<Desc/Clms Page number 1>
Behälter für Zigaretten, Zigarren, Zündhölzer, Konfitüren od. dgl.
EMI1.1
verwenden, lediglich zufolge eigenartiger Konstruktion eine Verschlussvorrichtung besitzt, die es sicher verhindert, dass sich der Zigarettenbehälter beim Tragen in der Tasche von selbst öffnet und sein Inhalt herausfällt.
Diese eigenartige Wirkung wird durch einen Behälter mit zwei gegeneinander klappbaren Hülsen erhalten, die einen Einsatz umschliessen, an dessen Boden der Gelenkpunkt liegt, wobei aber die Eigenart dadurch gegeben ist, dass der Einsatz mit seiner Oberkante bis dicht an die gegenüberliegende Wand der gegenüberliegenden Hülsenwand reicht und dass das die Hülsen verbindende, aus der Mitte des Bodens herausgerückte Gelenk derartigen Abstand zur benachbarten Bodeneeke hat, dass der Einsatz beim Öffnen des Behälters mit seiner oberen Kante gegen die Hülsenrand stösst und dadurch festgehalten wird, so dass es erst der Überwindung dieses Widerstandes bedarf, um den eingeleiteten Öffnungsvorgang fortzusetzen.
So ausgestattete Behälter können natürlich aus jedem Material hergestellt werden. Werden Packungen, z. B. Zigarettenpackungen, in der beschriebenen Weise aus Karton hergestellt, so ergibt sich dabei eine aus nur vier Teilen und daher sehr billig herstellbare Packung, die gleich in der Fabrik erzeugt und deren Teile sehr leicht miteinander vereinigt werden können.
Durch sinngemässe Veränderung in den Abmessungen, z. B. durch Vergrösserung oder Verkleinerung des Abstandes des obenerwähnten Gelenkes bis zur nächst benachbarten Bodenecke, hat man es völlig in der Hand, die eingeleitete Öffnungsbewegung bis zum Antreffen des der weiteren Öffnungsbewegung sich entgegenstellenden Widerstandes grösser oder kleiner zu gestalten, so dass man es beispielsweise mühelos erreichen kann, die Widerstandstelle so zu verlegen. dass bis zu ihrer Erreichung der Behälter gerade nur bis auf einen Schlitz solcher Bemessung geöffnet wird, dass nur eine einzige Zigarette durch Kippen aus ihm ausgeworfen werden kann. Das kann mitunter recht nützlich sein.
Bei im Winter steifgefrorenen Händen, mit denen die Herausnahme einer einzigen Zigarette recht ers ha ert ist, kann man eine solche aus einem Behälter gemäss der Erfindung leicht herausbekommen. Auch für Einarmige oder solche Benutzer, die nur einen Arm frei haben, weil z. B. der andere das Steuer eines Kraftwagens od. dgl. nicht verlassen darf,. bedeutet es eine erhebliche Erleichterung, sich durch diese AuswurfsmöglichkeiL die gewünschte Zigarette zu beschaffen.
Wohl gibt es bereits Vorschläge, die Zigaretten einzeln abzugeben, hier handelt es sich aber darum, eine solche Einzelabgabe ohne jedwedes zusätzliche konstruktive Mittel und ohne auch nur die geringste Verteuerung der Verpackung zu ermöglichen.
Hiemit sind die Vorteile des sehr einfachen Erfindungsgegenstandes noch nicht erschöpft. Wird nämlich die Öffnungsbewegung des einen Hülsenteils noch weiter fortgesetzt, so kann er beispielsweise zwecks öffentlicher Auslage im Schaufenster eine höchst willkommene Stütze für den gerade in geeigneter Schräglage dem Beschauer zugewendeten Einsatz bilden, wobei die Innenfläche des geöffneten Hülsenteiles lotrecht zu liegen kommt, so dass die ebenso wie bei den jetzigen Zigarrenkisten auf dem Deckelinneren angebrachte Beschriftung oder sonstiges Bilder dem Besehauer siehtbar wird.
Für die öffentliche Auslage im Schaufenster kann es auch nützlich sein, die Widerstandsstelle so wählen zu können, dass der Behälter mit unter der Sonnenbestrahlung Schaden nehmendem Inhalt nur soweit geöffnet wird, dass der Inhalt zwar dem Beschauer sichtbar, aber von der Sonne wenig oder gar nicht getroffen wird.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Zeichnung zeigt, dass ein solcher Behälter in sehr verschiedener Weise ausgeführt werden kann.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1-4 sind die Hülsen mit A und B und der Einsatz mit C bezeichnet. Das mit 24 bezeichnete Gelenk ist, wie ersichtlich, aus der Mitte des Bodens herausgeriiekt. so dass, da die Wand 16 bei geschlossenem Behälter bis dicht an die Wand 12 heranreicht, der Einsatz C beim Öffnen der Hülse A an deren Wand 12 anstösst und sie ein wenig deformiert, so dass sie in dieser Klemmstellung unter teilweiser Öffnung des Behälters festgehalten wird. Die obenerwähnte Widerstandsstelle ist also die Stelle, bei der diese Klemmwirkung eintritt. Die Fig. 4 soll hauptsächlich erläutern, wie die Klemmwirkung zustande kommt.
Verändert man die Abmessungen beispielsweise durch Verlegung des Gelenkpunktes M, so kann man erreichen, dass die Klemmwirkung schon so zeitig eintritt, dass keine Zigarette herausfallen kann oder man kann gerade eine solche Öffnung bei Eintritt der Klemmung erreichen, dass nur eine Zigarette ausgeworfen werden kann. Selbstverständlich kostet es keine allzugTosse Kraftanwendung, sondern erfordert es nur den Willen des Benutzers, um ohne weiteres den Behälter vollständig öffnen zu können, so dass der gesamte Inhalt zugänglich wird.
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 5 und 6 schwingt der Hülsenteil D um das im Einsatz E gelagerte Gelenk 25. Im übrigen kommt die erläuterte Klemmwirkung in gleicher Weise zustande.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 ist das Gelenk mit 61 bezeichnet, die beiden Hülsenteile mit I und J und der Einsatz mit K.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 und 10 ist das Gelenk mit 67 bezeichnet und die Klemmwirkung des Einsatzes M kommt an der rechten lotrechten Begrenzungskante der Hülse L zustande.
Bei allen Ausführungsformen sind flache Behälter zur Darstellung gekommen. Denkt man sich jetzt, ohne dass dabei vom Wesen der Erfindung abgewichen wird, die kleinste der drei Abmessungen des Behälters, also die auf der Zeichnung etwa nur 1 cm betragende Höhe stark vergrössert, so erhält man eine geräumige Kiste, die beispielsweise zur Aufnahme von Zigarren oder Konfitüren geeignet sein kann.
Denkt man sich nun ferner den Teil A der Fig. 2 noch um weitere 450 geöffnet, so bildet die unter dem Gelenk 24 liegende kurze Wand des Hülsenteils A eine Stütze, um beispielsweise im Schaufenster den ganzen Inhalt des Einsatzes C in geeigneter Schräglage dem Besehauer sichtbar zu machen und die der kurzen Wand gegenüberliegende Wand des Teiles A kommt lotrecht zu liegen, so dass an der Innenwand vorhandene Beschriftung mit oder ohne Bildwerk gleichfalls dem Beschauer zugekehrt wird.
Bei einer Offenstellung gemäss Fig. 4 wird der Inhalt sichtbar und der Deckel liefert einen Schutz gegen Sonnenbestrahlung.