AT132135B - Sucher für Lichtbildapparate. - Google Patents

Sucher für Lichtbildapparate.

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AT132135B
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Zeiss Carl Fa
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  Sucher fiir   Lichtbildapparate.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sucher für Liehtbildapparate, bei dem ein Fernrohr verwendet wird, dessen Objektiv ein reelles Bild des   aufzunehmenden   Gegenstandes entwirft, während ein Okular zur Betrachtung dieses Bildes dient. Mit Rücksicht auf einen besonders gedrungenen Bau des Suchers und die Möglichkeit einer verzeiehnungsfreien Abbildung verwendet man als Objektiv eine einzige Linse, deren beide brechende Flächen ein und derselben   Kugeloberftäehe   angehören, und ordnet unmittelbar hinter dem Objektiv eine Kollektivlinse an. wobei man gemäss der Erfindung wenigstens eine den Kugelmittelpunkt enthaltende ebene Fläche als Spiegel ausbildet, an welchem die abbildenden Strahlen auf ihrem Wege von   einer brechenden Fläche   zur andern abgelenkt werden.

   Je nachdem, ob 
 EMI1.1 
 deren zwei eine   Dachfläche   bilden lässt, also eine Halbkugel oder eine   Viertelkugel   verwendet, ergibt sieh ein nur in einer Richtung oder ein vollständig aufgerichtete Bild. Vollständige Bildaufrichtung bei geradsichtigem Ausblick ergibt sieh auch, wenn man eine vollständige Kugel aus vier Viertelkugeln zusammensetzt, vollständige Bildaufrichtung mit gebrochenem Ausblick, wenn man eine Halbkugel aus zwei Viertelkugeln zusammensetzt. In all diesen Fällen wird die brechende Wirkung der Kugel-   flächen   durch die Anbringung der   Spiegelflächen   dem Wesen nach   nicht geändert.   



   Unmittelbar hinter der Kollektivlinse, deren Hinterfläche der Bildebene des Objektivs ganz nahe liegt, in welcher ein in hohem Masse verzeichnungsfreies Bild des Objektes entsteht, kann man eine Ge-   sichtsfeldblende   anordnen, die den gewünschten Bildausschnitt abgrenzt. Zweckmässig macht man sie drehbar, insbesondere um   900 drehbar,   um von Hochaufnahmen zu Queraufnahmen bequem übergehen zu können und umgekehrt. 



   Man wählt vorteilhaft die gesamten optischen Verhältnisse so, dass das Fernrohr eineinhalbfach bis dreifach verkleinern wirkt. Man kann dann ein grosses Gesichtsfeld erzielen und trotzdem noch den aufzunehmenden Gegenstand in seinen Einzelheiten betrachten. 



   In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch ein der Erfindung entsprechendes optisches System mit der Darstellung des für alle Beispiele geltenden Strahlenganges, bei welchem jedoch zur Erleichterung des Verständnisses der optischen Wirkung keine den Kugelmittelpunkt enthaltende Spiegelfläche angegeben ist. Fig. 2 ist ein   Längsschnitt durch   ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer den Kugelmittelpunkt enthaltenden   Spiegelfläche.   Fig. 3 zeigt eine Einzelheit gesehen in einem Schnitt längs der Linie   A-A   in Fig. 2. Fig. 4 ist ein perspektivisches Bild einer andern Aus- 
 EMI1.2 
 Ausführungsform des in Fig. 2 verwendeten Objektivs. 



   Bei dem Beispiel nach Fig. 1 dient als Objektiv eine   Glaskugel 1.   Unmittelbar hinter dieser Kugel liegt eine Kollektivlinse 2. Eine Okularlinse ist mit 3 bezeichnet. Am Orte der Okularlinse 3 befindet sich die Austrittspupille P des Systems. Durch die Linse 2 allein würde von der Pupille P ein Bild an der mit P'bezeichneten Stelle entworfen werden und die Eintrittspupille des Systems bilden. Durch die Wirkung der Kugel   1   rückt dieses Bild an die Stelle P".

