AT133929B - Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von geschleuderten Hohlkörpern aus Metall. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von geschleuderten Hohlkörpern aus Metall.

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  Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von geschleuderten Hohlkörpern aus Metall. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen von geschleuderten Hohl- körpern aus Metall. 



   Beim Schleudern von Hohlkörpern aus Metall in senkrecht umlaufenden Kokillen dauert der
Arbeitsvorgang infolge der nur langsam voranschreitenden Abkühlung des inneren Hohlraumes zu lange. 



   Flüssige und gasförmige Kühlmittel, die in den Hohlraum eingebracht werden, bleiben nicht ohne Einfluss auf das in flüssigem Zustande besonders empfindliche Metall, indem sie Veränderungen der Struktur oder gar der Zusammensetzung herbeiführen. 



   Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass das Kühlmittel derart in den Hohlraum eingeführt bzw. durch den Hohlraum des Blockes hindurchgeführt wird, dass es an keiner Stelle mit dem heissen Material des geschleuderten Hohlkörpers in Berührung kommt. Zur Ausführung des Verfahrens kann eine beispielsweise auf der Zeichnung angegebene Vorrichtung dienen. 



   An einem starren Gerüst oder einer auf der Giessmaschine befestigten Säule A ist ein schwenkbarer Arm B angebracht. Dieser schwenkbare Arm trägt einen mit Wasser oder einem andern Kühlmittel in bekannter Weise kühlbaren Hohlzylinder C, welcher mittels eines Getriebes oder von Hand aufund abbewegbar ist. Der schwenkbare Arm wird beim Gebrauch über den geschleuderten Hohlkörper respektive die rotierende Kokille geschwenkt. Durch eine Sperrklinke, einen Stift, eine Klemme od. dgl. wird er in der vorher festgelegten zentrischen Stellung festgehalten. Sodann wird der Kühlkörper mittels eines Getriebes oder von Hand in den Hohlraum des geschleuderten Körpers hinabgesenkt bis zu einer Tiefe, die vorher festgelegt ist und durch eine Arretierung nicht   überschritten   werden kann.

   Bei der Abwärtsbewegung oder auch schon vorher wird der Zulauf des flüssigen oder gasförmigen Kühlmittels in Tätigkeit gesetzt und so reguliert, dass die von dem Kühlmittel absorbierte Wärme abgeführt werden kann. Es ist nicht unbedingt nötig, dass der Kühlkörper durch flüssige oder gasförmige Kühlmittel abgekühlt wird, es kann auch ein massiver Metallkörper eingeführt werden, der die   überschüssige   Wärme des geschleuderten Hohlkörpers absorbiert. Der an dem schwenkbaren Arm befestigte Kühlkörper wird, wie schon vorher erwähnt, so adjustiert, dass er bei der Ab-oder der Aufwärtsbewegung stets zentrisch oder möglichst zentrisch in den rotierenden, innen zu kühlenden Hohlkörper hineinragt und so nicht mit dem Deckel der schnell rotierenden Kokille in Berührung kommen kann.

   Der äussere Durchmesser des   Kühlkörpers   muss selbstverständlich kleiner als die Eingangsöffnung des Kokillendeckels sein, um von vornherein eine Berührung unmöglich zu machen, dann aber auch, um ein Abströmen der dem geschleuderten Hohlkörper entweichenden Gase zu ermöglichen. 



   Beim Schleudern von Hohlkörpern mit grossem und grösserem Durchmesser werden   zweckmässiger-   weise zwei oder mehrere dieser Kühlvorrichtungen je nach der lichten Weite des Hohlkörpers zur Anwendung gebracht. Auch hiebei werden die Kühlkörper an dem ausschwenkbaren Arm B so befestigt und adjustiert, dass beim Senken und Heben sowie während des Kühlprozesses keine Berührung mit dem Rotationskörper stattfinden kann. 



   Mit Hilfe des neuen   Kühlverfahrens gelingt   es, die Abkühlungszeit der geschleuderten Blöcke, die jetzt noch bei schweren   Blöcken   bis zu einer Stunde in Anspruch nimmt, auf die Hälfte zu reduzieren, so dass die Anzahl der zu beschaffenden Schleudermaschinen entsprechend geringer und der Aufwand an Kraftbedarf und Löhnen für das Schleudern ebenfalls entsprechend vermindert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Kühlen von senkrecht geschleuderten Hohlkörpern aus Metall, vorzugsweise aus Flusseisen oder Stahl, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel derart in den Hohlraum eingeführt bzw. durch den Hohlraum des Blockes hindurchgeführt wird, dass es an keiner Stelle mit dem heissen Material des geschleuderten Hohlkörpers in Berührung kommt. EMI2.1 zwangläufig, gegebenenfalls durch den Deckel der Kokille hindurch erfolgt.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Kühlkörper an einem ausschwenkbaren Arm befestigt ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm heb-und senkbar ist. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung an dem Arm heb-und senkbar angeordnet ist.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grad der Verschiebung des Kühlkörpers einstellbar ist.
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper aus einem massiven Block besteht.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper hohl ausgebildet ist, derart, dass durch ihn ein Durchlaufen des Kühlmittels, z. B. Luft oder Wasser od. dgl., erfolgen kann. EMI2.2
AT133929D 1931-01-13 1931-06-16 Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von geschleuderten Hohlkörpern aus Metall. AT133929B (de)

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