AT132691B - Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen.

Info

Publication number
AT132691B
AT132691B AT132691DA AT132691B AT 132691 B AT132691 B AT 132691B AT 132691D A AT132691D A AT 132691DA AT 132691 B AT132691 B AT 132691B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
alloy
magnesium
aluminum
tin
tin oxide
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Tasman Davies
Original Assignee
Herbert Tasman Davies
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Herbert Tasman Davies filed Critical Herbert Tasman Davies
Application granted granted Critical
Publication of AT132691B publication Critical patent/AT132691B/de

Links

Landscapes

  • Metal Rolling (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Legierung aus Aluminium und Zinn zu schaffen, die eventuell auch   Zink und Magnesium enthält   und geringes spezifisches Gewicht bei grosser Zugfestigkeit und guter Dehnung besitzt, nicht korrodiert und andere vorteilhafte 
 EMI1.1 
 
Die Legierung besteht im wesentlichen aus Aluminium, welchem Zinn durch Reduktion von Zinnoxyd mittels Magnesium oder einer Magnesium enthaltenden Vorlegierung einverleibt wird. Die Aluminium-Zinnlegierung kann noch einen bedeutenden Zusatz von Zink enthalten, wenn sie für Gusszwecke dienen soll, enthält jedoch kein Zink oder nur unbedeutende Mengen hievon, aber vorzugsweise etwas Kupfer oder Blei oder beides, wenn Bleche daraus gewalzt werden sollen. Die Zugfestigkeit kann durch einen geringen Zusatz von Mangan erhöht werden. 



   Für die Ausscheidung von Zinn aus Zinnoxyd wird Magnesium, vorteilhaft in der Form einer Zink-.   Magnesium-oder Kupfer-Magnesiumlegierung   verwendet, wobei Zink oder Kupfer ebenfalls in die Legierung eingeführt werden. 



   Die Menge der verwendeten Magnesiumlegierung ist nach ihrem Magnesiumgehalt zu bemessen und soll gerade genügen, um die Reduktion des Zinnoxydes zu bewirken, oder es kann ein Überschuss davon vorhanden sein, in welchem Falle die sich ergebende   Endlegierung   auch Magnesium enthält. 



   Im nachstehenden soll nun ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Herstellung der Legierung gemäss der Erfindung beschrieben werden. 



   Zuerst wird eine Legierung aus   Zink und Magnesium durch Zusammenschmelzen   dieser Metalle in einer reduzierenden Atmosphäre in irgendeinem geeigneten Schmelzofen hergestellt. 



  Die Legierung kann vorteilhaft   90%   Zink und   10%   Magnesium enthalten, wenn die schliessliche Aluminiumlegierung für Gusszwecke verwendet werden soll. Es können jedoch auch andere Verhältnisse gewählt werden. so z. B. eine bedeutend geringere Zinkmenge oder an Stelle von Zink ein beträchtlicher Teil Kupfer, wenn die   schliesslich   Aluminiumlegierung gewalzt werden soll. Neben Kupfer kann noch ein geringer   Bleigeltalt   vorhanden sein, z. B. 0.   5ohio   Pb und   2'75"/o   Cu. Die Magnesium enthaltende Vorlegierung wird granuliert oder nach dem Giessen in kleine Stücke zerschnitten. in dieser Form in einen Schmelztiegel eingebracht und mit pulverisiertem Zinnoxyd, dem vorteilhaft etwas Zinkoxyd zugemischt ist. bedeckt.

   Das Zinkoxyd erhält das Zinnoxyd in einem für die Reduktion zu Zinn besonders geeigneten porösen Zustand, ohne selbst erheblich reduziert zu werden. 



   Das Verhältnis der Magnesiumlegierung zu Zinnoxyd richtet sich nach dem beabsichtigten   Zink-oder Kupfer-und Zinngehalt der schliesslichen Aluminiumlegierung,   aber es muss wenigstens soviel von der   Magnesiumlegierung   vorhanden sein. um die Reduktion des ganzen Zinnoxyds zu bewirken. 



   Der Inhalt des   Schmelztiegels wird   in einem Schmelzofen in reduzierender Atmosphäre auf Rotglut gebracht und durch ungefähr 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Dann wird die Temperatur mindestens auf die Schmelztemperatur des Aluminiums gebracht und Aluminium hinzugefügt. Das Aluminium wird vorteilhaft in zwei ungefähr gleiche Teile geteilt, von welchen der erste Teil in die geschmolzene Masse gut eingerührt und die sich bildende 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Schlacke vollständig   abgeschöpft wird.   bevor der zweite Teil hinzugefügt wird. Das hinzugefügte Aluminium soll rein sein oder nur geringe Mengen anderer Metalle, insbesondere Mangan enthalten, welches einen günstigen   Einfluss   auf die Zugfestigkeit des Endproduktes ausübt. 



   Geeignete Verhältnisse für den oben beschriebenen Vorgang sind beispielsweise folgende : 8 Gewichtsteile Zinnoxyd, 5 Gewichtsteile Zinkoxyd. 40 Gewichtsteile Zink-Magnesiumlegierung, 60 Gewichtsteile Aluminium. 



