird der Draht vom Walzwerk dem Glühofen zugeführt, so leuchten die Sinnbilder 307 und 304 so lange, bis die Ladung des Glühofens vollendet ist. Die Aus-und Einschaltung der Beleuchtung kann beispielsweise durch Handschalter beim Ofen und bei den Ziehbänken erfolgen, welche bei Beschickung und Entleerung des Ofens betätigt werden. Während des Glühprozesses ist dann lediglich die Beleuchtung des Sinnbildes 304 des Glühofens eingeschaltet. Sobald der Glühprozess beendet ist und der Draht vom Glühofen zum Ziehwerk befördert wird, werden nacheinander die Sinnbilder 308 und 301 entsprechend dem Fortschritt des Materials eingeschaltet bzw. mit dem Verlassen des Glühofens und der Fördereinrichtung die Beleuchtung der Sinnbilder 304 und 308 ausgeschaltet.
Dieser Vorgang des Ein-und Ausschaltens der Beleuchtungseinrichtungen der Symbole vollzieht sich nun konform mit dem Fortschritt des Arbeitsgutes in der Transportverbindung. Unterhalb der Sinnbilder 304,305, 306 des Blankglühofens ist im Leuchtbild ein Messgerät 314 angeordnet, dessen Beleuchtungseinrichtung bei Beschickung bzw. Entleerung des Ofens ein-bzw. ausgeschaltet wird und die jeweils seit Beginn des Glühvorganges verstrichen Zeit anzeigt. Das Messgerät ist z. B. eine Stoppuhr, welche bei erfolgter Ladung in Gang gesetzt und bei der Entleerung wieder auf Null rückgestellt wird. Diese Anzeige ist hier besonders vorteilhaft, weil sie zur Beurteilung der Zeit, wie lange der Draht noch im Glühofen bleiben muss, dienen kann und somit eine ständige Beurteilung des Arbeitsfortschrittes von der Überwachungsstelle aus ermöglicht.
Um die Sicherheit der Überwachung noch zu erhöhen, ist es zweckmässig, noch eine Einrichtung vorzusehen, welche bei Überschreitung der für den Glühprozess erforderlichen Zeitdauer die Beleuchtungseinrichtung des Messgerätes oder des Symbols von einer Stromquelle für Dauerstrom auf eine solche für intermittierenden Strom umschaltet. Dadurch wird an der Überwachungsstelle eine allfällige Überschreitung der erforderlichen Chargendauer angezeigt, ohne dass eine ständige Beobachtung der Anzeige des Messgerätes 314 erforderlich wäre.
In manchen Betrieben kommt es vor, dass zwei oder mehrere Erzeugungsgänge, welche gleichzeitig nebeneinander verlaufen, einen gemeinsamen Anlageteil (z. B. eine Maschine oder ein Lager) durchlaufen, wobei vor und hinter diesem Anlageteil die einzelnen Transportverbindungen voneinander unabhängig sind. Erfindungsgemäss werden die Sinnbilder solcher Anlageteile, welche mehreren Transportverbindungen gemeinsam sind, durch mindestens so viele, hinsichtlich ihrer Beleuchtung unabhängige Teile dargestellt, als Transportverbindungen über diesen Anlageteil verlaufen. Eine beispielsweise Ausführungsform dieses
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Erfindungsgedankens ist in Fig. 7 dargestellt. Dort bedeuten A, N, B, 0, C, P Anlageteile, welche paarweise drei verschiedenen Transportverbindungen angehören.
In diese drei Transportverbindungen ist nun ein gemeinsamer Anlageteil eingeschaltet, welcher jedoch im Leuchtbild durch ein dreiteiliges Sinnbild G, H, J dargestellt ist. Die Fördereinrichtungen, welche die einzelnen Anlageteile untereinander verbinden und derart die Transportverbindung herstellen, sind durch Sinnbilder D, K, E, L, F, M dargestellt. Die Sinnbilder G, H, J des den drei Transportverbindungen gemeinsamen Anlageteiles sind mit voneinander unabhängigen Beleuchtungseinrichtungen ausgerüstet, so dass bei gleichzeitigem Bestehen sämtlicher drei Transportverbindungen jedes dieser Sinnbilder die der zugehörigen Transportverbindung entsprechende Leuchtfarbe annehmen kann.
Die Transportverbindungen A-D-G*-X-N, B-B-H-L-0, C-F-J-M-P sind dann beispielsweise durch die Leuchtfarben weiss, grün, rot gekennzeichnet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Leuchtbild zur Überwachung industrieller Betriebe, bei welchem die einzelnen Teile der Anlage (Maschinen, Apparate, Lager, Fördereinrichtungen usw. ) durch Sinnbilder oder Aufschriften mit Be- leuchtungseinrichtungen dargestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellung einer Transportverbindung Schalteinrichtungen bei den für einen Farbwechsel ausgerüsteten Beleuchtungseinrichtungen der Sinnbilder oder Aufschriften jener Anlageteile, die im Zuge der gewählten Transportverbindung zu liegen kommen, zwecks Unterscheidung der mit verschiedenen Anfangs-oder Endpunkten jeweils zusammenhängenden verschiedenen Transportwege, selbsttätig jene Farbe einschalten oder deren Einschaltung vorbereiten, welche die am Anfangs-oder Endpunkt der Transportverbindung, in die sie eingereiht werden sollen,
befindlichen Sinnbilder oder Aufschriften, deren Beleuchtungseinrichtungen ebenfalls für einen Farbwechsel vorgesehen sind, besitzen.