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Übertragung zwischen zwei Wellen mit regelbarem Übersetzungsverhältnis.
Es ist bekannt, die Bewegung bei einer Übertragung zwischen zwei Wellen mittels Rotationszwischenkörper zu bewirken, die mit Rotationsflächen in Berührung stehen, von denen gewöhnlich mindestens eine mit der Primärwelle und eine mit der Sekundärwelle verbunden und eine fest angeordnet ist. Die Bewegung der Primärfläche verursacht ein Rollen der Zwischenkörper um Drehungsachsen, die durch ihre Berührungspunkte mit der feststehenden Fläche verlaufen. Infolgedessen werden auf die Sekundärfläche in deren Berührungspunkten mit dieser Fläche Kräfte ausgeübt. Die Abstände zwischen den Primär-und Sekundärberührungspunkten einerseits und die genannten Drehungsachsen anderseits und das Verhältnis zwischen den Laufkreisdurchmessern bedingen das Übersetzungsverhältnis.
Diese Grössen und folglich das Übersetzungsverhältnis können dadurch geändert werden, dass man die Lage der Flächen gegeneinander ändert.
Die Erfindung besteht darin, dass wenigstens zwei der Flächen, mit denen jeder Rotationszwischenkörper zusammenarbeitet, in der Richtung konvergieren, in der der Körper durch die Drehung der Primärwelle bewegt wird. Hiedurch wird der wesentliche Vorteil erzielt, dass sich die Zwischenkörper selbst sozusagen zwischen den Flächen verklemmen, so dass keine besonderen Einrichtungen zur Sicherstellung eines genügenden Druckes auf die Primär-, Sekundär-und eine dritte, gegebenenfalls feststehende Fläche erforderlich sind. Der Rotationszwischenkörper kann beliebig ausgestaltet sein und hat zweckmässig die Gestalt einer Kugel.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung ist jeder Zwischenkörper mit zwei Rotationsflächen und mit einer Fläche in Berührung, die mit wenigstens einer dieser Flächen gemäss seiner relativen Bewegungsrichtung konvergiert und in dem Folgenden kurz mit Klemmfläche bezeichnet ist. Diese Klemmfläche kann flach oder krumm ausgeführt. aber keine mit den ändern Rotationsflächen konzentrisch verlaufende Rotationsfläche sein.
Bei dieser Ausführungsform wird jeder Zwischenkörper eine Rollbewegung längs den Rotationsflächen ausführen und sich dabei um eine Achse drehen, die in bezug auf die Klemmfläche stillsteht. Die Übertragung gemäss der Erfindung kann derart angeordnet sein, dass durch gegenseitige Verstellung der Flächen, mit welchen die Zwischenkörper zusammenarbeiten, das Verhältnis der Tangential-und Normalkräfte in den Berührungspunkten geändert werden kann.
Sie kann dann also eingestellt werden, dass dieses Verhältnis immer etwas kleiner als der Reibungskoeffizient ist, so dass einerseits ein unnötig hoher Anpressdruck, anderseits auch die Gefahr des Schlüpfens vermieden wird. Die Verstellung kann in der Weise stattfinden, dass die Flächen in Achsrichtung gegeneinander bewegt werden, und auch dadurch, dass man die Flächen eine Winkelverdrehung in bezug aufeinander ausführen lässt.
Ein wesentlicher Vorteil der Übertragung gemäss der Erfindung besteht darin, dass der von den Zwischenkörpern auf die Flächen ausgeübte Normaldruck von der Belastung der Sekundärwelle abhängig ist, im Gegensatz zu den oben genannten bekannten Bauarten, bei denen der Normaldruck von einem äusseren Druck abhängig ist, der auf die mit den Zwischenkörpern zusammenarbeitenden Körper, sei es durch eine Feder, sei es hydraulisch oder auf
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andere Weise ausgeübt wird. In diesen letztgenannten Einrichtungen sind die von den Zwischenkörpern auf die Flächen ausgeübten Normaldrücke unabhängig von der Belastung der Sekundärwelle, so dass diese Drücke zur Vermeidung eines Schlupfes so hoch gewählt werden müssen, dass sie für die grösste Belastung, für welche die Übertragung bemessen ist, ausreichen.
