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Vorrichtung zum Festhalten des Telephons während der Benutzung.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Festhalten des Telephons während der Benutzung mit über den Kopf des Benutzers zu legenden Bügeln, an deren Enden sich die Festhaltevorrichtungen für das Telephon befinden. Solche Festhaltevorrichtungen bezwecken bekanntlich, dem Benutzer das bei längeren und häufigeren Gesprächen unangenehme Halten des Telephons entbehrlich zu machen und ihm insbesondere auch den freien Gebrauch seiner Hände, z. B. zum Niederschreiben von auf das Gespräch sich beziehenden Vermerken, zu ermöglichen.
Von den bekannten Vorrichtungen der angegebenen Art unterscheidet sich die den Erfindungsgegenstand bildende dadurch, dass die Festhaltevorrichtung aus einer durch einen Deckelteil nach aussen hin schliessbaren, zur Anlage an das Ohr des Benutzers bestimmten und gegen dieses hin offenen Dose besteht, deren Innenmasse ungefähr den Abmessungen der Telephonhörmusehel entsprechen und deren Mantel einen nach dem Munde des Benutzers gerichteten, in seiner Stärke der Dicke des Telephonhandgriffs angepassten Randausschnitt aufweist, derart, dass nach Öffnen des Deckelteiles die Hörmuschel in die Dose und der Handgriff in den Randausschnitt frei eingelegt werden kann, wodurch nach Schliessen der Dose das Telephon in der für das Sprechen und Hören erforderlichen Lage gehalten ist,
während nach der Benutzung und nach Öffnen der Dose das Telephon ohne weiteres herauszuheben und an seinen gewöhnlichen Standort zu bringen ist. Demnach sind keinerlei Verschraubungen oder sonstige Befestigungen zu lösen, um das Telephon in die Haltevorrichtung einzusetzen und für den Nichtgebrauch aus dieser wieder herauszunehmen, so dass das Einlegen des Telephons in die Haltevorrichtung und das Wiederherausnehmen nur Bruchteile von Minuten in Anspruch nimmt und auch äusserst einfach ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Schaubild der Vorrichtung und Fig. 2 dieselbe in erheblich verkleinertem Massstabe während des Gebrauchs.
Die Vorrichtung besitzt einen über den Kopf des Benutzers zu legenden Bügel 1, 1', 1"und ausserdem einen zweiten an ihm angelenkten Bügel 2, der dazu bestimmt ist, den Nacken des Benutzers zu umgreifen. Der Bügel 1, 1\ 1" besteht aus einem mittleren Führungsteil 1, in welchem die beiden seitlichen, dünnen, federnden Stahlbänder 1', 1" längsverschiebbar sind. Durch Langschlitz 3 des mittleren Bügelteiles 1 nach oben austretende und an den Stahlbändern 2', 1"befestigte Knöpfe 4 gestatten, die Stahlbänder in den Pfeilrichtungen der Fig. 1 zu bewegen, wodurch eine Längenänderung des Bügels 1, 1', 1"bewirkt werden kann. Der Bügel 2 wird durch eine umsponnene Schraubenfeder gebildet.
Am Ende der Stahlbänder 1'und 1"ist je eine Haltevorrichtung für die Hörmuschel 5 des aus dieser, dem Handgriff 6 und dem Sprechrohr 7 bestehenden Telephons befestigt. Die Haltevorrichtung besitzt im wesentlichen die Form eines dosenartigen Hohlzylinders, der an seiner inneren Seite einen mit einer mittleren Öffnung 8 versehenen Boden 9 und in seinem Mantel 10 einen Randaussehnitt 11 aufweist. Die Innenabmessungen des Hohlzylinders sind derart, dass in ihm die Hörmuschel 5 des Telephons Platz findet, und anderseits entspricht der Randausschnitt des Zylindermantels in seinen Abmessungen der Stärke des Telephonhandgriffes 6, so dass, wie das Schaubild der Fig. 1 zeigt, die Hörmuschel, wobei der Handgriff 6 des Telephons in der Mantelaussparung 11 Aufnahme findet, im Inneren des Hohlzylinders frei untergebracht werden kann.
Die Böden 9 der beiden Zylinder sind nach den Ohren des Benutzers hin gerichtet, so dass die Hörmuschel 5 des Telephons im Gebrauche der Vorrichtung (Fig. 2) sich vor dem Ohr befindet und durch die federnden Bügel 1, 1', 1" und 2 an dieses angedrückt
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wird. Dann befindet sich auch das Sprechrohr 7 des Telephons vor dem Munde des Benutzers. Um das Telephon in dieser Lage festzuhalten, ist jeder Hohlzylinder durch einen Deckelteil verschliessbar.
Dieser wird im vorliegenden Falle durch einen auf der Innenseite eine Feder 12 tragenden Schliessbügel 13 gebildet, der in die bei der linken Haltevorrichtung auf der Zeichnung dargestellte Lage hochgeklappt und nach Einlage der Telephonmusehel in den Hohlzylinder in die bei der rechten Haltevorrichtung der Zeichnung dargestellte Schliesslage niedergeklappt werden kann. Die Feder 12 wird hiebei gespannt und sichert dadurch die richtige Lage der in den Hohlzylinder eingelegten Telephonmuschel. Zum Festhalten des Deckelteiles in der Schliesslage können beliebige Mittel vorgesehen sein, z. B. ein mittels eines Druckknopfes zu betätigendes, unter Federwirkung stehendes Schnappschloss od. dgl.
Je nach den persönlichen Wünschen des Benutzers kann das Telephon in die rechte oder linke Haltevorrichtung eingesetzt werden.
Damit die Vorrichtung nicht zu schwer wird und während des Gebrauches ihr Gewicht den Benutzer nicht belästigt, werden zweckmässig die dosenartigen Hohlzylinder sowie, soweit möglich, auch die sonstigen Teile einschliesslich der Federn 12 aus Leder hergestellt. Eine nicht gezeichnete innere Ausfütterung der Hohlzylinder sorgt dafür, dass die in diese einzulegende Telephonhörmuschel nicht beschädigt wird.