AT119055B - Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen. - Google Patents

Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen.

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AT119055B
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  Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen. 



   Es sind bereits hydraulische Pressen bekannt geworden, bei denen der Haupt-oder Druckkolben anfangs durch einen besonderen Hubkolben von kleinerem Querschnitt bewegt wird und bei denen beim
Erreichen eines bestimmten Druckes unter dem Hubkolben die Zuleitung des Druekwassers unter den
Hauptkolben freigegeben wird. Den Gegenstand der Erfindung bildet die Anwendung eines solchen Pressenantriebes auf eine Presse zum Prägen von   Stereotypiematrizen.   Bei diesen Pressen tritt das Bedürfnis auf, den Prägedruck nicht über eine bestimmte Höchstgrenze hinaus anwachsen zu lassen, damit das
Prägegut nicht beschädigt wird, u.   zw.   muss diese   Höchstgrenze   des Druckes einstellbar sein.

   Erfindungs- gemäss wird das Saugventil der Pumpe bei Überschreitung eines bestimmten   Höchstdruekes   unter dem
Hauptkolben in solcher Weise beeinflusst, dass eine weitere   Drueksteigerung   nicht eintritt, u. zw. erfolgt diese Beeinflussung gegenüber der Wirkung einer Kraft, die zum Zweck der Einstellung dieses Haupt- druckes   verändert   werden kann. 



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Fig. 1 im Schnitt. Fig. 2 zeigt eine
Einzelheit. 



   Die Pumpenkolben a der Presspumpe fördern durch das Saugventil b und das Druckventil flüssig- keit unter den Hubkolben d der Presse. Dieser Hubkolben d treibt entsprechend seinem kleinen Quer- schnitt den Presstisch e rasch in die Höhe, bis die Form am   Plägekopf f anliegt. Infolge   des Unterdruckes unter dem Haupt-oder Presskolben v wird durch das Ventil g während des Hochgehens Flüssigkeit aus dem Behälter h angesaugt.

   Sobald nun der Druck unter dem   Hubkolben il   ein bestimmtes Mass erreicht hat, wird der Druck, den die Feder   i auf   das Steuerventil k ausübt, überwunden und dieses wird nach unten gedrückt, so dass die Pumpe a ausser auf den kleinen auch auf den grösseren Presskolben arbeitet und das 
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 schritten, der durch die Einstellung des Laufgewichtes l auf dem Einstellhebel m geregelt werden kann, so wird der Steuerkolben n nach abwärts gedrüekt und der Hebel m wird um seinen festen Drehpunkt o, entgegen dem Drehmoment, das das   Laufgewicht   l auf ihn ausübt, gedreht. Er stösst mit Hilfe des Stäbchens p zunächst das Saugventil b auf, so dass die Pumpe jetzt leer arbeitet.

   Die Drucksteigerung hört also auf. 
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 Verlauf der Drehung des Hebels m um den Punkt o wird das Ventil g durch den   Ansehlag s,   der an der Stange   q angeordnet   ist, aufgestossen und das unter dem Presstisch e befindliche Druckwasser fliesst infolgedessen in den Behälter   h   zurück. 



   Das Sinken des   Arbeitstisches   kann dadurch bewirkt werden, dass man die Klinke des Laufgewichtes auslöst, so dass das Laufgewicht nach rechts läuft. Der Arbeitstisch kann auch selbsttätig unmittelbar nach Erreichen des   Höchstdruckes   gesenkt werden, indem man das Laufgewicht am Einstellschieber   u   nicht einklinkt, sondern es nach Erreichen des eingestellten Druckes nach entsprechender   Schrägstellung   des Hebels m von selbst nach rechts ablaufen lässt. Da die Stange p das Saugventil der Pumpe nur während des Einsaughubes anheben kann, so wird es meist vorkommen, dass der Druck bis zur Beendigung des Kolbenhubes um einen geringen Betrag höher gestiegen ist, als es der Einstellung auf der Laufschiene entsprechen würde.

   Dieser Überdruck, sowie die Verminderung der Reibung der Bewegung im Gestänge 
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 ein gewisses Schwungmoment. Unter der Wirkung dieses   Schwungmomentes würde   bei dem geringen Hub des Steuerkolbens die   Entlastungsventilkugel 9'des   Ventils g sofort aufgestossen werden. Um dies zu verhindern, wird an dem Einstellhebel m ein Zusatzgewicht t angeordnet.

