AT136325B - Nutzbremsschaltung für Einphasenserienmotoren. - Google Patents

Nutzbremsschaltung für Einphasenserienmotoren.

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AT136325B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    NutzbremssehaItung für EinphasenserienmotorfM.   



   Für Einphasenserienmotoren, insbesondere für Verwendung auf Einphasentriebfahrzeugen, ist unter den Schaltungen für Nutzbremsung mit   Fremderregung auch   eine solche mit   Benutzung   von statischen Kondensatoren, die in Serie mit der Erregerwicklung geschaltet werden, bekannt. 



   Bei dieser Schaltung sind aber in der bisher bekannten Ausführung verschiedene Nachteile vor- 
 EMI1.1 
 diesen Nachteil und gibt Mittel zur Verbesserung des Leistungsfaktors bzw. der Phasenverschiebung an. 



   Bei der erwähnten Schaltung ist, wie z. B. aus Fig. 3 der österr. Patentschrift 133361 hervorgeht, die Tangente des   Phasenverselhiebungswinkels'C gleich dem   Verhältnis des   induktiven   zum   Ohmschen   
 EMI1.2 
 des   Ankerstromkreises   im Verhältnis zum induktiven Spannungsabfall desselben Stromkreises klein ist. ergibt sich somit ein relativ grosser Winkel bzw. zur Erzielung eines entsprechenden   Drehmomentes   beim Bremsen und zu einer genügenden Bremsleistung sind verhältnismässig   grosse.     Ankerstrome   notwendig.

   Diese Verhältnisse können zum Teil durch den in der bereits erwähnten   Patentschrift beschrie-     benen Kompoundierungstransformator verbessert   werden, doch ist diese   Verbesserungsmöglichkeit nur   beschränkt anwendbar. Die Erfindung bringt nun weitere und wirksame Mittel zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der erwähnten Schaltung. 



   Die Phasenverschiebung kann dadurch verbessert werden, dass in dem   Ankerstromkreis   ein zu-   sätzlicher Ohmscher Widerstand eingeschaltet wird. Es lässt sich leicht nachweisen, dass für ein bestimmtes   Verhältnis zwischen Ohmschen und induktiven Widerstand dieses Stromkreises die Verluste für eine gegebene Bremsleistung ein Minimum werden, und es kann angestrebt werden, dieses   Verhältnis möglichst   oder ganz zu erreichen. Als Ohmscher Widerstand kann ganz oder teilweise bzw. nach   entsprechender     Umschaltung   der für den Fahrbetrieb übliche Ohmsche   Wendepolshunt   Verwendung   linden.   



   In Fig. 1 ist die betreffende Schaltung beispielsweise schematisch dargestellt, wobei im Erreger- 
 EMI1.3 
 des Transformators der Erregerstromkreis angeschlossen, der die Erregerwicklung des Motors B   und   die Primärwicklung F1 des Zwischentransformators für den Kondensator enthält. Die   Sekundärwicklung   desselben Transformators speist direkt den Kondensator C. An Stelle eines   Transformators   mit zwei   'Wicklungen Fi, Fa kann auch   ein Transformator in   Sparschaltung Verwendung tinden.   



   Zur Erzielung eines geringen Phasenverschiebungswinkels ist es ferner zweckmässig, eine Voreilung zwischen den Magnetisierungsstrom und der Netz-bzw. Transformatorspannung zu bewirken. Erfindungsgemäss wird die Verschiebung auf folgende Art bewirkt :
Der Erregerstromkreis wird vom Transformator nicht direkt gespeist, sondern in der Weise, dass über einen Ohmsehen Widerstand zwei Zweigströme fliessen, von welchen der eine den Magnetisierungsstrom des Motors bildet und der andere über eine entsprechend grosse   Induktivität     fliesst.   An Stelle des 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Stromes in der   Induktivität   kann auch der Magnetisierungsstrom eines Transformators treten, von dessen Sekundärseite der Magnetisierungsstrom des Motors abgenommen wird.

