AT131564B - Verfahren und Mittel zum Zementieren und Härten von Gegenständen aus Eisen, Eisenlegierungen, Stahl u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Mittel zum Zementieren und Härten von Gegenständen aus Eisen, Eisenlegierungen, Stahl u. dgl.

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AT131564B
AT131564B AT131564DA AT131564B AT 131564 B AT131564 B AT 131564B AT 131564D A AT131564D A AT 131564DA AT 131564 B AT131564 B AT 131564B
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 insbesondere solchen von 900-950  C steigt die Schnelligkeit der Kohlenstoffeinwanderung. so dass der Zementiervorgang abgekürzt wird oder   grössere Zementationstiefen innerhalb he-   stimmter Zementierdauer erzielt werden. 



   Beispiel 1 : Ein Bolzen aus   kohlenstoffamlem   Eisen wurde zwei Stunden hindurch in einem aus Natrium- und Kaliumchlorid bestehenden   Schmelzbade,   welchem 1 %   feinstgemahlene   Holzkohle einverleibt war. auf 950  C erhitzt und sodann in bekannter Weise abgeschreckt. Die Härte des Bolzens stieg hiebei von   130 Rockwell   auf 42  Rockwell. während ein in einem gleich zusammengesetzten, aber kohlefreien Salzschmelzbad während gleicher Zeitdauer 
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 einem Bade aus   Natrium-und Kaliumehlorid,   in welchem ungefähr 2% gemahlene Aktivkohle suspendiert waren, auf 950  C erhitzt.

   Nach dem Abschrecken zeigte der Bolzen eine Härte von   58  Rockwell, während   ein in einem kohlefreien Sehmelzbade in gleicher Weise behandelter Kontrollbolzen nur   20  Roekwell   zeigte. 



   Die   Einwanderung   des Kohlenstoffes kann, wie weiterhin gefunden wurde, noch durch Zusatz gewisser Substanzen zu den feinverteilte Kohle enthaltenden   Schmelzbädern   begünstigt werden. Als derartige Zusatzstoffe kommen alkalische Stoffe. insbesondere Ätzalkalien, ferner Alkalikarbonate u. dgl.. in Betracht. 
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 schwanken. In manchen Fällen genügen bereits einige Prozente, um die Kohlungsdauer wesentlich herabzusetzen. indem sie die Einwanderung des Kohlenstoffes beschleunigen oder die 
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 als vorteilhaft erwiesen. So konnte z. B. die Zementierungsdauer von Eisenteilen durch Eintauchen in ein Schmelzbad. das als zementierenden Bestandteil feinverteilte Holzkohle enthielt. durch Zusatz von   10"/n Ätznatron   auf ein Viertel bis ein Drittel der sonst erforderlichen Zeit herabgesetzt werden. 



   Bei Verwendung von zusätzlichen alkalischen Mitteln. wie Ätznatron. muss das Schmelzbad derart zusammengesetzt werden. dass störende Umsetzungen vermieden werden. 



   Beisiel 3 : In ein aus Natriumchlorid und Kaliumchlorid bestehendes   Schmelzbad. in   dem 3% feingemahlene Holzkohle suspendiert waren. wurde ein Bolzen aus kohlenstoffarmem Eisen zwei Stunden hindurch bei   950  C eingetaucht.   Die Zementationstiefe nach dieser Zeit betrug nur wenig mehr als   0#1 mm.   Ein Bolzen. der in gleicher Weise in einem Bade behandelt worden ist. dem ausserdem noch 10 % Ätznatron zugesetzt waren, wies eine Zementationstiefe von etwa 1 mm auf. 



   Da die Einbringung und gleichmässige Verteilung der pulverigen Kohle im Schmelzbade,   insbesondere beim Naehsättigen desselben, welches   vorteilhaft unter Anwendung von dem Verbrauch entsprechenden kleinen Mengen erfolgt, gewisse Schwierigkeiten bereiten. da die 
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 Vereinigung mit andern Stoffen, insbesondere solchen, deren Anwesenheit im   Sehmelzbade   ohnehin erwünscht ist. vorgenommen. Man kann z. B. derart verfahren, dass man die   Kohle''   
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   zweckmässig   in dem Verbrauch der beiden Stoffe entsprechenden Mengenverhältnissen zusammengebracht. Auf 1 kg Ätznatron kann man z. B. 250-300 g Holzkohle verwenden. Von dieser   Mischung werden   dem z. B. aus Kalium-und Natriumchlorid bestehenden Schmelzbade z.

   B. solche Mengen   zugesetzt,   dass eine Konzentration an Kohle von z. B. 1-3   0"" und an Ätznatron   von z. B. 3-10% aufrechterhalten wird. 



   In der Industrie anfallende Schmelzen oder Abfallsehmelzen. welche Kohle in Vereinigung mit für vorliegenden Verwendungszweck geeigneten Salzen oder   ändern     alkalischen   Stoffen. wie z.   B.   Ätzalkalien. oder beiden enthalten. können für vorliegendes Zementierverfahren 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Zementieren und Härten von Gegenständen aus Eisen, Eisenlegierungen.
    Stahl u. dgl. durch Behandeln derselben in kohlend wirkenden schmelzflüssigen Bädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Zementation ausschliesslich mit Hilfe von Kohle vorgenommen wird, welche in der aus an sich nicht zementierend wirkenden Stoffen, wie z. B. Alkalichloriden, bestehenden Schmelze feinverteilt ist, wobei vorteilhaft die Zementierung bei Temperaturen zwischen 900-950 C vorgenommen werden kann.
    2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass die zementierende Wirkung der Kohle durch Zusatz von die Einwanderung des Kohlenstoffes beschleunigenden Stoffen, insbesondere von Ätzalkalien oder andern alkalischen Stoffen, begünstigt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohh' in Gemeinschaft mit unschädlichen oder erwünschten Stoffen, z. B. zusammengeschmolzen mit Salzen, wie Kochsalz, oder Atzalkalien, z. B. Ätznatron, oder Stoffen beider Art. in das Schmelzbad eingeführt wird.
    4. Mittel zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, bestehend aus einem mechanischen oder zusammengeschmolzenen Gemisch von Kohle mit nicht zementierend wirkenden Salzen oder mit Ätzalkalipn od. dgl. oder Stoffen beider Art, gegebenenfalls in Gestalt von Formkörpern.
AT131564D 1928-01-16 1929-01-12 Verfahren und Mittel zum Zementieren und Härten von Gegenständen aus Eisen, Eisenlegierungen, Stahl u. dgl. AT131564B (de)

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