AT137122B - Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen durchgehender Hohlräume eines Hohlstranges aus Ton oder anderen plastischen Materialien. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen durchgehender Hohlräume eines Hohlstranges aus Ton oder anderen plastischen Materialien.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Nachdem der Grossformathohlstein, der infolge seines grösseren Volumens und seiner hervorragenden Isolierfähigkeit im Hochbau immer mehr Eingang findet, ist man seit langem bemüht, die durehgeherden Hohlräume, die einen übermässigen Mörtelverbraueh bedingen, abzuschliessen. Die meisten der bekannten Verschlussverfahren sowie die Vorrichtungen hiezu entsprechen nicht immer den Anforderungen, welche derartige Apparate erfüllen sollen, oder sie bedingen zu hohe Anschaffungkosten, die sich nicht jeder Betrieb leisten kann. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, wodurch die Hohlräume eines in bekannter Weise das Mund- stück einer Strangpresse verlassenden Hohlstranges durch eine einfache, auf dem Abschneidewagen eines gewöhnlichen Mauersteinabschneiders angebrachte Zusatzvorrichtung abgeschlossen werden. Das Schliessen der Hohrläume geschicht durch Hohlstränge, die gegenläufig zum eigentlichen Strang geführt werden urd nach dem Eindringen in die Hohlräume des Tonstranges abgeschnitten werden. Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist infolge der einfachen und handlichen Konstruktion sehr billig urd an jeden bestehenden, in jedem Ziegelwerke vorhandenen Mauersteinabschneider ohne wesentliche Abänderungen anzubringen. Sie besteht im wesentlichen aus zwei oder mehreren Stahlhülsen mit eingebauten kleinen Hohlsteinmundstücken, beweglichen Kolben, die vor- EMI1.2 stücken der Stahlhülsen austretenden Stranges. Durch Anbringung einer derartigen Zusatzvorrichtung ist es jeder Ziegelei möglich, auf billige Art und Weise fünfseitig geschlossene Hohlsteine herzustellen. Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform einer Zusatzvorrichtung zur Erzeugung fiinfseitig geschlossener Hohlsteine nach dem neuen Verfahren dar, u. zw. zeigt : Fig. 1 den Aufriss. Fig. 2 den Kreuzriss und Fig. 3 den Grundriss, Fig. 4 zeigt den Tragrahmen mit eingebauten Hülsen und EMI1.3 Fig. 7 stellt einen fertigen Stein dar. In Fig. 1 ist A der als bekannt vorausgesetzte Abschneidewagen eines Mauersteinabschneiders, auf welchem der hohle Tonstrang B über Filzrollen bis zur Ansehlagklappe a verläuft. Durch den Abschneidebügel D wird die Welle E gedreht und mit ihr auch das links aufgekeilte Zahnsegment F, das in das kleine Kegelrad G eingreift. Das Kegelrad G sitzt auf einer Welle H, die in den Lagern S der Grundplatte N gelagert ist und auch mitgedreht wird. Auf der Welle H ist in der Mitte ein Zahnrad J befestigt, das in die Zahnstange K eingreift. Die Zahnstange K ist an dem Gleitrahmen L befestigt und wird durch die Rolle M gegen ein Abheben gesichert. EMI1.4 leicht verschieben lässt. Am Gleitrahmen L sind noch zwei Kolbenstangen P befestigt, welche die Kolben R tragen, die in Stahlhülsen U geführt sind. Auf dem Glpitrahme ! 1 L ist der Tragrahmen T (Fig. 4), in den die Verschlusswerkzeuge eingebaut sind. gleitend gelagert. Die Verschlusswerkzeuge (Fig. 5 und 6) bestehen im wesentlichen aus einer Stahlhülse U, die in eine Vorstechvorrichtung V ausläuft. Hinter letzterer ist ein kleines Mundstück Wangebracht, durch das ein kleiner Hohlstran b erzeugt werden kann, der in die Hohlräume des Stranges B eingesehoben wird. Die Einwurföffnung Z dient zur Aufgabe des zum Abschluss eines Hohlraumes notwendigen Materials . Durcl, die Abschneidevorrichtung X wird der in den Strang B einaschobene. kleine Hohl- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 abschneiden zu können, sind in der Vorstechvorrichtung V beiderseits Schlitze e angebracht, durch die der Abschneidedraht durchgeführt wird. Fig. 5 zeigt