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Verfahren zur Herstellung von durch Trocknung angereichertem Snperphosphat.
Bekanntermassen lässt sich nach den bisher üblichen Arbeitsmethoden aus niedrigprozentigen Phosphaten nur ein dementsprechend niedriges Superphosphat herstellen. So erhält man beispielsweise aus Constantin-Phosphat mit 65% CagP20s nur ein Superphosphat mit rund 16% wasserlöslicher P20s aus Marokko-Phosphat mit 75% Calos ein solches mit rund 18% wasserlöslicher P2Os.
Vorliegendes Verfahren bezweckt nun eine Anreicherung der Pis im Super, wodurch es gelingt, beispielsweise aus Constantin-Phosphat 18%iges Super herzustellen. Das geschieht erfindungsgemäss dadurch, dass man das frische Superphosphat ohne vorherige Trocknung möglichst gut ausreagieren lässt, d. h. bis zur weitgehenden Abbindung des Gipses lagert und dann erst die Trocknungsoperation vornimmt.
Es ist an sich bekannt, mehr oder minder frisches gewöhnliches Superphosphat durch Darren
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löslichen P20s nur gelungen, eine zu den entstehenden Kosten verhältnismässig geringe Zunahme an wasserlöslichen P20s zu erzielen.
Beim Trocknen von mehr oder minder frischem Superphosphat ist, um nur 3 bis 4% Wasser zu entfernen, nur eine mässige Temperatur nötig. Will man aber, wie beim vorliegenden Verfahren, ein Pro- dukt mit nur 5 bis 6% Wasser erhalten, so bilden sich infolge der physikalischen Beschaffenheit des Pro- duktes leicht pillenartige Conglomerate. die von einer Gipsschicht umgeben sind. Um diese Teile auf den nötigen Wassergehalt herunterzutroeknen, muss mit einer so hohen Temperatur getrocknet werden, dass ein Teil des sauren phosphorsauren Kalkes sein Kristallwasser verliert und so in die wasserunlösliche
Verbindung übergeführt wird.
Neuerdings hat man auch versucht (Gaillard), durch Trocknen von frischem Super in einer Zylinderdarre und nochmaliges Darren nach einer zwischengeschalteten Lagerung hochprozentiges Super herzustellen. Dieses Verfahren leidet aber an dem Fehler, dass zweimal gedarrt werden muss. Abgesehen von dem dadurch bedingten beträchtlichen Mehraufwand an Kohlen erfordert dieses Verfahren aber die Anlage von Zwischensilos und anderen maschinellen Apparaturen, die bei dem angemeldeten Verfahren fortfallen, so dass eine sehr bedeutende Ersparnis an Anlagekapital, sowie an Löhnen und Heizmaterial erreicht wird, die bei einem Produkt von der Wertordnung des Superphosphates von entscheidender Wichtigkeit ist.
Das vorliegende Verfahren erreicht den gesuchten Effekt mit einmaliger Darre, indem man das gut aufgeschlossene Superphosphat zunächst bis zur völligen Abbindung des Gipses, wozu für die ver- schiedenen Superphosphate ganz verschiedene Zeiträume nötig sind, lagern lässt und dann erst darrt. Bei solcher Arbeitsweise kann der Wassergehalt bei Temperaturen heruntergedarrt werden, die einen Verlust an wasserlöslicher POs noch nicht bedingen.
Die Bindung des Gipses zu Ca SO, +2H. 0 findet beim Aufschluss nicht sofort statt, sondern erst nach kürzerer oder längerer Zeit. Ist diese Umsetzung vollkommen vollendet, so findet beim Erhitzen die Bildung der pillenartigen Conglomerate nicht mehr oder kaum statt und man braucht daher auch nicht mehr die hohe Temperatur zur Austreibung von Wasserdampf anzuwenden.
Der Troekenprozess ist so zu leiten, dass bei einer Temperatur der Eintrittsgase von 450 bis 600 C die Temperatur der aus der Trommel austretenden Ware 45 bis 70 C beträgt. Genaue Zahlen lassen sieh nicht angeben, denn naturgemäss hängen die zur Darrung notwendigen Temperaturen stets ab von dem Wassergehalt, den die zu darrende Ware ursprünglich hat und von dem Wassergehalt, den die gedarrte Ware haben soll. Diese Zahlen müssen empirisch von Fall zu Fall festgestellt werden. Ebenso ist es nötig, durch dauernde Kontrolle festzustellen, wieviel Wasser durch Trocknen entfernt werden soll bzw. kann, um eine einwandfreie, nicht überhitzte Ware zu bekommen und das Zurückgehen der Phosphorsäure zu verhüten.
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