DE1927334C3 - Hitzebeständige Nickel-Eisen-Legierung - Google Patents
Hitzebeständige Nickel-Eisen-LegierungInfo
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- DE1927334C3 DE1927334C3 DE19691927334 DE1927334A DE1927334C3 DE 1927334 C3 DE1927334 C3 DE 1927334C3 DE 19691927334 DE19691927334 DE 19691927334 DE 1927334 A DE1927334 A DE 1927334A DE 1927334 C3 DE1927334 C3 DE 1927334C3
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C19/00—Alloys based on nickel or cobalt
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Description
67 bis 70% Nickel,
03 bis 0,7% Aluminium,
03 bis 03% Chrom,
0,05 bis 0,15% Cer,
3. Verwendung einer Nickel-Eisen-Legierung nach den Ansprüchen 1 oder 2 als Werkstoff zur
Herstellung eines Heizleiters.
4. Verwendung einer Nickel-Eisen-Legierung nach den Ansprüchen 1 oder 2 als Werkstoff zur
Herstellung eines temperaturabhängigen regeltechnischen Steuergliedes.
IQ
35
Die Erfindung betrifft eine Nickel-Eisen-Legierung mit einem Nickel-Gehalt von 66 bis 72%, die sich durch
hohe Zunderbeständigkeit, durch einen niedrigen spezifischen Widerstand bei Raumtemperatur und
durch einen großen Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstandes auszeichnet.
Zunderfeste Legierungen, deren elektrischer Widerstand mit zunehmender Temperatur stark ansteigt, sind
für zahlreiche Anwendungen in der Elektrowärmetechnik und in der Regeltechnik erforderlich. Sie werden
insbesondere als Heizleiter für Elektrowärmegeräte benötigt, die einerseits eine möglichst kurze Anheizzeit
besitzen und andererseits ohne einen zusätzlichen Regelmechanismus zur Temperaturbegrenzung funktionieren
sollen. Eine solche Selbstregelung erfordert so einen so hohen Temperaturkoeffizienten des Widerstandes,
daß die Heizleistung mit zunehmender Temperatur auf einen Wert absinkt, der eine Überhitzung
ausschließt
Sowohl die bekannten ferritischen Heizleiterlegierungen
auf Eisen-Chrom-Basis als auch die zum Stand der Technik gehörenden austenitischen HeizleiterlegierungiMi
auf Nickel-Chrom-Basis zeichnen sich zwar durch eine sehr hohe Zunderbeständigkeit aus, weisen aber
nur einen geringfügig mit der Temperatur sich ändernden Widerstand auf und sind demzufolge für die
vorgenannten Anwendungen nicht geeignet. Demgegenüber besitzt eine gleichfalls bekannte Nickel-Eisen-Legierung
mit rund 70% Nickel infolge ihrer hohen magnetischen Umwandlungstemperatur an sich einen f.-s
großen Temperaturkoeffizienten des Widerstandes, nachteiligerweise hängt er aber vom Ausmaß der
NiiFe-Einstellung unterhalb 6000C ab, und außerdem ist
eine solche Nickel-Eisen-Legierung, obgleich oxycjationsbeständiger
als ihre Komponenten, nur wenig zunderfest
Zur Unterdrückung der NijFe-Einsteüung wurde
70%igem Nickel-Eisen bereits 1% Chrom zulegiert Diese Maßnahme führt zwar zu einem reproduzierbaren
Kaltwiderstand, zugleich erhöht sich aber der spezifische Widerstand, der Matthiessenschen Regel
folgend, von
t\ ->t rnv Ohm · mm"
0,26 auf 0,36
0,26 auf 0,36
also um nahezu 40%, und dementsprechend verringert sich der Temperaturkoeffizient des Widerstandes. Eine
solche Legierung besitzt überdies nur bis rund 7000C eine genügende Zunderfestigkeit
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile ex-rs Nickel-Eisen-Legierung
bereit zu stellen, die einen niedrigen Kaltwiderstand sowie einen hohen Temperaturkoeffizienten
des Widerstandes aufweist und außerdem eine erheblich verbesserte Zunderbeständigkeit besitzt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mittels einer Legierung gelöst, die folgende Bestandteile (in Gew.-%)
enthält:
66 bis 72% Nickel,
0,4 bis 0,8% Aluminium,
0,2 bis 0,6% Chrom,
0,4 bis 0,8% Aluminium,
0,2 bis 0,6% Chrom,
0,05 bis 0,2% Seltene Erdmetalle, insb. Cer,
0 bis 0,05% Kalzium,
0 bis 0,05% Kalzium,
Rest Eisen und insgesamt weniger als 1% Desoxydations- und Verarbeitungszusätze.
Insbesondere genügt der gestellten Aufgabe eine Nickel-Eisen-Legierung, die durch folgende Zusammensetzung
gekennzeichnet ist:
67 bis 70% Nickel,
03 bis 0,7% Aluminium,
03 bis 03% Chrom,
0,05 bis 0,15% Cer,
03 bis 0,7% Aluminium,
03 bis 03% Chrom,
0,05 bis 0,15% Cer,
Rest Eisen und insgesamt weniger als 1% Desoxydations-
und Verarbeitungszusätze.