ein solches Verschlusswerkzeug in der Anfangstellung, d. i. vor Betätigung des Ab- EMI2.2 Fig. 6 zeigt dasselbe Verschluss-Werkzeug in der Schlussstellung, d. i. die Stellung, wenn der Abschneidebügel D einen Formling vom laufenden Hohlstrang abgetrennt hat, was in Fig. 2 ersichtlich ist. In dieser Stellung ist der Tonballen d bereits durch das kleine Mundstück W in die Hohlräume des EMI2.3 um einige Millimeter vertieft abgeschnitten, um keiner Belastung bei der Stapelung der fertigen Steine ausgesetzt zu sein. Der Arbeitsvorgang ist nun folgender : Der vom Mundstück austretende Hohlstrang B wird nach dem Erreichen der Anschlagklappe 0 durch Niederdrücken des Schneidebügels D wie bei jedem Mauersteinabschneider abgeschnitten. Durch die Bewegung des Schneidebügels D dreht sich die Welle E, mit ihr das Zahnsegment F und das Kegelrad G samt der Welle H, auf der das Zahnrad J aufgekeilt ist. Letzteres greift in die Zahnstange K und schiebt diese mit dem Gleitrahmen L und dem auf denselben EMI2.4 Kolben R in den Hülsen U gegen das kleine Mundstück W und pressen den durch die Einwurföffnung Z aufgegebenen kleinen Tonballen d durch das Mundstück W. Dadurch wird ein hohler Tonstrang b gebildet, EMI2.5 so wird die Abschneidevorrichtung X betätigt und der Meine, in den Hohlstrang B eingepresste Strang abgeschnitten. Jetzt ist der Abschneidebügel D in der Lage gemäss Fig. 2. Durch die Rückbewegung des Schneidebügels D in seine Ausgangsstellung tritt an der Zusatzvorrichtung der gegenläufige Vorgang ein und der geschlossene Formling ist vom Abschneidewagen Habzunehmen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verschliessen durchgehender Hohlräume eines Hohlstranges aus Ton oder anderen plastischen Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass die durchgehenden Hohlräume durch eitterförmige Platten abgeschlossen werden, die aus einem frisch gepressten Hohlstrang geschnitten werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren hach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Verschluss dienenden Platten in einem Arbeitsgang mit dem Abschneiden einos Hohlstrangformlings vom laufenden Strange hergestellt und gleichzeitig in die Hohlräume des zu verschliessenden Hohlstranges eingepresst werden.3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des kleinen, EMI2.6 ist und dass der Hohlstrang nach dem Einpressen durch eine Abschl1eidevorrichtung im Formling vertieft abgeschnitten wird, wodurch eine Belastung des Abschlussgitters bei der Manipulation oder beim Stapeln verhindert wird.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Zusatzvorehtung ausgebildet ist, welche auf jeden Mauersteinabsehneider montiert werden kann und durch die Verbindung mit der Welle (E) des Abschneidebügels (D) beim Abschneiden einer Steinlänge vom laufenden Strange betätigt wird.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf Gleitrahmen (L) (Fig. 3) ein Tragrahmen (T), der die eigentlichen Verschlusswerkzeuge trägt, verschiebbar gelagert ist und durch die Bewegung der Kolben (R) vor-urd rückwärts geschoben wird.6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusswerkzeuge Presshülsen (U) besitzen, in denen Kolben (R) angeordnet sind, die sich beim Niederdrücken des Schneide- bügels (D) gegen das Mundstück (W) bewegen und das Verschlnssmaterial (cl) durch das Mundstück (W) zu einem gitterförmigen Hohlstra. (g) formen und gleichzeitig in den Hohlraum des Hohlstranges (B) einpressen.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Presshülsen (U) vor dem kurzen Mundstück (W) eine Vorstechvorrichtung (V) besitzen, welche bereits vor Austritt des Stranges (b) in die Stege des zu verschliessenden Hohlstranges eindringen und dadurch dessen freien Kanalquerschnitt verengen, ein sicheres Festsitzen der Verschlussgitter bewirken und gleichzeitig ein Auftreiben des Formlings verhindern.
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