Wenn dieselbe Übertragung für eine geringere Belastung benutzt wird, so bleibt der Normaldruck gleich, der somit viel zu gross ist und einen schlechten Nutzeffekt und Abnützung zur Folge hat. Ganz anders liegt es bei der Übertragung gemäss der Erfindung, da hier die Normaldrücke mit der Belastung der Sekundärwelle zu-bzw. abnehmen.
Infolge dieser Eigenschaft ist es möglich, bei einer Änderung der Belastung eine selbsttätige Einstellung des Übersetzungsverhältnisses zu erzielen. Zu diesem Zweck wird wenigstens eine Fläche in bezug auf die andere beweglich angeordnet, u. zw. derart, dass die Einstellung dieser Fläche einerseits von einer äusseren Kraft, anderseits von den von dem Zwischenkörper auf die Fläche ausgeübten Kräften abhängig ist. Unter "äusserer Kraft" ist eine Kraft zu verstehen, die von den von Flächen und Zwischenkörpern aufeinander ausgeübten Kräften unabhängig ist. Diese äussere Kraft kann z. B. durch eine Feder oder auf hydraulischem Wege oder sonstwie hervorgerufen werden.
Man kann die Flächen derart ausführen, dass das Verhältnis zwischen den Normaldrücken auf die Rotationsflächen dem Verhältnis der Tangentialkräfte immer annähernd entspricht, was dem Nutzeffekt natürlich sehr zugute kommt.
Damit die Übertragung auf einem weiten Anwendungsgebiet Verwendung finden kann, kann gemäss der Erfindung eine Kupplungseinrichtung vorgesehen werden, die ermöglicht. wenigstens eine der Flächen, mit denen ein Zwischenkörper zusammenarbeitet, sei es mit der Primär-, bzw. mit der Sekundärwelle, sei es mit einem unbeweglich oder unabhängig in bezug auf diese Achse beweglich angeordneten Körper, beliebig zu kuppeln. Das Kuppeln mit den Wellen kann entweder unmittelbar oder durch Zwischenschaltung einer Zahnradübertragung erfolgen. Letztere macht die Übertragung zu einer Differentialübertragung und führt die Möglichkeit einer unendlichen Verschiedenheit von Übersetzungsverhältnissen herbei.
Beim Kuppeln mit einem unabhängig beweglichen Körper soll unter "unabhängig beweglich" eine nicht von der Achse abgeleitete Beweglichkeit der Fläche verstanden werden. Die Bewegung der Fläche braucht nicht gleichmässig zu sein, sondern kann auch ungleichmässig, z. B. intermittierend beschleunigt usw., sein.
Gemäss einer Ausführungsform ist die Kupplung einer der Flächen, mit der ein Zwischenkörper mit der Primär-bzw. Sekundärwelle oder mit einem nicht drehbaren Teil zusammenarbeitet, eine Reibungskupplung, bei der das erwünschte Andrücken der von den Zwischen- körpern auf diese Fläche ausgeübten Kraftwirkung entnommen wird.
Um die Übertragung für kleine Verstellungen der Flächen ausserordentlich empfindlich zu machen, was für eine selbsttätige Einstellung von grossem Nutzen sein kann, hat man einer Rotationsfläche als Erzeugende eine Kurve gegeben, deren Krümmung nur sehr wenig von der der damit zusammenarbeitenden Fläche des Zwischenkörpers abweicht.
Um dem Zurückschnellen der Zwischenkörper aus der Klemmlage zwischen den Flächen vorzubeugen, wodurch sie sich der Bewegungsübertragung entziehen würden und nur der Nutzeffekt beeinträchtigt würde und eine Drehung sogar unmöglich gemacht werden könnte, kann man die Zwischenkörper in einem Käfig anordnen, der ihnen gegebenenfalls in ihrer Bewegung um die Achse der Übertragung folgt und vermeidet, dass einer der Körper hinter dem andern zurückbleibt.
