AT126066B - Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen. - Google Patents

Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen.

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AT126066B
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Austria
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line
damping
piston
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overhead lines
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Inventor
Johan Collett Dipl Ing Holst
Original Assignee
Siemens Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum   Dämpfen   der Seilschwingungen von. Freileitungen. 



   Zur Verminderung   der hei Freileitungen auftretenden mechanischen Seilschwingungen   ist vorgeschlagen worden, mechanisch   schwingungsfähige   Gebilde an der Leitung aufzuhängen. 



  Diese Gebilde werden durch die Seilschwingungen ebenfalls zu Schwingungen erregt. Sie sind so eingerichtet, dass sie die Schwingungen der Leitung verstimmen oder dämpfend auf sie einwirken. 



   Nach einem der vorliegenden Vorschläge soll eine ringförmige Masse. die die Leitung umgibt, durch Federn mit ihr verbunden sein. Diese Vorrichtung erzeugt, nahezu keine Dämpfung ; sie kommt nur für einen äusserst engen Frequenzbereich in Frage und macht 
 EMI1.1 
 



   Ein weiterer Vorschlag geht dahin. ein kurzes   Stück des Leitungsseiles   in seiner Mitte an der Leitung so zu befestigen, dass die beiden Enden des   Seilstückes   frei schwingen können. Die Enden sind mit schweren Massen versehen. Diese Vorrichtung wirkt ebenfalls nur mit einem verhältnismässig kleinen Frequenzbereich ; ausserdem ist die Dämpfung nur gering und bei den verschiedenen Vorrichtungen trotz gleicher Länge des verwendeten   Spilstüekes   häufig verschieden und unbestimmt. 



   Durch die Erfindung werden die Vorrichtungen zum Dämpfen der Seilschwingungen mit Hilfe eines an der Leitung   befestigten schwingungsfähigen Gebildes   verbessert. 



     Erfindungsgemäss   enthält die Vorrichtung einen vorzugsweise frei an der Leitung aufgehängten Behälter und einen gegenüber dem Behälter beweglichen   Kolben und erzengt   bei Bewegungen beider Teile gegeneinander eine dämpfende Luftreihung. 



   Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsheispiele der Erfindung im Schnitt dargestellt. 



  In   Fig. l   ist 1 die Freileitung, 2 der daran aufgehängte   Luftbehälter und 3   der im Behälter bewegliche Kolben. Der Kolben ist auf einer Führungsstange 4 gelagert und mit dem Gehäuse durch eine schraubenförmige Feder   5   verbunden. Man kann auch je eine Feder auf jeder Seite des Kolbens anordnen. Die   Fiihrungsstange   4 ist im Boden des Behälters 2 und in dem abgedichteten Deckel 6 befestigt. Ihr oberes Ende ist durch ein Kardangelenk 7 od. dgl. und eine Klemme 8 an der Freileitung 1 aufgehängt. 



   Der scheibenförmige Kolben 3 bildet die schwere Masse, die in Verbindung mit der Feder 5 ein   schwingungsfähiges   Gebilde darstellt. Der Kolben 3 ist mit Spiel in dem möglichst leichten Gehäuse 2 gelagert oder mit Löchern versehen, so dass die Luft beim Bewegen des Kolbens auf die jeweils andere Kolbenseite treten kann und die Bewegungen gedämpft. 



   Die Vorrichtung wird in einigen Metern Entfernung von der Tragklemme an der Leitung aufgehängt. Treten Seilschwingungen auf. so schwingt der   Dämpfer mit.   Dabei hat die schwere Masse 3 infolge ihrer Trägheit das Bestreben. hinter den Schwingungen des Topfes 2 zurÜckzubleiben. Sie gerät dadurch in   Schwingungen.   Federung. Masse und Luftreibung sind so bemessen, dass die Schwingungen der   Vorrichtung   den Seilschwingungen entgegenwirken und diese dämpfen. Dabei wird ein Teil der Schwingungsenergie durch die Luftreibung in Wärme 
 EMI1.2 
 

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 EMI2.1 
 führen könnte. 



   Es hat sich gezeigt, dass für die Wirkung der   Vorrichtung hauptsächlich die mit der   Leitung durch eine Federung verbundene Masse, weniger aber die   übrige   an der Leitung befestigte Masse massgebend ist. Um nun die weniger wirksame oder sogar   störende Masse   
 EMI2.2 
 Masse ausbilden. In diesem Falle besteht der Kolben 3 aus einer dünnen Scheibe. Er ist mit der Leitung fest durch die Stange 4 verbunden und entsprechend Fig. 1 durch eine 
 EMI2.3 
 seine Lage in   vertikaler Richtung gegenüber   der Leitung 1 bei, während das Gehäuse 2 in Schwingungen gegenüber Leitung   1   gerät. Das unwirksame   Gewicht,   das nur aus der Stange 4 und dem dünnen Kolben 3 besteht, ist bei dieser anordnung wesentlich kleiner als bei der in Fig. 1 dargestellten. 



   Die Bestimmung der   Grösse   der Massen, Federungen und Dämpfungen lässt sieh auf rechnerischem oder   empirischem   Weg durchführen. Die Rechnung kann unter   Zugrundelegung   der   Schwingungsgleichung   und des bekannten Bereiches der entstehenden Schwingungen sowie den bekannten Konstanten der Freileitung davon ausgehen,   dass   an den   Einspannstellen dei-   Seiles nur ein bestimmter maximaler Ausschlagwinkel bzw. eine bestimmte Höchstamplitude an der Aufhängestelle der Vorrichtung zugelassen sein soll. Daraus ergeben sich die ändern notwendigen Werte. Man kann aber auch die geeigneten Vorrichtungen durch Versuche bestimmen. Zu diesem Zweck kann man z.

   B. eine Vorrichtung so ausbilden, dass die Spannung der verwendeten Feder einstellbar oder die Luftreibung durch ein Ventil im Gehäuse veränderbar oder eine zusätzliche Belastung der schwingenden Masse möglich ist. Die durch Versuche ermittelte günstige Vorrichtung kann dann als Ausgang für die Herstellung weiterer Vorrichtungen dienen, die nunmehr nicht mit Ventilen und den für die Versuche notwendigen Hilfsmitteln ausgerüstet zu sein brauchen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen durch eine federnd an der Leitung aufgehängte Masse, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Behälter und einen gegenüber dem Behälter beweglichen Kolben enthält und bei Bewegungen beider Teile gegeneinander dämpfende Luftreibung erzeugt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass das Gehäuse mit der Leitung verbunden und der gegenüber Leitung und Gehäuse bewegliche Kolben als schwere Schwingmasse ausgebildet ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben durch eine EMI2.4 federnd beweglich ist und die schwere Schwingmasse bildet.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterinnere nach aussen dicht abgeschlossen ist und keine nach aussen dringenden hewegliehen Teile enthält.
AT126066D 1930-03-15 1930-10-02 Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen. AT126066B (de)

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