AT122054B - Verfahren zur Verfestigung von wasserdurchlässigen sandigen Massen, Bauwerken und Bauteilen. - Google Patents
Verfahren zur Verfestigung von wasserdurchlässigen sandigen Massen, Bauwerken und Bauteilen.Info
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Description
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Verfahren zur Verfestigung von wasserdurchlässigen sandigen Massen, Bauwerken und
Bauteilen.
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Bekannt ist es, wasserhaltige rissige Bodenschichten durch eingespritzten Zoment zu festigen. wozu die Risse oder Spalten solcher Schichten zunächst durch Einführen eines durch vorheriges Mischen von Chemikalienlösungen gebildeten feinverteilten Niederschlages für die Aufnahme des Zements vorbereitet werden.
Ferner ist ein Verfahren zum Abteufen von Schächten unter Tränkung des Bodens mit Dichtungsstoffen bekannt, bei dem in das Erdreich eine zuvor hergestellte Mischung von Chemikalien, vorzugsweise eine Lösung von Kieselsäuresalz in verdünnter Säure, eingeführt wird. Schliesslich gibt es noch ein Verfahren zum Anmachen von Mörtel, Zement oder Beton, nach welchem diesen Stoffen zwecks Erzielung einer grösseren Dichte eine Silikatlösung beigemischt wird. der vor dem Gebrauch ein oder mehrere Salze, vornehmlich Nitratsalze zugesetzt worden sind.
Zum Unterschiede von diesen bekannten Verfahren wird nach der Erfindung zur Verfestigung von sandigen Massen oder Baukörpern keine vorher bereitfte Mischung von Lösungen in den Boden oder den Baustoff eingebracht und auch kein Zement und ähnliches Material verwendet, sondern erfindungsgemäss wird die Verfestigung dadurch erreicht, dass in die zu verfestigende Masse Lösungen von Chemikalien in bestimmter Reihenfolge nacheinander eingebracht werden, u.
zw. sind diese Chemikalien so beschaffen und ihre Konzentration ist so gewählt, dass vermöge der innerhalb der mit ihnen behandelten
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entsteht, dessen Adsorptionswirkung allein oder in Verbindung mit seiner eigenen Verfestigung oder seiner chemischen Umsetzung mit den eingeführten Chemikalien eine Verfestigung und gegebenenfalls auch eine Dichtung der damit behandelten lockeren wasserdurchläsigen Massen zur Folge hat.
Als hiefür geeignete Chemikalien sind u. a. zu nennen : kieselsäurehaltige Stoffe wie Wasserglas einerseits und Salz-oder Säurelösungen, insbesondere elektrolytbildende Salze der alkalischen Erden. anderseits.
Zum Beispiel wird zunächst eine Kieselsäurelosung und dann eine Salzlösung, statt letzterer
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zur dauernden Verfestigung führt.
Auf diese Weise können, wie zahlreiche Versuche im Laboratorium und in der Praxis bestätigt haben, lockere sandige Massen, seien es nun Bodenschichten oder Aufschüttungen, aber auch Fundierungen und andere Bauwerke oder Bauteile gründlich verfestigt und nötigenfalls wasserundurchlässig gemacht werden, ohne dass man hiezu Zement oder ähnliche Stoffe zu verwenden braucht.
In erster Linie ist das Verfahren zur Verfestigung von wasserdurchlässigen sandigen Massen bestimmt, die wie erwähnt, natürliche Bodenschichten oder Aufschüttungen sein können, auch solche,
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sie sich innerhalb oder ausserhalb von Holz-, Metall-, Beton-oder Frostschichtwänden befinden.