   Dieses Zusatzgewicht steht aber, solange der Hebel m sich in waagrechter Stellung befindet, auf dem Boden auf ;   es wirkt zunächst   nicht auf den Hebel m, sondern es wird von diesem erst mitgenommen, wenn er einen gewissen Drehwinkel beschrieben hat und an dem Ansatz   ? anschlägt.   Dieses Anheben des Gewichtes t tritt erst ein, wenn die Saugventile b angehoben sind und bevor die Stange q die Entlastungsventilkugel   raufstösst.   



  Das   Zusatzgewicht   beeinflusst also die Druckeinstellung durch das   Laufgewicht   nicht ; es verhindert jedoch ein vorzeitiges Öffnen des Ventils g und ein vorzeitiges Absinken des Druckes. Die gleiche Wirkung wird erreicht, indem man den Schwerpunkt des Laufgewichtes sehr tief legt (Fig. 2), durch die Rechtsdrehung des Einstellhebels verlängert sich der wirksame Hebelarm, so dass der Ausschlag des Einstellhebels infolge des wachsenden Widerstandes ein geringer ist und dadurch ein Aufstossen der Entlastungkugel vermieden wird. 



   Eine derartige Anordnung des Laufgewichtes   I   mit tiefliegendem Schwerpunkt zeigt Fig. 2. Der
Schwerpunkt des Laufgewichtes liegt bei dieser Anordnung bei waagrechter Stellung des Einstellhebels m bei z. Der Hebelarm, an dem das Laufgewicht angreift, ist demgemäss durch die Strecke x bezeichnet. 



  Wenn sich nun der Einstellhebel   m   um den Drehpunkt o dreht, so bewegt sich der   Schwerpunkt s   auf einem Kreisbogen und wandert von z nach   s'.   Der Hebelarm des Gewichtes ist bei dieser Stellung des   Laufgewichtes     I   durch die Strecke y bezeichnet, die, wie aus der Figur ohne weiteres zu erkennen ist, grösser ist, als die Strecke x. Es ist also bei der Schräglage des Einstellhebels m das Drehmoment, das das Gewicht   I   auf den Hebel   m   ausübt, grösser als bei waagreehter Stellung des Hebels m und es wird dadurch ein vorzeitiges Öffnen des   Entlastungsventils)'vermieden.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen, bei der der Haupt-oder Druckkolben anfangs durch einen besonderen Hubkolben von kleinerem Querschnitt bewegt wird und bei der beim Erreichen eines bestimmten Druckes unter dem Hubkolben die Zuleitung des Druckwasser unter den Hubkolben freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überschreitung eines bestimmten Höchstdruckes unter dem Hauptkolben das Saugventil (b) der Pumpe (a) gegen die Wirkung einer Kraft   dz   die zum Zweck der Einstellung dieses   Höchstdruckes   verändert werden kann, in solcher Weise beeinflusst wird, dass eine weitere Drucksteigerung nicht eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen nach Anspruch 1, bei der durch die Wilkung eines Steuerkolbens und eines Steuerhebels in Verbindung mit einem einstellbaren Laufgewicht bei Erreichung eines bestimmten Druckes die Saugventile der Presspumpe durch Anheben ausgeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlastungsventil (r) und das Entleerungsventil (g) durch den gleichen Hebel (m) in gleicher Drehrichtung betätigt wird, wie die Saugventile (b), so dass die Pumpe (a) während der Senkung des Tisches (e) leer läuft, also nicht abgestellt zu werden braucht.
    3. Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufgewichtsschiene (m) in der Grundstellung horizontal liegt, so dass das Laufgewicht nach dem Anheben der Ventile (b, p) willkürlich durch Ausklinken oder selbsttätig durch sein eigenes Gewicht gegen den Drehpunkt des Hebels hin ablaufen kann und durch die so ermöglichte weitere Drehwirkung der Laufschiene (m) das Entleerungsventil (g) geöffnet wird.
    4. Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt des Laufgewichtes sehr tief gelegt ist, so dass sich durch eine Schrägstellung des Einstellhebels (m) der wirksame Hebelarm des Laufgewichtes fil) praktisch verlängert und infolgedessen der Widerstand gegen eine weitere Verdrehung des Einstellhebels (m) wächst (Fig. 2).
AT119055D 1927-07-12 1928-06-25 Hydraulische Presse zum Prägen von Stereotypiematrizen. AT119055B (de)

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