AT119215B - Befestigung der blanken Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei Mehrfachröhren. - Google Patents

Befestigung der blanken Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei Mehrfachröhren.

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AT119215B
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Siegmund Dr Loewe
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Siegmund Dr Loewe
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Description


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  Befestigung der blanken Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei
Mehrfachröhren. 



   Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine neuartige Befestigung der Kopplungselemente bei Mehrfachröhren auf einem besonderen Träger. Es wurde bereits vorgeschlagen, den Anodenwiderstand, den Gitterblockkondensator und den Gitterableitwiderstand für die folgende Stufe zu einem mechanischen Bauelement zu vereinigen. Es wurde auch vorgeschlagen, die Kopplungselemente an den besonders stark auszubildenden Zuführungsdrähten aufzuhängen und diesen Halt dadurch zu vermehren, dass ein vorzugsweise aus Glas oder einem sonstigen Isolationsmaterial bestehender Querbinder angeordnet wird. Wesentlich für diese Anordnung ist aber, dass die Widerstände einzeln von besonderen Vakuumräumen umgeben sind. 



   Im Gegensatz hiezu besteht die Erfindung darin, dass die blanken Kopplungselemente auf einem gemeinsamen Träger unmittelbar in den Glaskolben der Mehrfaehröhre eingebaut werden. Zu diesem Zweck ist es erfindungsgemäss notwendig,   den Träger   selbst so auszubilden, dass er die hochwertigen Kopplungselemente gegen Beschädigungen auf dem Transport und bei der Röhrenmontage schützt. 



  Während dies bei den allerersten Versuchen mit Mehrfaehröhren nicht möglich war, gelingt es jetzt, die Kopplungselemente ohne besondere schützende Glashülle in die Mehrfachröhre einzubauen, u. zw. vorzüglich bei Verwendung der vom   Anmelder   entwickelten Widerstände, da diese vollkommen vakuumsicher sind. Die erfindungsgemässe Befestigung der Kopplungselemente kann mannigfaltige Formen annehmen. Wesentlich für die Erfindung ist stets die Befestigung der Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei Mehrfachröhren unter Vermeidung von besonderen, die Widerstände einzeln umgebenden Vakuumröhren, und zwar derart, dass die Kopplungselemente auf einem aus vakuumsicheren Isolationsmaterial bestehenden Träger befestigt sind und dass dieser Träger selbst als mechanischer Schutz der Kopplungselemente ausgebildet ist.

   Auf diese Weise erhält man ein einfach herzustellendes und lagerfähiges Bauelement. 



   Das Wesen der Erfindung wird an verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutert. Fig. 1 zeigt eine Ansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine   parallelperspektivische   Darstellung der Befestigung der Kopplungselemente   1,   2,3 auf einer aus den beiden Winkeln 4, 5 bestehenden, mittels   der Drähte   6 und 7 zusammengehaltenen Trägeranordnung. Die Anordnung wird zweckmässig so getroffen, dass die Drähte 6 und 7, welche die beiden aus vakuumsicherem Material, also   vorzüglich   aus Glas, Glimmer oder einem keramischen Material, wie Steatit, hergestellten Winkel zusammenhalten, gleichzeitig zur Befestigung der Baueinheit an einer geeigneten Stelle innerhalb der Mehrfachröhre dienen.

   Die Zusammenschaltung der Kopplungselemente, die aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, erfolgt mittels blasenfreier, ausgeglühter   Einschmelzdrähte,   wozu sich Eisennickellegierungen und Kupfermanteldraht besonders eignen. Die Montage des Bauelements erfolgt am einfachsten so, dass zuerst die   schalttechnische   Verbindung der Kopp-   lungselemente   erfolgt. Hierauf werden die zusammengehörigen Drähte durch entsprechende Öffnungen desselben Winkels gleichzeitig hindurchgefädelt und die beiden Winkel 4 und 5 mit den Drähten 6 und 7 zusammengeschnürt.

   Man wird also beispielsweise zuerst durch die entsprechenden Öffnungen des Winkels 4 gleichzeitig die zur Anode   A   und Kathode K führenden Drähte   hindurchfädeln,   hierauf in ähnlicher Weise durch die entsprechenden Öffnungen des Winkels 5 die zur Anodenbatterie B und zum Gitter G der folgenden Röhre führenden Drähte, worauf die beiden Winkel durch die   Halterdrähte   zusammengebunden werden. Statt zweier derartiger Drähte können auch mehrere Verwendung finden. 

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   In den Fig. 4-6 ist gezeigt, wie erfindungsgemäss die drei Kopplungselemente 1, 2, 3 in ein Glimmerband 8 eingewickelt werden können. Das Glimmerband wird zweckmässig durch einen hochvakuumsicheren Draht 9 zusammengehalten, so dass das Bauelement eine genügende Festigkeit besitzt. Ein besonderer Vorzug dieses Ausführungsbeispieles ist der Schutz, den das umhüllte Glimmerband den Kopplungselementen angedeihen lässt. 