Gemäss einer Ausführungsform ist wenigstens eine der Flächen selbsteinstellend. Bei Verwendung mehrerer Zwischenkörper hat sich diese Selbsteinstellung als vorteilhaft herausgestellt, da dadurch die auf die verschiedenen Körper ausgeübten Kräfte eine grössere Gleichheit miteinander zeigen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Übertragung gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung im Schnitt bzw, in Vorderansicht. Die Übertragung besteht aus einer Primärwelle 10, die in einem Lager 20 gelagert ist und an der eine Seilscheibe 11 und ein Körper 12 befestigt sind. Um das rechte Ende der Welle 10 ist ein pyramidenförmiger mit der Sekundärwelle 13 gekuppelter Körper 14 mittels einer Bohrung drehbar. Weiter ist ein Ring 15 vorgesehen, der eine sphärische Innenoberfläche 16 aufweist und an Stangen 17 befestigt ist. Diese Stangen sind auf einem Körper 18 angeordnet, der mittels einer Differentialschraubenanordnung 19 in bezug auf das Lager 20 verschoben werden kann.
Zu diesem Zweck ist auf dem Körper eine vorspringende Büchse 21 angebracht, die mit einer Büchse 22 im Eingriff steht, die ihrerseits mittels
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zwischen der Primarwelle jss und der Sekundärwelle 13 dienen. Der Körper 14'kann mittels eines Kugellagers 8 einen Axialdruck aufnehmen, während eine mit Schraubengewinde versehene Büchse 7 eine axiale Einstellung dieses Körpers 14 ermöglicht. Der Körper 12 kann mittels eines Kugellagers 6 einen axialen Druck aufnehmen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind sechs zur Bewegungsübertragung dienende Kugeln 25 vorgesehen. Zur Erläuterung des Prinzips der Bewegungsübertragung ist in den Fig. 4,5 und 6 eine Kugel mit den angrenzenden Flächen in Vorderansicht dargestellt. Die mit der Kugel zusammenarbeitende Fläche des Körpers 12 ist mit 27 und die der Körper 15 und 14 mit 16 bzw. 26 bezeichnet.
In Fig. 5 befindet sich die Übertragung in ihrer Ruhelage, in der die Kugel, falls die Fläche 26 waagrecht gedacht wird, eine symmetrische Stellung in bezug auf diese Flache einnehmen wird. Wenn sich die Primärwelle und folglich auch der Körper 12 in der in Fig. 4 angegebenen Pfeilrichtung bewegt, wird die Kugel von der Fläche 27 nach rechts getrieben werden und dann zwischen den Flächen 27, 16 und 26 festlaufen, da diese in der Richtung, in der die Kugel zufolge der Bewegung des Körpers 12 und folglich der Primärachse getrieben wird, konvergieren. Diese Konvergenz geht aus den Berührungslinien in den Berührungspunkten A und B der Kugel mit den Flächen 16 und 26 (siehe Fig. 4) hervor.
In Fig. 7 und 8 sind die Kugeln in Seitenansicht in verschiedenen Stellungen in bezug
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in dem Berührungspunkt der Kugel 25 und der Fläche 27 wird in dem Punkt C in Fig. 7 eine Tangentialkraft senkrecht zur Zwischenebene ausgeübt werden, wodurch die Kugel zu rollen anfängt. Dies kann nicht über die Fläche 26 stattfinden, da ja die Kugel bei dieser Bewegung sofort festlaufen würde. Die Folge ist somit, dass in dem Berührungspunkt der Fläche mit der Fläche 26 entweder eine Gleitbewegung oder keine Bewegung stattfinden wird. Infolge des von der Kugel auf die Fläche ausgeübten Druckes wird das Gleiten eine grosse Energiemenge erfordern, so dass angenommen werden darf, dass die Bewegungen in dem Punkt B äusserst gering sind und der Pol der Rotationsachse der Kugel nahe diesem Punkt, wenn nicht in diesem Punkt liegt.
Zur Erleichterung der Erläuterung des Übertragungsprinzips wird letzteres angenommen werden.
