AT133592B - Selbstauslöser für photographische Objektivverschlüsse. - Google Patents

Selbstauslöser für photographische Objektivverschlüsse.

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AT133592B
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AT
Austria
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cylinder
piston
self
piston rod
trigger
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Inventor
Carl Dr Weber
Original Assignee
Carl Dr Weber
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Description


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  Selbstauslöser für   photographische Objektivverschliisse.   



   Die Erfindung betrifft einen Selbstauslöser für photographische Objektivverschlüsse. Es sind Selbstauslöser bekannt, die im wesentlichen aus einem Dämpfungszylinder mit in diesem verschiebbaren Kolben bestehen und bei denen der Kolben auf einer Seite von einer Feder gedrückt wird und auf der andern Seite sich auf einem Dämpfungsmedium mit zweckmässig regelbarem Abschluss abstützt. 



   Den bekannten Selbstauslösern dieser Art gegenüber besteht das Neue gemäss Erfindung darin, dass als den Auslöser unmittelbar mit dem Auslösestutzen des   Objektivverschlusses   ver- bindendes Halteglied für den Auslöser der das Vorderende des Dämpfungszylinders abschliessende, die Kolbenstange führende Deckel dient, aus dem das als Steuerstift ausgebildete Ende der
Kolbenstange bei der   Steuenvirkung   frei heraus und in den Auslösestutzen eintreten kann. 



   Diese Ausbildung hat den wesentlichen Vorteil, dass der Auslöser ohne Zuhilfenahme irgend- welcher Halteglieder oder irgendwelcher Hilfsmittel (Werkzeuge) leicht in dem Auslösestutzen des Objektivverschlusses befestigt werden kann. Dabei lässt sich das zur Befestigung dienende
Halteglied bzw. Verbindungsglied am Deckel des Dämpfungszylinders, z. B. als Gewinde, aus- bilden, u. zw. derart, dass der Auslöser für alle auf dem Markt erhältlichen Apparate brauchbar ist und durch einfaches Einschrauben den erforderlichen festen Halt und damit eine sichere
Wirkungsweise des Auslösers gewährleistet. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ergibt sich bei dieser Bauart dadurch, dass das Aufziehen des Auslösers in einfachster Weise durch Aufstützen des freien Kolbenstangenendes gegen eine Unterlage bewirkt werden kann.

   Hiedurch wird die Bedienung des Auslösers derart vereinfacht, dass sie auch dem Laien keinerlei Schwierigkeiten macht und auch für diesen keinerlei Übung erfordert. 



   Die Zeichnung stellt zwei beispielsweise Ausführungsformen, gemäss Erfindung konstruierter Auslöser dar. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die eine Ausführungsform, Fig. 2 eine Ansicht dieser Ausführungsform, Fig. 3 und 4 veranschaulichen in entsprechender Weise Längsschnitt und Ansicht einer zweiten Ausführungsform. Die Fig. 1 a und 3 a zeigen Querschnitte. 



   In dem auf einer Seite geschlossenen Zylinder 1 ist ein Tauchkolben 2 vorgesehen. 



  Zwischen dem geschlossenen Ende des Zylinders 1 und dem Kolben 2 ist eine Schraubenfeder 3 angeordnet, die bestrebt ist, den Kolben nach dem einen Zylinderende zu verschieben. Der Durchmesser des Kolbens 2 ist etwas kleiner als die Bohrung des Zylinders 1, so dass die in dem Zylinder 1 befindliche   Bremsflüssigkeit,   wie z. B. Öl od. dgl., beim Verschieben des Kolbens 2 von einer Seite des Kolbens an dem Kolben entlang zu der andern Seite strömen kann und dabei der Verschiebung des Kolbens infolge der Reibung einen Widerstand entgegensetzt. Der Boden des Kolbens 2 besitzt eine Bohrung 4, auf welche die Feder 3 einen Ventilteller 5 drückt und so normalerweise die Bohrung 4 geschlossen hält. Der Ventilteller   5   ist am Ende der als Drahtauslöserstift ausgebildeten Kolbenstange 6 befestigt.

