AT124859B - Verfahren und Maschine zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen.

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AT124859B
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strand
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hollow strand
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Hans Lukas
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Hans Lukas
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  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)
  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf jene Verfahren zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen, in deren Verlauf das zur Bildung der Abschlusswand des durchlaufenden Kanales eines Hohlstrangformlings erforderliche Material der Kanalwandung entnommen wird. 



   Eine nach diesem Verfahren arbeitende bekannte Maschine verwendet Pressstempel, welche bei ihrem Eindringen in eine den Hohlstrangformling aufnehmende Pressform die Stege zwischen den nur einen kleinen Querschnitt aufweisenden und in grosser Anzahl vorhandenen Kanälen abquetscht und das hiedurch gewonnene Material zur Rückwand der Pressform   zurückdrängt,   um dort zur Abschlusswand gestaucht zu werden. Mit   Rücksicht   auf die grossen Beanspruchungen, welchen der Formling während dieser Vorgänge ausgesetzt ist, wird dessen Struktur ungünstig beeinflusst. Man hat auch eine Maschine geschaffen, welche Teile der Kanalwand an der Mündung des Kanales abspaltet und durch rasch umlaufende Profilwalzen unmittelbar zu einer diese Mündung abschliessenden Wand umformt. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren, welches darin besteht, dass Teile der Kanalwand bis zur Tiefe der herzustellenden Abschlusswand abgetrennt werden, worauf das derart gewonnene Material zerkleinert, innig durchknetet und nach seiner Beförderung an die geeignete Stelle zum Aufbau der Abschlusswand verwendet wird. 



   Da das zur Bildung der Abschlusswand dienende Material vor seiner endgültigen Lagerung einer   neuerlichen gründlichen Homogenisierung   unterworfen wird, erhält die Abschlusswand eine grosse Festigkeit. Das Abstechen der Teile der Kanalwand wird durch eine Hülse vorgenommen, in welcher sodann ein die Verarbeitung des gewonnenen Materiales vornehmendes Werkzeug wirksam ist, wodurch jede schädliche Beeinflussung der Wände des Formlings vermieden wird. 



   Die Erfindung erstreckt sich weiters auf die zur Durchführung des Verfahrens dienende Maschine. 



   Auf der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1-3 die Maschine zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen im Schnitt in drei verschiedenen Arbeitsstellungen nach der ersten Ausführungsform. Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1. Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch den Hohlstrang, dessen Kanal vier weitere Profile erkennen lässt, Fig. 6 zeigt die Profile nach dem Eindringen der   Sohneidhülse,   Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch den Hohlstrang samt Schneidhülse, Fig. 8 zeigt eine weitere Ausbildung des   Verschlusswerkzeuges   in Seitenansicht und Fig. 9 in Draufsicht.

   In den Fig. 10-12 ist die Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen gemäss der zweiten Ausführungsform an Hand eines Formlings in drei verschiedenen Arbeitsstadien schematisch im Schnitte veranschaulicht. 



   Die Maschine zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen nach der ersten Aus- 
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 (Fig. 4) erhält, welche zweckmässig durch Schlitze 34 der Länge nach gespalten oder von Löchern 35 durchsetzt sind (Fig. 5). Um das Abtrennen der Längsrippen   3. 3 zu erleichtern,   weisen diese zwecks Herabsetzung des Schneidwiderstandes in geringen Abständen Löcher bzw. Schlitze 36 längs der   gewünseh-   ten Trennlinie auf. In einiger Entfernung vor der Mündung des   Pressenmundstückes   2 ist ein Rahmen 10 vorgesehen, mit welchem Lagerböcke 6, 11 und 12 verbunden sind (Fig. 3).

