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Die Erfindung bezieht sieh auf elektrische Leuchtröhren mit einer beim Betriebe erwärmten, unedle Gase, wie Kohlensäure, Stickstoff und Wasserstoff, nachliefernden Substanz. Die Gasnaehlieferung erfolgt bei solchen Röhren bisher meist durch eine für gewöhnlich ausgeschaltete elektrische Heizanordnung, die erst bei einer bestimmten Höhe der Strombelastung der Röhre, also der Stromstärke, selbsttätig zur Einschaltung kommt. Die das Stromschlussorgan für den die Heizanordnung enthaltenden Heizstromkreis beeinflussende Wicklung liegt hiebei in Reihe mit den Elektroden der Röhre.
Es hat sich nun gezeigt, dass bei solchen Röhren, u. zw. gleichgültig, ob diese ausschliesslich mit unedlen Gasen oder Gemischen von unedlen Gasen und Edelgasen gefüllt sind, die Regelung der Gasnaehlieferung durch die beim Sinken des Füllgasdruekes ansteigende Stromstärke nicht immer befriedigende Ergebnisse zeitigt, u. zw. deswegen, weil sich die Stromstärke nicht nur bei wechselndem Füllgasdruck, sondern auch noch bei Schwankungen der Netzspannung ändert.
Es ist daher öfter vorgekommen, dass trotz richtiger Bemessung der Heizanordnung und der gasnachliefernden Substanz der richtige Gasdruck durch auftretende Schwankungen der Netzspannung nicht eingehalten wird, was dann zu einer unerwünschten Verfärbung der Röhre und manchmal sogar zu einem vorzeitigen Erlöschen derselben führt. Diese Nachteile lassen sich, wie festgestellt wurde, vermeiden, wenn die das Stromschlussorgan für den Heizstromkreis, etwa ein elektromagnetischer oder ein thermisch betätigter Schalter, beeinflussende Wicklung nicht in Reihe mit den Röhrenelektroden, sondern hinter einem spannungsausgleichenden Widerstand, etwa die übliche Drosselspule, parallel zu den Röhrenelektroden gelegt wird.
Die Einschaltung der Heizanordnung erfolgt alsdann nicht mehr in Abhängigkeit von der Strombelastung bzw. Stromstärke, sondern
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Grenzen unabhängig von der Netzspannung, also auch auftretenden Schwankungen der Netzspannung ist und sich nur bei einer Änderung des Füllgasdruckes ändert.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der neuen Leuchtröhre im Schaltungsschema veranschaulicht.
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etwa Glaspulver oder Emaillepulver, bestehen. In den von den Primärleitungen 15 abzweigenden Heizstromkreis 16 sind zwei Kontakte 10 eingebaut, die bei sinkendem Filllgasdruek Überbrückt werden, damit bei Stromzuführung zur Heizdrahtwicklung 12 der Stab 14 erhitzt und Füllgas zur Nachspeisung der Röhre entwickelt wird. Das Stromschlussorgan für die Heizdrahtwicklung 12 besteht aus einer an dem Elektromagnetkern 8 angebrachten, die Kontakte 10 überbrückenden Platte 9. Die den Elektro-
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Bei auftretenden Spannungsschwankungen im Netz bewirkt die Drosselspule 6, da die Spannung an der Röhre und damit auch am Transformator 4,5 unverändert bleibt, einen Ausgleich der zugeführten Netzspannung, indem sie entweder mehr Spannung abdrosselt oder mehr Spannung durchlässt. Die sieh bei Schwankungen der Netzspannung auch ändernde Stromstärke wird dagegen von der Drosselspule 6, wie an sich bekannt, nicht beeinflusst.
Da die Elektromagnetwicklung jedoch dadurch, dass sie parallel zur Röhre liegt, auf Stromstärkeänderungen nicht anspricht, so erfolgt bei Schwankungen der Netzspannung keine Gasnachspeisung, sondern höchstens vorübergehend eine etwas stärkere oder schwächere Belastung der Leuchtröhre und damit eine geringe Steigerung oder Abnahme der ausgestrahlten Licht-
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Glühelektroden 2'unter Fortfall eines Transformators unmittelbar durch die Leitungen 3 an das Netz angeschlossen. Die Glühelektroden können hiebei unmittelbar durch die angelegte Spannung oder aber auch unter Verwendung einer zweckmässig nur vorübergehend eingeschalteten Heizdrahtwicklung zum Glühen gebracht werden.
Die in den Heizstromkreis 16 eingeschaltete Heizdrahtwicklung 12 umgibt in diesem Beispiel nicht einen festen gasabgebenden Stab, sondern einen in dem Ansatzgefäss 13 untergebrachten kleinen Metallbehälter 14', in welchem eine pulverförmige gasnachliefernde Substanz untergebracht ist. Das Stromsehlussorgan besteht aus einem thermisch betätigten Schalter in Gestalt eines kleinen Gefässes 23, das eine auf die beiden Kontakte 10 einwirkende Quecksilbersäule 25 enthält.
