AT125692B - Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk. - Google Patents

Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum   Vulkanisieren von Kautschuk.   
 EMI1.1 
 bzw. Verbindungen derselben ausgeführt wird. Diese Verbindungen haben   folgenden Formeltypus   : 
 EMI1.2 
 in welchem   R,   den   alicyklisehen   Rest darstellt, der direkt oder mittels eines oder mehrerer Kohlenstoffatome an N gebunden ist, während   R2   ein einwertiges organisches Radikal bedeutet, wie z. B. Alkyl, Aryl oder Aralkyl einen direkt oder indirekt verbundenen   alicyklisehen   Rest, der seinerseits mit      zu 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 sind, während der   earboeyklisehe   Ring, wenn ein solcher vorhanden war, seinen aromatischen Charakter beibehalten hatte. 



   Gemäss der Erfindung werden solche   hydrierte ; sekundäre   Basen verwendet, die einen   hydrierten   carbocyklischen Ring enthalten ; d. h. alicyklisehe Reste und Derivate und Verbindungen derselben   können   als Vulkanisationsbeschleuniger für natürlichen und künstlichen Kaustechuk angewendet werden. Sie können die basische Gruppe als ringbildenden Bestandteil enthalten, wie z. B. im Dekahydroehinolin,   Dekahydrochinaldin,   Perhydromethylindol u. dgl. oder in nicht ringförmiger Verbindung, wie z. B. im Hexahydromethyltoluidin u. dgl. 



   Diese Basen sind erst seit kurzem technisch herstellbar. Sie bieten besondere Vorteile für den vorliegenden Zweck, da Glieder dieser Gruppe z. B. ausgezeichnet für eine neue Art der Vulkanisierung geeignet sind, die so vorgenommen wird, dass das betreffende Material durch   Eintauehen   in Wasser bei niedriger Temperatur vulkanisiert wird ; die genannten Substanzen übertreffen in ihrer Wirksamkeit die besten Ultraacceleratoren, die bisher in den verschiedenen   Vulkanisierungsverfallren   benutzt wurden. 



   Im folgenden werden einige Beispiele der in Betracht kommenden Derivate und Verbindungen angeführt. 



   Derivate der Dithiocarbaminsäure von folgender Formel : 
 EMI1.6 
 und Salze dieser Säuren, Thiuramdisulfide von folgender Formel : 
 EMI1.7 
   Thinrammonosulfidr   von folgender Formel : 
 EMI1.8 
 ferner Thioharnstoff-, Harnstoff-, Guanidin-, Thiokohlensäurederivate und Aldehydderivate. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, die je nach Bedarf   abgeändert werden   kann.
Beispiel l : Eine Mischung von 100 Teilen Rohgummi oder   künstlichem   Kautschuk, 10 Teilen   Zinkweiss, I   Teil Dekahydroehinaldin, 5 Teilen Schwefel wird durch 30 Minuten bei einem Druck von 3 Atm. vulkanisiert. An Stelle von Dekahydroehinaldins können auch   Verbindungen   desselben, z. B. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 das Dekahydrochinaldinsalz der Dithiocarbaminsäure vom Dekahidrochinaldin verwendet werden. 



  Das vulkanisierte Produkt zeigt bemerkenswerten Widerstand gegen Zerreissen. 



   Beispiel 2 : Ein Gemisch von 100 Teilen Kautschuk, 10 Teilen   Zinkweiss, 2-5   Teilen Schwefel,   0'5   Teilen des Zinksalzes der   Cyklohexyl-Äthyldithioearbaminsäure   wird durch 20 Minuten bei einem Druck von 2 Atm. vulkanisiert. Das vulkanisierte Produkt hat die ansehnliche Festigkeit von 170 kg pro Quadratzentimeter bei einer Dehnung von   700%.   