   Im Lagerbocke 6 sind Stangen 8 längsverschiebbar gelagert, die an ihrem, dem Mundstücke 2 zugelegenen Ende eine koaxial zum Mundstücke 2 angeordnete Hülse 7 tragen, wogegen ihr anderes Ende mit einer Platte 13 verbunden 

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Mundstück 2 gerichtete Rand der Hülse 7 ist als seitlich vorspringende Schneide 9 ausgebildet, deren
Ausladung bzw. Krümmung dem Verlaufe des durch die Kanalwandung und die Löcher bzw.

   Schlitze 36 gegebenen endgültigen Profiles des Kanales 5 entspricht (Fig. 6 und 7).   Die Lagerböcke 6, 11 und 12   nehmen weiters eine axial verschiebbare und durch eine Öffnung 16 der Platte 13 hindurchreichende   Stange : 17   auf, welche vermittels einer mit einem Keile 18 in eine Längsnut 19 der Stange 17 eingreifenden
Riemenscheibe 20 od. dgl. in Drehung versetzt wird und an ihrem vorderen Ende ein in die Hülse 7 ein- führbares Werkzeug z. B. in Form einer Schnecke 21 aufnimmt. Die Stange 17 ist zu einem vor die
Schnecke 21 vorspringenden Dorne 22 verlängert.

   Die Vorschubbewegung der Hülse 7 und der Schnecke 21 wird durch ein gegen die Stange 15 bzw. 17 wirkendes, auf der Zeichnung nicht dargestelltes Triebwerk gesteuert, welches in Abhängigkeit von der Bewegung des Stranges 4 dadurch ausgelöst wird, dass in
Lagern 23 der Strangpresse 1 eine Stange 24 verschiebbar angeordnet ist, an welcher einerseits ein zum
Vorschubtriebwerk führender Zug 25 angreift, wogegen ihr anderes, über die Mündung des   Mundstückes   2 hinausreiehendes Ende einen längs der Stange 24 verstellbaren Ausleger 26 trägt, auf dem ein in die
Bahn des Stranges 4 ragender Anschlag 27 um einen Bolzen 28 sehwingbar gelagert ist.

   Der Zug 25 ist in Verbindung mit einem Zug 29 des Anschlages 27 gebracht, um den Anschlag 27 nach Auslösung des Vorschubtriebwerkes entgegen dem   Uhrzeigersinn   zu   velschwenken   und ihn auf diese Weise aus dem Bereiche des Stranges 4 zu bringen. Die Unterteilung des Stranges 4 wird in bekannter Weise durch einen fahrbaren Abschneideapparat 30 in der durch den gegenseitigen Abstand des Abschneidedrahtes   von. der Anschlagklappe 31   bedingten Länge bewerkstelligt. 



   Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Sobald der in üblicher Weise durch den Kern 5 mit einem durchlaufenden   Kanale   3 versehene
Strang 4 ein gewisses Stück aus der Mündung des Pressenmundstückes 2 getreten ist, wird die Hülse 7 mit Hilfe des Vorsehubtriebwerkes soweit gegen das Mundstück 2 vorgeschoben, bis der Abstand der Hülsensehneide 9 vom Kerne 5 der Stärke der herzustellenden Abschlusswand des Kanales 3 entspricht. Beim Eindringen in die Tonmasse hat die Schneide 9 die Längsrippen längs der durch den Grund der
Schlitze 34 bzw. Löcher 36 vorgegebenen Trennlinie abzustechen begonnen und setzt dies in ihrer vorgeschobenen Lage fort, da die folgenden Teile der Längsrippen 33 des von der Strangpresse 1 stetig erzeugten Stranges fortlaufend der Schneide 9 zugeführt werden (Fig. 1).

   Die bereits durchtrennten Teile der Längsrippen 33 ragen frei in die Hülse 7 hinein und bilden dünne und   unzusammenhängende   Stränge, welche allenfalls noch weiters durch die Schlitze 34 der Länge nach unterteilt sind (Fig. 6). 



