AT122418B - Metalldampf-Gleichrichter. - Google Patents

Metalldampf-Gleichrichter.

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AT122418B
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Gleichrichter Ges M B H
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  Metalldampf-Gleichrichter. 



     Metalldampf-Gleiehriehter   mit einer von aussen   elektromagnetisch   betätigten drehbar gelagerten Zündanode in Form eines zweiarmigen Hebels sind bekannt. Den bisher bekannt gewordenen Konstruktionen dieser Art haftet jedoch vor allem der Mangel an, dass sie fabrikationstechnisch sehr schwer herzustellen sind. Bei einer   bekannten   Ausführungsform, bei der ein Ende eines waagebalkenartigen Hebels von einem   ausserhalb   des Gleichrichters befindlichen Elektromagneten angezogen wird. muss an der Glasinnenwand eine Lagervorrichtung für den Hebel angebracht werden, zu deren Einbringung eine erheblich grössere Öffnung erforderlich ist, als sie sonst zum Einsetzen einer Hilfselektrode notwendig ist.

   Das Verschmelzen einer solchen verhältnismässig grossen Öffnung mit einem Rohransatz ist glastechnisch ausserordentlich schwierig. Bei den bekannt gewordenen Konstruktionen findet ferner die Einwirkung des aussenliegenden Elektromagneten auf den im Innern des Kolbens befindlichen Anker bzw. Zündhebel durch die Glaswand hindurch statt.

   Dies   bedingt naturgemäss   einen verhältnismässig grossen Abstand zwischen Magnetkern und Anker, und es ist dementsprechend ein verhältnismässig grosser und kräftiger Elektromagnet erforderlich, um am Anker eine genügend grosse Zugkraft zustande zu bringen. Ähnliche Schwierigkeiten ergaben sich bei Ausbildung des Zündmagneten als Solenoid, das auf einen frei beweglichen Eisenkern in einen   rohrförmigen Ansatz   am   Gleichrichtergefäss   wirkt, der entweder eine feste Zündanode trägt oder einen   Quecksilberstrahl   erzeugt, welcher die Zündung bewirkt. 



  Das Vorhandensein eines   verhältnismässig schweren Eisenkerns im Innern   des   Gleichrichtergefässes   bedingt ausserdem erhöhte Bruchgefahr beim Transport. Den bekannten Konstruktionen haftet auch der Nachteil an, dass eine Reibung irgendwelcher Metallteile an der innen-n Glaswand des Gefässes nicht vermeidbar ist, wodurch bei   längerem   Betrieb die glatte   Glasoberfläche   verletzt wird, auch wenn diese nur ganz geringfügig ist, bedingt sie eine erhebliche Verringerung der Festigkeit der betreffenden Glas- wandung. 



   Die Erfindung vermeidet die Nachteile dieser bekannten Konstruktionen. 



   Gemäss der Erfindung befindet sich der eine Pol des ausserhalb des Glaskolbens befindlichen
Elektromagneten im Innern eines   gleichzeitig zur Stromeinfuhrung   für die Zündanode dienenden, in das Glas   eingesehmolzenen     Metallhütchens   an sich bekannter Bauart, gegen das der eine Hebelarm der   Zündanode   bei Erregung des Magneten gezogen wird. Am Ende des andern Hebelarmes wird hiebei in bekannter Weise der   Zündfunke   erzeugt. Zweckmässig können die Lager der Zündelektrode am
Hütchen selbst befestigt sein. 



   In der   Zeichnung   ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. 



   1 ist der untere Teil eines Gleichrichterkolbens, 2 das darin befindliche   Kathodenquecksilber,  
3 die Kathodeneinführung, 4 ist das in einen entsprechenden Stutzen des Glasgefässes   eingesehmolzene     Metallhütchen,   das zur STromeinführung für die Zündanode dient, und in dessen Innern sich der Eisen- kern 5 befindet, auf den die   Magnetspule   6 aufgeschoben ist. Die äussere Stromzuführung 7 zum Metall- hütchen kann neben dem Eisenkern herausgeführt sein, oder sie kann, wie in der Figur dargestellt, durch eine Bohrung oder Nut des Kernes hindurchgeführt sein, oder es kann auch der Magnetkern selbst als   Stromzuführung   dienen, wenn er mit dem   Hütchen   in leitende Verbindung gebracht wird.