   Das Walzen der Legierung zur Verbesserung ihrer Zugfestigkeit und Umwandlung von Ingots in die Tafelform wird vorteilhaft auf folgende besondere Weise ausgeführt :
Nach Erhitzung auf eine Temperatur von ungefähr   150-200    C in einem Muffelofen wird die Legierung bei dieser Temperatur gewalzt und dabei der Einwirkung eines Wasserstrahles oder überhitzten Dampfes ausgesetzt, dessen Einwirkung bei dieser Temperatur eine Erhöhung der   Korrosionsbeständigkeit   bedingt. Wenn die Legierung so auf ungefähr   6 MM ;   Dicke ausgewalzt ist, wird die Temperatur auf ungefähr 100  C gebracht und das Walzen fortgesetzt, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. 



   Für gewisse Zwecke erfordert die Legierung in der Form von gewalzten Blechen eine höhere Zugfestigkeit, als sie durch den oben beschriebenen Walzvorgang erreicht wird und daher wird der ursprüngliche Ingot einer Vorbehandlung durch ein Ziehverfahren unterworfen. 



  Zu diesem Zwecke wird das eine Ende oder eine Kante des Ingots zu einem Einführungs-   stücke ausgebildet und der Ingot   durch eine ovale oder enge rechteckige   Ziehöffnung   von einem Querschnitt, der kleiner ist wie jener des Ingots, durchgezogen, so dass eine   Press-und   Zugwirkung darauf ausgeübt wird. wobei für diesen Zweck irgendeine Zugvorrichtung verwendet werden kann. Dieses Verfahren kann ausgeführt werden mit Ziehöffnungen von nach und nach geringerer Höhe, aber konstanter Breite. Das Ziehen oder jedes einzelne Durchziehen wird vorteilhaft bei einer Temperatur von ungefähr   150-200    C ausgeführt und das nachfolgende Walzen wird unmittelbar darauf mit dem gezogenen Metall ausgeführt, d. h. während es sich noch im erhitzten Zustande befindet. 



   Die Einwirkung von Dampf auf die Legierung ist auch vorteilhaft, wenn sich die Legierung in noch heissem Zustande in der   Gussform   befindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Zinn enthaltenden Vorlegierung, die durch Reduktion von Zinnoxyd mit Magnesium oder einer Magnesium enthaltenden Legierung hergestellt und unmittelbar mit dem Aluminium legiert wird. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Magnesium-oder Kupfer-Magnesiumlegierung zur Reduktion des Zinnoxydes.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. dass die Magnesiumlegierung Magnesium in einer grösseren als zur Reduktion des Zinnoxydes erforderlichen Menge enthält, so dass in der Endlegierung auch Magnesium vorhanden ist.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die granulierte oder sonstwie zerkleinerte Magnesiumlegierung in einem Schmelztiegel mit vorteilhaft etwas Zinkoxyd enthaltendem Zinnoxyd bedeckt. durch ungefähr 30 Minuten in einem Ofen in reduzierender Atmosphäre auf Rotgluthitze gehalten, sodann mindestens auf die Schmelztemperatur des Aluminiums erhitzt und mit Aluminium legiert wird.
    5. Verfahren zur Vergütung der nach den Ansprüchen 1 bis 4 hergestellten Legierungen, insbesondere solcher mit Kupfergehalt, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung bei ungefähr 200 C gewalzt und dabei ihre Oberfläche der Einwirkung von Dampf ausgesetzt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf ungefähr 6 mm Dicke ausgewalzte Legierung bei ungefähr 100 C bis zur endgültigen Dicke weitergewalzt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Walzvorgange ein oder mehrere Ziehvorgänge vorangehen.
AT132691D 1931-11-30 1931-11-30 Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen. AT132691B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT132691T 1931-11-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT132691B true AT132691B (de) 1933-04-10

Family

ID=3637515

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT132691D AT132691B (de) 1931-11-30 1931-11-30 Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT132691B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19616332A1 (de) Kupferlegierungsblech für Verbindungsstücke und aus einem solchen gebildetes Verbindungsstück
DE1558622B2 (de) Legierungen auf der Basis von Kupfer
AT132691B (de) Verfahren zur Herstellung von Zinn-Aluminium-Legierungen.
DE60311803T2 (de) Kupferlegierung, die exzellente Korrosionsbeständigkeit und Entzinkungsbeständigkeit aufweist, und eine Methode zu deren Herstellung
DE1243402B (de) Verfahren zur Verbesserung der mechanischen und elektrischen Eigenschaften von Aluminiumleiterdraehten
DE2241243A1 (de) Verfahren zur erhoehung der widerstandsfaehigkeit von messing gegen entzinken
AT134254B (de) Zinklegierung, insbesondere für Spritzguß.
DE1814657A1 (de) Verfahren zum Walzen einer Legierung auf Zinkbasis
DE531304C (de)
DE1120151B (de) Hochfeste Neusilber-Legierung
DE901960C (de) Magnesiumlegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69738545T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Wärmetauscher
AT134253B (de) Zinklegierung, insbesondere für Spritzguß.
DE531693C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium hoher elektrischer Leitfaehigkeit und grosser Festigkeit
DE2112418C (de) Weichlot
DE416487C (de) Aluminiumlegierung
DE2250165A1 (de) Verfahren und mittel zur herstellung von gusswaren aus duktilem eisen
DE678369C (de) Zinklegierung
DE679270C (de) Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Bleilegierungen
AT117451B (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumlegierungen.
DE2746713C2 (de) Bleilegierung für einen elektrischen Akkumulator
DE1558622C (de) Legierungen auf der Basis von Kupfer
DE825599C (de) Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbestaendigkeit von Kupferlegierungen
AT145183B (de) Zinklegierung mit mindestens 99% Zink.
AT130613B (de) Zinklegierung.