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Flüssigkeitsantrieb für wechselseitig schwenkbare Scheinwerfer.
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Bei der Rückwärtsbewegung des Kolbens 3 in die Ausgangsstellung fällt die Hemmung des Kolbens 10 im Zylinder 8 weg. Es ist also möglich, dass bei dieser Bewegung des Kolbens 3 sieh der Kolben 10 im Zylinder 8 aus seiner Mittelstellung verdreht, während der Kolben 9 im Zylinder 7 die Mittelstellung nicht erreicht. Dieser Nachteil kann behoben werden, wenn der Anschlag in der Drehvorrichtung so ausgebildet wird, dass beim Verdrehen der Scheinwerfer aus der Mittelstellung ein grösserer Widerstand überwunden werden muss, als beim Zurückdrehen des geschwenkten Scheinwerfers in die Mittelstellung
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsmöglichkeit. Das auf der Scheinwerferdrehwelle sitzende Zahnrad 12 wird mit einer Kerbe in der Mantelfläche versehen, die so ausgebildet ist, dass ein Anschlagbolzen.
M, der durch eine Feder 15 in die Kerbe gedrückt wird, die Drehung des Zahnrads 12 nach der einen Seite verhindert, bei einer Drehung des Zahnrads nach der andern Seite aber aus der Kerbe gedrückt werden muss. Das Zurückdrehen des Scheinwerfers in die Mittelstellung wird aber durch die Form der Kerbe unterstützt ; es werden sich also im Flüssigkeitsgetriebe, entsprechend den verschiedenen Widerständen, verschieden hohe Drucke einstellen.
Werden derartige Sperrvorrichtungen in den beiden Zylindern 7 und 8 entsprechend angeordnet, so können sich die beiden Scheinwerfer nie gleichzeitig drehen, sondern nur immer der eine oder der andere, je nach der Anordnung der Sperrvorrichtungen, weil sich der Druck im Flüssigkeitsgetriebe nach dem kleinsten Widerstand einstellt. Die Vorrichtung ermöglicht es also, ein unabhängiges Drehen der Scheinwerfer voneinander zu erzielen, ohne dass dazu für jeden Scheinwerfer eine besondere Antriebskolbenpumpe 3,4 notwendig ist.
Zwischen dem Lenkstockhebel 1 und der Kolbenstange 2 kann ein Räder-oder Hebelgetriebe eingebaut werden mit dem Zweck, die gleichmässige Bewegung der Fahrzeuglenkvorrichtung in eine ungleichmässige Bewegung des Kolbens 3 zu verwandeln. Die in der Zeiteinheit vom Kolben 3 verdrängte Ölmenge wird dadurch veränderlich, d. h. die Drehung der Scheinwerfer erfolgt mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit bei gleichmässiger Bewegung der Lenkvorrichtung. Die Bewegung der Scheinwerfer kann also zu Beginn der Drehung rascher erfolgen als der Einschlag der Vorderräder des Fahrzeuges und kann so eingestellt werden, dass sie allmählich bis zu Null abnimmt bei gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit des Rádeinschlages.
Die Fig. 3 zeigt ein derartiges Getriebe, das mit dem Zylinder 4 und Kolben 3 der Kolbenantriebspumpe vereinigt ist. Die Bewegung der Fahrzeuglenkvorrichtung wird auf einen Hebel 16 übertragen, auf dessen Welle ein Zahnrad 17 sitzt. Dieses Zahnrad greift in ein anderes Zahnrad 18 ein, auf dem ein Bolzen mit Gleitstein exzentrisch angebracht ist. Dieser Gleitstein 19 bewegt sich in einer Kulisse 20, die senkrecht auf der die beiden Kolben 3 verbindenden Stange 2 sitzt. Wird nun der Hebel 16 bewegt, so drehen sich die Zahnräder 17, 18 und verschieben die Kulisse 20 und die Kolben 3 mit einer allmählich abnehmenden Geschwindigkeit.