   Die Kolbenstange 6 besitzt in einer gewissen Entfernung von dem Boden des Kolbens 2 ein Bund 7, das in der aus den Fig. 1 a und 3 a ersichtlichen Weise mit radialen   Überstromschlitzen   für die Bremsflüssigkeit versehen ist. Beim Drücken auf die Kolbenstange 6 verschiebt sich diese in bezug auf den   Kolben, 2 unter Zusammendrücken   der Feder 3 und öffnet so die Bohrung 4, 

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 Ende des Zylinders   1   und den Deckel 8 sind eine Metallscheibe 9 und eine Dichtungsscheibe 10, z. B. aus Gummi, eingeschaltet.

   Durch diese Anordnung erreicht man sowohl eine sichere   Ab-   
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Der Ansatz 8 a des Deckels 8 ist als Führung für die Kolbenstange 6 ausgebildet und gleichzeitig mit einem (konischen) Aussengewinde versehen, das in das Gewinde des Auslösestutzens des Objektiwerschlusses hineinpasst. Nach Aufziehen des Auslösers, d. h. nach Hereinstossen der Kolbenstange durch Abstützen des freien Kolbenstangeiiendes an einer Unterlage, kann der Ansatz 8 a in den Auslösestutzen eingeschraubt und hiedurch in einfachster Weise der Auslöser am Objektiv mit genügendem Halt befestigt werden. 



   Die Wirkungsweise ist folgende :
Nachdem der Zylinder 1 mit der Bremsflüssigkeit gänzlich angefüllt und durch Aufschrauben des Deckels 8 dicht verschlossen ist,   drückt   man aussen auf die Kolbenstange 6, wodurch die Bohrung 4 des Kolbens 2 geöffnet und dann nach Anlegen des Bundes 7 gegen den Kolben 2 der Kolben in dem Zylinder unter Zusammendrücken der Feder 3 nach dem oberen Ende des Zylinders verschoben wird, wobei die im oberen Teil des Zylinders 1 befind- 
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 des Kolbens 2 in den unteren Teil des Zylinders 1 strömt. In diesem Zustande wird der Auslöser nach Ausrichten und Einstellen des Apparates in den Gewindestutzen des Objektivverschlusses eingeschraubt.

   Die Feder 3 schliesst nun, nachdem von aussen kein Druck mehr 
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 der Bremsflüssigkeit von einer Seite zu der   ändern   Seite des Kolbens nur an dem Kolben entlang erfolgen kann. Die Feder 3 ist nun so stark ausgebildet, dass sie den durch dieses Überströmen erzeugten Widerstand der Bremsflüssigkeit überwindet, u. zw. so, dass der Kolben und damit die als Auslöserstift wirkende Kolbenstange langsam nach aussen verschiebt, so lange, bis das Ende der auf den Verschluss wirkenden Kolbenstange 6 diesen auslöst. Je nach Art der   Viskosität   der verwendeten   Bremsflüssigkeit bzw.   nach dem Querschnitt des zwischen Kolben und Zylinder befindlichen Überstromspaltes erfolgt das Auslösen des Verschlusses nach Einschrauben des Auslösers früher oder später, z.

   B. in einer Zeit von etwa 40 Sekunden, während welcher der den Apparat Bedienende sich nach Einschrauben des Verschlusses bequem auf seinen Platz begeben und mit aufgenommen werden kann. 



   Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 und Fig. 4 ist der Kolben 2 genau, d. h. ohne Spiel, in dem Zylinder 1 geführt. Das Überströmen der Bremsflüssigkeit von einer Kolbenseite zu der andern Kolbenseite erfolgt durch besondere Kanäle 11, die durch Umgeben des Zylinders 1 mit einem Mantel 12 gebildet sind. Der Zylinder 2 ist bei dieser Ausführungsform in einen zweiten Zylinder 12 eingeschraubt und der Boden   2 a   des Zylinders 2 mit einer Bohrung   2 b   versehen, die durch einen oder mehrere Kanäle   2 c   mit dem Kanal 11 in Verbindung steht. Der   Durchflussquerschnitt   der Bohrung   2 b wird   mittels einer Reguliernadel 13 geregelt, die an einem auf das Ende des Zylinders 12 aufschraubbaren   Deckel. M   befestigt ist.