In Fig. 7 und 8 ist die Rotationsachse mit D und der Abstand zwischen dem Punkt C und dieser Achse mit a bzw. a'bezeichnet. Durch die Tangentialkraft in C wird ein Moment Texa auf die Kugel ausgeübt werden, das ein Rollen um die Achse D verursacht. Da ein Rollen über die Fläche 26 nicht möglich ist, wird ein Rollen über die feststehende Fläche 16 stattfinden, wodurch sich die Kugel testklemmt und auf die Pyramide eine Kraft ausübt, die eine Drehung derselben zur Folge hat. Der Berührungspunkt der Kugel mit der Fläche 16 ist mit A und die Tangentialkraft in diesem Punkte mit Ta'bezeichnet. In beiden Fig. 7 und 8 ist der Abstand zwischen dem Punkt A und der Rotationsachse D mit b bzw. b'bezeichnet.
Es ist ersichtlich, dass das Moment Tc x a mit Vernachlässigung von Reibungsverlusten dem Moment Ta. r & entsprechen muss und weiter, dass die Abstände a und b das Übersetzungsverhältnis der Übertragung bedingen. Bei Vergleich der Fig. 7 und 8 wird ersichtlich, wie durch Verschiebung des Körpers 15 in bezug auf die Körper 12 und 14 eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses erzielt wird.
Durch das Festlaufen der Kugeln 25 zwischen den Flächen 16, 27 und 26 werden auf diese Fläche Normalkräfte ausgeübt, wie aus Fig. 9 ersichtlich. Da die Kugel im Gleichgewicht steht, wird zwischen den Kräften Na, Nb und Ne ein bestimmtes Verhältnis bestehen. Es sei bemerkt, dass diese Kräfte nicht in einer Ebene liegen, wie aus Fig. 9 geschlossen werden könnte, sondern, dass ihr Zusammenhang in der Tat aus einem Parallelepipet von Kräften folgen muss.
Die Kraft Nb ist auch in Fig. 4 angegeben. Neben dieser Kraft Nb wird auch noch eine Tangentialkraft in B auftreten, die zusammen mit Ab ein Moment um den Mittelpunkt M der Übertragung ausüben wird, das den pyramidenförmigen Körper 14 in Drehung versetzt.
Es ist ersichtlich, dass dieses Moment grösser als die Belastung der Sekundärwelle sein muss. damit eine Drehung dieser Welle möglich ist. Weiter ist es aber ersichtlich, dass die in B auftretenden Kräfte gerade infolge des Festlaufens der Kugel von dem Moment abhängig sind, das zur Überwindung der Sekundärbelastung ausgeübt werden muss, denn eine Zunahme dieser Kräfte würde bei der gleichen Belastung der Sekundärwelle ein schnelleres Weichen der Pyramide und folglich eine Verminderung der in. B auftretenden Kräfte und umgekehrt zur Folge haben. Aus dem Obigen dürfte hervorgehen, dass der Normaldruck in B und folglieh auch die von den Kugeln auf die Flächen ausgeübten Normaldrücke in A und C von der Belastung der Sekundärwelle abhängig sind.
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Bei Vergleichung der Fig. 4 mit Fig. 6 ist ersichtlich, wie man durch Verschiebung der Pyramide 14 das Verhältnis zwischen Normal-und Tangentialkräften ändern kann. Wenn in Fig. 1 die Pyramide ein wenig nach rechts verschoben wird, werden die Kugeln in Fig. 2 in bezug auf die Pyramidenfläche eine von der symmetrischen Stellung verschiedene Stellung einnehmen (vgl. Fig. 4 mit Fig. 6), so dass die Berührungslinien in A und B in Fig. 6 einen stumpferen Winkel als in Fig. 4 einschliessen. In Fig. 10 und 11 sind die Fälle aus Fig. 6 und 4 veranschaulicht, während angenommen ist, dass die die Kugel in beiden Fällen nach rechts treibende Kraft einen Wert K hat. In der Zeichnung ist ersichtlich, dass in Fig. 6 und 10 die Normalkräfte viel kleiner als in Fig. 4 und 11 sein werden.