   Da die Linse 2 ungefähr in der Mitte zwischen den Punkten P und   P'angeordnet   ist und da ferner die Verhältnisse so gewählt sind, dass der Punkt P' ungefähr um die Hälfte des Halbmessers der Kugel   1   ausserhalb der   Kugel 1,   der Punkt   P" ungefähr   um ein Drittel des Halbmessers der Kugel 1 innerhalb der Kugel liegt, so ergibt sich nach bekannten optischen Gesetzen, dass der zu beobachtende Gegenstand praktisch verzeichnungsfrei abgebildet wird. 

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 EMI2.1 
 man erzielen, dass je nach Wunsch der Bildausschnitt einer   Hochaufnahme   oder einer   Queraufnahme-   entspricht.

   Da man die Grösse der Okularlinse grösser als die der Augenpupille wählen und bei der Spiegelung gewöhnlich totale Reflexion verwenden kann, erhält man die grösstmögliche Helligkeit des von dem Sucher dargebotenen Bildes. 



   Fig. 4 zeigt eine vollständige Kugel, die aus vier dicht aneinander angeordneten Viertelkugeln zusammengesetzt ist. In ein System nach Fig. 1 an Stelle der Kugel   1   so eingesetzt, dass die geradlinigen Kanten der vier Viertelkugeln in der Achse des Systems liegen, würde sich infolge der Spiegelung an den von den ebenen   Begrenzungsflächen   der Viertelkugeln gebildeten   Dachflächen   ein vollständig aufgerichtetes Bild ergeben. 



   Fig. 5 zeigt eine   Halbkugel,   die aus zwei dicht aneinander angeordneten   Viertelkugeln   zusammengesetzt ist. In ein System nach Fig. 2 an Stelle der Halbkugel   1   eingesetzt, würde sieh auch hier voll- 
 EMI2.2 
 Fig. 2 verwenden, symmetrisch zur   Zeichenfläche   liegend, die Dachkante gegen die Achse geneigt. 



   Bei dem neuen Sucher erreicht man mit sehr einfachen Mitteln ein verzeiehnungsfreies, weitwinkliges, scharf und   parallachsenfrei   abgegrenzte Bild, das dem Benutzer in jeder geeigneten Blickrichtung ohne Zuhilfenahme von besonderen Spiegeln oder Spiegelprismen unter einem Winkel dargeboten wird, der ungefähr fünfmal so gross ist als bei den sogenannten   Brillantsu ehern.   



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Sucher für   Lichtbildapparate,   bei dem ein Objektiv ein reelles Bild des aufzunehmenden Gegenstandes entwirft, das mit einem Okular betrachtet wird, wobei das Objektiv aus einer einzigen Linse, besteht, deren beide brechende Flächen ein und derselben   Kugeloberfläehe   angehören und hinter dem Objektiv eine Kollektivlinse angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine den Kugelmittelpunkt enthaltende ebene Fläche als Spiegel ausgebildet ist, an welchem die abbildende Strahlen auf ihrem Wege von einer brechenden Fläche zur andern abgelenkt werden.

Claims (1)

  1. 2. Sucher nach Anspruch 1, bei welchem das Objektiv aus einer vollständigen Kugel besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugel aus vier Viertelkugeln zusammengesetzt ist.
    3. Sucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv aus einer Halbkugel besteht, deren ebene Begrenzungsfläche ungefähr unter 450 gegen die Achse des Suchers geneigt ist.
    4. Sucher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbkugel aus zwei Viertelkugeln zusammengesetzt ist.
    5. Sucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv aus einer Viertelkugel' EMI2.3 dem Objektiv liegt.
    7. Sucher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kollektivlinse von dem Okular einen Abstand hat, der ungefähr ihrer doppelten Brennweite gleich ist, während der Krümmungshalb- messer der brechenden Flächen des Objektivs ungefähr zwei Drittel der Brennweite der Kollektivlinse- beträgt.
    8. Sucher nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Fernrohr eineinhalbfaeh bis dreifach verkleinern wirkt.
AT132135D 1929-10-03 1930-09-30 Sucher für Lichtbildapparate. AT132135B (de)

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AT132135D AT132135B (de) 1929-10-03 1930-09-30 Sucher für Lichtbildapparate.

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