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Labyrinthdichtung für sich drehende Wellen, insbesondere von Dampfturbinen.
Die zur Abdichtung von rotierenden Wellen, insbesondere von Dampfturbinen, verwendeten Labyrinthdichtungen haben bekanntlich den Nachteil, dass bei zu kleinem Dichtungsspiel zwischen der Wel, le einerseits und den mit feststehenden Teilen der Maschine verbundenen ruhenden Kämmen der Labyrinthdichtung anderseits ein Streifen und Reiben der Kämme an der Welle stattfindet, wodurch die Welle beschädigt wird und sich infolge der Reibungswärme verzieht. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, an der abzudichtenden Welle einen sie mit Spielraum umgebenden und mit ihr rotierenden hülsenförmigen Schutzring vorzusehen, mit dem die feststehenden Teile der Labyrinthdichtung zusammenwirken, so dass bei einem Streifen der Abdichtorgane die Welle selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.
Hiedurch ist wohl ein Streifen der Kämme an der Welle selbst vermieden, es tritt jedoch der Nachteil auf, dass die feststehenden Kämme am Schutzring schleifen können, so dass für die Verbesserung der Spaltabdichtung nicht viel gewonnen ist.
Gemäss der Erfindung werden die geschilderten Nachteile auf einfache Weise dadurch behoben, dass der die abzudichtende Welle umgebende und sich mit ihr drehende Schutzring bloss mit einem Ende an der Welle oder an einem mit ihr sich drehenden Teil der Maschine befestigt, am andern Ende aber frei ist, so dass er leicht auswechselbar ist und einen geringen Grad von Nachgiebigkeit besitzt, so dass die schädliche Wirkung des Streifens vermieden ist. Hiebei erfolgt die Abdiehtung zum Teil am Sehutzring und zum Teil an der Welle selbst, u. zw. auf die Weise, dass die Abdichtungsspalten zwischen dem Schutzring und den mit ihm abdichtenden Kämmen enger sind als die Abdichtungsspalten zwischen der Welle und den mit ihr abdichtenden Kämmen. Dies gewährt den Vorteil, dass die unmittelbar an der Welle abdichtenden Kämme unter keinen Umständen auf der Welle schleifen können.
In der Zeichnung ist die Erfindung an dem Beispiel der Abdichtung der Lcitseheiben von Dampfturbinen mit der Turbinenwelle veransehaulieht, u. zw. zeigen die Fig. 1-4 im Achsenschnitt vier Ausführungsbeispiele einer solchen der Erfindung gemäss ausgebildeten Abdichtung.
An den ruhenden Leitscheiben c ist in der üblichen Weise ein Ring m befestigt, der die Kämme l und g der Labyrinthdichtung aufweist (Fig. 1 und 2). Die Kämme t sind kÜrzer als die Kämme 9 und wirken mit einem hülsen- oder büchsenförmigen Schutzring d zusammen. der mit dem einen Ende in eine Nut des benachbarten Laufrades b eingesetzt ist und die Welle a mit geringem Spielraum umgibt.
Der Sehutzring d ist somit nur an einem Ende befestigt, sein anderes Ende liegt jedoch vollkommen frei.
Diese Anordnung und Ausbildung des Schutzringes ermöglicht eine leichte Auswcchselbarkeit desse ben, der Schutzring besitzt ferner einen geringen Grad von Nachgiebigkeit, so dass ein eventuelles Schleifen der Kämme 9 am Schutzring sich nicht schädlich auswirkt.
Um ein Streifen der Kämme 9 an der Welle a zu velmeiden. sind die Abdichtungsspalten zwischen dem Schutzring d und den mit ihm abdichtenden Kämmen l enDer als die Abdiehtungsspalten zwischen
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der Welle vollkommene Abdichtung erzielt werden. Die beim Streifen der Kämme/'an dem Schutz- ring d entstehende Reibungswärme wird von dem Schutzring auf die Laufräder b weitergeleitet, so dass
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vermieden wird.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 2 ist der Ring m, welcher die Dichtungskämme l'und g trägt, in zwei Ringe tMi und w geteilt, die voneinander gesondert in den Umfang der Leitscheibe c ein-
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Auf ähnliche Weise wie die als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellte Abdichtung der Leitscheiben kann die Abdichtung der Welle a an den. Stopfbüchsen durchgeführt werden.
Pie Erfindung ist selbstverständlich in allen Fällen anwendbar, in denen eine sieh drehende Welle gegenüber feststehenden Teilen der Maschine abzudichten ist.
PATENT-ANSPRUCHE :.
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wechselbar ist und einen geringen Grad von Nachgiebigkeit besitzt und dass die Abdichtung zum Teil am Schutzring (cl) und zum Teil an der Welle (a) selbst erfolgt, wobei die Abdiehtungsspalten zwischen dem Schutzring (col) und den mit ihm abdichtenden Kämmen (0 enger sind als die Abdichtungsspalten'der Welle (a) und den mit ihr abdichtenden Kämmen (g).