AT121973B - Verfahren zur Herstellung von Glühphosphaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glühphosphaten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Glühphosphaten. 



   Es ist bekannt,   Glühphosphate   durch Glühen von Mischungen von   Phosphoriten,     Alkali.   karbonaten oder Alkalisalzen oder Magnesiumverbindungen oder Mischungen dieser und Kieselsäure mit oder ohne Verwendung von Wasserdampf herzustellen und dabei den Aufschluss im Drehrohrofen zu vollziehen. Man erhält dabei Produkte. welche die   Phosphorsäure   in zitronensäure-oder in   zitratloslicher   Form enthalten.

   Von besonderem Interesse sind in letzter Zeit die Methoden zur Herstellung von Glühphosphaten mit zitratlöslicher Phosphorsäure geworden, wobei unter   Zitratlöslichkeit   Löslichkeit in ammoniakalischer   Zitratlösung   nach Petermann verstanden ist. weil sich herausgestellt hat. dass diese Form der   Phosphorsäure der     wasserlöslichen   Phosphorsäure des Superphosphats gleich zu bewerten ist. 
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 aber nur wenige Eingang in die Praxis gefunden, weil entweder ein genügender   Aufschluss   der   Phosphorsäure   nicht erzielt wurde oder   der   Glühprozess Temperaturen erforderte, denen kein keramisches Ofenrnaterial auf die Dauer Widerstand leistet. (Vgl. z.

   B.   Bräuer-D'Ans,     Fortschritte der anorganisch-chemischen Industrie." Bd. I. 2. Teil. S. 2266 und 2270.)  
Erst neuerdings ist es gelungen.   Verfahren zu finden, die es gestatten,   die Phosporsäure 
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 Reaktionsmischung   stark     zusammenfrittet oder gar zusammenschmilzt   und die praktisch völlige   Ammonzitratlöslichkeit   der Phosphorsäure nicht erreicht wird. Diese Erscheinung ist auf den 
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 ratur noch so hoch war, dass die ungünstige Wirkung des   Fluorkalziums sich bemerkbar   machenkonnte. 



   Weitere   eingellende Forschungen haben ergeben, dass die Reaktionsmischung   im Drehrohrofen in dem Augenblick, wo sie die Temperatur von etwa 1000  C erreicht. nicht mehr 

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 führen kann. wenn man die Flammenführung so reguliert, dass ungefähr ein Viertel der Länge deOfens auf die zur Vollendung des   Glühprozesses   erforderliche Temperatur von etwa 1150 C. ungefähr zwei Viertel auf   Temperaturen   von   800#1000 C   zur Austreibung des Fluors erhitzt werden und im letzten Viertel bis zum Austritt der Feuergase die Vorwärmung und Vorerhitzung der Beschickung erfolgt.

   Aber auch ein Erhitzen auf höhere Temperaturen wie 1150  wiirde den 
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 als Alkalifluorid, teils als Siliciumfluorid oder Flusssäure.   Durch Anwendung von Wasserdarupf   kann man die Geschwindigkeit derselben nicht   unbeträchtlich erhöhen, wie bereits in dem   obenerwähnten   anderweitig   beschriebenen Verfahren angegeben wurde. 



   Es ist zwar bekannt. Glühphosphate in einem Drehrohrofen herzustellen und dabei die Mischung allmählich auf steigende   Temperaturen   zu erhitzen. Es ist ferner bekannt, beim Auf-   schluss   von Rohphosphaten Wasserdampf zu verwenden. Bei diesen Verfahren findet aber keine Unterteilung des Drehrohrofens in der Weise statt, dass die Periode. in   welcher das Fluur hei   Temperaturen zwischen   800#1000  ausgetrieben werden soll,   auf etwa zwei Viertel der   Gesamtlänge   des Ofens ausgedehnt wird und nur ein Viertel für den   eigentlichen   Aufschluss bei Temperaturen über 1000  C dient. 



   Schliesslich ist auch-ein Verfahren bekanntgeworden. nach welchem man den Aufschluss von fluorhaltigen Glühphosphaten in zwei voneinander getrennten Erhitzungsperioden vollzieht. 



  Dieses Verfahren bedient sich einer unterbrochenen Arbeitsweise,   wobei für   die Erhitzung unterhalb des Schmelzpunktes und die Vollendung des Aufschlusses   höheren Temperaturen   je ein besonderer Ofen, bzw. nur für die zweite Erhitzungsperiode ein   Drehrohrofen verwendet   wird. Nach dem vorliegenden Verfahren lässt sieh aber in vorteilhafter Weise der   Aufschluss   fluorhaltiger Phosphate fortlaufend in einem einzigen Drehrohrofen vollziehen, ohne dass ein Schmelzen der Mischung eintritt. wenn man denselben hiebei in ganz bestimmte Temperate abschnitte unterteilt. 



     Ausfiihrungsheispiele   :
1. Zur Verwendung gelangte ein Constantinephosphat von folgender   Zusammensetzung :   
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> P2O5..................30#45%
<tb> CaO...................49#17%
<tb> F.....................4#12%
<tb> SiO2..................0#52%
<tb> Al2O3 <SEP> + <SEP> Fe2O3.........0#42%
<tb> 
 
100 Teile dieses Phosphates wurden nach dem Verfahren des Patentes Nr. 107290 mit 23 Teilen kalzinierter Soda und 12-5 Teilen fein   gemahlenen   Quarzsand gemischt. Die Mischung wurde in einem Drehrohrofen gehrannt, in dem die Temperaturen so geregelt waren. dass dieselben im ersten Viertel an der Austragöffnung etwa 1150 C, im zweiten und dritten 
 EMI2.4 
 Nr. 104722 mit 19 Teilen fein gemahlenem Quarzsand,   37-3 Teilen Kaliumsulfat und 21-4 Teilen   Kalziumkarbonat gemischt.

   Die   Mischung   wurde in einem Drehofen wie beim ersten Versuch unter Überleiten von Wasserdampf geglüht. Das Glühprodutk enthielt   19#7% zitratlösliche   Phosphorsäure,   20#5% Gesamtphosphorsäure, 13#6% K2O, 0#7% F.   Die Löslichkeit in   Ammonzitratlösung nach   Petermann betrug 96%.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glühphosphatcn in einem Drehrohrofen durch Glühen von Mischungen von fluorhaltigen Phosphoriten. Alkalikarbonaten oder Alkalisalzen oder Magnesium- verbindungen oder Mischungen dieser und Kieselsäure mit oder ohne Verwendung von Wasser- EMI2.5 ein Viertel der Länge des Ofens auf die zur Vollendung des Glühprozesses erforderliche Temperatur von etwa 1100#1150 C, ungefähr zwei Viertel auf Temperaturen von etwa 800 - 1000 zur Austreibung des Fluors erhitzt werden. und im letzten Viertel dieVorwärmnng und Vorerhitzung der Beschickung erfolgt.
AT121973D 1927-11-23 1928-10-05 Verfahren zur Herstellung von Glühphosphaten. AT121973B (de)

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