AT128609B - Verfahren zur Herstellung intern zu verabreichender, Kohlensäure entwickelnder therapeutischer Präparate. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung intern zu verabreichender, Kohlensäure entwickelnder therapeutischer Präparate.

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AT128609B
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    Verfahren zur IIerstellung intern   zu verabreichender,   Kohlensäure entwickelnder therapeutischer  
Präparate. 



   Es ist bekannt, dass   Kohlensäure therapeutisch verwendet wird   und gegen habituelle Obstipation sowohl per os (Seidlitzpulver oder Kapseln), als auch in Form von   Kohlensäure-     hädern. Syphonklysmen   usw. Verwendung finden kann. Kohlensäure ist das einzige Gas, das 
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 säurezufuhr oft mit grossen Schmerzen und unangenehmen Nebenerscheinungen verbunden ist, so konnte die Kohlensäure für sich allein für den obigen Zweck in die Praxis nicht Eingang finden.

   Es wurde daher auch vorgeschlagen, Kohlensäure entwickelnde Gemenge in Form von Stuhlzäpfchen in den Mastdarm einzuführen, wobei der übliche Zusatz von Fetten,   fetthältigen   oder von   fettähnlichen   Stoffen, wie Kakaobutter, Wollfett, Wachsarten usw. die Entwicklung der Kohlensäure regeln und Schmerzen verhindern soll. Diese normalerweise bei der Herstellung der   Stuhlzäpfchen   verwendeten Bindesubstanzen haben aber nicht zuverlässige Wirkung gezeigt. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Präparates, das die schmerzlose Anwendung von Kohlensäure gegen habituelle Obstipation in befriedigender Weise ermöglicht. Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass den Kohlensäure in statu nascendi entwickelnden Substanzen, wie z. B. Natriumbikarbonat und   Weinsäure, Lezithin   oder   lezithinhältige   Stoffe beigemengt werden.

   Durch die Beimengung des Lezithins, das zwar auch zu den fettähnlichen Stoffen gehört, wird die schmerzhafte Reizwirkung der   Kohlensäure   auf die Darmschleimhäute und Darmmuskulatur durch Schaffung eines günstigen Haftdruckes im physiologischen Sinne gänzlich ausgeschaltet und durch die Eigenschaft des Lezithins, im Wasser schleimig aufzuquellen. ohne sich zu lösen, auch eine ganz   allmähliche     Kohlensäure-   entwicklung erreicht, die auf den atonischen Mastdarm und auch auf die Peristaltik so günstig einwirkt. dass es mit Hilfe derart hergestellter Präparate leicht gelingt, die habituelle Mastdarmobstipation zu beheben.

   Offenbar spielt hiebei auch die physiologische Wirkung des Lezithins auf die Nerven eine nicht unbedeutend Rolle uud der Umstand, dass das Lezithin auch die Resorptionsverhältnisse im Darmkanal,   z.   B. zum Unterschied von ändern Lipoiden. wie z. B. dem in Wasser unlöslichen Cholesterin, günstig beeinflusst. 



   Durch die   Einführung von Stuhlzäpfchen,   hergestellt aus Kohlensäure entwickelnden Substanzen, einem   Fettgemenge   und Lezithin, in den Mastdarm, erfolgt bei Personen, die an einer habituellen Mastdarmobstipation leiden. nach kurzer Zeit eine schmerzlose Stuhlentleerung. 



   Da die Kohlensäure bekanntlich nicht nur einen typischen Effekt auf den Dickdarm auslöst, 
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 säure entwickelnden Substanzen und Lezithin, um bei Einverleibung in Form von Pillen oder Kapseln eine zuverlässig schmerzlose und brauchbare interne Kohlensäuretherapie zu gewährleisten, mit einer der an sich bekannten Hüllen, wie gehärtete Gelatine usw. umgeben. die die Lösung des Inhaltes nicht schon im Magen, sondern erst im Darm ermöglicht. 



   Zwecks Vermeidung stossweiser   Kohlensäureentwicklung   werden die Komponenten kohlensaures Salz und Säure einerseits und Lezithin anderseits aufs feinste vermischt, so dass eine homogene Applikationsform entsteht. Auch kann vorteilhaft, um die   Kohlensäureentwicklung   zu   verzögern.   die das kohlensaure Salz zersetzende Säure abgesondert in den Kern der Applikationform gebettet werden. 

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   Ausführungsbeispiele :   
Im Kerne der Zäpfchen oder Globuli befindet sich die Säure. Um diese herum befindet sich die   Kohlensäure entwickelnde   Substanz mit Lezithin und dem Fettgemenge. Bei Anwendung löst sich zunächst dieses Gemenge, schmier die Darmwände aus und dann erst erfolgt die Kohlensäureentwicklung durch die im Kern gelagerte Säure. 



   Bei per os zu nehmenden Präparaten, z. B. Pillen oder Kapseln, stellt den Kern der Pille oder Kapsel die Säure dar ; diese wird mit gehärteter Gelatine umhüllt, die von einem Gemenge von Kohlensäure entwickelnder Substanz und Lezithin umgeben ist und das Ganze neuerdings von einer Hülle, wie gehärteter Gelatine usw. eingebettet ist. Diese Pille oder Kapsel passiert ungelöst den Magen, kommt erst im Darm zur Auflösung und es erfolgt hier stufenweise die Resorption. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung intern zu verabreichender, Kohlensäure entwickelnder therapeutischer Präparate, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kohlensäure in statu naseendi   entwickelnden   Substanzen mit Lezithin bzw. lezithinhältigen Stoffen vermengt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch von Kohlensäure entwickelnden Substanzen und Lezithin bzw. lezithinhältigen Stoffen mit einer im Magen unlöslichen und erst im Darm löslichen Hülle versehen wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kohlensäure entwickelnden Komponenten untereinander und mit dem Lezithin feinst vermischt werden, so dass in der Applikationsform eine homogene Mischung vorliegt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das kohlensaure Salz zersetzende Säure abgesondert in den Kern der Applikationsform gebettet wird.
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