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Zwei-oder Viertakt-Brennkraftmaschine mit Vergasungs-und Brennkammer (Gliihkopf).
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile von Brennkraftmaschinen mit besonderer Vergasungsund Brennkammer (Glühkopfmaschinen) zu beseitigen.
Wie bekannt, entfällt bei Verwendung eines Glühkopfes die Notwendigkeit, die Verdichtung über jenen Wert hinauszutreiben, der dem besten Wirkungsgrad entspricht, während man ansonsten hiezu genötigt ist, damit die Entflammungstemperatur des Brennstoffes erreicht werde. Unter anderm ergibt diese Ausführung alle Vorteile einer Verbrennungskammer und wegen der hohen Temperatur und der gleichzeitig geschaffenen energischen Durchmischung wird auch eine Verbrennung selbst von etwa ent-
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Zylinder verbliebenen Gase werden durch die aus ihm austretenden Gase wieder erhitzt.
Dagegen hat der Glühkopf die Unbequemlichkeit, einer Vorwärmung mittels eines Heizbrenners zu bedürfen, ferner die Nachteile einer ausserordentlichen Erhitzung der auf ihm befindlichen Organe und schliesslich den Nachteil jener Gefahr, die ein nach aussen vorspringendes, auf Rotglut gebrachtes Organ bedingt.
Die Erfindung ist durch eine besondere Ausbildung des Glühkopfes, durch die Art seiner geschützten Lagerung im Zylinder und durch seine Isolierung von diesem sowie durch die Anordnung von den an diesen Glühkopf angeschlossenen Organen gekennzeichnet. Man hat bereits vorgeschlagen, einen Glühkopf vom Zylinderkopf thermisch isoliert anzuordnen ; es ist auch an sich bekannt, einige der in den Glühkopf eintretenden Hilfseinrichtungen zu kühlen. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, mit der isolierten Anordnung des Glühkopfes die Kühlung aller Hilfseinrichtungen, wie der Brennstoffeinführung, der Zündeinrichtung, des Verbindungsorganes mit dem Zylinder usw., zu vereinen, um dadurch ein klagloses Arbeiten der Brennkraftmaschine zu sichern.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung einer erfindungsgemässen Einrichtung veranschaulich.
A ist der Zylinder mit seinem Kolben B, C der Zylinderkopf mit den Verteileinrichtungen und D die Vergasungskammer oder der Glühkopf, der in dem eine entsprechende Ausnehmung E aufweisenden Zylinderkopf eingeschlossen ist.
Zwischen dem kugelförmigen Glühkopf D und der Wand der Ausnehmung E besteht ein kleiner Zwischenraum F, um die Ausdehnung der Kammer und ihre Isolierung zu ermöglichen.
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Muffe G aufgehängt sein, die am Zylinderkopf aufruht.
Der Glühkopf besitzt drei Öffnungen : die eine H für das Organ zur Zuführung des Brennstoffes und der Luft, eine weitere K für die Zündkerze und eine dritte M für das Durchgangsorgan der Gase zwischen Glühkopf und Zylinder.
Die Ausnehmung E im Zylinderkopf ist an einer Seite offen, um die Einführung des Glühkopfes D zu ermöglichen, und ist durch einen Deckel N verschlossen, der durch eine umlaufende Flüssigkeit gekühlt wird.
Die Zündkerze ist in eine Öffnung dieses Deckels N eingeschraubt. Die Zuführeinrichtung 0 für Brennstoff und Luft ist in einer hoffnung H befestigt, die im Zylinderkopf ausgespart ist und in der auch die vorerwähnte Muffe G liegt. Das Gasdurchgangsorgan ist unmittelbar im Zylinderkopf durch die Öffnung M hindurchgehen befestigt. Es sind also sowohl die Zuführung für Brennstoff und Luft als
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Auspuffschlitze). In der Zeichnung ist als Beispiel eine Brennkraftmaschine mit Ventilen veranschaulicht.
Der Brennstoff wird unmittelbar bei 0 eingeführt und der Motor, wie üblich, mittels einer Kurbel angedreht. Die Verbrennungsluft wird zusammen mit dem Brennstoff durch das Ventil 0 hindurch- gedrückt und füllt den Glühkopf. Die Verbrennungsluft wird durch irgendeinen in der Zeichnung'nichet dargestellten Kompressor geliefert. Der Motor arbeitet im Zweitakt mit unvollkommenem Auspuff. d. h. das Auspuffventil öffnet sich gegen Schluss des Hubes und bleibt nur während einer sehr kurzen Zeit offen, so dass der Zylinder mehr oder weniger mit Gas gefüllt bleibt. Die Verdichtung findet gleichzeitig mit dem Zutritt des Brennstoff- und Luftgemisches in der Kammer sttt. Die heissen Verbrennungsgase treten in den Zylinder über und erhitzen die dort verbliebenen inerten Gase. Hierauf beginnt die Expansion.
Die Maschine läuft daher wie ein Motor mit Druckluft, die durch die innere Verbrennung' erhitzt wird. Durch Änderung der eingeführten Gasmengen kann man Änderungen der Leistung des Motors erzielen.
Der Motor kann aber auch als Viertaktmotor laufen. In diesem Falle wird während des Abwärtshubes des Kolbens der Brennstoff samt Luft in den Glühkopf eingesaugt, in demselben zerstäubt und das dabei entstehende Gemisch wird während des Aufwärtshubes verdichtet.
Die Zündung kann nach der Anlassperiode durch Selbstzündung bewirkt werden ; vorzugsweise wird aber hiefür eine Zündkerze verwendet. Da das Brennstoff-Luftgemisch im Glühkopf auf eine Temperatur nahe jener seiner Entflammung gebracht wird, kann trotz der hohen Verdichtung der Gase die Kerze in der üblichen Weise (durch Magnete oder Batterien) mit Strom gespeist werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :-
1. Zwei- oder Viertakt-Brennkraftmaschine mit Vergasungs- und Brennkammer (Glühkopf), die mit dem Zylinder durch ein einen Kanal enthaltendes Organ in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühkopf thermisch vom Zylinderkopf isoliert ist, während alle durch Öffnungen des Glühkopfes
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die Brennstoffeinführung, gekühlt sind.