Dies erklärt, wie man bei gleichbleibenden Tangentialkräften durch Verschiebung der Pyramide das Verhältnis zwischen Normal-und Tangentialkräften ändern kann. Durch eine zweckmässige Bemessung und eine genaue Anordnung kann erzielt werden, dass die Normaldruck in A und C immer z. B. zehnmal so gross als die dort arbeitenden Tangentialkräfte sind, so dass dort kein Gleiten, sondern ausschliesslich Rollen stattfindet. Durch eine zweckmässige Bauart lässt sich ausserdem erzielen, dass das Verhältnis zwischen den Normaldrücken auf die Rotationsflächen 27 und 16 immer ungefähr dem Verhältnis der Tangentialkräfte entspricht.
Aus Fig. 4 geht die Art und Weise hervor, in der die Kugel 25 zwischen die Flächen 26 und 16 getrieben wird. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass die Kugel zuweilen plötzlich zurückschnellt und sich infolge der Bewegung der Fläche 26 in bezug auf die Fläche 16 in entgegengesetzter Richtung zwischen den beiden Flächen festklemmt (siehe die mit strichlierten Linien veranschaulichte Stellung), was ein plötzliches Festlaufen der Übertragung zur Folge hat. Um dies zu vermeiden, ist gemäss Fig. 19 und 20 ein Käfig B6 vorgesehen, der die Kugeln umschliesst und ein Zurückschnellen irgendeiner dieser Kugeln verhindert. Damit die Kugeln immer mit der Fläche 27 in Berührung sind, ist eine schwache Feder 37 vorgesehen.
Ein genaues Anliegen und ein gemäss dem gleichen Übersetzungsverhältnis genaues Arbeiten der Kugeln ist nur dann möglich, wenn die Flächen 16 und 26 genau gleichachsig zur Achse der Pyramide 14 verlaufen, sämtliche Kugeln genau gleiche Grösse besitzen und die Flächen 26 der Pyramide genau symmetrisch in bezug auf die Pyramidenachse liegen. Wenn dies nicht der Fall ist, so wird die eine Kugel gemäss einem andern Übersetzungsverhältnis wie die andere arbeiten, so dass Schlüpfung eintritt. Zur Vorbeugung dieser Gefahr hat man den Körper 15, dessen Bauart in Fig. 1 dargestellt ist, selbsteinstellend ausgeführt. Die Stangen 17 sind über ihre ganze Länge frei beweglich in bezug auf das Lager 20 angeordnet.
Um eine freie Einstellung des Ringes 15 zu ermöglichen, aber eine Rotation zu verhindern, ist ein Anschlag 30 angebracht, der mit einer Verlängerung einer Stange 17 zusammenarbeitet. Durchaus notwendig ist die Einstellung nicht, wie aus Fig. 3 hervorgehen dürfte, in der die gleiche Bauart wie in Fig. 1 angegeben ist, ohne dass der Ring 15 dabei selbsteinstellend ist.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass die Flächen 16, 26 und 27 einen von dem in Fig 5 angegebenen verschiedenen Verlauf haben können. So ist in Fig. 12 die Fläche 27'als Rotationsfläche mit krummem Meridian ausgebildet. In Fig. 14 ist die Fläche 27"als Kegelfläche ausgeführt. In Fig. 13 ist die Fläche 16'eine Zylinderoberfläche, während die Fläche 26' eine gekrümmte Fläche darstellt. In Fig. 15 ist die Kombination der Fläche 27 mit den gebogenen Flächen 16. und 261 angegeben. Es sei bemerkt, dass diese Fläche 26'keine Rotationsfläche ist, sondern von einem in Fig. 16 dargestellten Teil gebildet wird. Fig. 17 zeigt eine andere Ausführungsform dieses Teiles. Der in Fig. 1 dargestellte Teil 14 ist in Fig. 18 veranschaulicht.
Wie bereits erwähnt, besteht ein Vorteil der Übertragung gemäss der Erfindung darin, dass die Normalkraft von der Belastung der Sekundärwelle abhängig ist. Dieser Vorteil ist sehr bedeutend, u. zw. aus dem Grunde, weil hiedurch ermöglicht wird, die Übertragung derart anzuordnen, dass sie das Übersetzungsverhältnis selbsttätig nach der verschiedenen Belastung der Sekundärwelle regelt. Fig. 21 zeigt eine Ausführungsform dieser Übertragung in Seiten- ansicht, in der wieder die Kugeln 40 vorgesehen sind, die je von drei zu den Körpern 41, 42, 43 gehörenden Flächen eingeschlossen sind. Der Körper 41 ist eine an der Sekundärwelle 44 befestigte Scheibe mit V-förmigen Rillen 63, wie in Fig. 22 und 23 ersichtlich.