  In dem Augenblicke, als das vordere Ende des Stranges 4 gegen den Anschlag 27 drückt, wird die Stange 24 von links nach rechts verschoben, so dass einerseits der Zug   25   das Vorschubtriebwerk der Stange 17 auslöst und somit die dauernd in Drehung befindliche Schnecke   21   mit grosser Geschwindigkeit in die Hülse 7 bis zu ihrer Schneide eingeführt wird ; anderseits betätigt der Zug 25 den Zug 29 des Anschlages 27, wodurch dieser ausser Wirksamkeit gesetzt wird und weiterhin kein Hindernis für den ständig vorrückenden Strang 4 bildet.

   Die Schnecke 21, welche eine derart gerichtete, drehende Arbeitsbewegung ausführt, dass sie gegen den Kern 5 zu fördert, löst während ihres raschen Eindringens in die Hülse 7 die an deren Innenwandung haften gebliebenen Tonteile ab und schiebt diese samt dem in ihre   Sehneekengänge   ein-   gedrungenen   und dort innig durchkneteten Materiale der   abgestochenen   Längsrippen   33   gegen den Kern 5 zu aus. Die Schnecke 21 mit der als Presskopf wirkenden Hülse 7 weist demnach in gewisser Hinsicht eine übereinstimmende Arbeitsweise mit der einer Strangpresse auf, welche aber nach entgegengesetzter Richtung wie die Strangpresse 1 fördert.

   Das von der Schnecke   21   verarbeitete Material wird in dem zwischen Schnecke 21 und Kern 5 durch den Kanal 3 freigelassenen Raum abgelagert und bildet die Abschlusswand des vor ihr befindlichen und durch die Schneide 9 der Hülse 7 endgültig profilierten Kanales. Die Schnecke 21 streicht sodann bei ihrer fortgesetzten Drehung die   Abschlusswand   vollkommen glatt. Der den Raum zwischen Schnecke 21 und Kern 5   überbrückende   Dorn 22 lässt in der Abschlusswand eine kleine Bohrung frei, welche die Bildung eines Vakuums im Kanal 3 des nachfolgenden Stranges 4 verhindert und das Trocknen und Brennen des Formlings erleichtert. An Stelle des Dornes 22 könnte in der Strangpresse 1 auch ein hinter der Abschlusswand mündender Luftzuführungskanal vorgesehen sein.

   Nach   Formung der Abschlusswand schnellen   die Hülse 7 und Schnecke 21 wieder in ihre Ausgangslage zurück. Da zur Bildung der   Abschlusswand   nur ein sehr geringer Zeitaufwand erforderlich war, hat sich der Strang 4 indessen nur unbedeutend vorgeschoben. Der Strang 4 wandert sodann weiter und wird, sobald er die Anschlagklappe 31 des   Absc1meideapparates     30   umgelegt hat, vom Abschneid- 
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 sich die Vorgänge wie beschrieben. 



   Das die   Abschlusswand   herstellende Werkzeug könnte nach den Fig. 7 und 8 auch aus einzelnen, auf der Stange 17 starr oder drehbar befestigten Schaufeln 40, z. B. Propellerflügeln, bestehen oder gleich dem Messer eines Tonschneiders ausgebildet sein, denen in einiger Entfernung noch Flügel 41 zugeordnet sind, welche den auf der Hülse haftengebliebenen Ton abstreifen und in den Arbeitsbereich der Schaufeln bringen. 

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   Das Verfahren kann auch bei bereits vom Strange abgetrennten Formlingen mit durchlaufendem
Kanal 3 in der Weise   durchgeführt   werden, dass die Formlinge aufrecht auf einen Drehtisch oder ein laufendes Band abgesetzt und unter die von oben in den Kanal 3 eindringende Hülse 7 sowie das zuge- hörige Werkzeug 21 bzw. 40, 41 befördert werden. 