   Eine besonders raumsparende Anordnung zeigt das in den Fig. 7-10 dargestellte Ausführungsbeispiel. Hier werden die Kopplungselemente 1, 2, 3 an einem aus Glasstäben bestehenden gekröpften   Doppel-T-Stück-M dadurch   befestigt, dass die Zuleitungen zu den Kopplungselementen 1 und 3 um die Querstäbe und die Zuleitungen zu den Kopplungselementen 2 ausserdem noch um den Verbindungsstab herumgelegt werden. In Fig. 7 ist der Halter 10 von vorn, u. zw. ohne Kopplungselemente, in Fig. 8 in derselben Ansicht mit Kopplungselementen dargestellt. Fig. 9 ist eine Draufsicht. In der Seitenansicht von Fig. 10 sieht man deutlich, wie beispielsweise die Zuleitungen 11 und 12 zu dem mit dem Widerstandsmaterial versehenen Glasknüppel, der das Kopplungselement 1 bildet, um die Querstäbe 10a und lOb des Halters 10 herumgelegt werden.

   In Fig. 11 ist ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem die Kopplungselemente auf zwei vorzugsweise dreieckig ausgebildeten Platten   18   und 14 aus hochvakuumsicheren Isolationsmaterial gelagert sind. Auch auf diese Weise bekommt man eine billige und raumsparende Anordnung. Hier wird zweckmässig die Zusammenschaltung der Elemente ausserhalb der Halterung, also in diesem Falle ausserhalb der beiden Platten   18   und 14 vorgenommen. 



  Erfolgt beispielsweise unmittelbar ausserhalb der Platten die Verbindung zwischen den Kopplungselementen 1 und 2 einerseits und 2 und   8   anderseits, so erhält man auf diese Weise einen seitlichen Halt für die Kopplungselemente. Eine Sicherung gegen Querverschiebung kann auch dadurch erreicht werden, dass unmittelbar an der äusseren Oberfläche der Platte der Zuführungsdraht quer abgebogen wird, so wie dies bei dem zur Batterie B führenden Drahte des Kopplungselementes 1 an der Stelle 15 geschehen ist. 



  Es steht nichts im Wege, die Drähte statt in Form eines gleichseitigen Dreiecks ganz beliebig anzuordnen. 



   Bei dem in den Fig. 12 und 13 gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Kopplungselemente 1, 2,   8   im Inneren eines   Isolationskörpers 16 untergebracht. Auch   hier erfolgt zweckmässig die Schaltung ausserhalb des Isolationskörpers. Dieser hat auf der einen Seite Öffnungen zur Durchfädelung der Zuführungsleitungen, auf der anderen Seite trägt er eine Platte   17,   welche aufgeschraubt oder aufgekittet ist. Die Bohrungen im Innern des Gehäuses können entweder den Aussendurchmesser der Kopplungselemente besitzen ; sie können aber auch grösser sein. Im letzteren Falle kann eine direkte Lagerung der Kopplungelemente an den Gehäusewandungen dadurch vermieden werden, dass diese an den Enden aufliegen. 



  Während in diesem Falle die Lagerung der Kopplungselemente an der einen Seite in den   Durchführungen   für die Drähte geschieht, gehen auf der anderen Seite von den Kopplungselementen die   Zuführungsdrähte   in Spiralen ab, so wie dies aus Fig. 13 hervorgeht. 



   Eine andere Ausführungsform der Erfindung zeigt Fig. 14-16. Hier sind die Kopplungselemente wieder dreieckig angeordnet und innerhalb eines entsprechend geformten Glimmerstreifens 18 untergebracht. Von einander sind die Kopplungselemente durch die Glimmerstreifen 19 getrennt. An der
Stelle 20 werden die beiden in Fig. 18 und 19 gesondert gezeichneten Streifen mit geeigneter Spannung durch Nieten oder   Punktschweissung   oder auf eine andere geeignete Weise miteinander zusammen- gehalten. 



   Bei dem in den Fig. 17-20 gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Widerstände, also die
Kopplungselemente 1 und 3, im Innern und der Kondensator, also das Kopplungselement 2, auf dem
Umfang eines aus keramischem Material hergestellten Isolationskörpers 20 untergebracht. Fig. 17 zeigt eine Ansicht von unten, Fig. 18 eine Ansicht von vorn, Fig. 19. eine Draufsicht mit abgenommenem
Deckel 21 und Fig. 20 den Horizontalschnitt A-A. Aus Fig. 20 geht hervor, dass der Isolationskörper zur Aufnahme der Kopplungselemente 1 und 3 zweidurehgehende Schlitze hat. Diese ermöglichen die
Widerstände von der Seite in den Körper einzuführen und die unteren Zuführungsdrähte von oben her durch die entsprechenden Öffnungen durchzufädeln. Hierauf legt man die oberen Zuführungsdrähte in die Schlitze, welche Fig. 19 zeigt.