Auch für den Schachtbau sowie für die Herstellung von Baugrube ist das Verfahren mit Vorteil anwendbar, u. zw. zur Verfestigung und Abdichtung des den Schacht oder die Baugrube umschliessenden Erdreichs sowie zur Abdichtung ersoffener Schächte ; ferner eignet es sich für den Bau und die Wiederinstandsetzung von Dämmen und Deichen und endlich zur Verfestigung (Konservierung) wasserdurchlässiger und verwitterter Bauwerke wie Sehaehtauskleidungen, Fundamente, Brückenpfeiler und andere Bau-
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Während man beim Verfestigen von Bodenschichten oder Aufschüttungen die die Verfestigung herbeiführenden Chemikalien in zweckentsprechender, auch unter Berücksichtigung der Beschaffenheit des Bodens oder Schüttgutes gewählter Konzentration aufgiesst (berieselt) oder bis zu mehr oder weniger grosser Tiefe einspritzt, kann man bei der Dichtung von Bauwerken in der Weise verfahren. dass man die betreffenden Lösungen nacheinander auf die Oberfläche der zu behandelnden Baukörper aufträgt.
Der Auftrag kann nötigenfalls mehrmals wiederholt werden.
Es entsteht dann eine von der Oberfläche aus mehr oder weniger tief in die Baustoffe eindringende
Schutzschicht, die das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit und die dadurch herbeigeführte Verwitterung verhütet und die Baustoffe oberflächlich härtet.
Will man eine tiefer in die Baukörper eindringende Schutzschicht erzeugen, so empfiehlt es sich. die einzelnen Chemikalien nacheinander unter Druck gegen deren Oberfläche zu spritzen.
Handels es sich um sehr dicke Mauern, so ist es auch möglich, sie anzubohren und die Chemikalien durch in diese Bohrlöcher eingeführte Spritzdüsen einzupressen, wodurch man eine besondere griindliehe und tiefreichende Verfestigung erzielt.
Sollen nur einzelne nicht zu umfangreiche Bauteile verfestigt werden, die für sieh behandelt werden können, so kann man das Verfahren in der Weise ausüben, dass man diese Teile in die einzelnen Lösungen nacheinander eintaucht, und zur Steigerung der gewünschten Wirkung kann man hiebei die TränkunE- flüssigkeiten unter Druck setzen.
Handelt es sich um die Verfestigung trockener Massen, Baukörper usw., so ist es ratsam, sie vor der Anwendung der Verfestigungsehemikalien mit Wasser, das auch gewisse Zusätze in physikalischer Lösung enthalten kann, z. B. Seifenlösung, zu durchtränken. Eine solche Vorbehandlung empfiehlt sich zuweilen auch bei feuchten Massen, um aus diesen Stoffe, welche die Wirkung der Verfestigungsehemikalien stören könnten, auszuspülen oder solche Stofe zu neutralisieren.
Schliesslich kann auch eine Nachbehandlung der verfestigten Massen stattfinden, wodurch die Verfestigung noch erhöht und die Abdichtung gesteigert wird. Zu diesem Zweck werden besondere Chemikalien in gelöster Form einzeln und nacheinander in ähnlicher Weise wie die eigentlichen Verfesti- gungsehemikalien zur Anwendung gebracht. Nicht ausgeschlossen ist es, derartige Chemikalien auch vor der eigentlichen Verfestigung in die zu behandelnden Massen einzubringen.
PATENT-ANSPRFCHE :
1. Verfahren zur Verfestigung von wasserdurchlässigen sandigen Massen, Bauwerken und Bauteilen, dadurch gekennzeichnet, dass in die zu behandelnden Massen Lösungen von Chemikalien nacheinander eingeführt werden (beispielsweise zunächst kieselsäurehaltige Stoffe wie Wasserglas und sodann eine Salz-oder Säurelösung, insbesondere elektrolytbildende Salze der alkalischen Erden), die vermöge ihrer Art und Konzentration so aufeinander einwirken, dass unter Gelbildung (z. B. von Kieselsäureanhydrid) eine Verfestigung und gegebenenfalls auch eine Dichtung der mit ihnen getränkten Schichten erfolgt.
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Claims (1)
- Gem uer eingepresst werden.4. Verfahren nach Anspruch 1, zur Verfestigung einzelner Bauteile, dadurch gekennzeichnet, dass diese Teile in die einzelnen Chemikalienlösungen nacheinander eingetaucht und die letzteren hiebei nötigenfalls unter Druck gesetzt werden. EMI2.3 festigenden Massen dienenden Wasser reinigende und gegebenenfalls neutralisierende Zusätze, z. B.Seifenlösung, beigemischt werden.
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