   Dieser ist dann, wie gewünscht, gegenüber der Primärspannung etwas in der Phase voreilend. 



   Eine beispielsweise Schaltung hiefür ist aus Fig. 2 zu entnehmen. Am Transformator D ist einerseits der Anker A des Einphasenserienmotors angeschlossen, anderseits werden   über einen Ohmschen   Widerstand   r'zwei   parallele Stromkreise gespeist. D er eine dieser Stromkreise speist die Erregerwicklung B über die Primärseite des Kondensator-Zwischentransformators   F. In   diesem   stromzweig fliesst   der Magnetisierungsstrom Jm.

   Der zweite Stromzweig wird durch die   Induktivität F   gebildet ; der Strom in ihm sei mit   J D bezeichnet.   Die   Induktivität   H kann in bekannter Weise als Ersatzschema für einen auf   das Übersetzungsverhältnis 1   : 1 reduzierten Transformator aufgefasst werden, dessen Magnetisierungsstrom dem Strom   JD entspricht.   Da, wie aus der noch zu besprechenden Fig. 3 hervorgeht, zur Erzielung einer entsprechenden Phasenverschiebung der Strom JD eine bestimmte Grösse haben muss, kann es vorteilhaft sein, bei dem Transformator einen grösseren Magnetisierungsstrom als normal erforder-   lich durch besondere an sich bekannte Hilfsmittel zu erreichen (Luftspalte usw. ). Das Vektordiagramm   des Magnetisierungskreises ist aus Fig. 3 zu entnehmen.

   Da die Selbstinduktion der Wicklung Bund der über den Transformator F1, F2 im gleichen Kreise wirkende Kondensator C für die Netzfrequenz die Resonanzbedingung geben, ist der Strom Jm in Phase mit der an den Klemmen der Induktivität H herrschenden Spannung. Letztere ist J",. r'",. Der Strom in der Induktivität eilt dieser Spannung um 90  nach. Über den   Widerstand r'fliesst   der Summenstrom J'der Ströme   J,   und   Je. Der Spannungs-   abfall am Widerstnad r1 ist J' r1. Letzterer ist zur Spannung   J,. f', geometrisch   zu addieren und ergibt sich dann die Spannung   E",   an der Transformatoranzapfung. Wie ersichtlich, eilt der Strom J", gegenüber der Transformatorspannung   E",   etwas vor. 



   In den Fig. 1 und 2 sind der   Übersichtlichkeit   halber etwaige   Kompensations-und   Wendepolwicklungen an den Einphasenmotoren weggelassen, die in an sich bekannter Weise geschaltet werden können. Die   Mittel zur   Verbesserung der Phasenverschiebung gemäss der Anmeldung   können nicht nur   einzeln, sondern auch gleichzeitig bzw. abwechselnd für verschiedene Betriebszustände zur   Anwendung   gelangen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Nutzbremsschaltung für Einphasenserienmotoren mit Fremderregung der Magnetfelder bei 
 EMI2.1 
 zwischen Ankerstrom (Nutzbremsstrom) und Spannung erzielt wird.

Claims (1)

  1. 2. Nutzbremsschaltung für Einphasenserienll10toren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des für den Fahrbetrieb benutzten Ohmsehen Wendepolshunts als Ohmscher Widerstand für den Ankerstromkreis verwendet wird.
    3. Nutzbremsschaltung für Einphasenserienmotoren mit Fremderregung der Magnetfelder bei Serienschaltung von Kondensatoren zur Feldwicklung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ohmscher Widerstand vor einer Stromverzweigung geschaltet ist, die durch den Erregerstrom des Motors und einen von einer Induktivität aufgenommenen gegenüber dem Erregerstrom wenigstens ungefähr 900 nacheilenden Strom gebildet wird.
    4. Nutzbremssehaltung für Einphasenserienmotoren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität durch einen Transformator gebildet wird, dessen Sekundärwicklung den Stromkreis der Motorerregung speist.
AT136325D 1932-01-27 1932-01-27 Nutzbremsschaltung für Einphasenserienmotoren. AT136325B (de)

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