AT125007B - Verfahren zur thermischen Vergütung und zum Blankglühen von nicht zementierbaren. - Google Patents

Verfahren zur thermischen Vergütung und zum Blankglühen von nicht zementierbaren.

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AT125007B
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   Die Erfindung bezieht sich auf die   thermische     Vergütung   von Metallen, wie Kupfer, Silber und von Legierungen, wie z. B. Messing, Alpakka, Bronze u. dgl. Zur Durchführung der thermischen Ver-   gutung   stehen dem Fachmann verschiedene Methoden, wie z. B. das Arbeiten mit neutralen Gasen, die Anwendung von   Salz- und Metal1bäc1ern, die Verwendllng von Holzkohle   und Eisenspänen, die Anwendung von Vakuumöfen usw. zur Verfügung. In der Praxis ist man bisher zumeist derart verfahren, dass man die zu vergütenden Metalle oder   Legierungen in Muffelöfen   oder   Salzbädern   erhitzte und sie anschliessend einer Kühlung unterwarf. Diese Verfahren bieten den Nachteil, dass unedle Bestandteile der Legierung unter Bildung von Oxydsehiehten oxydiert werden.

   Da diese häufig recht   weitgehende Verzunderung"   die Weiterverarbeitung erschwert. mÜssen die vergüteten Metalle oder Legierungen,   z.   B. Bleche, vor der   Weiterverarbeitung   einem   Beizungsvorgang   unter Säureaufwand unterworfen werden. Die Verzunderung ist dann besonders lästig, wenn das Metall oder die Legierung einer mehrfachen Vergütung unter Zwischenschaltung thermischer   Vergütunsprozesse unterworfen   werden muss, da alsdann die 
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   Arbeits-und Säureaufwand   sehr erheblich ins Gewicht fallen. 



   Dieser Übelstand kann dadurch vermieden werden, dass die thermische Vergütung der in Betracht kommenden Metalle und Legierungen unter Verwendung von   Salzschmelzbädern   durchgeführt wird, welche geringe Mengen von oxydierbaren Stoffen. wie z. B. feinstverteilte Kohle, Cyanide oder Stoffe, welche solche unter den gegebenen   Bedingungen   zu bilden   vermögen,   wie z. B. verkohlbare organische Substanzen : enthalten. Für die Herstellung des Salzbades sind dabei solche Salze oder   Salzgentische   zu verwenden, welche mit den zugesetzten oxydierbaren Stoffen oder ihren Bildnern schädliche Umsetzungen nicht eingehen. Als geeignete Salze kommen z. B. Kochsalz, Chlorkalium, Soda u. dgl. in Betracht.

   Die Zusammensetzung der Salzgemisehe wird zweckmässig so gewählt, dass die Bäder bei Arbeits-   temperatur möglichst dünnflüssig   sind, was in an sich   bekannter Weise z.   B. durch Verwendung von Salzgemischen erzielt werden kann. welche verschiedene metallische Komponenten, z. B. Kalium und Natrium, oder verschiedene Säuren enthalten. Man kann z. B. auch derart verfahren. dass Bädern, welche z. B. aus geschmolzenem Chlorkalium bestehen, die oxydierbaren   Verbindungen   in Form von   Natrium-   salzen zugesetzt werden oder umgekehrt. 



   Es ist bereits bekannt, Cyansalze enthaltende Salzschmelzbäder zum Zementieren von Eisen und Eisenlegierungen zu verwenden. Derartige Bäder enthalten sehr   beträchtliche     Cyanidmengen, z.   B. 



  40-50% und mehr. 
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   Da die Verzunderung hauptsächlich dann eintritt, wenn die   Gegenstände   aus dem hoeherhitzten Bad entfernt und z. B. in das Kühlbad übergeführt werden, so war   es in hohem Masse überraschend,   dass 
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 stände völlig vor Verzunderung zu schützen. 



   Die Zusatzstoffe können von vornherein oder auch   nach und nach   in das Bad eingetragen werden ; jedenfalls soll aber dafür Sorge getragen werden, dass das Bad nicht völlig an ihnen verarmt. 
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 verzundertem Zustand in dasselbe eingeführt worden sind. Das Verfahren eignet sich mithin nicht nur zur thermischen   Vergütung,   sondern auch zum Blankglühen von Metallen und Legierungen. 



   Es ist, wie eingangs erwähnt wurde, bereits vorgeschlagen worden, Holzkohle und Eisenspäne zur thermischen Vergütung von Metallen zu verwenden, insbesondere dann, wenn das   Metall längere   Zeit ausgeglüht und dann langsam bis auf   Zimmertemperatur   abgekühlt werden soll. Hiebei wird der gegebenenfalls in Asbestpapier eingewickelte   Metallgegenstand mit   2   f   dicken   Schichten von   Eisenspänen und ausserdem mit einer etwa 1   CMi dicken Schicht von   Holzkohle bedeckt und alsdann erhitzt. 



  Aus diesem Verfahren konnte sicher nicht geschlossen werden, dass man bei Verwendung von Salzbädern. welche nur ganz geringe Mengen von Cyaniden enthalten. die Metalle bzw.   Legierungen völlig gegen     Verzunderung     schützen   und sogar   blankglühen   kann. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung bietet den Vorteil, dass die zu behandelnden   Gegenstände   einer sehr raschen und gleichmässigen   Erwärmung     auf die gewünschte   Temperatur unterworfen werden. Die aus dem Schmelzbad kommenden Gegenstände zeigen nach dem Abkühlen ein   völlig   blankes Aussehen. u. zw. auch dann, wenn sie in bereits oxydiertem Zustand in das Bad eingeführt worden sind. Nach- 
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 armen   Gasen unterworfen und   alsdann im Sinne der Erfindung im Salzbad vergütet werden. Z. B. kann man die zu vergütenden   Gegenstände     zunächst   mit heissen Abgasen, z. B. den Abgasen des   Schmelzofens.   auf gewünschte Temperatur vorwärmen und sie dann in bereits heissem Zustand in das Schmelzbad einführen.

   Diese Arbeitsweise ist dadurch ermöglicht, dass die bei der   Vorbehandlung   etwa erfolgte ober- 
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 Temperaturerniedrigung des Schmelzbades durch Einbringung kalter Gegenstände nicht stattfindet. wodurch die   Leistungsfähigkeit   des Bades stark erhöht wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur thermischen Vergütung und zum Blankglühen von nicht zementierbaren Metallen oder Legierungen durch Erhitzen der zweckmässig einer Vorwärmung unterworfenen Metalle. Legierungen oder daraus hergestellten Gegenstände in Schmelzbädern, die oxydationsfähige Stoffe enthalten. dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt der Schmelzbäder an oxydationsfähigen Stoffen, wie Cyansalze oder feinverteilte Kohle, weniger als 10% beträgt.
AT125007D 1927-12-19 1927-12-19 Verfahren zur thermischen Vergütung und zum Blankglühen von nicht zementierbaren. AT125007B (de)

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