<Desc/Clms Page number 1>
Wasserkraftwerk.
Wasserkraftwerke, bei denen Wasserturbinen mit lotrechter Welle den Generator antreiben, pflegt man bisher meist so aufzubauen, dass sieh über der Wasserturbine eine über diese greifende Tragkonstruktion befindet, die aus Betonträgern oder einem Eisengerüst besteht und das Gewicht des elektrischen Generators sowie des Läufers der Wasserturbine aufnimmt. In Höhe der Kupplung zwischen Wasserturbine und Generator befindet sieh dann ein Bedienungsflur für die Regeleinrichtungen der Wasserturbine, über dem die Träger des Generators liegen. Die Regeleinrichtung für den elektrischen Teil des Wasserkraftwerkes liegt in Höhe des Generators über dessen Tragkonstruktion auf einem weiteren Bedienungsflur.
Erfindungsgemäss wird in einem Wasserkraftwerk, dessen Turbine mit lotrechter Welle auf den Generator arbeitet, der Generator derart eingebaut, dass seine Oberkante etwa in Höhe der Decke des Maschinenraumes liegt und daher diesen Maschinenraum nach oben abschliesst. Den Bedienungsflur für den elektrischen und auch mechanischen Teil des Generators kann man dann vorteilhaft in an sich bekannter Weise etwa in Höhe der Kupplung zwischen Wasserturbine und Generator anordnen, wobei dieser Bedienungsflur nunmehr durch den Generator abgedeckt ist.
Das Wasserkraftwerk nach der Erfindung ergibt gegenüber den bisher bekannten Bauformen eine wesentliche Verringerung des Bauaufwandes.. Der Bauaufwand einer Maschinenhalle hängt zu einem
EMI1.1
der Oberkante des Generators, so ist der umbaute MascI1Înenraum besonders gering. Da die Erzeugungskosten der elektrischen Energie zum grösseren Teil durch die Kosten der Kraftanlagen bedingt sind, wird auch die Wirtschaftlichkeit der Energieerzeugung durch die Anwendung der Erfindung entscheidend beeinflusst.
EMI1.2
dem Leitapparat, also dem Ständer der Turbine, ist ein sich auf diesen stützendes zylindrisches Trag- werk : ; aufgebaut, das mit Auskragungen 16 versehen ist, die den Generator 5 tragen.
Der Generator ist als Sehirmgenerator gebaut, dessen Lager sieh in der Traverse 6 befindet. Am Umfang des Trag-
EMI1.3
Säulen 7 sind jedoch infolge ihrer Bauart zur Aufnahme des Generatorgewichtes nicht geeignet. Das Tragwerk 3 enthält Öffnungen 15, um dem Bedienungspersonal den Durchtritt an die Maschinenwelle zu gestatten. Die Schleifringe 8 für die Generatorerregung befinden sich unmittelbar über der Kupplung von Generator und Turbine.
Der Generator 5 besitzt an seiner Oberseite ein glattes Deckschild. Man könnte also das Maschinen- haus über dem Generator ohne weiteres wegfallen lassen und sieh mit dem Laufkran-11 begnügen, der über den in üblicher Weise in einer Reihe angeordneten Generatoren verfahren werden kann. Der Laufkran 11 braucht nur so hoch zu liegen, dass die freie Höhe gerade zum Herausheben eines Generators über das Niveau der andern Generatoren ausreicht.
Eine Sonderbauart für den Generator ist nicht erforderlich. Man kann vielmehr einen Generator normaler Bauart, der nur ein besonderes Deckschiid erhalten hatte, einbauen. Die Anordnung kann
<Desc/Clms Page number 2>
gegen Überflutung unempfindlich gemacht werden, da man lediglieh die Decke des Bedienungsflures, die in Höhe der Oberkante des Generators liegt, wasserdicht auszuführen braucht.
Die Erregung des Generators 5 wird von dem besonderen Erregerumformer 12 geliefert, der, wie auch die Schaltanlage 13 des Kraftwerks, in Höhe des Bedienungsflures der Wasserturbine angeordnet ist. Der Erregerumformer wird von einem Hilfsgenerator gespeist, der auf der Welle des Hauptgenerators über dessen Läufer angebracht ist. Die Schleifringe 14 des Hilfsgenerators befinden sich unterhalb der Schleifringe des Hauptgenerators. Diese Anordnung ermöglicht eine unabhängige Erregung der einzelnen Generatoren in der gleichen Weise, als wenn mit jeder Generatorwelle eine Gleichstromerregermaschine gekuppelt wäre.
Der auf der Welle des Hauptgenerators angeordnete Hilfsdrehstromgenerator benötigt jedoch keinerlei Bedienung, abgesehen von der Überwachung der Schleifringe, die jedoch ebenfalls in Höhe des Bedienungsflures der Wasserturbine angebracht sind. Ihre Zuleitungen sind durch die hohle Welle des Generators geführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wasserkraftwerk, dessen Turbine über eine lotreelite Welle auf dem Generator arbeitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke des Masehinenraumes in Höhe der Oberkante des Generators liegt.
EMI2.1