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Schlagwerkzeug.
Ein bekannter Übelstand bei Schlagwerkzeugen, wie z. B. Pressluftwerkzeugen, ist der mehr oder-weniger kräftige Rückstoss, der den Arbeiter ermüdet und die sichere Führung des Werkzeuges erschwert. Man hat zwar eine Reihe von Konstruktionen geschaffen, um diesen Rückstoss zu dämpfen, keine dieser Bauarten hat bisher jedoch zu einem befriedigenden Ergebnis geführt.
Bei Pressluftwerkzeugen wurde z. B. eine Anordnung vorgesehen, derart, dass der Griff
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sich schliesst. Durch eine solche Anordnung ergibt sich eine übernormal lange Bauart, das
Gewicht des Hammers wird um etwa 300/0 erhöht und die Gleitflächen in der Griffhaube erfordern eine äusserst genaue und damit teuere Bearbeitung, ohne beim rauhen Betriebe, dem derartige Werkzeuge ausgesetzt sind, die Gewähr für dauernd einwandfreies Arbeiten zu geben.
Ferner sind auch Werkzeuge bekannt, bei welchen der Griff durch Spiralfedern gegen- über dem Hammerkörper abgefedert ist. Diese Bauart erfordert jedoch mindestens zwei Federn. die, da der Anpressdruck nie genau in der Achse wirkt. ungleich beansprucht werden. Ein
Ecken und Verklemmen des Griffes sind die Folgen.
Man hat auch zur Abfederung des Griffes an Schlagwerkzeugen einblattige Federn vor-
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solchen Federn erzielte Dämpfwirkung ist natürlich nur unvollkommen.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile in einfachster Weise. Die Stosse werden nicht mehr durch einen Luftpolster od. dgl. gedämpft, sondern durch Federn mit mehreren Blättern verschiedener Länge, deren Hauptschwingungsrichtung ungefähr in Schlagrichtung des Werkzeuges liegt. Bei entsprechender Ausbildung ist eine solche Konstruktion ohneweiters geeignet. die verhältnismässig geringen Bewegungen, die das Werkzeug beim Arbeiten in der Schlagrichtung ausführt, aufzunehmen und damit ein nahezu erschütterungsfreies Handhaben am Griff zu gewährleisten.
Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht die Anordnung, wie sie z. B an einem Pressluft. werkzeug mit offenem Griff getroffen werden kann. Die Feder ist am Ende des Werkzeuges starr gefasst, um ungefähr 180 gebogen und trägt an ihrem freien Ende den Griff, der zweckmässig nicht, wie üblich, aus Metall, sondern aus einem elastischen Mittel, wie z. B.
Gummi, angefertigt wird. Um die sichere Befestigung des Gummigriffes und die Lagerung des Drückers in einwandfreier Weise zu ermöglichen, kann der elastische Griff seinerseits auf einer metallischen Unterlage aufgebaut sein. Zur Sicherung gegen zu grosse Federnausschläge kann am freien Ende ein Anschlag a angeordnet werden, der sich gegen ein Widerlager b stützt und derweise eine Quetschung der Hand verhütet.
Fig. 2 zeigt die beispielsweise Ausführung eines Werkzeuges mit geschlossenem Griff.
Zweckmässig wird hier z. B. das Hauptfederblatt an beiden Seiten aufgebogen und der Griff mittels eines durchgehenden Bolzens daran befestigt. Die Nachgiebigkeit des Hauptblattes ist in den meisten Fällen ausreichend, um ein genügendes Federspiel zu ermöglichen. Es kann
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aber auch die Befestigung des Griffes mit dem Hauptblatt nur an einer Seite starr. an der andern Seite in bekannter Weise über zwei Gelenke erfolgen.
Fig. 3 zeigt die beispielsweise Ausführung eines Werkzeuges mit zwei Griffen. Die Griffe können hiebei entweder in der Hauptrichtung der Feder angebracht sein oder aber ; lui im rechten Winkel dazu. Sofern Werkzeuge in Frage kommen, die nicht nur ein Anpressen in der Arbeitsrichtung, sondern auch ein kräftiges Zurückziehen erforden (das meist allerdings nur bei nicht schlagenden Werkzeugen vorgenommen wird). kann über dem Hauptb ! atte eine kräftige Platte c (Fig. 4) vorgesehen sein, an der sich das Hauptblatt anlegt und welche die
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Hauptblattes ist dadurch vermieden.
Sofern die vorstehend beschriebene Griffederung für Schlagwerkzeuge verwendel wird, die durch ein Druckmittel betrieben werden, ist es notwendig, eine geeignete Üherlragungs- einrichtung von dem meist am Griffe angebrachten Drücker oder sonstigen Betätignngsorgau zum Einlassorgan vorzusehen. Da der Griff zum Werkzeugkorper beweglich angeordnet Ist. muss auch die Übertragungseinrichtung beweglich sein. Als besonders geeignet zeigt sich biefiir zum Beispiel ein an sich bekannter biegsamer Drahtzug (Bowden-Kabel). Es kann aber auch x. H. das Einlassventil in den Griff verlegt und durch einen Sehlauch mit dem Werkzeug verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schlagwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abfederung des Griffes eine Blattfeder mit mehreren Blättern verwendet wird. deren Hauptschwingungsrichtung ungefähr in der Schlagrichtung des Werkzeuges liegt.