Der Körper 43 ist fest angeordnet und weist eine konische Innenfläche auf, der Körper 42 kann sich mittels eines Keils 46 längs der Primärwelle 45 hin nnd her verschieben und wird von einer Feder 47 in die Richtung des Körpers 41 gedrückt. Wenn sich die Primärwelle 45 zu drehen anfängt, wird diese Bewegung von dem Körper 42 mitgemacht werden.
Die Fläche des mit den Kugeln 40 zusammenarbeitenden Körpers 42 ist eine Rotations- fläche mit einer kreisförmigen Erzeugenden mit einem Halbmesser, der nur unwesentlich von dem der Kugeln abweicht. Hiedurch hat eine sehr geringe Verstellung des Körpers 42 bereits eine bedeutende Verstellung des Berührungspunktes zwischen Kugeln und der Rotationsfläche des
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Die Übertragung wirkt gemäss dem gleichen Prinzip wie die in Fig. 1 dargestellte, so dass auf eine nähere Erklärung verzichtet werden kann. Hingegen sei bemerkt, dass auch hier die Bewegung des Körpers 42 ein Festlaufen der Kugeln zwischen einer geneigten Fläche der Rillen 63, der konischen Fläche des Körpers 43 und der Rotationsfläche des Körpers 42 zur Folge hat.
Beim Rollen der Kugeln wird auch hier ein Absetzen auf den feststehenden Körper 43 und eine Drehung des Körpers 41 und der Sekundärwelle 44 stattfinden. Durch Verschiebung des Körpers 42 wird der Berührungspunkt zwischen Rotationsfläche des Körpers und der Kugel verstellt werden, wodurch ein anderes Übersetzungsverhältnis entsteht, u. zw. ein um so grösseres Übersetzungsverhältnis, je nachdem der Körper 42 mehr nach links verstellt wird. Bei dieser Übertragung ist, wie bereits erwähnt, die von den Kugeln auf die Flächen ausgeübte Normalkraft von der Belastung der Sekundärwelle abhängig, so dass sich bei einer Belastungsänderung die von den Kugeln auf den Körper 42 ausgeübten Kräfte ändern.
Da die Einstellung des Körpers 42 einerseits von der Feder 47 und anderseits von den von den Kugeln auf den Körper 42 ausgeübten Kräften abhängig ist, wird sich die Einstellung dieses Körpers selbsttätig mit der Belastung der Sekundärwelle 44 ändern. Nimmt die Belastung der Achse 44 zu, so werden auch die von den Kugeln 40 ausgeübten Kräfte zunehmen, was eine Verstellung des Körpers 42 nach links und folglich ein grösseres Übersetzungsverhältnis zur Folge hat. In dem umgekehrten Fall, nämlich wenn die Sekundärbelastung abnimmt und sich der Körper 42 nach rechts verstellt, kann ein Zustand eintreten, in dem der Körper soweit in bezug auf den Körper 43 verschoben ist, dass die Kugel nicht mehr an der Fläche des letztgenannten Körpers anliegt und nur zwischen den Körpern 42 und 41 geklemmt wird.
Bei dieser Klemmung steht die Kugel still, so dass sie als Zwischenkörper zur unmittelbaren Bewegungsübertragung von der Primär-auf die Sekundärwelle dient, u. zw. mit einem Nutzeffekt von 1000/0, da keine Reibung eintritt.
Wenn sich die Kugeln bewegen, wird auf den schiefen Flächen der Rillen 63 nicht ein Rollen, sondern ein Gleiten stattfinden, wodurch der Nutzeffekt der Übertragung beeinträchtigt wird. In Fig, 24 und 25 ist eine Ausführungsform dargestellt, in der der Körper 41 durch einen Körper 64 mit Rollen 65 ersetzt ist. Diese Rollen können mittels Kugellager um Stifte 66 fast ohne Reibung umlaufen. Hiedurch ist die Gleitbewegung in eine Rollbewegung umgewandelt, wodurch der Nutzeffekt wesentlich gesteigert wird.