Die zur Herstellung der Quecksilbersäule dienende, in einer indifferenten Gasatmosphäre untergebrachte Heizdrahtwicklung 24 liegt in einer die beiden Elektrodenzuleitungen 3 überbrückenden Leitung 22, so dass die Erwärmung des ständig stromdurehflossenen Heizdrahtes 24 von der Spannung an der Röhre abhängig ist. Sinkt die Röhrenspannung, so wird der Glühdraht 24 weniger hoch erhitzt. Dies hat dann durch Druckabnahme des das Gefäss 23 anfüllenden Gases ein Verschieben der Quecksilbersäule 25 und
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dass als thermisch betätigter Schalter ein in einem abgeschlossenen Gefäss 26 untergebrachter Bimetallstreifen 27 Anwendung findet.
Innerhalb des Gefässes 26 befinden sich in dichtem Abstand voneinander zwei Kontakte 10', von denen der eine durch den Bimetallstreifen 27 getragen wird. Der im Heizstromkreis 16 liegende Bimetallstreifen 27 ist von einer Heizdrahtwicklung 28 umschlossen, die in der die
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ist. Für gewöhnlich wird durch Einwirkung dieser Heizdrahtwicklung 28 der Bimetallstreifen 27 derart durehgebogen, dass die Kontakte 10' ausser Berührung sind.
Sinkt die Spannung an der Röhre, so nimmt zufolge geringerer Wärmestrahlung der Heizdrahtwieklung 28 der Bimetallstreifen 27 eine gestrecktere Lage ein, was dann zur Berührung der Kontakte 10'und damit ebenfalls zur vorübergehenden Einschaltung der Heizdrahtwicklung 12 für die gasnaehliefernde Substanz führt.
Das eigentliche Stromschlussorgan kann natürlich auch eine beliebige andere Ausbildung erhalten.
Der von der Heizdrahtwicklung 12 beeinflusste gasnachliefernde Stoff kann statt aus einem festen Stab oder losem Pulver auch aus einem Beschlag, einer Paste oder einer Flüssigkeit bestehen. Gegebenenfalls kann die Heizdrahtwieklung 72 auch, ähnlich wie bei dem bekannten Mooreventil, zum Verstellen eines von ihr umschlossenen, den Weg zu einem Vorratsbehälter für Nachfüllgas adsperrenden Ventilkörpers dienen.
Eine derartige Einrichtung der letzterwähnten Art ist in der Fig. 4 in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Die wiederum in den Leitungen 16 liegende Wicklung 12 umschliesst in diesem Falle nicht eine Gas abgebende Substanz, sondern einen in einem Behälter 29 anteordneten Schwimmer-
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taucht und gleichzeitig einen Kohlekegel 32 umschliesst. Der den Schwimmerkörper 30 aufnehmende Behälter 29 steht durch einen Stutzen mit einem Gasvorratsbehälter 34 und ausserdem durch einen Stutzen 35 mit der Leuchtröhre 1 in Verbindung. Der Kohlekegel 32 greift mit einem zylindrischen Ansatz 36 in den Verbindungsstutzen 35 abdichtend ein. Normalerweise nimmt der Schwimmerkörper 30 die in vollen Linien gezeigte Lage ein, wobei der Spiegel des Quecksilbers 31 so hoch ist, dass der Kohlekegel vollkommen vom Quecksilber bedeckt ist.
Es kann demgemäss normalerweise kein Gas aus dem
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wiederum parallel zu den Röhrenelektroden 2'und hinter dem Röhrenwiderstand liegenden, auf abfallende Spannung ansprechenden Stromsehlussorganes die Wicklung 12 eingeschaltet wird, so hebt sich der Schwimmerkörper 30 in die punktiert gezeichnete Lage. Der Quecksilberspiegel sinkt dann unter Freilegen der Spitze des Kohlekegels ab, was zur Folge hat, dass dann etwas Füllgas durch den Kohlekegel hindurch in die Leuchtröhre 1 übertreten kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Leuchtröhre mit einer beim Betriebe erwärmten, unedle Gase nachliefernden Substanz, die unter der Einwirkung einer für gewöhnlich ausgeschalteten elektrischen Heizanordnung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die das Stromschlussorgan für den Heizstromkreis beeinflussende Wicklung (7, 24, 28) hinter einem spannungsausgleiehenden Widerstand, etwa der üblichen Drosselspule (6), parallel zu den Röhrenelektroden ( gelegt ist, so dass die Einschaltung der Heizanordnung nur in Abhängigkeit von der an der Röhre liegenden Spannung erfolgt.