   Am Boden des Hütchens 4 ist ein leichter Lagerboek od. dgl. 8 angebracht, in dem die bewegliche, hebelartig ausgebildete Zündelektrode 9-10 gelagert ist. Ihr Ende 9 besteht aus ferromagnetischem Material und befindet sich unterhalb des Hütchens. Es kann gegebenenfalls etwas zylindrisch gebogen sein. Das 

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 EMI2.1 
 geringe Stromstärken handelt, anderseits die ganze Einrichtung sieh im   Hochvakuum   befindet, so dass eine Oxydation der Lagerteile, die den   Stromdurchgang   beeinträchtigen könnte, nicht eintreten kann. 



  Gegebenenfalls kann aber auch durch die Anbringung einer Feder, Litze od. dgl. eine von der   Lagerung   unabhängige Stromleitung erzielt werden. 



   Um bei etwaigen Unregelmässigkeiten im Zündvorgang, z. B. bei falscher Stellung des Kolbens, bei denen ein Lichtbogen auf der   Zündanode   anstatt auf dem Quecksilber entstehen könnte zu ver- 
 EMI2.2 
 bracht werden. 



   Da die Wandungen des   Metallhütchens   im Vergleich zur Stärke der Glaswand des Kolbens sehr dünn gehalten werden können, so bietet die Erfindung weiter den Vorteil, dass der Abstand zwischen dem Eisenkern des Elektromagneten und dem Ende 9 des Zündhebels gegenüber den bekannten   Kon-   struktionen erheblich verkleinert werden kann. so dass es möglich ist, mit einem   kleinerenElektroma2, neten   auszukommen. Erfindungsgemäss kann dieser Vorteil noch weiter gesteigert werden dadurch, dass das   Metallhütehen   4 ebenfalls aus ferromagnetischem Material hergestellt wird, so dass es als   Polsehuh   wirkt. 



  Erfindungsgemäss   kann schliesslich noch   auf den Glasstutzen eine Hülse 12 geschoben oder auf letzteren   aufgekittet   sein, welche als Träger für die Magnetspule dient. 



   Die Erfindung ist im einzelnen nicht an das dargestellte Beispiel gebunden : z. B. kann die Anord- nung auch so getroffen werden, dass die Zündelektrode im Ruhezustand in das Quecksilber eintaucht 
 EMI2.3 
 Magnet dauernd erregt bleiben oder auch nach beendigter Zündung wieder abgeschaltet werden. Da in letzterem Falle der Lichtbogen sich gern auf die Zündelektrode selbst setzt, muss wenigstens ihr unterer Teil bis zum isolierenden Überzug 11 aus einem liehtbogenbeständigen Material, z. B. Wolfram, bestehen. Wenn zur Erregung des Magneten Wechselstrom benutzt wird, kann zweckmässig der   Magnetkern J   unterteilt, z. B. als   Drahtbündel   ausgebildet werden. 



   Die Erfindung betrifft nicht nur Gleichrichter, bei denen Quecksilber das Kathodenmaterial bildet, sondern auch solche, bei denen ein anderes festes oder halbfestes Metall (Amalgam) als Kathodenmaterial verwendet ist. 



   PATENT-ANSPRUCHE :   l.     Metalldampf-Gleichnchter   mit einer von aussen elektromagnetisch betätigten, drehbar gelagerten Zündanode in Form eines zweiarmigen Hebels, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Pol des ausserhalb des   Gleichrichtergefässes   befindlichen Elektromagneten   (5, 6) sich   im Innern eines in einen Glasstutzen eingesehmolzenen, als Stromeinführung für die Zündelektrode dienenden   Metallhütchens (4)   befindet, gegen das der eine aus ferromagnetischem Material bestehende Hebelarm   (9)   der   Zündanode   
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. 2. Metalldampf-Gleichriehter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (8) für die Zündelektrode am Metallhütchen (4) befestigt ist. EMI2.5 aus ferromagnetisehem Material besteht.
    4. MetaIldampf-GleiehrihternaehAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Hebelende M stellenweise ein isolierender Überzug, z. B. ein Glastropfen (11) angebracht ist.
    5. Metalldampf-Gleichriehter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Glasstutzen EMI2.6
AT122418D 1929-07-17 1930-04-30 Metalldampf-Gleichrichter. AT122418B (de)

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