   Beispiel 3 : Es wird zu Tauchzwecken eine   30%ige Benzinlösung   aus einem Gemische von 100 Teilen Kautschuk, 2'5 Teilen Schwefel,   2'5   Teilen Zinkhydroxyd hergestellt. Sobald die zu vulkanisierenden Gegenstände vorbereitet sind, werden sie durch eine Stunde in figer wässeriger Lösung des   Cyklohexyläthylaminsalzes   der   Cyklohexyläthyldithiocarbaminsäure   auf 75  C erhitzt. Man erhält ein sehr vollständig vulkanisiertes Produkt von ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften. An Stelle des Cyklohexyläthylaminsalzes können andere Salze der   Dithioearbaminsäure   verwendet werden. So z. B. das Natriumsalz. 



   Beispiel 4 : Ein Gemisch von 100 Teilen Kautschuk, 3 Teilen Schwefel, 5 Teilen   Zinkweiss,     0'65   Teilen   Thiuramdisulfid   des Dekahydrochinaldins wird während 15 Minuten bei einem Druck von 3 Atm. vulkanisiert. Das entstehende Produkt hat die Festigkeit von 170 kg pro Quadratzentimeter bei einer Dehnung von 760%. 



   Beispiel 5 : 100 Teile Kautschuk, 3 Teile Schwefel, 5 Teile Zinkweiss, 0.55 Teile Thiurammonosulfid des Cyklohexyläthylamins werden durch 15 Minuten bei einem Druck von 21/2 Atm. vulkanisiert. Das entstehende Produkt hat die Festigkeit von 174kgpro Quadratzentimeter bei einer Dehnung von 715%. 



   In ähnlicher Weise wie in den obigen Beispielen wurden ferner folgende Beschleuniger mit gutem Erfolge geprüft : Cyklohexyläthylamin, Cyklohexyläthylamincarbonat,   Cyklohexyläthylaminsulfid,     -polysulfid; Natrium-, Barium-, Magnesium-, Äthylendiamin-, Piperidin-, Dekahydrochinaldinsalze   der   Cyklohexyläthyldithiocarbaminsäure,   asymmetrische Harnstoffe und Thioharnstoffe des   Cyklohexyl-   äthylamins, Cyklohexyl-methylamin und Derivate desselben, wie oben für Cyklohexyläthylamin erwähnt, 4-Methyl- oder 2-Methylcyklohexyl-äthylamin, Cyklohexylamin selber, Cyklohexylacetylamin,   Cyklo-   hexylbenzylamin oder ihre Dithiocarbamate oder andere Salze, alicyklisches Äthyltetrahydro-ss-nyphtylamin und seine Derivate.

     Dekahydroehinolin,     seine Dithiocarbamate oder Thiuramdisulfide,   das 
 EMI2.1 
 metrischen oder unsymmetrischen Thioharnstoffe von   Dekahydroehinaldin,   Dekahydro-2. 6. 8-trimethylchinolin und Derivate derselben, Perhydro-1-methylindol und Derivate desselben wie oben erwähnt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Vulkanisieren von   Kautschuk,   dadurch gekennzeichnet, dass die Vulkanisierung in Gegenwart von   alicyklischen   Basen, deren Derivaten oder Verbindungen durchgeführt wird. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. Vulkanisieren Verbindungen vom Typus EMI2.3 zusetzt, in welcher Formel Ri einen alieyklischen Rest darstellt, der an N direkt oder mit Hilfe eines oder mehrerer Kohlenstoffatome gebunden ist, während R2 ein einwertiges organisches Radikal bedeutet, wie z. B. einen direkt oder indirekt verbundenen alizyklischen Rest, Alkyl, Aryl oder Aralkyl, der seinerseits EMI2.4 EMI2.5 in welcher R Wasserstoff sein kann oder einer der bereits für Rr bzw. R2 genannten Reste, allein oder gemeinsam, und y Schwefel, Sauerstoff oder N R bedeutet.
AT125692D 1927-11-08 1928-10-31 Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk. AT125692B (de)

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