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Elektrische Entladungsvorriehtung.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bekannter elektrischer Entladungsvorrichtungen, insbesondere auf Kathodenstrahlenoszillographen, Fernsehröhren, Relais und ähnliche Vorrichtungen, in denen die elektrische Entladung in der Form eines Bündels erzeugt wird, das durch eine elektrostatische oder elektromagnetische Steuerung abgelenkt werden kann.
Diese Steuerelektroden sind innerhalb der Umhüllung angeordnet und bilden einen Teil eines Elektrodensystems, das durch einen Fuss oder eine Zwinge getragen wird, welche an dem Eintrittsrohr der Umhüllung angeordnet ist.
Eine Verbesserung derartiger elektrischer Entladungsvorrichtungen besteht gemäss der Erfindung in der Anordnung einer leitenden Abschirmung oder eines Schirmes, zum Abschirmen oder Schützen der Steuerelektroden gegen die von dem Fluoreszenzschirm oder der Elektrode reflektierten Strahlen. Die Wirkung dieses Schirmes besteht darin, die Entladung, die im andern Falle zwischen den Steuerelektroden zufolge der Wirkung von Sekundärelektronen auftreten würden, zu eliminieren oder auf ein Minimum zu bringen. Die Abschirmung oder der Schirm vergrössert aus diesem Grunde die Empfindlichkeit der Vorrichtung durch Verminderung der Belastung auf den Eingangsstromkreis.
Zum besseren Verständnis der Erfindung soll sie nun an Hand eines Ausführungsbeispieles eines Oszillographen oder einer Fernsehröhre gemäss der Erfindung mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Elektrodensystems, teilweise im Schnitt, Fig. 2 zeigt eine Teilansicht im rechten Winkel zu Fig. 1, teilweise im Schnitt, Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht nach Linie 3-3 der Fig. 1 und zeigt die sternförmige Zwinge, und Fig. 4 zeigt eine Aufsicht, in der die gesamten Elektroden mit Ausnahme der Steuerelektroden weggenommen wurden, um die Anordnung der Steuerelektroden mit Bezug auf die sternförmige Zwinge sichtbar zu machen.
Die in den beigefügten Zeichnungen dargestellte Vorrichtung ist bekannter Art und umfasst eine Elektronen ausstrahlende heisse Kathode 1, eine durchlöcherte Anode oder Gitter 2, einen isolierten röhrenförmigen, die Kathode umgebenden Sammelschirm 3 und zwei Paare paralleler reehtwinkeliger Steuerelektroden oder Ablenkungsplatten 4 und 5, die in rechten Winkeln zueinander angeordnet sind und den Kathodenstrahl umschliessen, der aus der mittleren Öffnung in der Anode 2 in verschiedenen Abständen von der Anode austritt.
Der Kathodenstrom wird auf einem geeigneten fluoreszierenden (nicht dargestellten) Schirm gesammelt und wird durch die elektrostatische Wirkung der Elektroden 4 und 5 in bekannter Weise derart gesteuert, dass der von dem Fluoreszenzsehirm durch die Wirkung des Kathodenstrahls erzeugte Lichtfleck sich in Übereinstimmung mit den den Elektroden 4 und 5 aufgedrückten Steuerpotentialen bewegt.
Bei der Wirkung bekannter Entladungsvorrichtungen, die ein Elektrodensystem dieser Art verwenden, besteht für die von dem Fluoreszenzschirm reflektierten oder ausgestrahlten Elektronen die Neigung, dass sie durch die Steuerelektroden mit dem Ergebnis gesammelt werden, dass der zufolge dieser Elektronen auftretende Strom in die Eingangsstromkreise fliesst.
In Übereinstimmung mit der Erfindung ist zum Zwecke des Schutzes der Steuerelektroden von diesen Sekundärelektronen eine leitende Abschirmung oder ein Schirm mit der Anode verbunden oder auf andere Weise auf einem geeigneten positiven Potential gehalten. Wie in den Zeichnungen dargestellt ist, nimmt die leitende Abschirmung oder der Schirm die Form eines offenen Metallzylinders 6
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an, der unmittelbar auf der Anode 2 angeordnet ist, die zu diesem Zwecke mit einem Flansch 2 a versehen ist. Dieser Zylinder umgibt die Steuerelektroden und erstreckt sich, wie dargestellt ist, von der Anode 2 gegen den Fluoreszenzsehirm, so dass er die Sekundärelektronen sammeln kann, bevor diese die Steuerelektroden erreichen können. Der Zylinder ist vorzugsweise mit einer Querscheidewand 7 versehen, die als Barriere bzw.
