AT126469B - Zeitzähler mit Temperaturkompensation. - Google Patents

Zeitzähler mit Temperaturkompensation.

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AT126469B
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Richard Dr Schachenmeier
Wilhelm Dipl Ing Streb
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Aeg
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  Zeitzähler mit Temperaturkompensation. 



   Das Prinzip des sogenannten Zeitzähler oder Ferrarismotors besteht bekanntlich darin, dass der von der   Spannungsspule   erzeugte magnetische Fluss durch einen Kurzschlussring zum Teil belastet wird. Die beiden Teilflüsse arbeiten   zusammen   und üben ein Drehmoment auf die Scheibe aus. Unter der Wirkung dieses Drehmomentes erhält die Scheibe eine gewisse Umdrehungsgeschwindigkeit, zugleich üben die beiden   erwähnten Flüsse   eine Bremsung aus. 



  Die Geschwindigkeit der Scheibenumdrehungen entspricht der   resultierenden   aus beiden Wirkungen. 



  Bei Temperaturschwankungen ändert sich auch die   Umdrehungsgeschwindigkeit   der Scheibe infolge der   Veränderungen.   welche die   magnetischen   Eigenschaften des Eisens, ferner die Leitfähigkeit des Spulenmaterials und der   Läuferscheibe   bei der   Temperaturänderung   erleiden. 



     Erfindungsgemäss wird   dieser   Temperaturfehler   dadurch beseitigt, dass neben den beiden   drehmomentbildenden   Flüssen ein Streufluss durch die Scheibe geleitet wird, welcher in der Hauptsache bremsend wirkt und in dessen magnetischen Pfad ein Material eingeschaltet ist, dessen magnetischer Temperaturkoeffizient den gleichen Verlauf zeigt wie der Temperaturkoeffizient des unbewehrten Ferrarismotors.

   Hat z.   B.   der   unbewehrte   Motor einen negativen Temperaturkoeffizienten. so dass er also bei   Temperaturerhöhung langsamer läuft,   so wird der Temperaturkoeffizient des   magnetischen   Pfades des Streuflusses mit steigender Temperatur ebenfalls negativ gewählt. d.   It.,   dass die magnetische Permeabilität mit steigender Temperatur abnimmt. Dies hat zur Folge, dass die   Bremswirkung   des Streuflusses mit steigender Temperatur geringer wird und dadurch die Tendenz des Ferrarismotors langsamer zu laufen. kompensiert wird. Als magnetisches Material für den Pfad des Streuflusses kann z.

   B. eine giessbare magnetische Legierung Verwendung finden, die ans annähernd 60-80 Teilen Nickel, 40-20 Teilen Kupfer und zwei Teilen Eisen besteht und nach dem Giessen einer geeigneten Abkühlung und   Wärmebehandlung unterzogen wird.   so dass sie einen zwischen den   Grenzen 00 und 1100 C   annähernd linearen negativen Temperaturkoeffizienten der   Permeabilität   erhält. Die   Permeabilität   der Legierung nimmt mit steigender Temperatur ab und wird bei einem bestimmten Temperaturwert gleich der   Permeabilität   der Luft, wobei auch die   Hysteresisverluste vernachlässigbar   klein werden. Vorzugsweise kann die giessbare magnetische Legierung aus 68 Teilen Nickel, 30 Teilen Kupfer und zwei Teilen Eisen bestehen. 



   In der Zeichnung ist ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung dargestellt, bei dem der magnetische Rückschluss über das Traggerüst des Motors erfolgt. Darin bedeuten a die Spannungsspule mit dem Kern b, g die Triebscheibe, c den Gegenpol mit der Kurzschlusswindung (1, welche diesen zum Teil umgreift. e ist der magnetische Pfad für den erfindungsgemäss angeordneten   abgeleiteten Streuuuss :/ <    ist der unbelastete Teil des die Scheibe durchsetzenden 
 EMI1.1 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH; EMI2.1 Temperaturkoeffizienten gleich ist dem Vorzeichen des Temperaturkoeffizienten, welchen der Zeitzähler ohne Streufluss aufweist. EMI2.2
AT126469D 1928-04-19 1929-04-12 Zeitzähler mit Temperaturkompensation. AT126469B (de)

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