Durch beim Führersitz angebrachte Antriebspumpen 21 und 22 (Fig. 1), die von Hand oder Fuss bedient werden können und die unter Zwischenschaltung von Hähnen, Ventilen od. dgl. 23 und 24 an die Leitungen 5 und 6 oder die entsprechenden Seiten des Zylinders 4 angeschlossen sind, wird erreicht, dass die Scheinwerferdrehung auch unabhängig von der Lenkvorrichtung des Fahrzeuges erfolgen kann.
Die Pumpen 21, 22 können aber auch dazu benutzt werden, die Scheinwerferdrehung nach Belieben auszuschalten. Werden nämlich diese Pumpen an das Leitungsnetz angeschlossen, so wird eine Bewegung des Kolbens 3 eine Bewegung der Kolben 21, 22 hervorrufen, ohne dass eine Drehung der Scheinwerfer erfolgt, vorausgesetzt, dass die Widerstände, die sich einer Verdrehung der Scheinwerfer entgegenstellen, grösser sind als die Widerstände, die bei der Bewegung der Pumpen 21, 22 auftreten.
Ausserdem kann durch diese Pumpen das aus den Leitungen ausgetretene Öl leicht wieder ersetzt werden.
In ähnlicher Weise wie für die Drehung kann auch ein Flüssigkeitsantrieb für die Neigung der Scheinwerfer verwendet werden. Wenn die Abschlusshähne 23 und 24 geeignet ausgebildet werden, kann die Vorrichtung für das Neigen der Scheinwerfer mit denselben Pumpen 21, 22 bedient werden, wie die Vorrichtung für das Drehen der Scheinwerfer.
Das Schema Fig. 1 zeigt, wie die Leitungen für das Neigen der Scheinwerfer mit den Leitungen für das Drehen der Scheinwerfer verbunden werden kann. Von den Ventilen 23 und 24 für die Pumpen 21 und 22 gehen Leitungen 25 und 26 zu den Zylindern 27 und 28, die ähnlich gebaut sind, wie die Zylinder 7 und 8. Das beim Bedienen z. B. der Pumpe 21 ! geförderte Öl bewirkt ein Drehen der Räder 29. Das aus den Zylindern 27 und 28 verdrängte Öl geht durch die Leitung 26 zurück und schiebt den Kolben der Pumpe 22 nach aussen. Ein Druck auf den Kolben der Pumpe 22 bringt die Triebteile wieder in den Aus- gangszustand zurück.
Bei Fahrzeugen, die eine Umlaufdruckschmierung für den Motor besitzen, kann als Antriebsmittel für das Neigen der Scheinwerfer auch das von der Sehmierpumpe geförderte Öl benutzt werden, wenn nicht vorgezogen wird, für die Scheinwerferneigung eine besondere Pumpe zu verwenden, die vom Motor angetrieben wird. Der Antrieb für die Scheinwerferneigung kann dann am Führersitz angebracht werden. Für die Bedienung der Neigvorrichtung genügt dann eine Hebelumstellung. Die Scheinwerfer neigen sich bis zu einer durch Anschlag begrenzten tiefsten Stelle und richten sich nach Rücklegen des Hebels wieder auf bis in die Ausgangsstellung.
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Das Abblenden durch Neigen der Scheinwerfer wird also keinen grösseren Zeitaufwand erfordern, als das übliche Umschalten der elektrischen Beleuchtung.
Wegen der im allgemeinen geringen Fördermenge der Schmierpumpe 30 ist es notwendig, hinter der Pumpe einen Windkessel 31 einzubauen, als Kraftspeicher, der sich selbsttätig auffüllt und dessen innerer Druck durch ein Überdruckventil 32 geregelt werden kann. Soll die Neigvorrichtung vom Windkessel aus betrieben werden, sind die beiden Ventile 23 und 24 entsprechend zu stellen. Wird nun ein weiteres in die Leitungen eingebautes Ventil 85 bedient, so tritt z. B. durch die Leitung 25 Öl in die
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liche Lage zurück.