   Der Rand des Deckels 14 ist mit einer Skala   14 a (Fig.   4) versehen, die mit einer auf dem Mantel des Zylinders   1, 2   befindlichen Marke 15 zusammenwirkt und von aussen eine 
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 der Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 2 in einfachster Weise ermöglicht. 



   Im übrigen ist Konstruktion und Wirkungsweise dieser   Ausführungsform genau   so wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 und 2. 
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 erreicht durch eine solche Zunahme der Bohrung einen Ausgleich der durch das Entspannen der Feder bedingten Abnahme der Federkraft und damit eine genaue oder annähernd genau gleichbleibende Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens 2. 



   Die Regulierung der Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens (bzw. der bis zum eigentlichen Auslösen verstreichende Zeit) kann ausser durch die verschiedene Bohrung des Zylinders 1 und die Reguliernadel 13 (Fig. 3 und 4) durch entsprechende Wahl bzw. Mischung von hoch oder niedrig viskosen   Bremsflüssigkeiten   beliebig verändert werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Selbstauslöser für photographische Objektivverschlüsse mit einem auf einer Seite voll einer Feder gedrückten, auf der andern Seite auf ein Dämpfungsmedium mit vorzugsweise regelbarem Abfluss abgestützten, in einem Dämpfungszylinder verschiebbaren Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass als den Auslöser unmittelbar mit dem Auslösestutzen des Objektivverschlusses verbindendes Halteglied für den Auslöser der das Vorderende des Dämpfungszylinders <Desc/Clms Page number 3> abschliessende, die Kolbenstange führende Deckel (8) dient, aus welchem das als Steuerstift ausgebildete Ende der Kolbenstange bei der Steuerwirkung frei heraus und in den Auslösestutzen eintreten kann, während das Aufziehen des Auslösers durch Aufstützen des freien Kolbenstangenendes gegen eine Unterlage bewirkt werden kann.
    2. Selbstauslöser nach Anspruch 1, mit für den Abfluss dienender (radialem) Kolbenspiel, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder mit einer Bohrung von auf ihrer Länge verschiedenem Durchmesser, z. B. mit konischer Bohrung, versehen ist.
    3. Selbstauslöser nach Anspruch 2, bei welchem der Kolben mit einer von einem Ventil gesteuerten Überstromöffnung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil am Ende der Kolbenstange befestigt und diese mit einem die Öffnungsbewegung des Ventils beim Eindrücken der Kolbenstange in den Zylinder, d. h. beim Aufziehen des Auslösers begrenzenden Anschlag versehen ist.
    4. Abgeänderte Ausführungsform eines Selbstauslösers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder in einem zweiten Zylinder angeordnet ist, dessen lichter Durchmesser grösser ist als der Aussendurchmesser des Innenzylinders, und dass ein im Boden des Innenzylinders befindliches, die zwischen den Zylindermänteln liegenden Räume durch eine oder mehrere Bohrungen mit dem Innenzylinder verbindendes Loch mittels eines von aussen beeinflussbaren Ventils steuerbar ist.
    5. Selbstauslöser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichent, dass eine zwischen den Führungsstutzen für den Auslösestift und eine Platte gelegte Gummischeibe gleichzeitig als Dichtungsscheibe und als Stopfbüchsenpackung dient.
    6. Selbstauslöser nach den Ansprüchen 2 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bremsilüssigkeiten verschiedener Viskositäten entsprechend der zu erzielenden Arbeitsgeschwindigkeit des Kolbens. EMI3.1
AT133592D 1929-09-13 1929-09-13 Selbstauslöser für photographische Objektivverschlüsse. AT133592B (de)

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