Schliesslich ist in Fig. 26 noch eine Ausführungsform der Übertragung gemäss Fig. 21 dargestellt, bei der die selbsttätige Einstellbarkeit mit einer Entkupplung und einer Umkehrung der Bewegungsübertragung kombiniert ist. An dem Körper 41 ist mittels stehender Stäbe 49 ein Ring 51 befestigt. Der Körper 43 ist mit einem Ring 53 versehen. Mittels der Kugeln 40 einerseits und des Kugellagers 54 anderseits wird der Körper 44 in bezug auf den Körper 41 gehalten, so dass eine Bewegung, z. B. in der Achsrichtung des Körpers 41, erfolgt. Der Ring 53 ist mit einer konischen Fläche 56 versehen, die mit der konischen Fläche des auf der Sekundärwelle angeordneten Körpers 55 zusammenarbeiten kann. An dem Körper 41 ist noch ein Körper 57 befestigt, der ebenfalls mit einer Fläche des Körpers 55 zusammenarbeiten kann.
Weiter ist ein Ring 50 angeordnet, der in axialer Richtung verschoben werden kann und der die Arretierung und zu gleicher Zeit die axiale Verstellung des Ringes 51 bzw. des Körpers 44 bewirken kann. Bewegt man den Ring 50 nach links, so wird durch Berührung mit dem Ring 51 eine Verstellung nach links und Arretierung des Körpers 41 stattfinden. Zu gleicher Zeit erfolgt eine Verstellung in der gleichen Richtung des Körpers 43 mit dem Ring 53 und ein Anliegen der Fläche 56 an dem Körper 55. Wenn sich nun die Primärwelle zu drehen beginnt, wird dies eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung des Körpers 43 und folglich auch der Welle 44 zur Folge haben.
Wenn man den Ring 50 nach rechts bewegt, so wird der Körper 43 nach rechts verstellt und zum Stillstand gebracht werden, wodurch eine ähnliche Verstellung des Körpers 41 und eine Entfernung zwischen der Fläche 56 und dem Körper 55, zu gleicher Zeit aber ein Anliegen der Körper 57 und 55 stattfinden. Bei Drehung der Primärwelle 45 wird sich die Welle 44 in gleicher Richtung bewegen. Wenn sich der Ring 50 in der Mittelstellung befindet. wie in Fig. 26 angegeben, so sind die Wellen 44 und 45 entkuppelt. Sowohl in der linken Stellung des Ringes wie auch in der rechten Stellung erfolgt eine Bewegungsübertragung und zu gleicher Zeit eine selbsttätige Regelung des Übersetzungsverhältnisses nach der Belastung der Sekundärwelle.
Die von dem Körper 50 bzw. den Körpern 53 und 57 zwecks Kupplung oder Entkupplung mit dem Körper 55 ausgeführten Bewegungen sollen möglichst gering sein. Zum besseren Verständnis sind in Fig. 26 die Abstände zwischen der Fläche 56, dem Körper 55 und dem Körper 57 ziemlich gross dargestellt. In Wirklichkeit sind diese Abstände äusserst gering.
Die oben beschriebene Übertragung bedeutet einen sehr erheblichen Fortschritt auf dem Gebiete der Kraftwagentechnik. Naturgemäss aber ist das Anwendungsgebiet nicht darauf
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beschränkt, da sich die Erfindung auf sämtlichen Gebieten anwenden lässt, auf welchen ein gleichmässiger Übergang in dem Übersetzungsverhältnis zwischen zwei Wellen und gegebenenfalls eine selbsttätige Regelung desselben im Zusammenhang mit der Sekundärbelastung erforderlich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Übertragung zwischen zwei Wellen mit regelbarem Übersetzungsverhältnis, bei der die Bewegungsübertragung mittels Rotationszwischenkörpern erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei der Flächen, mit denen jeder der Zwischenkörper zusammenarbeitet, in der Richtung konvergieren, in der der Körper infolge der Umdrehung der Primärwelle angetrieben wird.