Gegenüber der vorbekannten Nickel-Eisen-Legierung mit 1% Chrom enthalten die erfindungsgemäßen
Legierungen weniger als 0,6% Chrom, vorzugsweise weniger als 03% Chrom, und sie besitzen als zusätzliche
Komponenten Aluminium und Seltene Erdmetalle, wobei letztere vornehmlich in Form von Cer-Mischmetali
der Schmelze zugesetzt werden. Überraschenderweise hat stcii gezeigt, daß durch eine solche
Verringerung des Chrom-Gehaltes und durch das Zulegieren von Aluminium und Seltenen Erdmetallen in
der angegebenen Konzentration nicht nur die Ausbildung der Überstrukturphase NijFe unterdrückt wird,
was die Stabilisierung der Widerstandscharakteristik der erfindungsgemäßen Legierungen zur Folge hat,
sondern daß gleichzeitig auch der Kaltwiderstand um rund 15% gesenkt und damit die Abhängigkeit des
elektrischen Widerstandes von der Temperatur entsprechend erhöht wird. Obgleich nach dem vorbekannten
Stand des Wissens Eisen-Nickel-Legierungen auch dann keine nennenswerte Zunderbeständigkeit besitzen,
wenn man ihnen verhältnismäßig hohe Aluminium-Zusätze zugibt (deutsche Patentschrift 7 49 881, Seite I1
Zeilen 9 bis 13). v/eisen die erfindungsgemäßen
Legierungen mit einem nur kleinen Aluminium-Zusatz in Verbindung mit einem geringen Zusatz von Seltenen
Erdmetallen außerdem eine beträchtlich erhöhte Zunderfestigkeit auf.
So erreichte beispielsweise eine 68,2% Nickel, 0,55% Aluminium, 0,4% Chrom und 0,1% Cer enthaltende
Nickel-Eisen-Legierung in einer Zunderbeständigkeitsprüfung, in welcher Wendeln aus 0,4 mm dickem Draht
im 2-Minuten-Zyklus aufgeheizt wurden, bei 10500C
eine Lebensdauer von 53 Stunden. Der spezifische Kaltwiderstand dieser erfindungsgemäßen Legierung
betrug
0,304
und ihr Widerstand bei 6000C war um das 3,3fache
größer als bei 200C, Als Desoxydations- und Verarbeitungszusätze
enthielt sie 0,16% Silizium und 0,52% Mangan,
Infolge des günstigen Kaltwiderstandes, des großen Temperaturkoeffizienten und der erheblich verbesserten
Zunderbeständigkeit, die Dauerverwendungsternperaturen
von mehr als 95O0C zuläßt, eignen sich die
erfindungsigemäßen Nickel-Eisen-Legierungen insbesondere
als Heizleiter für Elektrowärmegeräte, db eine nur kurze Anheizzeit besitzen und sich durch Leistungsdrosselung mit ansteigender Temperatur selbständig auf
die Arbeitstemperatur einregeln sollen. Der günstige Temperaturbeiwert des Widerstandes gestattet ferner,
die erfindungsgemäßen Legierungen als Werkstoff zur Herstellung regeltechnischer Steuerglieder zu verwenden.
Claims (2)
1. Hitzebeständige Nickel-Eisen-Legjerung mit
großem Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstandes, bestehend aus
66 bis 72% Nickel,
0,4 bis 03% Aluminium,
0,2 bis 0,6% Chrom,
0,05 bis 0,2% Seltene Erdmetalle, insb. Cer,
0 bis 0,05% Kalzium,
Rest Eisen und insgesamt weniger als 1%
Desoxydations- und Verarbeitungszusätze.
2. Legierung nach Anspruch 1, bestehend aus
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691927334 DE1927334C3 (de) | 1969-05-29 | 1969-05-29 | Hitzebeständige Nickel-Eisen-Legierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691927334 DE1927334C3 (de) | 1969-05-29 | 1969-05-29 | Hitzebeständige Nickel-Eisen-Legierung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1927334A1 DE1927334A1 (de) | 1970-12-03 |
| DE1927334B2 DE1927334B2 (de) | 1977-08-25 |
| DE1927334C3 true DE1927334C3 (de) | 1978-04-20 |
Family
ID=5735487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691927334 Expired DE1927334C3 (de) | 1969-05-29 | 1969-05-29 | Hitzebeständige Nickel-Eisen-Legierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1927334C3 (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3825013A1 (de) * | 1988-07-22 | 1990-01-25 | Beru Werk Ruprecht Gmbh Co A | Gluehkerze |
| DE3825012A1 (de) * | 1988-07-22 | 1990-01-25 | Beru Werk Ruprecht Gmbh Co A | Werkstoff fuer ein elektrisches widerstandselement mit positivem temperaturkoeffizienten |
| DE3826660A1 (de) * | 1988-08-05 | 1990-02-08 | Tuerk & Hillinger Gmbh | Elektrische heizpatrone mit selbstregelung |
| DE3827420A1 (de) * | 1988-08-12 | 1990-02-15 | Tuerk & Hillinger Gmbh | Elektrisches heizregister |
| DE102010004345B4 (de) * | 2010-01-11 | 2018-02-22 | Viessmann Werke Gmbh & Co Kg | Elektrode zur Flammenüberwachung an einem Heizungsbrenner |
-
1969
- 1969-05-29 DE DE19691927334 patent/DE1927334C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1927334A1 (de) | 1970-12-03 |
| DE1927334B2 (de) | 1977-08-25 |
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