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Einrichtung zur Verhinderung des Rückschlages und Verbesserung des Zuges von
Schornsteinen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verhinderung des Rückschlages und Verbesserung des
Zuges von Schornsteinen unter Verwendung eines Ventilators und besteht im wesentlichen in der Anord- nung eines Windrades und eines Elektromotors in einem Schornsteinaufsatz zum wahlweisen Antrieb von dessen Ventilator. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung legt in der besonderen Verbindung sowohl zwischen Antriebswindrad als auch Antriebsmotor mit der Ventilatorspindel.
Es ist bereits bekannt, zur Verbesserung des Zuges von industriellen Feuerungsanlagen motorisch angetriebene Ventilatoren in den Kamin einzubauen, so wie es auch bekannt ist, Kaminventilatoren durch ein Windrad anzutreiben. Während die erstere Anordnung den dauernden Ventilatorantrieb und damit dauernde Betriebskosten verursacht und demnach nur für industrielle Anlagen in Betracht kommt, hat die zweite Anordnung den Nachteil, dass bei Windstille und damit ohnedies herabgesetzter Saugwirkung des Kamines der Ventilator nicht in Tätigkeit ist. Der erfindungsgemäss wahlweise Antrieb des Ventilators von einem Windrad oder einem Elektromotor ermöglicht, jederzeit eine verlässliche Entlüftung durch den Kamin zu sichern.
Wenn Luftströmungen bestehen, wird das Absaugen des Kamines durch das Windrad demnach kostenlos aufrechterhalten, während wenn durch besondere Witterungsverhältnisse etwa hiemit das Auslangen nicht gefunden. würde, oder bei Windstille, dieselbe Wirkung durch den Elektromotor entweder dauernd oder kurzzeitig hervorgerufen wird. Ausserdem ist es möglich, etwa die Wirkung des Windrades auf den Ventilator durch den Elektromotor zu unterstützen und damit tatsächlich unabhängig von den äusseren Witterungseinflüssen (Windstärke, Windriehtung, Temperatur usw. ) auf billige Art jederzeit den für die Abbrandverhältnisse des Ofens erforderlichen Schornsteinzug einzustellen.
Diese Einrichtung eignet sich daher insbesondere zum Einbau in Schornsteine von Wohnhäusern, da damit eine in allen Fällen verlässliche Einrichtung zur Aufrechterhaltung des erforderlichen Sehornsteinzuges geschaffen ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Schnitt dargestellt.
3 ist das auf den Kamin aufzusetzende Rohr, das sich bei-T konisch verbreitert und einen jalousieartigen zylindrischen Aufsatz mit Rückschlagschutzkappen 4 sowie eine konische Deekkappe 5 besitzt. Das durch Rippen 6 gehaltene Widerlager 7 nimmt das Spurlager 8 für die Spindel 9 des Ventilators 11 auf, dessen Halslager 10 in der oberen Deekkappe o angebracht ist.
Zum Antrieb des Ventilators 11 dient ein Windrad 12, das erfindungsgemäss unterZwischenschaltung eines nur in einer Drehrichtung kuppelnden Freilaufgetriebes 12'an sich beliebiger Art mit der Spindel 9 verbunden ist. In der konisehen Deekkappe 5 ist ein Elektromotor 1 auf einem Lagerblock 14 gelagert, durch dessen hohle Welle die Spindel 9 hindurchtritt und mit dem Motor durch ein nur in einer Drehrichtung kuppelndes Freilaufgetriebe 13'verbunden ist. Die Stromzuführung zum Motor erfolgt zweckmässigerweise von dem zu beheizenden Raum aus durch den betreffenden Kamin.
Unter normalen atmosphärischen Verhältnissen und bei normaler Windstärke wird der Ventilator 11 durch das Windrad 12 allein angetrieben, wobei lediglich das Freilaufgetriebe des stillstehenden Motors 13 leer mitgenommen wird. Bei Windstille, oder, wenn mit dem Antrieb durch den Ventilator 11 das Auslangen nicht gefunden werden kann, wird der Motor 13 eingeschaltet, dessen Tourenzahl weit über jener des Windrades 12 liegt, so dass das Freilaufgetriebe 'in die kuppelnde Stellung gelangt und die Spindel dadurch angetrieben wird, ohne das langsamer umlaufende oder stillstehende Windrad 12 mitsehleppen zu müssen, da dessen Freilaufgetriebe 12'durch den rascheren Antrieb der Spindel 9 vom Motor 13 aus
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funden werden.
Die besondere Lage des Motors macht jedes Zwischengetriebe überflüssig, während seine Kapselung in der Deckkappe 5 des Kaminaufsatzes einerseits seine leichte Zugänglichkeit durch Abhebung der oberen Deckkappe gewährleistet und anderseits den Motor vor Verunreinigungen und vor der durch den Kamin aufsteigenden Hitze und von oben gegen Nässe und Feuchtigkeit schützt. Der Motor wird besonders vor Beginn des Anheizens sowie an windstillen oder warmen Tagen verwendet werden, um die im Kamin
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normalen Betrieb der Ventilatorantrieb durch das Windrad 12 genügt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verhinderung des Rückschlages und Verbesserung des Zuges von Schornsteinen unter Verwendung eines Ventilators, gekennzeichnet durch die gemeinsame Anordnung eines Windrades und eines Elektromotors in einem Schornsteinaufsatz zum wahlweisen Antrieb von dessen Ventilator.