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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Betäuben von Sehlaehttieren, insbesondere von Schweinen, mittels des elektrischen Stromes. Sie besteht darin, dass über einem endlosen Laufband, auf welchem das Tier befördert wird, pendelnd aufgehängte elektrische Kontakte nacheinanderfolgend derart angeordnet sind, dass sie sich nacheinander an den Rücken, die Seiten und an den Kopf oder die Nase des Tieres anlegen, indem sie bis in den Weg des Tieres ragen. Dabei kann das Laufband waagrecht oder schräg nach aufwärts laufen. Im ersteren Falle befindet sieh, wenn das Band erhöht angebracht ist. am vorderen und hinteren Ende desselben je eine schräge Ansteig- bzw. Abrutschbrücke, im andern Falle befindet sich am hinteren Ende des Bandes ein entsprechend erhöhter Tisch, auf welchen das betäubte Tier befördert wird.
Erfindungsgemäss können auch zu beiden Seiten des Förderweges waagrecht pendelnde elektrische Kontakte vorgesehen sein, die sieh beiderseits an den Tierkörper anlegen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt und zeigt Fig. l die Einrichtung mit waagrechtem und Fig. 2 mit schrägem Laufband je im Längsschnitt, Fig. 3 die Draufsicht zu Fig. 2, Fig. 4 die Anordnung auch mit waagrechten Stromkontakten von oben und Fig. 5 von der Seite gesehen.
Das endlose Band 1 ist dazu bestimmt, das Tier zu tragen und zu befördern. Wenn das Band über dem Boden liegt, so führt eine Ansteigbriicke 2 zum Band und ist am Ende desselben eine schräge Brücke 3 vorgesehen, auf welcher das betäubte Tier abrutscht. Das Band läuft waagrecht über Walzen 9 . und 'und wird von Hand oder mittels eines Motors 10 angetrieben. Wenn das betäubte Tier auf einen Tisch zu befördern ist, so wird das Laufband 1 schräg ansteigend angeordnet (Fig. 2) und befindet sich der Tisch 6 am Ende der schiefen Bahn. Wenn die Bahn freisteht, ist beiderseits derselben je ein Ge-
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folgend so angeordnet, dass das auf der Laufbahn befindliche und mit ihr fortbewegte Tier daran anstossen muss.
Diese Kontaktarme sind an geeigneten Trägern, z. B. am Geländer 1'2. entgegen der Wirkung von Federn 15 schwenkbar bzw. pendelnd gelagert und bestehen vorteilhaft aus Klappen, welche den Raum über der Bahn 1 und zwischen den Geländern 12 versperren. Nach den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen ist die auf der Laufbahn zuerst ankommende Kontaktklappe 4, die um die Scharniere13 am Geländer schwenkbar ist, kürzer als die folgende Kontaktklappe 5, die um die Scharniere 14 schwenkbar ist. Beide Kontaktklappen werden durch ihre Federn 1. 5 in senkrechter Pendellage gehalten, und jede Kontaktklappe ist an einen Pol der Stromleitung angeschlossen.
Die kürzere Klappe 4 gleitet über den Kopf des Tieres auf den Rücken desselben, worauf das Tier mit der Nase an den zweiten Kontakt 5 anstösst. Das Tier stellt somit Stromschluss von seiner Nase durch das Gehirn zum Rücken her und wird dadurch betäubt.
Um die Dauer des Stromschlusses zu begrenzen, kann einer der Kontaktarme mit einem Stromunterbrecher in Verbindung stehen, z. B. mit einem Schleifkontakt 7, der bei einer bestimmten Aus- schwenkung der Kontaktklappe. 5 den Strom unterbricht. In die Stromleitung zum Motor kann ein automatischer Aussehalter (Fig. 3) eingeschaltet sein, der den Motorstrom bei Überlastung ausschaltet.
Eine solche Überlastung kann dadurch vorkommen, dass ein Tier störriseh wird, auf der Laufbahn sich querstellt und zwischen die Geländer 12 eingeklemmt wird.
Nach der in den Fig. 4 und 5 im Grundriss bzw. im Aufriss dargestellten Kontaktanordnung besteht der zuerst im Wege stehende Kontakt aus zwei Teilen 4', die um je eine senkrechte Achse 16, 16'waagrecht pendeln und sich wie eine Flügeltür öffnen. Beide Kontaktarme 4' sidn gleichpolig und legen sich zu
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beiden Seiten an den Körper des Tieres an. Der folgende Kontakt 5'ist um eine waagrechte Achse 14' schwenkbar wie die Klappe 5 in Fig. 1. Bei Anwendung von Drehstrom erhält je eine der Klappen 4' in Fig. 4 einen Pol und die Klappe 5'den dritten Pol. Hiebei erfolgt der Stromschluss von der Nase des Tieres über das Gehirn nach beiden Seitenkontakten.
Dadurch wird die Sicherheit des Stromschlusses erhöht, indem beim Versagen eines Polkontaktes ein zweiter Stromschluss vorhanden ist, während sonst der doppelte Stromschluss an sich ein intensiveres Betäuben des Tieres bewirkt.
Die Ausgestaltung der Kontakte und des Laufbandes kann noch auf andere, nicht dargestellte
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Betäuben von Sehlaehttieren mittels des elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, dass über einem waagrechten oder schräg ansteigenden Laufband (1) zum Befördern der Schlachttiere pendelnd aufgehängte elektrische Kontakte (4, 5) derart hintereinanderfolgend angeordnet sind, dass sie in den Weg des Sehlaehttieres ragen und sich nacheinander an dessen Körper und Kopf anlegen.
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