Hindernis zum Auffangen von Sekundärelektronen dient, die im andern Falle nach abwärts durch den Zylinder gehen und die Steuerelektroden erreichen könnten. Die Scheidewand 7 ist mit einer mittleren Öffnung 8 genügend grossen Durchmessers versehen, um den Durchgang des Kathodenstrahls zu gestatten. Der Zylinder 6 und die Scheidewand 7 wirken weiterhin als ein elektrostatischer Schirm zum Schutze der Steuerelektroden vor den Wirkungen von Glasladungen.
Gemäss einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung, wie sie in den Zeichnungen dargestellt ist, wird die Kathode 1 von zwei Leiterträgern. 1 a getragen, die in zwei einander gegenüberliegenden Armen der sternförmigen Zwinge eingeschmolzen sind und deren jeder mit einem geeigneten Einführungsleiter verbunden ist, während die Sammelabschirmung 3 von zwei Leiterträgern. 3 a getragen wird, die in die beiden andern, einander gegenüberliegenden Arme der sternförmigen Zwinge eingeschmolzen sind und deren einer mit einem geeigneten Einführungsleiter verbunden ist.
Die die Zylinder 6 tragende Anode wird unmittelbar von der Sammelabschirmung 3 getragen ; eine Scheibe 12 aus Glimmer oder einem andern geeigneten Isoliermaterial ist mit einer mittleren Öffnung in Übereinstimmung mit der Öffnung in der Anode versehen, die zwischen der Anode 2 und der Sammelabschirmung. 3 angeordnet ist. Die Anode ist an der Sammelabschirmung mittels Bolzen oder Muttern oder andern geeigneten Befestigungsvorrichtungen.3 befestigt, die durch die Anode 2 und die Scheibe 12 hindurchgehen.
Die Bolzen gehen weiterhin durch eine zusätzlich zu der Scheibe 12 angeordnete ringförmige Scheibe 14 aus Glimmer oder einem andern geeigneten Isoliermaterial, und ihre eine Aussenkante greift in den Flansch 2 a auf der Anode ein, und eine Innenkante wird zwischen einem auf dem Ende der Sammelabschirmung gebildeten Flansch 3 b und einem Flansch 15 a festgeklemmt, der sich auf dem Ende einer Röhre 15 befindet, die gemäss Fig. 1 der Zeichnungen teleskopartig in die Sammelrohre eingeschoben und durch Punktschweissen oder anderweitig gesichert ist. Der Anode wird Strom mittels eines Leiters 16 zugeführt, der mit dem Flansch 2 a verschweisst und in der vorspringenden Röhre an einem Punkte unterhalb der Zwinge, wie bei Z ? in Fig. 1 dargestellt ist, eingeschmolzen ist.
Jede der Steuerelektroden oder Ablenkungsplatten 4 und 5 wird an einem Ende von einem Leiterträger 18 oder 19 getragen, der zu diesem Zwecke durch in der Anode 2 vorgesehene Öffnungen und durch Isolierscheiben 12 und 14 hindurchgeht und in der Zwinge eingeschlossen ist. Die Leiterträger 18 für die Platten 4 sind in zwei gegenüberliegende Arme der Zwinge eingeschlossen, während die Leiter-
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voneinander getrennt und werden zufolge des zusätzlichen, durch die Isolierscheiben12 und 14 geschaffenen Trägers sehr starr festgehalten. Überdies sind sie auf geeignete Weise angeordnet, um die beiden Paare paralleler Ablenkungsplatten 4 und 5, die gemäss Fig. 4 im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, zu tragen.
Der auf der Anode sitzende Zylinder 6 ist vorzugsweise mit herausgedrückten Ohren oder Vorsprüngen 20 versehen, die sich gegen die Wandungen der Umhüllung gemäss der Darstellung der Fig. 1 der Zeichnung legen, um den Zylinder 6 und die Anode 2 gegen Querbewegung zu sichern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Entladungsvorrichtung, wobei die Kathodenstrahlen durch den elektrostatischen Einfluss von Steuerelektroden abgelenkt werden, die innerhalb der Umhüllung angeordnet sind und einen Teil eines Elektronensystems bilden, das durch einen Fuss oder eine Zwinge getragen wird, welche an dem Eintrittsrohr der Umhüllung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrodensystem einen Schild oder Schirm trägt, um die Steuerelektroden gegen sekundäre Elektronen zu schützen, die von dem fluoreszierenden Schirm oder der Elektrode, auf welche die Kathodenstrahlen einwirken, reflektiert oder ausgestrahlt werden.