<Desc/Clms Page number 1>
Anordnung zur Erhöhung der Lebensdauer der Tragseile bei Drahtseilbahnen od. dgl.
Bei den Tragseilen von Drahtseilbahnen, Kabelkranen od. dgl. treten Drahtbrüche vorzugsweise auf dem durch die Tragrollen der Laufkatze befahrenen Tei] der Mantelfläche des Tragseiles auf. Die Tragseile sind infolgedessen schon unbrauchbar, wenn sie auf dieser einen Seite abgenutzt sind. Das Material ist also schlecht ausgenutzt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung, die es ermöglicht, eine allseitige gleichmässige Abnutzung der Seiloberfläche herbeizuführen. Zu diesem Zweck werden die Tragseile an ihren Enden drehbar gelagert, so dass sie jeweils nach einer gewissen Betriebszeit oder nach einer gewissen Anzahl von Fahrten um ihre Achsen gedreht werden können und somit immer ein anderer Teil der Mantelfläche des Seiles der rollenden Reibung der Tragrollen ausgesetzt ist.
Die Abnutzung verteilt sich dadurch gleichmässig auf die Oberfläche des Seiles und die Zeit, die bis zur Zerstörung der Decklage verstreicht, beträgt jetzt ein Mehrfaches der früheren Lebensdauer. Die Anlage gewinnt hiedurch ganz wesentlich an Betriebssicherheit und infolge der viel längeren Lebensdauer der Seile werden die jährlichen Betriebskosten der Anlage verringert.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise zwei Ausführungsformen der Drehvorriehtungen nach der Erfindung, von denen die eine in Fig. 1 im Schnitt, in Fig. 2 in Vorderansicht dargestellt ist. Das Ende des Tragseiles ist mit einem Kopf üblicher Bauart versehen, der mittels des Gelenkbolzens a an die Spindel b angeschlossen ist. Eine, zu dieser Spindel b koachsiale Spindel c ist mittels des Gelenkbolzens d an der festen Aufhängung oder Spannvorrichtung des Tragseiles befestigt. Die beiden Spindeln bund c sind in'einem zweiteiligen Gehäuse, dessen Hälften mittels Bolzen g zusammengehalten werden, in kräftigen Kugellagern k drehbar gelagert. Auf den im Innern des Gehäuses einander gegenüberliegenden Enden der Spindeln bund c sind zwei Planetenräder m1 und m2 von verschiedener Zähnezahl befestigt.
Diese Planetenräder stehen mit zwei Zahnritzeln und e2 von ebenfalls verschiedener Zähnezahl in Eingriff, die auf einer gemeinsamen im Gehäuse der Drehvorrichtung gelagerten Welle p sitzen. Die Übersetzungsverhältnisse der beiden Planetenräder zu ihren zugehörigen Zahnritzeln sind somit verschieden. Das Stirnrad m1 ist mit der Tragseilbefestigung derart verbunden, dass es sich nicht um seine Achse drehen kann.
Das Gehäuse der Drehvorrichtung lässt sich mittels des Hebels f, der der Übersicht- lichkeit wegen nur in Fig. 2 dargestellt ist, um die feste Spindel c drehen und diese Drehung bewirkt infolge der verschiedenen Übersetzungsverhältnisse der Planetenräder zu den zugehörigen Zahnritzeln eine Drehung des Stirnrades m2 um seine Achse und damit die gewünschte Drehung des Tragseiles.
Eine andere Ausführungsart einer Drehvorrichtung ist in Fig. 3 und 4 dargestellt, u. zw. in Fig. 3 im Längsschnitt und in Fig. 4 im Querschnitt in Richtung A-A'der Fig. 3. Der Seilkopf des Tragseiles ist wiederum mittels des Gelenkbolzens a an einer Spindel b befestigt, die in einem zweiteiligen Gehäuse in einem kräftigen Kugellager k drehbar gelagert ist. In diesem Gehäuse ist eine zur Spindel b koachsiale Spindel c befestigt, die mittels des Gelenkkopfes d an die feste Aufhängung oder Spannvorrichtung des Tragseiles angeschlossen ist. Auf der Spindel b sitzt innerhalb des Gehäuses das Schneckenrad m, das mit der im Gehäuse drehbar gelagerten Schnecke e in Eingriff steht. Die Schnecke e kann mittels des auf ihrer Welle befestigten Hebels h oder auch mittels eines Handrades gedreht werden.
Durch diese Drehung der Schnecke e wird auch das Sehneckenrad m gedreht und damit die gewünschte Drehung des Tragseiles um seine Achse erreicht.
<Desc/Clms Page number 2>
Erforderlichenfalls muss ausser der Drehung des Tragseiles an den beiden Enden, die naturgemäss auch gleichzeitig erfolgen kann, auch eine Verdrehung des Tragseiles an den Auflagestelle auf den Stützen durch ähnliche Anordnungen stattfinden. Durch Synchronisierungsvorrichtungen kann dafür gesorgt werden, dass das Seil an beiden Enden gleichzeitig und um den gleichen Winkel gedreht wird. Die Anlage kann insbesondere bei kürzeren Tragseillängen auch so beschaffen sein, dass nur an einem Ende des Tragseiles eine Drehvorrichtung angebracht ist, während das andere Ende leicht drehbar gelagert ist. Beim Drehen des Seiles an dem einen Ende wird das andere Ende mitgedreht. Die Grösse der Drehung dieses Seilendes kann durch eine Anzeigevorrichtung, beispielsweise durch einen am Ende des Seiles befestigten Zeiger, sichtbar gemacht werden.
Um ein selbsttätiges Drehen der Tragseile während der Betriebszeit zu verhindern, können die Drehvorrichtungen, soweit sie nicht selbstsperrend sind, eine Arretierungsvorrichtung besitzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Erhöhung der Lebensdauer der Tragseile von Drahtseilbahnen, Kabelkranen
EMI2.1