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Lichtmesser.
Zum Messen von Lichtstärke für photographische bzw. photochemische Zwecke oder für die
Bestimmung von Temperaturen glühender Körper benutzt man hauptsächlich ein für die Beobachtung durch das Auge geeignet untergebrachtes Glaskeilprismen-oder Blendensystem. Auch sind Vorrichtungen bekannt, bei denen zur allmählichen bzw. abgestuften Lichtschwächung Reflektionen benutzt werden, beispielsweise dadurch, dass in den Strahlengang der zu messenden Lichtstrahlung ein konzentrischer
Metallkegel oder ein prismatischer Metallkörper gebracht wird, durch den die von einer gegenüber- stehenden Eegelfläche reflektierte Strahlung dem Messinstrument zugeführt wird. Derartige Vorrichtungen sind durchweg verhältnismässig kompliziert und daher teuer und dabei im Gebrauch durchaus nicht immer bequem.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Lichtmesser, der auf einem sehr einfachen
Prinzip aufgebaut ist und der es ermöglicht, mit den einfachsten Mitteln eine weitgehende Zerteilung des zu messenden Lichtstrahles vorzunehmen und dadurch eine fortlaufend abgestufte Schwächung dieses Strahles zu erhalten, die in durchaus zuverlässiger und genauer Weise unmittelbar zur Bestimmung der Lichtintensität und damit bei Pyrometern zur Bestimmung der Temperatur benutzt werden kann.
Das Prinzip der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass auf einer total reflektierenden Fläche eine oder mehrere Schichten oder Scheiben bestimmter Stärke einer lichtdurchlässigen, zugleich aber reflektierenden Masse angeordnet sind, derart, dass der auf die total reflektierende Fläche (Spiegel od. dgl.) in einem bestimmten Winkel auffallende Lichtstrahl teils durch die erwähnten Schichten hindurch reflektiert, teils von denselben in gleicher Weise zurückgeworfen wird, so dass auf der obersten, dem Auge des Beobachters zugekehrten Fläche der Lichtstrahl in Gestalt einer grossen Anzahl einzelner, an Grösse und Lichtintensität fortlaufend abnehmender Liehtpunkte oder eines Lichtbandes erscheint.
Die Erfindung ist auf der anliegenden Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 und 2 die erste Ausführungsform in zwei zueinander senkrechten Längenschnitten und Fig. 3 den der Fig. 1 entsprechenden Längenschnitt der zweiten Ausführungsform.
Die neue Vorrichtung besteht aus einem rohr-oder hülsenartigen Gehäuse k, welches am oberen Ende in üblicher Weise so gestaltet ist, dass es lichtabschliessend vor das Auge des Beobachters gehalten werden kann. Unten ist das Gehäuse k durch einen Boden e abgeschlossen und oben ist es ferner mit einer Okularlinse m versehen. Auf dem Boden e steht, u. zw. im vorliegenden Falle im halben rechten Winkel, das System von Reflektoren. Dasselbe besteht aus dem total reflektierenden Spiegel hund bei dem vorliegenden Beispiel aus drei unmittelbar darauf geschichteten Glasplatten b, e, d. Der Lichtstrahl tritt bei dem ersten Ausführungsbeispiel von a her ein, durchdringt zunächst die drei Glasplatten b,
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auf der obersten, dem Okular m zugekehrten Fläche als leuchtender Punkt zu erscheinen.
Aber bereits bei seinem Durchgang durch die einzelnen Glasscheiben b, e, d ist der von a kommende Lichtstrahl immer wieder rechtwinkelig aufwärts teilweise reflektiert worden, wodurch auf der obersten Fläche ebenfalls Lichtpunkt bestimmter Stärke entstehen. Um dabei die Glasscheiben b, e, d trotz ihrer Lichtdurchlässigkeit zu einer ausreichenden Reflexwirkung zu befähigen, werden sie vorteilhaft auf der Unterseite mit einem geeigneten, den Durchgang des Lichtstrahles möglichst wenig hemmenden Belag, z. B. einem Silberbelag, versehen.
Der von a kommende Lichtstrahl ist somit zunächst bis zum Punkt f gegangen, wird hier zum Punkt i teilweise reflektiert, teilweise geht er gradlinig weiter bis zum Punkt, wo er teilweise bis zum
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Punkt l reflektiert wird, teilweise gradlinig bis zum Spiegel h weitergeht, der ihn nach dem Punkt n reflektiert. Die so gebildeten Lichtpunkt t, die in ihrer Lichtintensität stufenweise abnehmen, werden, wie das in Fig. l und 3 schematisch dargestellt ist, in der gleichen Weise reflektiert und es entsteht so die in Fig. 2 dargestellte Reihe von immer lichtschwäeher werdenden Lichtpunkten, deren Zahl selbstverständlich von der Zahl der Reflektorplatten abhängt.
Aus der Anzahl der Lichtpunkt kann auf die Lichtstärke geschlossen werden, denn entsprechend der Intensität des bei a eintretenden Lichtstrahles wird die Reihe der Lichtpunkt länger oder kürzer sein. Werden die Scl, 1eiben b, C, d, von denen die unterste d bei dem vorliegenden Beispiel auf ihrer Unterseite unmittelbar als total reflektierender Spiegel ausgebildet ist, sehr dünn gewählt, dann reihen sich die einzelnen Lichtpunkte so dicht aneinander, dass sie ein in ihrer Liehtintensität gleichmässig abnehmendes Lichtband bilden, dessen Länge einen Anhalt für die Lichtstärke bietet. Durch Übereinanderschichten verschieden starker Scheiben wird eine ähnliche Wirkung erzielt.
Selbstverständlich kann man statt Glas auch ein anderes geeignetes Material verwenden.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten nur dadurch, dass der zu messende Lichtstrahl durch eine Öffnung des Bodens e eingeleitet wird und der total reflektierende Spiegel h bei ö so durchbrochen ist, dass der Lichtstrahl hier durch ihn hindurchtreten kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lichtmesser, bei welchem die Messung der Lichtintensität durch Reflektion des einfallenden Lichtstrahles bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer total reflektierenden Fläche eine oder mehrere Schichten oder Scheiben eines lichtdurchlässigen, zugleich aber auch reflektierenden Materials angeordnet sind, derart, dass der aùf die total reflektierende Fläche (Spiegel od.
dgl.) in einem bestimmten Winkel auffallende Lichtstrahl teils durch die erwähnten Schichten hindurch reflektiert, teils von denselben immer von neuem in gleicher Weise gebrochen wird, so dass auf der obersten, dem Okular zugekehrten Fläche der Lichtstrahl in Gestalt einer grossen Anzahl einzelner, an Lichtintensität fortlaufend abnehmender Lichtpunkte oder eines Lichtbandes erscheint.