   Jetzt wird der Abschlussdeckel 27 durch die oberen Zuführungs- drähte hindurchgefädelt und so auf den Isolationskörper 20 aufgesetzt, dass die seitlichen Aussparungen in die entsprechenden Nasen des Isolationskörpers hineinpassen. Nötigenfalls kann der Deckel 21 mit
Bleiglätte und Glyzerin oder einem ähnlichen Mittel auf den Körper 20 aufgekittet werden. Die Körper 20 und 21 werden aus einer knetbaren Masse geformt und können deshalb von vornherein mit allen not- wendigen Schlitzen, Löchern und Ansätzen versehen werden. Gelegentlich empfiehlt sich, nachdem die Formstücke getrocknet und gebrannt sind, eine Glasur aufzubringen. 



   Ein ähnliches Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 21. Hier sind die Kopplungselemente 1 und   8   in einem hohlen Isolationskörper 22 untergebracht. Die Kopplungselemente werden von oben eingeführt und erhalten wiederum in einem Deckel 23 eine obere Lagerung. Sowohl der Isolationskörper 22 als auch der Deckel   28   werden zweckmässig aus einem keramischen Material, wie Steatit oder Magnesia- steatit, oder einem ähnlichen vakuumsicheren hochwertigen Isolationsmaterial hergestellt. Der Quer-   schnitt des Gehäuses kann kreisförmig oval oder von einer anderen geeigneten Form sein. Der Kondensator 2 kann direkt auf den Isolationskörper aufgewickelt und mit geeigneten Bünden zusammengehalten   

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 werden ; er kann aber auch im fertigen Zustand auf den Isolationskörper aufgebracht werden.

   Dieser besitzt noch eine Rille   24,   in welche die Schleife eines Haltedrahtes gelegt werden kann, so dass auf diese Weise bequem das ganze Bauelement an einer geeigneten Stelle innerhalb der   Mehrfachröhre   unter- zubringen ist. 



   In verschiedenen Ausführungsbeispielen ist gezeigt, dass erfindungsgemäss die blanken Kopplungselemente zum Schutz gegen mechanische, chemische und thermische Einflüsse in ein Band eingewickelt oder in einem Gehäuse eingebaut werden. Ferner wurde gezeigt, wie erfindungsgemäss an einem Gerüst aus Isolationsstäben oder in ähnlicher Weise die blanken Kopplungselemente an ihren Zuführungsleitungen aufgehängt werden können. Um im letzteren Falle die Kopplungselemente, insbesondere die Widerstände gegen äussere Einflüsse zu   schützen. ist   es zweckmässig, noch einen besonderen
Schutz vorzusehen. Nach einem weiteren Gegenstand der Erfindung soll   nämlich   auf der Widerstands- - schicht des Glasträgers eine Isolationsschutzschicht aufgetragen werden. Als eine solche eignet sich besonders eine Glasur.

   Derart präparierte Widerstände können nun ohne Gefahr auf solchen Trägern befestigt werden, die die Kopplungselemente vollständig einhüllen. 



   In Fig. 22 ist gezeigt, dass erfindungsgemäss die Kopplungselemente in eine Glasröhre oder in ein offenes Glasgefäss 25 eingebaut werden können. Auf diese Weise erreicht man einerseits einen wirksamen Schutz für die Kopplungselemente, anderseits werden diese gleichzeitig mit dem komplett montierten
System der Mehrfachröhre evakuiert. Die Öffnung in der Schutzhülle der Kopplungselemente wird zweckmässig dort sein, wo bei den evakuierten oder gasgefüllten Glasgefässen für die Kopplungselemente die Abschmelzspitze war. 



   Es steht nichts im Wege, auch bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 22 innerhalb der inneren
Elektrode des Abtrennkondensators 2 die   hoehohmigen   Widerstände 1 und 3 unterzubringen und die so angeordneten Kopplungselemente in ein gemeinsames offenes Glasgefäss einzubauen. Nötigenfalls können auch hier die hochohmigen Widerstände durch einen Steg aus Isolationsmaterial voneinander getrennt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Befestigung der Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei   Mehrfachröhren   unter Vermeidung von besonderen, die Widerstände einzeln umgebenden Vakuumräumen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungselemente auf einem aus vakuumsicheren Isolationsmaterial bestehenden Träger befestigt sind und dass dieser Träger selbst als mechanischer Schutz der Kopplungselemente ausgebildet ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger die Kopplungselemente schützend umgibt.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführungsdrähte der Kopplungselemente zu den Elektroden und den Stromquellen eine derartige Formgebung erhalten, dass sie die Trägerplatten eindeutig im Raume festhalten.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der inneren Elektrode des Abtrennkondensators (2) die Widerstände untergebracht werden.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände mit einer besonderen Schutzschicht versehen werden.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle aus einer Röhre oder einem offenen Gefäss aus vakuumsicheren Isolationsmaterial wie Glas, Glimmer usw. besteht.
AT119215D 1928-03-09 1929-03-09 Befestigung der blanken Kopplungselemente auf einem besonderen Träger bei Mehrfachröhren. AT119215B (de)

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