   Gemäss der in den Fig. 9--11 zur Darstellung gebrachten Ausführungsform wird vom Hohlstrang ein Stück in der doppelten Länge, wie der herzustellende Ziegel, abgeschnitten (Fig. 9), welches sodann liegend der Wirkung von beiderseits in den   Kanal. 3 eindringenden Hülseh 7 (Fig.   10) und nachfolgenden drehenden Werkzeugen 21 bzw.   40, 41 (Fig. 11)   ausgesetzt wird. Die Eindringtiefe der Hülse 7 und der
Werkzeuge 21 bzw. 40, 41 ist derart bemessen, dass im   Kanale   3 eine Abschlusswand genügender Stärke gebildet wird, welche sodann in der Mitte durchgeschnitten wird, wodurch zwei fünfseitig geschlossene
Hohlsteine gewonnen werden. 



   Falls der Ziegel zwei oder mehrere nebeneinanderliegende Hohlräume aufweisen soll, sind ent- sprechend viele, gleichzeitig arbeitende Hülsen 7 samt Werkzeugen 21 bzw. 40, 41 vorzusehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen, bei denen das den Wan- dungen des durchlaufenden Kanales entnommene Material zur Bildung der Abschlusswand verwendet wird, dadurch. gekennzeichnet, dass Teile der Kanalwand bis zur Tiefe der herzustellenden Abschlusswand abgetrennt werden, worauf das derart gewonnene Material zerkleinert, innig durchgeknetet und nach seiner Beförderung an die geeignete Stelle zum Aufbau der Abschlusswand verwendet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlusswand unmittelbar im Kanal eines aus einer Strangpresse austretenden Hohlstranges durch stirnseitig eindringende Werkzeuge gebildet wird, wonach das mit der Abschlusswand versehene Strangstück abgetrennt wird.
    3. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Teile der Kanalwand bis zur Tiefe der herzustellenden Abschlusswand abtrennende Abstech- hülse, in welche nachfolgend ein das abgespaltene Material verarbeitendes und vor sich herschiebendes, umlaufendes Knetwerkzeug, z. B. in Form einer Schnecke, eines Tonschneiders u. dgl., rasch einführbar ist.
    4. Maschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen vor das Knetwerkzeug vorstehenden Dorn, welcher in der Abschlusswand eine kleine Öffnung freilässt bzw. bildet.
    5. Maschine nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstechhülse samt zugehörigem Knetwerkzeug in einer der Zahl der abzuschliessenden Hohlstrangkanäle entsprechenden Anzahl dem Mundstücke einer Strangpresse gegenüberliegend angeordnet und soweit gegen den im Mundstücks vorgesehenen Kern vorsehiebbar sind, dass der Abstand der Werkzeuge vom Kerne der gewünschten Stärke der zu erzeugenden Abschlusswand entspricht.
    6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubbewegung von einem Triebwerk gesteuert wird, dessen Auslösung durch einen vom Strang in Tätigkeit gesetzten Anschlag erfolgt.
    7. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch gegeneinander verschiebbar angeordnete Hülsen samt je einem zugehörigen Knetwerkzeug, welche gleichzeitig von beiden Seiten her in den auszuarbeitenden Kanal eines Hohlstrangformlings bis zur Tiefe der herzustellenden Abschlusswand einführbar sind.
    8. Hohlstrang bzw. Hohlstrangformling zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dessen Kanalwandungen mit nach innen abstehenden Längsrippen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrippen von zentralen Bohrungen durchsetzt sind.
    9. Hohlstrang bzw. Hohlstrangformling nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrippen längs der gewünschten Trennlinie in geringen Abständen Bohrungen aufweisen.
AT124859D 1930-10-18 1930-10-18 Verfahren und Maschine zur Herstellung von fünfseitig geschlossenen Hohlsteinen. AT124859B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2503230A (en) * 1947-11-24 1950-04-04 James J Dyer Apparatus for extruding hollow cylindrical bodies

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2503230A (en) * 1947-11-24 1950-04-04 James J Dyer Apparatus for extruding hollow cylindrical bodies

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