Wird die Neigvorriehtung mit der Drehvorrichtung zusammengebaut, so wird bei jeder Drehung der Scheinwerfer auch eine Neigung erzielt. Die Vereinigung der beiden Vorrichtungen wird dadurch möglich, dass der Antrieb für das Neigen durch die hohle Welle der Drehvorrichtung geführt wird.
In der Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel dieser vereinigten Antriebe dargestellt. Der Zylinder 7 der Drehvorrichtung und der Zylinder 28 der Neigvorrichtung sind untereinanderliegend in einem Gehäuseblock vereinigt. Mit der Hohlwelle oder Nabe 13 des Zahnrades 12 ist ein Kopf 36 verbunden, der die Drehungen des Zahnrades mitmacht. Der Zylinder 28 enthält einen Doppelkolben, dessen als Zahnstange ausgebildete Kolbenstange 37 das Zahnrad 29 antreibt. Die Welle 88 dieses Zahnrades 29 ist durch die Hohlnabe 18 des Zahnrades 12 hindurchgeführt und trägt oben ein Zahnrad 39, das mit zwei weiteren Zahnrädern 40 in Eingriff steht. Die Zahnräder 40 sitzen auf Schraubenspindeln 41 mit Rechts-und Linksgewinde, die in dem Kopf 36 drehbar gelagert sind.
Die Muttern 42 der Spindeln 41 sind bolzenförmig und können sich lose in einer Wippe 43 drehen, deren waagrechte Zapfen 44 in dem Kopf 36 liegen und aus diesem seitlich herausragen. Auf diesen Zapfen ist der Scheinwerfer festgemacht.
Durch Bewegen der Kolben im Zylinder 28 wird das Zahnrad 29 und auch das auf gleicher Welle sitzende Zahnrad 39 gedreht, worauf die beiden Spindeln 41 angetrieben werden. Durch die Drehung der Spindeln wird die Wippe 43 und damit der Scheinwerfer geneigt.
Wenn der Scheinwerfer gedreht wird, werden die Zahnräder 40, die im Kopf 36 gelagert sind, wie Planeten um das stillstehende Zahnrad 39 herumgeführt und in Umdrehung versetzt, so dass der Scheinwerfer gleichzeitig mit einer Drehung auch eine leichte Neigung erfährt. Erscheint diese Neigung zu stark oder überflüssig, so lässt sie sich dadurch regeln oder aufheben, dass die Drehachse der Scheinwerfer entsprechend nach vorwärts geneigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitsantrieb für wechselseitig schwenkbare Scheinwerfer, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine für beide Scheinwerfer gemeinsame, vom Lenkmechanismus (1) unter Zwischenschaltung eines gesehwindigkeitsumformenden Getriebes (17-20) bewegte Kolbenpumpe (8, 4) die Drehvorrichtung eines jeden Scheinwerfers betätigt wird, wobei eine in der Drehvorrichtung eingebaute Vorrichtung (14) beim Ausschwenken des einen Scheinwerfers den andern in der Geradeausstellung festhält, beim Einschwenken des ausgeschwenkten Scheinwerfers aber den Druck im Flüssigkeitsgetriebe so steuert, dass der geradeaus gerichtete Scheinwerfer sich nicht dreht, bevor nicht der andere wieder in die Geradeausstellung zurückgekehrt ist,
wobei gleichzeitig der schwenkende Scheinwerfer durch eine mit der Drehvorrichtung kombinierte Neigvorrichtung (. 38-44) zwangsläufig geneigt und wieder gehoben wird, aber auch ein gemeinsames Neigen und Anheben beider Scheinwerfer unabhängig von der Drehbewegung in jeder beliebigen Stellung durch gesonderte Betätigung der Neigvorrichtung (38-44) ermöglicht wird.